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besserer live-gesangssound durch compressor?

  • hans64
  • 28. November 2004 um 17:57
  • hans64
    Beiträge
    6
    • 28. November 2004 um 17:57
    • #1

    hallo zusammen,

    habe für meine soul-coverband eine kleine gesangsanlage zusammengestellt:

    - akg c 900 und e-voice (?) kondensator-mikros
    - mackie dfx 12 mixer
    - dbx 2x31-band equalizer
    - crest cpx 1500 endstufe
    - eminence-bestückte 12“/1“ boxen

    über diese anlage gehen zwei kräftige weibliche stimmen und ein dezent eingesetztes keyboard. gitarre und bass werden zumindest im proberaum nicht abgenommen.

    feedbackprobleme im relativ kleinen proberaum habe ich durch abhängen der wände und fenster mit molton und durch entsprechende equalizer-einstellung (absenkung bestimmter mitten-frequenzen) in den griff gekriegt. das keyboard – und auch musik aus der konserve - klingen gut, aber die gesangsstimmen sind noch nicht präsent/laut/durchsetzungsfähig genug.

    schafft für den gesang ein compressor abhilfe? als insert in die gesangskanäle oder auf die summe? wenn auf die summe, dann vor oder hinter den equalizer geschaltet? welches modell würde passen? wollte eigentlich einen dbx 266xl anschaffen – aber der wird ja von euch offenbar nicht so geschätzt? also besser einen 166er? welche geräte sind sonst geeignet?

    noch eine frage: habe zu hause mit einem behringer mic 200 röhren-preamp im effektweg der gesangskanäle experimentiert, der mir für meinen bass-sound bereits gute dienste leistet – das ding schafft zumindest unter heimischen kopfhörerbedingungen mehr wärme und transparenz im gesangssound. eigenet sich das teil auch als live-lösung für den gesang, kann es einen kompressor vielleicht sogar ersetzen?

    danke schon mal für euren rat!

    gruß
    
    hans

  • vsvo82
    Profi
    Beiträge
    1.914
    • 28. November 2004 um 18:18
    • #2

    Hallo Hans,
    Kompressor im Gesang macht auf jeden Fall Sinn, der DBX-166 langt allemal . Desweiteren würde ich drauf achten, daß die Obertöne schön präsent sind ( Mikro / Kanaleq.... Das Behringerteil kenne ich nicht, würds aber auf jeden Fall mal testen).
    In Deinem Fall würde ich die Kompressoren direkt in den Kanalinserts benutzen. Ach ja stelle die Ratio nicht höher als 4/1 ein und schau, daß die Kompression sich i.A. nicht über 10dB Absenkung bewegt.....abzulesen an den roten LEDs.
    Gruß
    Jörg

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  • Wulfson
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    1
    • 28. November 2004 um 18:45
    • #3

    hmm..wie ich das gelesen hab, soll der gesang im proberaum besser durchgesetzt werden. da wirst du mit nem compressor eher feedbacks produzieren. imho solltest du evt die anlage in gesang und keyboard teilen und für den gesang gute monitore anschaffen. durchsetzungsstark und dennoch klanglich sehr gut sind zb die mufus, die der pa peter verkauft. die nachfolge modelle unterscheiden sich lediglich in baulichen bzw konstruktiven dingen.
    generell erreichst du imho nur mit geeigneten boxen einen kräftigen gesang, der mit nem kompressor eher "glattgebügelt" wird und die dynamik nach oben hin etwas einschränkt und von unten früher "rausdrückt"....tja wie soll man klangliche eindrücke beschreiben... 8)

  • vsvo82
    Profi
    Beiträge
    1.914
    • 28. November 2004 um 19:15
    • #4

    Im Grunde ist es so, daß der Compressor einen "dynamischen Schlauch" erzeugt, indem er laute Passagen absenkt. Nun kann man den Gesamtpegel etwas anheben, bis man die lautesten Töne wieder auf dem VORHER maximalen Pegel hat.
    Im Endergebnis rutschen damit die leiserern Töne pegelmäßig näher an die lautesten Töne heran und gehen nicht mehr so leicht unter, das Klangbild wird insgesamt "griffiger".
    Feedbackproblem ist klar.....steigt im gleichen Maße, um das der "neue" Gesamtpegel angehoben wird ( wenn der Kompressor grad nichts absenkt). Aber da ist ja noch der Master-EQ.....
    Übrigens: Bei Sängern mit sehr guter Dynamikdisziplin kann man sich das Gerät meist sparen.
    Gruß
    Jörg

