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Lagerung Geräte (Temperatur/Luftfeuchte)

  • cyberlight
  • 7. Dezember 2004 um 03:59
  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 7. Dezember 2004 um 03:59
    • #1

    Hallo!

    Ich wollte mal fragen, ob elektronische Geräte wie Endstufen, Controller, Mischpulte usw. grundsätzlich im "normalen Temperaturbereich" lagerfähig sind.

    Nachdem, was ich gefunden habe, wäre das ein Betrieb zwischen 0-60°C und eine Lagerung ab -20°C.
    Ist das genau so festgelegt und muss von allen Geräten eingehalten werden?

    Sollte man Geräte bei niedrigen Temperaturen (ab 0°C) also lieber eingeschaltet lassen, wenn sie draussen stehen müssen?

    Wie sieht das mit der zulässigen Luftfeuchtigkeit aus? Ist das auch festgelegt?
    Ist es schon aufgrund möglicherweise auftretender Feuchtigkeit sinnvoll, die Geräte eingeschaltet zu lassen ?
    Reicht es, die cases ansonsten lieber abzuschalten und zu verschliessen?

    Gilt das auch für die Boxen?

    Leider steht bei meinen Geräten dazu nichts in der Bedienungsanleitung.

    Können die Geräte grundsätzlich im unbeheizten Lager stehen, wenn es trocken ist oder muss es grundsätzlich frostfrei bleiben (wenn möglich)?

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Fossi
    Beiträge
    2.034
    • 7. Dezember 2004 um 13:17
    • #2

    Im ausgeschalteten Zustand ist die Lagerung elektronischer Geräte relativ unproblematisch. Auch Minus-Grade sollten den Geräten nicht schaden.

    Achtung ist allerdings bei kalten Geräten, die aus dem Lager/LKW/Hänger in eine wärmere Umgebung(Saal, beheiztes Zelt) gebracht werden, geboten.
    Hier schlägt sich die Luftfeuchtigkeit am Gerät nieder und bei Inbetriebnahme kann das angesammelte Wasser das Gerät zerstören. Ideal wäre es, das Gerät auf Raumtemperatur zu bringen, also solange stehen zu lassen, bis es sich der Umgebung angepasst hat. Leider hat man selten soviel Zeit.

    Fazit: Grosse und schnelle Temperaturschwankungen(siehe obiges Beispiel) können problematisch sein.

    Dazu gabs übrigens schonmal nen Thread (müsste so ziemlich genau ein Jahr her sein) kann ihn aber leider nicht finden.

    blubb.

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 7. Dezember 2004 um 22:52
    • #3

    Ich kann da auch nichts mehr finden.
    Kalte Geräte im warmen/feuchten Saal ist ja klar.

    Sollte man denn Geräte, die meinetwegen unter 0°C gelagert wurden, auch erstmal auf eine Temperatur über 0°C bringen, damit sie richtig und zuverlässig funktionieren bzw. sie gar nicht erst einfrieren lassen, wenn sie bei Temperaturen unter 0 betrieben werden sollen?

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • hörnix
    Beiträge
    623
    • 8. Dezember 2004 um 03:01
    • #4

    Fossi: kann dir logisch nicht ganz folgen. wenn das problem ist, dass sich auf den kalten geräten kondenswasser aus der umgebungsluft anlagert, müsste es ja sinnvoller sein, die geräte im warmen raum so schnell wie möglich auf betriebstemperatur zu bringen - es sei denn, du packst sie während der passiven aufwärmphase in folie oder wartest so lange (solong?), bis das wasser wieder verdunstet ist???

    nur so von der theoretischen überlegung her.

    gruss.

    there is no sweet spot.

    HINWEIS: hÖrnix und hOErnix hören zwar beide nix, sind aber zwei verschiedene User.

