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Großbrand in einer Diskothek

  • soeren0815
  • 31. Dezember 2004 um 10:04
  • soeren0815
    Beiträge
    21
    • 31. Dezember 2004 um 10:04
    • #1

    Gerade auf Spiegel gelesen,
    ein zwei Dinge aus dem Artikel:
    - 149 Tode
    - habe es nur einen Notausgang gegeben
    - Die Besitzer des Tanzlokals waren laut "Cronica TV" in der jüngeren Vergangenheit wegen Sicherheitsmängeln mehrfach von den zuständigen Behörden gewarnt worden
    - Grund: Feuerwerkskörper, der einen Teil der Kunststoffverkleidung der Hallendecke entzündete

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,335148,00.html

    Man o man.....

    Wenn Dummheit bremsen würde,
    würde wegen Mir die Welt anhalten!

  • cyberlight
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    • 31. Dezember 2004 um 18:37
    • #2

    Was man da so liest, ist aber auch nicht von Pappe.
    So einen Laden hätte man hier sicher schon längst zugemacht bzw. gar nicht erst eröffnet.
    (1 Notausgang für 6000 Leute :!: , brennbare Decke, Lautsprecher/Scheinwerfer umgestürzt, Überfüllung, kein Rauchabzug, keine Notbeleuchtung, anscheinend keine Feuerlöscher...)

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

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    • 1. Januar 2005 um 12:47
    • #3
    Zitat von "cyberlight"

    So einen Laden hätte man hier sicher schon längst zugemacht bzw. gar nicht erst eröffnet.

    Wenn es ein offizieller Laden gewesen wäre, ja. Es gibt aber genügend Veranstalter, die (gerade zu Sylvester) sich irgendwo eine Location suchen, das nicht anmelden, und auch dann sieht es mit der Sicherheit manchmal eher unerfreulich aus. Und unter dem Einfluss geistiger Getränke kommt dann noch einer auf die Idee, sein Feuerwerk indoor abzubrennen...

    Was würde man als Beschaller tun, wenn man gerade seine Boxen reinschleppt und dabei feststellt, dass die ganze Sache eigentlich nicht zu verantworten ist? Wenn man zur nächsten Behörde rennt (und da um die Uhrzeit noch einen erreicht...), dann fällt die Party flach, der Veranstalter ist pleite und die eigene Bezahlung kann man vergessen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • cyberlight
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    • 1. Januar 2005 um 14:48
    • #4

    Bei 6000 Leuten Kapazität wird da ja schon was offizielles dran gewesen sein, zumal ja auch schon von Abmahnungen aufgrund von Sicherheitsmängeln gesprochen wurde.

    Als Boxenschlepper ist man aber doch nicht für für die Sicherheit der Gäste verantwortlich, sofern das eigene Material sicher ist. :?:
    Für den Veranstaltungsort ist doch wohl der Veranstalter selbst verantwortlich.
    Wenn da etwas nicht stimmt, kann man den Veranstalter höchstens freundlich drauf hinweisen. Ändern wird sich da aber ganz sicher an dem Abend nichts mehr. Den Meisten ist es ja völlig egal, was der "DJ" erzählt.

    Wenn man die Veranstaltung bemängelt, baut im nächsten Jahr halt jemand anders auf :?

    Ich hatte auch schon mal jemanden drauf angesprochen, dass seine selbstgebauten "ST 37-Traversen" und "Lifte" so nicht zulässig sind. (grosse Theaterbühne)
    Er meinte nur, dass er Statiker ist und hat mich überhaupt nicht ernst genommen. Er mich sogar ausgelacht, als wir mit "schwerem Geschütz" angerückt sind, um unsere Boxen zu fliegen.
    Zitat: "Mann, so eine dicke Kette für so eine kleine Box!?"

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    • 2. Januar 2005 um 14:01
    • #5
    Zitat von "cyberlight"

    Zitat: "Mann, so eine dicke Kette für so eine kleine Box!?"


    Da hät` ich mit...
    "Mann, so ein grosser Kopf für so wenig Hirn!?"
    ...gekontert 8):D

  • cyberlight
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    • 2. Januar 2005 um 22:44
    • #6

    Das ist nicht meine Art.
    Der ist wirklich nicht dumm, aber im Bau rechnet man halt nicht mit so grossen Sicherheiten.
    Prinzipiell hat er ja recht, aber die Vorschriften lauten nunmal anders.

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  • treibsand
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    1
    • 2. Januar 2005 um 23:27
    • #7

    Ausserdem sind beim Bau nicht ganz so viele, unschöne Faktoren am Werk:
    - ungelernte Hands
    - Rock n Roll Material
    - über Personen fliegende Lasten
    ...

    Das ist was komplett anderes als VA Technik. Oder hat hier noch nie jemand ne verbeulte Truss gesehen ??? (NEIN, ich benutze sowas dann NICHTMEHR !!!)

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

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    • 3. Januar 2005 um 02:40
    • #8

    Ach, der ist wirklich Statiker :?: also ich finde das erschreckend! So jemand sollte sich doch umsomehr der Notwendigkeit einer stabilen Konstruktion bewusst sein. Ausserdem lässt die Vorstellung, dass das Haus in dem ich Wohne mit weniger Reserven gebaut ist, als das in der VA-Technik der Fall ist, auch nicht gerade ruhig schlafen! Schliesslich muss ein Haus auch bei extremen Bedingungen (kälte, hitze, sturm, feuchtigkeit, erschütterungen, etc) nach 100 Jahren immer noch stehen... Wann gibts das in der VA-Technik schon mal, dass man ein 20Jahre altes "Teil" (was auch immer) noch benutzt/benutzen kann?!

    Sorry für den OffTopic!

  • cyberlight
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    • 3. Januar 2005 um 03:03
    • #9

    Keine Panik. Dein Haus wird ja nicht täglich auf- und abgebaut, umhergeschmissen und herumkutschiert. :)
    DAS sind extreme Bedingungen.

    Die Vorschriften, die es gibt, sind zum allergrössten Teil vollkommen berechtigt, damit wirklich nicht viel schiefgehen kann, wenn sich alle dran halten würden.
    Sie dienen zum Schutz von vielen Menschen, die keine Ahnung davon haben, wie viel Gewicht da über ihren Köpfen schwebt und denen es auch egal ist, solange es ihnen nicht auf den Kopf fallen kann. :)

    Ein Haus, das nicht ständig gepflegt und ausgebessert wird, hält niemals 100 Jahre.

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    • 3. Januar 2005 um 09:51
    • #10

    Sicherungsseile sind etwas, was ein gewöhnlicher Statiker recht selten rechnet. Würde man nur die statische Belastung berücksichtigen, dann hätte man bei einem vorschriftsmäßig dimensionierten Safety eine Sicherheit von etwa 75 gegenüber der rechnerischen Bruchlast. Erst dann, wenn man den dynamischen Anteil berücksichtigt, stellt man fest, dass es gerade so reicht...

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