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Reihenfolge => Klangveredelung im Masterinsert

  • Thomas Koch
  • 20. September 2004 um 18:16
  • Thomas Koch
    Gast
    • 20. September 2004 um 18:16
    • #1

    Ich soll für die Technik meiner Schule herausfinden wie man die Klangveredelungsgeräte im Masterinsert einschleift.

    Wir haben 2 Behringer Autocom´s und einen Grafischen EQ. In welcher Reihenfolge soll das? Die Autocom´s haben jeweils verschiedene Aufgaben. Der eine komprimiert und macht das Gate und der andere den Enhancer und Limiter.

    MfG

    TiKay

  • JohannesP
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.041
    • 20. September 2004 um 18:25
    • #2

    Die beste Klangveredelung besteht darin die drei Behringers rauszulassen.

    Ansonsten evtl. nur den EQ für die Raumanpassung und wenns sein muss den Limiter hinter den EQ.

    Mit freundlichem Gruß
    Johannes Pradler

    "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein."

    _______________

    http://www.Pradler-Veranstaltungstechnik.de

    Johannes Pradler
    Geschäftsführer
    Meister für Veranstaltungstechnik (Bühne/Studio)

  • gacond
    Beiträge
    325
    • 21. September 2004 um 09:52
    • #3

    Halt, Halt, Halt! Grosser Fehler...

    Mehr Geräte sind nicht gleich besserer Klang. Für was brauchst du denn diese Autocoms genau? Für was ein Gate am Master? Und für was ein Enhancer? Ich glaube du machst damit mehr Kaputt als das du "veredelst".

    Am besten machst du genau das was Johannes Pradler gesagt hat: Ganzer Schnickschnack raus ausser dem EQ (Raumanpassungen -> Keine Badewannen oder ähnliches) und vielleicht noch einem Autocom als Limiter (falls nicht immer einer am Pult steht und die Sache überwacht).

    Guter Grundsatz: Shit In - Shit out. Wenn du einen guten Sound erreichen willst, musst du die Sach am Anfang des Signalwegs angehen. Erst kommen die Musiker, dann die gestimmten Instrumente, dann die Mikros und irgendwann ganz weit hinten kann man sich noch Gedanken über Enhancer, Exiter oder ähnliches machen...

    Ansonsten gehört die Sache wohl eher ins Einsteigerbrett.

    Gruss Silvan

    PS: hab ich noch im Thread "Die härtesten Sprüche die ein PA Techniker sich anhören muss" noch ein guter Beitrag zu Gates im Masterweg gefunden:

    Zitat von "guessi"

    bandtechniker (laute gitarrenmusik) antwortet auf meine frage nach seinen foh-insert-wünschen: "als erstes gates auf den master"
    ich: (grins) ???? (nochmehr grins)
    er: (grins zurück)
    ich: (hihi)
    er: so ein mist, auf der tour haben das bis jetzt alle gemacht :)

  • Thomas Koch
    Gast
    • 21. September 2004 um 13:51
    • #4

    Danke, damit habt ihr mir bei meinen Hausaufgaben geholfen. Einsteiger ist das nicht, kannst ja mal Montags vorbei kommen. Oder haben Einsteiger ordentliche Dynacord Geräte und Lexicon´s im Einsatz. Ich glaube ehr nicht. Komm einfach mal vorbei.

    Das Problem warum wir Behringer nutzen ist das für die guten Geräte kein Geld da war. Das ist alles für die 10 Sennheiser Funkstrecken raus gegangen.

  • gacond
    Beiträge
    325
    • 21. September 2004 um 14:14
    • #5

    Ich glaub das mit dem vorbeikommen wird weher schwierig... Ich wohne in der nähe von Zürich in der Schweiz :).

    Einsteiger nicht wegen den Geräten... Wer ein Gate in den Master-Insert hängt gehört aber für mich entweder zu den Einsteigern, die meinen sie können mit möglichst viel 19" alles gut machen, oder sie haben einen ziemlich komischen Anwendungsfall (z.B. fröhliches ausklingenabhacken oder so :wink:).

    Falls du aber trotzdem diese Geräte unbedingt im Insert haben willst kannst du sie in beliebiger Reihenfolge nacheinander schalten. Du kannst ja ein bischen Experimentieren ob das Signal besser klingt wenn du es vor dem gaten komprimierst und dann EQst oder umgekehrt.

    Was aber ganz sicher nichts mit Behringer oder nicht Behringer zu tun hatt, ist die Tatsache dass ein Gate, ein Kompressor und ein Enhancer im Master Insert NICHTS mit "Klangveredelung" zu tun hat. Dieses Wort "Klangveredelung" hab ich eh erst im Zusammenhang mit irgendwelchen superenergievollen Voodoonetzkabeln im Hifi bereich gehört (obwohl das eher ins Joke brett gehören würde :)).