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  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 28. November 2004 um 22:06
    • #5

    Ich würd an anderer stelle anfangen.
    Welche Lautsprecher benutzt du?
    Meiner Erfahrung nach ist es gerade in Monitor (und das ist im Proberaum so) Situationen so das es stark von der Box abhängt wie gut eine Stimme sich durchsetzt. Der PA Peter würde wieder von "auf die Fresse Sound" reden, aber genau das meine ich auch.
    nimm eine gute Box, Pult Flat, EQ Flat, einpegeln, Fader hoch und die Stimme muss sich vom der Box lösen und einfach vorne klingen.
    Du schreibst auch das du am EQ was weggenommen hast, gerade 2k koppeln gerne, sorgen aber auch für die Durchsetzungsfähigkeit. Musst du da zuviel wegziehen kann das auch sehr dem Sound schaden.

    Ein Kompressor in Monitor (=Proberaum) Situationen halte ich nicht für gut, da es das Dynamikgefühl und das Training von Dynamik stark stört.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • vsvo82
    Profi
    Beiträge
    1.914
    • 28. November 2004 um 22:27
    • #6
    Zitat von "BigSound"

    Ein Kompressor in Monitor (=Proberaum) Situationen halte ich nicht für gut, da es das Dynamikgefühl und das Training von Dynamik stark stört.

    Das ist sehr richtig :lol:
    Jörg

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  • hans64
    Beiträge
    6
    • 29. November 2004 um 09:20
    • #7

    vielen dank für eure raschen antworten - haben mir weitergeholfen!

    möchte tatsächlich nicht durch einsatz eines compressors dynamikmäßiges schludern der sängerinnen fördern und werde deshalb wohl darauf verzichten ;)

    meine boxen sind von "granit", waren vorher beim örtlichen profi-beschaller im einsatz und klingen eigentlich sehr gut. ich vermute eher, dass das problem die noch nicht optimalen akustischen bedingungen im proberaum sind. werde wohl mit noppenschaum noch etwas nachhelfen.

    trotzdem - kann man die von euch empfohlenen "mufu"-boxen eigentlich irgendwo im raum köln antesten?

    gruß, hans

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 29. November 2004 um 11:24
    • #8

    Wenn ich mal ne Empfehlung abgeben darf, teste mal die AD12 oder die AD15. sind zwar nicht die günstigsten, aber für eure Zwecke optimal. Alternativ mal die GAE 4475 testen.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Patric A.
    Beiträge
    562
    • 29. November 2004 um 14:46
    • #9

    Noppenschaum und dämpfen ist ansich schon gut...
    Pass nur auf, dass du den Raum nicht totdämpfst, dann klingt er für alle unnatürlich und man fühlt sich nicht mehr wohl.
    Und in so nem Raum kann man auch keine gute Musik machen ;)

    Wir haben Maßnahmen neben den Boxen an der Wand(HT-Reflexionen) und hinter den Sängerinnen, sowie am Schlagzeug getroffen. Dadurch müssen alle nciht mehr ganz so laut.
    Das wiederum schont die Ohren und brigt bei gleicher Verstärkung den Gesang besser raus.
    Gates hab ich auch mal probiert, klingt aber sehr leicht unnatürlich, nasal oder zerhackt :-/

    MfG
    Patric Ackermann
    (ehemals AES-Light [Xenith])

    Auf der Suche nach dem guten Ton ;)

  • hans64
    Beiträge
    6
    • 30. November 2004 um 10:04
    • #10

    hallo zusammen,

    noch eine kurze frage:

    ist es normal, dass meine (neue) crest-endstufe (s.o.) ein leichtes sirren auf die boxen gibt, wenn sie ausgeschaltet, aber nicht vom netz getrennt ist???

    danke schon mal für eure hilfe!

    gruß, hans

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