  • vsvo82
    Profi
    Beiträge
    1.914
    • 8. Dezember 2004 um 03:30
    • #5

    Zitat:hörnix
    oder wartest so lange (solong?), bis das wasser wieder verdunstet ist???
    nur so von der theoretischen überlegung her.
    gruss
    Antwort von SoLONG
    : Die Theorie deckt sich gut mit der Praxis ( zumindest bei SoLong im Spaß Forum): Die Wasserverdunstung ( = Lieferung im Spaßforum bei uns, wir machen ja alles )braucht manchmal ( Im Gehäuseinneren) relativ lang.
    In Topic (heißt das so ? :(
    Alles, was hochohmig ist oder adhäsive Bewegungen ausführen muß ( Video-Bänder auf Trommeln), dessen Besitzer sollte auf Temperaturen der Geräte achten, die am besten größer / gleich der Umgebung sind. Kondenswasser kann hier nur als Problem auftauchen: Am besten davor mal den Daumen in die Geräte reinhalten. Feucht heißt: Auslassen und warten.
    Gruß
    Jörg

    Stage-Aid Newsletter hier:http://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de/index_newsletter.php... Wer hat Lust, als Autor mitzumachen?

  • Fossi
    Beiträge
    2.034
    • 8. Dezember 2004 um 05:01
    • #6

    hörnix, von der Theorie her richtig, aber das Kondeswasser ist schneller da, als sich die Endstufe aufgeheizt hat.

    Bsp: Beobachte doch mal einen Brillenträger, der bei ein paar Grad Minus in eine gut gefüllte Diskothek kommt. Bei entsprechenden Bedingungen(lange genug draussen gewesen, Luftfeuchtigkeit in der Disko recht hoch) wird er noch während der ersten 5m seine Brille absetzen.

    blubb.

  • hell&dunkel
    Moderator
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    Marktplatz Einträge
    2
    • 8. Dezember 2004 um 10:39
    • #7
    Zitat von "Fossi123"


    Bsp: Beobachte doch mal einen Brillenträger, der bei ein paar Grad Minus in eine gut gefüllte Diskothek kommt.


    Dazu braucht es nicht einmal Minusgrade.
    Kalte Geräte -> Warme Halle:
    Die Feuchtigkeit wird eher nicht im Gerät kondensieren, wenn kein schneller Luftaustausch zwischen dem Geräteinnerem und dem Raum statt findet. Also: Amp/Dimmer aus lassen.

    Zum Gerätebetrieb bei Kälte: Solange die LCD-Displays ihren Dienst verrichtet ist alles im grünen Bereich.

    Armin

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 8. Dezember 2004 um 23:45
    • #8

    Es geht nicht darum, Geräte in eine warme Halle zu stellen (das war von vornherein klar!), sondern die Geräte bei Minusgraden zu betreiben und/oder zu lagern.

    Bei LCD braut jeder Hersteller wohl ein eigenes Süppchen. :?

    Die meisten (billigen) LCD scheinen nur bei Plusgraden zu funktionieren.

    Zitat von "www.lcd-module.de"


    Standard- LCD's haben einen Temperaturbereich von 0..+50°C. Hochtemperaturdisplays sind für den Betrieb von -20..+70°C ausgelegt...


    Über negative Lagertemperaturen steht dort nichts.

    Das LCD in meinem Controller wird bei niedrigen Temperaturen auf jeden Fall erheblich langsamer, der Kontrast jedoch bleibt.

    Jetzt ist es nur die Frage, was die Hersteller da wirklich einbauen ergo-->Hersteller gefragt...

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • vsvo82
    Profi
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    1.914
    • 9. Dezember 2004 um 03:01
    • #9

    Und was sagt der Hersteller ??
    Gruß + Danke
    Jörg

    Stage-Aid Newsletter hier:http://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de/index_newsletter.php... Wer hat Lust, als Autor mitzumachen?

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 9. Dezember 2004 um 22:38
    • #10

    Was meinst du denn, was der mir zwischen 23:45 und 3:00 geantwortet haben könnte ?

    Der Hersteller weiss es übrigens auch nicht. :?
    Er rät von Einsätzen mit extremen Temperaturen ab. Also werde ich die Geräte auf jeden Fall über Nacht eingeschaltet lassen, bevor sie nachher nicht mehr oder nur noch mit Fehlern funktionieren.

