Trotzdem mal eine Frage in die Runde:
bekommt man dann eine Gesamturkunde? (die Preisstruktur lässt so etwas vermuten).
Muss man die Urkunden so wie früher im Original mitnehmen?
Wenn ja, dann müssten es ja dann Einzelurkunden sein... Das wäre ja dann so etwas wie ein Fahrschein bei der Bahn...
Als Vermietbetrieb hat man ja (fast) nie alle Sendestrecken immer nur an einem Ort.
Funkfrequenzen / Frequenzzuteilungen
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Zitat von "mringhoff"
Wir sollten nur nicht die derzeitige Situation mit der zukünftig geplanten verwechseln.
Die Zukunft bringt folgendes (ich zitiere wieder aus dem o.g. Shure-Blog):
Das ist ja auch so richtig. Nur daß wir eben wie immer und auch in Zukunft nur Sekundärnutzer sind.DVB/T-Sender in andere Kanäle zu legen würde dort wirderum mit anderen Sekundärnutzern (mit langfristigen Lizenzen) kollidieren, wie z.B. Musicals, Kongresshallen etc.
Ich bringe mal ein anderes Beispiel, Kanal 38. Dort sind weltweit freie Frequenzen, weil es ein wichtiger Frequenzbereich für die Radioastronomie ist. Also sendet man sinnvollerweise auf der Erde nicht, wenn man etwas aus dem All empfangen will.
In UK hat man sich was ganz Schlaues überlegt: dort läuft die Umsiedelung der Funkmikrofone erst 2012 (Olympia, da war was...) zu Kanal 38!
Und was macht man mit den Radioastronomen? Man schickt sie nach Australien. Dort ist das Wetter sowieso besser und man hat Erfahrung mit sowas in UK.Zurück zu Deutschland: Nach meinen bisherigen Gesprächen mit Verleihern, Herstellern und Behörden komme ich eben zu dem Schluß, daß 710 - 790 MHz schnell dicht sein wird und daß bisherige Nutzer dort nicht wie von Geisterhand verschwinden werden. Aber es ist ein guter Anfang und die Vereinfachung der Lizensierung (nicht mehr 10 verschiedene Lizenzen zum 10-fachen Preis) ebenfalls.
Meine Glaskugel sagt, daß Funkstrecken in Zukunft besser und intensiver betreut werden müssen.
ZitatTrotzdem mal eine Frage in die Runde:
bekommt man dann eine Gesamturkunde? (die Preisstruktur lässt so etwas vermuten).
Muss man die Urkunden so wie früher im Original mitnehmen?
Wenn ja, dann müssten es ja dann Einzelurkunden sein... Das wäre ja dann so etwas wie ein Fahrschein bei der Bahn...
Als Vermietbetrieb hat man ja (fast) nie alle Sendestrecken immer nur an einem Ort.
Es soll wohl eine Gesamturkunde werden.Für teilbare Einheiten (und auch Mikrofone / In Ears) wird man auch in Zukunft einzelne Urkunden brauchen, mit den entsprechenden einmaligen Kosten. Danach ist es preislich ja gleich.
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Zitat von "simonstpauli"
Nach meinen bisherigen Gesprächen mit Verleihern, Herstellern und Behörden komme ich eben zu dem Schluß, daß 710 - 790 MHz schnell dicht sein wird und daß bisherige Nutzer dort nicht wie von Geisterhand verschwinden werden.
Das wiederum wird doch der zuteilenden Behörde egal sein. Keiner weiß wann er wieviele Funkstrecken wo genau im Einsatz haben wird in den nächsten Jahren. Wozu eine tiefergehende Regelung?
So war es früher ja auch. Wir hatten damals mehr als 80 Frequenzen im Bereich 798-814MHz deutschlandweit "zugeteilt" bekommen, das war wohl so ein Standardblock für "Dienstleister der Veranstaltungstechik". Bei uns stand damals der Satz: "Die Frequenznutzer koordinieren den Einsatz in eigener Verantwortung mit den weiteren Nutzergruppen"
Problematisch sind dann eher größere Events, Massenveranstaltungen, Messen etc. wo viele Technikausrüster - natürlich weitgehend unkoordiniert - zusammenkommen und jeder sein eigenes Frequenzsüppchen kocht...
