Hallo allerseits,
bin heute das 1. Mal hier und hoffe, daß Euch meine Fragen nicht zu stark unterfordern oder Lachreiz auslösen.....leider ist ohne Suchfunktion hier nicht viel zu reißen.
der Hintergrund meiner Frage ist folgender: je nach vorgeschaltetem Verstärker ist mir schon öfter aufgefallen, daß ein- und derselbe Lautsprechertyp entweder seine Einsätze generell meist überlebt oder relativ häufig stirbt. Und das bei angepaßten Controlersettings.
Letztes Beispiel ist das eines Kollegen, der das Acoustik-Line K-2 Top mit Bell Amps betreibt und laufend die 12-er killt.
Das nur als einzelnes Beispiel, das meiner sonstigen Erfahrung mit diesem Lautsprecher ( im K-2) eher widerspricht.
Was fällt Euch denn dazu ein ?
Ausfallursachen von Einzellautsprechern in Systemboxen
-
-
"je nach vorgeschaltetem Verstärker..."
kann es sein, dass diese Verstärker zu schwach sind, und deshalb schnell ins clippen kommen?
Eine zu schwache Endstufe kann die Ursache sein, weshalb ein Lautsprecher das Zeitliche segnet...Wie sehen die Daten aus? RMS-Leistung vom AMP? RMS-Leistung der Lautsprecher?
...war mal so'n Gedanke...
-
Easy: Alle Verstärker immer"zu stark", Limitereinsatz immer vorm Clipping. Meist Verstärker mit ähnlichen Gain und ähnlicher Ausgangsleistung. Vor allen Dingen keine Schrotteile. Das ist ja das, was ich nicht so ganz verstehe. Klar, thermischer Mittelwert lt. Musikmaterial war natürlich auch ähnlich. Wie gesagt, es ist der statistische Zusammenhang zwischen Ampsorte und Komplettverlust des LS, der mir Kopfzerbrechen macht. Grade mal die ACL K-2 Sache, da kenne ich solch ein Massensterben eigentlich nicht.
-
es ist eigentlich auch ungewöhnlich, das ne pappe vor dem treiber (ht) stirbt. evt ist da doch ein defekt am amp, der gleichspannung mit raus gibt. einfach mal messen (oszi)
-
Hallo Wulfson,
es geht auch nicht um "einzelne" Amps innerhalb einer Serie, sondern um eine Tendenz von Lautsprechertod <-> Verstärkertypen jeweils meist einer Marke. Warum ist das so ?
Nur , damit keine falschen Beginneremotionen vorausgesetzt werden:
Wir haben Oszis, div. effeziente Meßmethoden und einen hochwirksamen Werkstattingenieuer am Start. ( Der ist natürlich selten bei Konzerten da, aber unsere Lautsprecher sterben ja auch selten....siehe eigentliches globales Thema in der Überschrift)
Also: Bitte keine T-Amp oder ähnliche Kleinkindantworten, darum geht es nicht -
Moin,
mit welchen Amps tritt den das Sterben auf ? Bell ? Typ ?
Grüßle
Sven
-
... wenn die Verstärker nicht ins Clipping gefahren werden (weil sie "immer zu groß" sind ... :lol: ), und im "Normalbetrieb" keine Verzerrungen (wäre auch unwahrscheinlich") produzieren, keine verstärkerinternen EQ-Settings zu beklagen sind, dann liegt es vermutlich daran, daß verschiedene Verstärker auch unterschiedliche Verstärkungen machen.
Die unterschiedlichen Verstärkungen (häufige Fehlerquelle bei Controllersettings !!!) müssen in den Controllern entsprechend - je nach verwendeten Verstärkern - berücksichtigt werden (d.h.: wieviel Pegel müssen am Eingang anliegen, damit eine bestimmte Ausgangsspannung an den LS-Klemmen anliegt.
Eine weitere - eher unwahrscheinlichere - Ursache wäre noch, daß die Ausgangsspannung bei stärkerer LS-Belastung (also 4 anstatt 8 Ohm ... oder gar 2 Ohm) stärker einbricht und früher ins Clipping "geht".
Und: Es gibt auch - z.T. "amtliche" :wink: - LS-Systeme, die zwar "nominal" 8 Ohm haben .. aber bei einigen Frequenzen doch ggf. recht niedrige Impedanzminima aufweisen, mit denen einige Verstärker dann weniger gut klar kommen.
Und noch 'ne Idee: Wenn zu dünne LS-Leitungen verwendet werden, kann dies u.U. zu einer mangelhaften Bedämpfung (elektrische Güte steigt ...) von Konuslautsprechern kommen, die dann recht unkontrolliert hohe Membranauslenkungen produzieren und mechanisch dadurch stärker verschleißen.
-
wenn die weiche in der box nen schweren treffer hat
reisst das evt. den 12er in den tod.warum werden die elektroniker
schon begründen können.
die box klingt dann aber auch ganz anders. -
Impedanzminimum Seeburg K2 bei 350Hz 3,9Ohm. Box ist mit 8 Ohm angegeben. Aber ich tippe eher auf zu starkes Eqing unter 200Hz. Das verkraftet die K2 bei zu hoher Last nicht mehr. Im Setup ist da auch schon einiges dran gedreht bzw. ab 350Hz wird stark abgesenkt. Noch mehr drehen solle man lassen, wenn das Top ordentlich belastet wird.