    Wenn dann sowieso alles noch angeschlossen ist, kann ich auch ein Rauschen auf die Lautsprecher geben, dann kann gar nichts mehr passieren...

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • fschleif
    Beiträge
    950
    • 26. Januar 2005 um 13:50
    • #11

    LCD bedeutet ja Liquid Crystal Display - die Anzeigen bestehen demnach aus Flüssigkristallen. Diese haben die Eigenschaft, ihre optischen Eigenschaften (v. a. Brechung) bei Anlegen einer äusseren Spannung oder eines äusseren Drucks zu verändern. Die Stoffe befinden sich quasi in einem Zustand zwischen Flüssigkeit und Kristall, können kristalline Eigenschaften hautpsächlich in eine Raumrichtung ausbilden. Das ganze funktioniert aber nur in einem eingeschrängten Temperaturbereich - wird es zu kalt, kristalisiert die Substanz vollständig - das Display bleibt hell. Ist die Tmeperatur zu hoch, findet auch bei Anlegen einer SPannung keine Kristallisation statt - das Display wird dunkel.
    Diese Temperaturbereiche können im Rahmen beeinflusst werden, der Hersteller wählt sie aber sinnvollerweise so, dass beim typischen Einsatz der flüssigktrisalline Zustand vorherrscht.
    Ein Lagern bei zu tiefen Temperaturen hat demnach aber auf LCDs keinen irreversiblen Einfluss. Steigt die Temperatur wieder, funktionieren sie wieder wie vorher. Ist also ähnlich wie bei Eis: Wenn Du das wieder auftaust, kannst Du Dich auch damit duschen :P

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 26. Januar 2005 um 21:51
    • #12

    Bei den reversiblen Störungen des displays wäre ich mir nicht so sicher.
    Eins meiner Multimeter hat mal aus Versehen eine Nacht im tiefsten Winter draussen verbracht (war kein Billigteil!) und hat seit dem ein paar Schlieren.
    Die Anzeige funktioniert allerdings tadellos.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • gerald1
    Profi
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    1.142
    • 27. Januar 2005 um 00:13
    • #13

    Oh, ein Thema, welches hier überhaupt kein Thema sein dürfte, da ja laufend über Qualität und „amtlich“ gefightet wird.
    Material muß jeden Streß mitmachen. Minusgrade und Plusgrade (damit mich die jungen Physiker nicht steinigen, natürlich selbiges in Fahrenheit). Ein weiteres Kriterium sind unvermeidliche Schlaglöcher auf der Straße. Da muß das Zeug durch, was sich amtlich nennen möge! Und nicht nur Frost, sondern auch sommerliche Wärme im Truck (viele sind ja schwarz – fragt mal die Hands) „es gibt ja auch weiße“
    Im Roadalltag fragt da auch keiner nach Aklimatisierung . Ein- und Ausschaltphasen.- hmmm ----Auch wenn es Meisssttteeeer in der Produktionsbesprechnung immer wieder anmahnt (Werner läßt grüßen – ja Meister, hat der Tisch nen Bierdosenhalter) :lol: :evil: .
    Professionell bedeutet, auch wenn viele es anders glauben, die unsanfteste Behandlung, die man sich nur vorstellen kann. Und wenn das Material ausfällt, wird’s halt in Ordnung gebracht und wenn’s wieder ausfällt, noch mal. Und will es absolut nicht seine Arbeit tun, zahlt der Hersteller :cry: , oder es fliegt :roll: . Damit meine ich nicht das Rigging :shock: . Nicht, daß das jetzt falsch verstanden wird …
    Die Frostlager der 813/814/815 – Fraktion mit bis zu mehreren Tagen Standzeit usw.
    Die „Bulli“ oder doch „Bully“ und so (die Pro’s werden jetzt an ihre Jugendsünden denken) :D sind auch heute in diesem Gewerke nicht wegzudenken, wenn vielleicht auch etwas moderner.
    Mein Gedankenanstoß soll dahingehen, daß Tests nicht nur auf dem Meßplatz und am Markt (Geiz ist geil) stattfinden sollten.
    Für mich wäre es wünschenswert, wenn die Produzenten den Pfad ihrer Jugend und Tugend und somit ihre eigenen Ansprüche, welche sie für sich selber hegen, auch in Zukunft optimal in ihre Produkte einbauen würden und zum Vorteil von Qualität an ihre Kunden weitergeben.
    Wenige nutzen diese Möglichkeit. Für Tugend und Innovation gibt es immer noch Befürworter - Ich schließe mich ein!
    Gerald1