Da ist aber eher eine vorrübergehende, lokale Gesamtkoordinierung erforderlich, das kann aber sicherlich nicht die Aufgabe der staatlichen Institutionen sein, sondern die des Veranstalters. (z.B. größere Sportevents: Kamerateams werden auch in den Sendefrequenzen "akkreditiert").Ich vermute also, daß das den Behörden ziemlich egal ist, sie teilen fleissig zu. Je mehr, desto höher die Einnahmen. Das "Ergebnis" müssen die Nutzer vor Ort ausbaden.
Ich sehe jetzt keine Eile, möglichst schnell Genehmigungen zu beantragen. Wenns eng wird, dann wirds eng. So oder so....
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Im Disput um die Umwidmung der sogenannten digitalen Dividende schafft die Bundesnetzagentur mit Änderungen an der Verwaltungsvorschrift für die Frequenzzuteilung etwas Klarheit. In dem von analogen terrestrischen Fernsehsendern geräumten Spektrum zwischen 790 und 862 MHz, das für mobile Breitbandzugänge vorgesehen ist und im April zusammen mit anderen Frequenzen im Rahmen einer Versteigerung an die Mobilfunker gehen soll, funkt auch noch die drahtlose Veranstaltungstechnik. Die darf die eigentlich bis 2015 zugeteilten Frequenzen nun auch erstmal weiter nutzen und kann zudem neue Frequenzen im Bereich 710 bis 790 MHz beantragen. Das geht aus der aktuellen Fassung (3. März) der "Verwaltungsvorschrift für Frequenzzuteilungen im nichtö̈ffentlichen mobilen Landfunk" der Bundesnetzagentur hervor.
http://www.heise.de/newsticker/mel…one-954165.html
Von den sechs Bewerbern um freie Mobilfunkfrequenzen sind nur noch vier übrig geblieben. Dies gab am Freitag letzter Woche die Bundesnetzagentur bekannt. Wenig überraschend: Es handelt sich dabei um die vier bestehenden Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und Telefónica O2. Ein Bewerber habe seinen Antrag zurückgezogen, ein weiterer erfülle die Voraussetzungen nicht, hieß es aus der Bonner Behörde.
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Zitat von "mringhoff"
Das wiederum wird doch der zuteilenden Behörde egal sein. Keiner weiß wann er wieviele Funkstrecken wo genau im Einsatz haben wird in den nächsten Jahren. Wozu eine tiefergehende Regelung?
So war es früher ja auch. Wir hatten damals mehr als 80 Frequenzen im Bereich 798-814MHz deutschlandweit "zugeteilt" bekommen, das war wohl so ein Standardblock für "Dienstleister der Veranstaltungstechik". Bei uns stand damals der Satz: "Die Frequenznutzer koordinieren den Einsatz in eigener Verantwortung mit den weiteren Nutzergruppen"
Problematisch sind dann eher größere Events, Massenveranstaltungen, Messen etc. wo viele Technikausrüster - natürlich weitgehend unkoordiniert - zusammenkommen und jeder sein eigenes Frequenzsüppchen kocht...
Da ist aber eher eine vorrübergehende, lokale Gesamtkoordinierung erforderlich, das kann aber sicherlich nicht die Aufgabe der staatlichen Institutionen sein, sondern die des Veranstalters. (z.B. größere Sportevents: Kamerateams werden auch in den Sendefrequenzen "akkreditiert").Ich vermute also, daß das den Behörden ziemlich egal ist, sie teilen fleissig zu. Je mehr, desto höher die Einnahmen. Das "Ergebnis" müssen die Nutzer vor Ort ausbaden.
Ich sehe jetzt keine Eile, möglichst schnell Genehmigungen zu beantragen. Wenns eng wird, dann wirds eng. So oder so....
Das stimmt soweit. Nur wenn vorrangige Nutzer (z.B. öffentlich-rechtliche Drahtlosstrecken) involviert sind sieht das womöglich anders aus. Die hatten wir so nicht ab 790 MHz. Und denen ist das auch nicht Latte, was wir machen.Ich will ja auch nicht Cassandra sein oder schwarz malen, nur realistisch anmerken, daß trotz der 710-790 MHz-Lösung, die ich sehr gut finde und das Beste was uns in dieser Situation passieren konnte, weitere Lösungen her müssen, weil das auf Dauer nicht reichen wird. Und seien es Kurzstreckenanwendungen mit neuen technischen Innovationen auf 1.8GHz. Reportagefunk und Bühnenfunk (Gitarren etc.) kann ich mir da gut vorstellen.