    Gruss Silvan

  • Thomas Koch
    Gast
    • 21. September 2004 um 14:47
    • #6

    Mir wurde gesagt ich soll herausfinden in welches Reihenfolge man Klangveredelungsgeräte betreibt. Die Multicom´s hab ich zur Zeit bei mir gier zu hause liegen die wir sonst immer versucht haben zu betreiben, aber das Behringersche brummen war zu laut. Mittlerweile tippe ich und ein anderer es liegt an unserm mcx24.2 weil an einem Yamaha und,was klar ist, an Behringer brummt der Kram nicht.

    Also wenn möglich kein Gate im Masterinsert?

    Die Anweisungen kamen immer von dem Lehrer der sich um uns kümmert bzw. von einem Mittechniker der schon mal wegen Differenzen rausgeflogen ist.

  • monithor
    Profi
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    1
    • 21. September 2004 um 14:50
    • #7

    moin,

    in verbindung mit klangveredelung würde mir auch nicht der behringer einfallen. ansonsten schließe ich mich den vorrednern an: weglassen, guten eq und das wars.

    oli

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

  • Thomas Koch
    Gast
    • 21. September 2004 um 14:52
    • #8

    ich werde es weiterleiten und dann den a****tritt den ich mir dann denken muss hier hinein posten.

  • gacond
    Beiträge
    325
    • 21. September 2004 um 15:09
    • #9
    Zitat von "tikay"

    Also wenn möglich kein Gate im Masterinsert?

    Kaum... Und wahrscheinlich (wir kennen den Anwendungsfall immernoch nicht) auch kein Enhancer und kein Kompressor.

    Das einzige was deifinitiv fast immer Sinn macht ist der EQ.

    Summenkompression kann ab und zu auch Sinnvoll sein (dezent!). Aber alle diese Geräte bringen wirklich nur was, wenn es sich um hochwertige Geräte auf einer hochwertigen PA und mit sauberen Signalen (keine "Murkse" im Signalweg) handelt.

    Anderer Input: Wie kompetent sind sichmittechnikbefassende (sehr interressantes Adjektiv :wink:) Lehrer die Autocoms als "Klangveredelungsgeräte" anschauen und Gates in den MasterInsert stecken? Vielleicht sollten solche Leute sich doch besser mit den Grundlegenden Anwendungsgebieten dieser Geräte befassen.

  • Patric A.
    Beiträge
    562
    • 21. September 2004 um 15:51
    • #10

    Hm, vielleicht solltest du wirklich mal einen Abriss eurer Technik und deren Anwendung posten!

    Autocom:

    Autocoms machen sich auf nicht allzu komplexen Einzelsignalen (Base, Snare, Leadsänger, cleane E-Gitarre, Bass bei angemessenem EInsatz eigentlich nicht so schlecht.
    Auf Subgruppe hört man die Kompression schon schneller
    Auf SUmme würde den Kompressor glaube ich niemand einsetzen.
    Man könnte das Gate als Rauschunterdrückung nutzen, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sich nach einer Zeit eher an ein leises grundrauschen gewöhnt, wenn es kontinuierlich vorliegt, als wenn es nur bei Signal auftritt, also in der Lautstärke variiert und somit Aufmerksamkeit erweckt.
    Limiter kann Sinnvoll sein, hört man aber auch recht schnell raus, finde ich ->Nur als Schutzschaltung.

    Weiterer Nachteil eines kompressors im Masterweg: Man holt sich das Grundrauschen der Kompletten technik noch ein paar dB-chen rauf.

    G-EQ wrde ja ausreichend besprochen ;)

    MfG
    Patric Ackermann
    (ehemals AES-Light [Xenith])

    Auf der Suche nach dem guten Ton ;)

  • Thomas Koch
    Gast
    • 21. September 2004 um 16:04
    • #11

    Unsere PA:

    Minimal-Konfig:

    -Dynacord MCX 24.2
    -AMP-Rack mit 2x PAA-1200 von Dynacord und einer X-Over

    Siderack:

    -Tascam 8-Spur Band-o-mat
    -Yamaha G. EQ 2x 31Band
    -z.Zt anstatt der beiden Multicom´s Lexicon LXP-1 und LXP-5
    -2x Autocom vom Uli

    Während Musicals

    4x EW300
    6x EW100

    Einsatz: Beschallung von Musicals, wenn Anlage steht oder Festinstallation wieder spinnt Beschallung von Informationsveranstalltungen, selten Einsatz als Partyanlage

  • Patric A.
    Beiträge
    562
    • 21. September 2004 um 23:12
    • #12

    Hm, sorry, wenn das etwas schroff rüberkam, das war nicht miene Intuition :?