  • cyberlight
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    • 27. Januar 2005 um 00:40
    • #14

    In den Naturwissenschaften rechnet man in Kelvin, anderes wäre Unsinn.
    Auch "amtliche" Geräte haben diplays, die die Physik/Chemie nicht überlisten können.
    Ich nehme an, in ordentlichen Geräten benutzt man Displays mit erweitertem Temperaturbereich.

    Zitat

    813/814/815 – Fraktion


    :?:

    Wenn das Gerät schon auf dem Messplatz nicht überlebt, wird es im Alltag komplett versagen.

    Hier geht es nicht um Billigzeug, sondern um Veranstaltungstechnik.

    Das Ganze hat es auch bisher völlig schadlos überlebt. Ich gehe damit recht sanft um, denn ich bin der Besitzer von dem Zeug und ich möchte nicht nur verramschte Kisten haben, da muss man halt mal ein bisschen aufpassen beim "Kistenschubsen".
    Das kommt bei grossen Sachen mit vielen völlig "sorglosen" Helferlein, die das im Akkord aufbauen müssen, natürlich nicht in Frage. Denen ist ja auch der Wert der Kiste egal, die sie da gerade mit Schwung in den Laster werfen.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • treibsand
    Verifiziert
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    1
    • 27. Januar 2005 um 11:08
    • #15

    Hmm. Hat MAN die guten alten Mercedes 7,5 Tonner schon so vom Markt verdrängt, daß keiner mehr die 813 bis 817 kennt ??? :roll:

    Aber mal ehrlich, wer sein Zeug so schlecht behandelt, daß er es im LKW lagert ist selbst schuld, wenn selbiger mal unbeaufsichtigt gen Osten rollt...

    Professionelles Material sollte wohl stets die in Mitteleuropa üblichen Temperaturschwankungen mitmachen und während der Aufbauphasen wieder auf eine zu Betrieb geeignete Temperatur zurückkehren, selbst wenn es in einer unbeheizten Halle genutzt wird.

    Auch die Kondenswasserproblematik stellt sich selten, da Geräte fast nie aus den Kalten ins Warme gebracht und sofort benutzt werden.
    Höchstens Havarie-geräte kommen aus'm 'Eisfach' in die volle Disco, wo fast 100% Luftfeuchte herrschen. Und ein Havariegerät heisst Havariegerät, weil das 'echte' schon versagt hat. Also ist sowieso schon die ursprüngliche Planung geplatzt und man versucht nurnoch schnell was hinzupfuschen und die Kathastrophe zu vertuschen... :wink:

    [Klugscheiß]
    Und der Vollständigkeit seien auch nochmal die Reaumur-plus- und minusgrade angemerkt und darauf hingewiesen, daß Kelvin nicht in Grad gemessen wird und der absolute Temperatur Nullpunkt bei 0 Kelvin liegt...
    [/klugscheiß]

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • cyberlight
    Beiträge
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    • 27. Januar 2005 um 11:46
    • #16
    Zitat

    ...Kelvin nicht in Grad gemessen...


    Will ich auch nie behauptet haben.

    Zitat

    Auch die Kondenswasserproblematik stellt sich selten, da Geräte fast nie aus den Kalten ins Warme gebracht und sofort benutzt werden.


    Ich habe gerne Musik beim Aufbau der Traverse... :wink:

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

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