Im 790 - 862 MHz-Band (allgemein zugeteilt und mit Lizenzen) hatten wir am Ende fast keine DVB/T-Sender, das gebe ich einfach mal zu bedenken. Davor waren es analoge TV-Sender, da ging in den Kanallücken immer noch Einiges. -
welch Wechselbad der Gefühle für den gemeinen Tourmanager.
Zum einen hat dann wirklich überall sein Internet und kann es auch gleich dafür nutzen für jeden Veranstaltungsort die Gegebenheiten und Gebühren für die InEars und Sender seiner Schützlinge rauszufinden.Schöne neue Welt!!! :roll:
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Laut VPLT Magazin zum http://www.apwpt.org der Association Prof Wireless:
Bis 2015 Bestandsschutz
Neue FX von 710 - 790 MHZ sowie 470 - 710 MHZ (Ausnahme 606-614 MHZ), diese vorrangig TV & Radio
Pro Antrag 130 €, besitzt eine Fa. 40 Mikros, so sind je 9,10 € zu zahlen = 364 € + die 130 € für den 1maligen Antrag = 494 € im Anmeldejahr sowie je 364 € f. die Folgejahre. Die Einzelzuteilung auf 10 Jahre zunächst befristet
Zusätzl. Strecken 60 €, Einzelzuteilung sowie Tourbetrieb siehe http://www.bundesnetzagentur.de
ISM Bänder 863-865 bleiben weiterhin frei.
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Zitat von "slaytalix"Alles anzeigen
Laut VPLT Magazin zum http://www.apwpt.org der Association Prof Wireless:
Bis 2015 Bestandsschutz
Neue FX von 710 - 790 MHZ sowie 470 - 710 MHZ (Ausnahme 606-614 MHZ), diese vorrangig TV & Radio
Pro Antrag 130 €, besitzt eine Fa. 40 Mikros, so sind je 9,10 € zu zahlen = 364 € + die 130 € für den 1maligen Antrag = 494 € im Anmeldejahr sowie je 364 € f. die Folgejahre. Die Einzelzuteilung auf 10 Jahre zunächst befristet
Zusätzl. Strecken 60 €, Einzelzuteilung sowie Tourbetrieb siehe http://www.bundesnetzagentur.de
ISM Bänder 863-865 bleiben weiterhin frei.
Soweit richtig, die 9,10€ jährlich sind ein Schnappschuß und werden ständig neu berechnet. Es ist nach Aufwand zu zahlen.Wenn aber jemand 40 Mikrofonstrecken hat und diese an verschiedenen Orten nutzen möchte sollte er auch mehrere Einzelzuteilungen beantragen, damit diese mit auf die Reise gehen können.
Einem Musicaltheater-Betrieb, der immer 40 Strecken gleichzeitig nutzt, reicht natürlich eine Zuteilung.
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Zitat von "slaytalix"
Zusätzl. Strecken 60 €
So ist das etwas missverständlich. 60,- € kostet eine "Antragsänderung" (was in den allermeisten Fällen freilich zusätzliche Strecken oder Frequenzen bedeutet).
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Zitat von "Volker Holtmeyer"
So ist das etwas missverständlich. 60,- € kostet eine "Antragsänderung" (was in den allermeisten Fällen freilich zusätzliche Strecken oder Frequenzen bedeutet).
Stimmt, das hatte ich übersehen.
Es kann auch die Änderung einer lokalen, bestehenden Zuteilung in eine bundesweite (wie auch immer die genau aussieht) sein. -
Allmählich berichtet auch das Fernsehen:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/co…umentId=4227020 -
Zitat von "Volker Holtmeyer"
Allmählich berichtet auch das Fernsehen:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/co…umentId=4227020Ich finde das alles noch sehr wischi waschi. Hier wird wieder über des kaisers bart diskutiert. Ab warten und tee trinken
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Zitat von "Jueof"
Ich finde das alles noch sehr wischi waschi. Hier wird wieder über des kaisers bart diskutiert. Ab warten und tee trinken
...zumal das Ganze knappe 4 Jahre zu spät kommt. -
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Wenn man mal schauen möchte, warum die Mobilfunker die potenteren Nutzer sind ist ein Blick auf die Rundenergebnisse der Auktion nett:
http://www2.bundesnetzagentur.de/frequenzverste…ergebnisse.html
Hintergrund im 800-MHz-Bereich:
Man benötigt zum sinnvollen Betrieb 2x 2x5 MHz Spektrum, also 2 von 6 verfügbaren Blöcken. Das bedeutet, ein Betreiber wird keine Frequenzen bekommen. Deshalb bietet man sich jetzt massiv hoch.