    Vom Setup her zu schließen, nehme ich mal an, ihr habt hauptsächlich Musikveranstaltungen ohne Begleitband.
    Ich denke, da gäbe es 2 Ansätze, den Autocom einzusetzen:
    Je nach Anzahl der Hauptsänger/innen direkt als Insert auf selbigen
    -dichterer Sound, bessere Präsenz des Leadgesanges, IMHO beste Lösung
    Bei festen Backing-Vocals je nach Anzahl auf Subgruppe, wobei das bei eurem pult kaum möglich sein wird und man kaum stark komprimieren kann, bis man Klangeinbußen hat.
    Auf Master vor den Effekten und dem EQ würd ichs glaub ich nicht machen, aber man könnte es in dem besonderen Falle dezent versuchen, weil es alles ähnliche Signale sind, denke ich. Ich betone aber, dass ich das noch nie gemacht habe.

    Ich habe unter meinen wenigen "Jobs" eigentlich erst ein kleineres Musical, allerdings mit Band und einem Rack voller Comps und EFX, gemacht und dabei was Gesang angeht die Hauptcharaktäre mit einem Kompressor ausgestattet.
    Begleitend kam ein Chor zum Einsatz, der mit Overheads abgenommen wurde. Hier habe ich äußerst dezent mit Dynamics gearbeitet, um Feedbackproblemen aus dem Weg zu gehen.

    Für Sprachbeschallungen mit vielen verschiedenen unerfahrenen Rednern kann ein Kompressor im Insert auch ganz nett sein, es geht aber auch ohne, man braucht nur immer mal einen flinken Finger am Fader...

    Partyanlage:
    Evt. Kompressor als Ducker für Moderationszwecke (Wenn man nicht immer am pult stehen will) und Gate für DJs, die gerne mal den Fader oben lassen.

    MfG
    Patric Ackermann
    (ehemals AES-Light [Xenith])

    Auf der Suche nach dem guten Ton ;)

  • Thomas Koch
    Gast
    • 21. September 2004 um 23:27
    • #13

    Für DJ´s die Fader oben lassen, haben wir immer Wurfgeschosse da, seinen es die leeren Batterien der Funkstrecken, oder unbrauchbare Steckverbinder.

    Letztes Musical mit Band (http://www.wombatinthekitchen.net) Abmischung war am FOH wobei Drumset extra hatte und nur Stereo geschickt hat.

    Subgruppen unmöglich! Das wäre dann das MCX24.2.2 welches wir nicht haben. Im Notfall ist innerhalb von ein paar Tagen ein addon-mixer besorgt.

    Wir benötigten die Autocom´s bisher immer im Master weil wir nur 8 der 10 Funkstrecken mit den Multicom´s füttern konnten. Für den Rest ist dann nichts. Daher gab es dann immer noch ein Gesamt.

    Den Chor haben wir mit 7 Mikro´s abgenommen, 4 Overhead, 3 Grenzflächen, und hatte ne extra Abmischung. Für Notfääle und wenige Szenen gab es noch ein Handmikro.

    Es gab auch Aufnahmen, an 2 Tagen 4 fach, am rest 3 fach. 2x PC, 1x MP3-Player und an den 2 Tagen noch Videocam.

    Bisher waren die Autocom´s nötig, da für 24Kanäle nur 8 Kompressoren da waren und für 19Mikro´s reicht das eben nicht.

  • gacond
    Beiträge
    325
    • 22. September 2004 um 08:23
    • #14

    Also wenn wirklich nur Gesang über Mikros über die Anlage geht (so wie ich das jetzt verstanden habe), könnte eine Summenkompression aller Gesänge durchaus Sinn machen. Was du einfach beachten musst: Auxwege werden nicht komprimiert, Evtl. Feedbackprobleme (gerade in der Musicalsituation), Evtl. Hörbares einsetzten des Kompressors weil Billiggerät. Vielleicht mal probieren mit hochwertigeren Kompressor (evtl. mal zumieten zum testen) auf der Summer oder Subgruppe. Falls letztere nicht besteht: Alle Vocals auf einem Mixer mischen, im Vocalmixer Compressor in den Master-Insert, Master out in einen zweiten Mixer, von dort aus dann die restlichen Signale (Band) gemischt werden. Einfach mal ein bischen Probieren...

    Gruss Silvan

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