-
Merci erst mal für Eure interessanten Infos. Im konkreten Fall ( Der K-2 Kollege mit den Dauerausfällen) hab ich mal nachgefragt: als Endstufen benutzt er die Bell CS-2000A, die, glaube ich, mit einem Digitalnetzteil arbeitet. Leistung sind 500W /Ch /8 Ohm.
Letztes Wochenende hat er wieder 2 12-er bei einem popeligen Stadtfest gekillt. Ich hab die Tops selber schon gehört-saulaut und kaum Klirr. Grade deswegen verstehe ich die Ausfälle nicht ganz. Wie sind Eure Erfahrungen, ganz speziell mit dem K-2 ? -
ganz einfach: 500 Watt an 8 Ohm auf einem Stadtfest ist zu wenig. Um ein gewünschtes Lowmid Ergebniss zu erhalten wird der Amp grundsätzlich bis in die Begrenzung getrieben - mit entsprechender Konsequenz am LS Output.
Limitersettings am Controler kannst Du vergessen - das sind "zu spät" Begrenzer. Wenn sie wirklich effektiv vor jeder Art von Clip des Amps schützen würden/könnten wäre der resultierende Pegel viel zu gering um draußen mit einem recht kleinen Top wie dem K2 was anständiges zu reißen!Ich vermute mal grundsätzlich überschätzte Erwartungen an die Dauerpegelfestigkeit der verwendeten K2 mit gleichzeitig zu geringem Ampleistungseinsatz!
Lösungsansatz: Stufe mit mindestens 800 Watt an 8 Ohm kaufen und geringere Pegel fahren! Als weiterführende Maßnahme wirklich laute Tops kaufen..........
Stefan (fast nie Palaver mit zerschossenen 12ern........) -
Hallo Stefan,
Stadtfest war kleine Bühne, kurze Beschallungsdistanz. Einer unserer Leute hatte an einer anderen Bühne zufällig 2x Syrincs S-3 Tops im Spare (10" Direktabstrahler + 1" HT, SPL max ~125 dB> 140 Hz), die er dann als Ersatz für die defekten K-2 rübergebracht hat. Die Dinger haben den ganzen Abend Funk und Rock in ausreichender Lautstärke/Sound ohne Probs erzeugt. ?????????
Stefan, bist Du selber K-2 User? wenn ja, wie sehen dann ggf. Deine Erfahrungen aus? -
Wir fahren K2 bei uns im Club ( http://www.creme21derclub.de ) seit fast 4 jahren ohne Ausfall oder Pannen...House, 80er und Black...
Angetrieben von Camco DL3000, je 2 K2 an 1 kanal, getrennt durch ACL Controller (Frequenzen müsste ich nachschauen)
-
Wir verwenden keine Seeburg K2, jedoch hatte ich schon mal Gelegenheit die Box zu hören.
Was jedoch superklar ist: ein einziger 12er auf einem recht kleinem Horn ist halt nicht die Macht! Zudem ist der verwendete 12er mit Sicherheit nicht der stabilste von allen. Ich vermute mal das es ein Ciare ist?
Ich habe viel Erfahrungen mit RCF 12" mit 100er Spulen. Außer wegfliegenden Staubschutzkalotten hatten wir bislang keine Probleme damit. Die RCF sind aber auch nicht gerade zimperlich was ordentlich Pfeffer anbelangt!Was das Syrincs Top betrifft vermute ich wiederum einen RCF Lautsprecher. Syrincs baut ordentliche, stabile Sachen, kann man nicht mit Seeburg vergleichen.
Die K2 ist ja eine eher preiswerte Box mit recht gutem Ton. Um so eine Kiste rentabel herstellen zu können werden nicht von vornherein die "State of the art" Chassis am Markt genommen, man schließt kompromisse in Sound und Belastbarkeit.
Kommt ein völlig überforderter 500W/8Ohm Amp hinzu schließt sich der Kreis, und Störfälle lassen grüßen!
Stefan -
Zitat von "vsvo82"
... die Bell CS-2000A, die, glaube ich, mit einem Digitalnetzteil arbeitet...
ähem... was ist denn ein digitalnetzteil?
ist das schon wieder ne neue mode oder doch bloß wieder verkäufergequatsche?sorry für off topic, aber das würde mich mal interessieren. ich kenne sowas jedenfalls nicht.
zur K2 kann ich leider nix sagen, aber 500W für ein 12er topteil mit HT und passivweiche sind nicht grad abartig viel...
-
Zum Thema K2: Seit Jahren spielt bei uns K2 ohne 12er Tod, und bis auf einen 2" (der aber als Materialfehler entschuldigt wird) überhaupt keine Defekte. Die K2 werden teils völlig an/über der Grenze betrieben ohne jeglichen Stress (ausser dem "K3" Problemchen, was aber ein anderes Thema ist). Amps sind Camco Vortex6.
Ein übliches kleineres Stadtfest ist mit 4 Stacks K2 & geeignetem Amping absolut ohne Probleme machbar, ich würde dringend die Amps gegen andere austauschen. Mit einem 500w Amp gibt´s halt Rote Lämpchen & im Fall Bell XYZ anscheinend genügend Clip am Ampausgang um Schäden anzurichten. Ich las in irgendeinem Xi-Paper bei EV mal von einer Ampleistungs-Empfehlung Nennbelastbarkeit X 1,8 - 2,2. Das wären für die K2 dann 900 bis 1100 Watt /8, und somit hätte dein Amp grob 50% zu wenig Leistung um -der Empfehlung nach- stressfrei zu arbeiten.