Die Auktion ist dazu da, die 3 potentesten Betreiber zu finden. Mal sehen, wie lange das noch dauert... -
Mich wundert, warum es hier so still geworden ist. Jetzt, da die Katze gewissermaßen aus dem Sack ist, gibt es doch mehr Diskussionsbedarf denn je.
Mich würde z.B. interessieren, wie weit ich mich wohl vom zugeteilten Einsatzort entfernen darf. Im Antrag wird ja schließlich der Einsatzort mit geografischen Koordinaten in Grad, Minuten und Sekunden (!) festgehalten. Das schränkt die Möglichkeiten für den gemeinen Verleiher unter Umständen immens ein.
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Ich dachte, daß wir hier (im Bereich 710 bis 790 Mhz) eine deutschlandweite Genehmigung bekommen?
Feste Standorte sind nichts für uns VT-Buden... Insofern fallen solche Frequenzen raus.Daß es still geworden ist, liegt vermutlich auch darin, daß jetzt alles seinen Gang geht. Das Schicksal ist besiegelt und die Hoffnungen, hierbei etwas noch zu verändern ist wohl auch beim letzten Diskutant dahin.
Nun sind die Gerätehersteller an der Reihe. Die interessantesten Geräte sind derzeit diejenigen, mit denen ich von 710 bis 865 MHz alles in einem Gerät abdecken kann. Das heißt i die derzeitigen Frequenzen so lange gratis nutzen, bis sie nicht mehr brauchbar bzw. gestattet sind, notfalls auch in 862-865 ausweichen bzw. später eine Lizenz für 710-790 kaufen.
AKG ist mit seinem DMS700 schon frühzeitig diesen Weg gegangen. Leider preislich noch etwas hoch. Inzwischen ziehen andere Hersteller nach. Auf der Messe hab ich noch ein Gerät von db-technologies gesehen, das das wohl auch kann...
Warten wir also mal ab, was von Herstellerseite so kommt.
Das ist auch so der Rat, wenn sich Kunden von uns Funksysteme kaufen möchten. Es sei denn, es ist ein Einzelanwender im privaten Bereich / Mobil-DJ etc. dann genügt auch 862-865 -
Zitat von "Volker Holtmeyer"
Mich wundert, warum es hier so still geworden ist. Jetzt, da die Katze gewissermaßen aus dem Sack ist, gibt es doch mehr Diskussionsbedarf denn je.
Mich würde z.B. interessieren, wie weit ich mich wohl vom zugeteilten Einsatzort entfernen darf. Im Antrag wird ja schließlich der Einsatzort mit geografischen Koordinaten in Grad, Minuten und Sekunden (!) festgehalten. Das schränkt die Möglichkeiten für den gemeinen Verleiher unter Umständen immens ein.
In dem Szenario bist Du auf den Ort festgelegt. (ortsfeste Nutzung, indoor)
Es gibt aber auch eine Anmeldung für mobile Nutzung.Plus natürlich die neue bundesweite Anmeldung.
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In der Anlage A des Antrags steht "Einsatzgebiet bzw. Einsatzort". Mich würde interessieren, wie die einzelnen Außenstellen das auslegen.
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Zitat von "Volker Holtmeyer"
In der Anlage A des Antrags steht "Einsatzgebiet bzw. Einsatzort". Mich würde interessieren, wie die einzelnen Außenstellen das auslegen.
Ich kenne es bisher so:
Bei ortsfester Nutzung wird ein konkreter Einsatzort eingetragen, bei mobiler Nutzung ein Einsatzgebiet (z.B. "BRD", Bundesland oder Stadt, je nach örtlicher Frequenzlage)
Outdoor müssen natürlich auch die Spotfrequenzen nach Nutzergruppen beachtet werden.Das wird sich im Bereich 790 - 862 wahrscheinlich auch nicht ändern.
Die neue Regelung im Bereich 710 - 790 habe ich noch nicht klären können, meine Aussenstelle wusste auch nicht mehr als ich, als ich neulich angefragt habe.
EDIT: "BRD" der Klarheit wegen eingefügt.
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