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DRINGEND! Hilfe bei Elektroinstallation - N-Leiter finden

  • Sokke
  • 8. Januar 2005 um 18:12
  • Sokke
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    • 8. Januar 2005 um 18:12
    • #1

    Hallo,

    das ist jetzt zimelich OT, aber mir sehr wichtig und ich dachte mir dass hier ja Leute mit Ahnung sind, die mir vielleicht weiterhelfen können.

    Folgendes Problem: In der E-Installation eines Hauses fiel mir auf, dass eines der Badezimmer nicht am RCD hängt, was ich höchst beunruhigend fand. Also würde ich dieses Badezimmer gerne mit hinter den bereits vorhandenen RCD für das andere Badezimmer hängen. Der RCD ist für 25 A ausgelegt, die Bäder sind mit je 10A abgesichert.

    Nun mein Problem: Das eine Badezimmer hängt ja schon am RCD dran, also habe ich die Phase hinter dem RCD auf beide Badezimmersicherungen verteilt. Leider weiß ich aber nicht, welcher der ankommenden N-Leiter zu dem bisher "ungeschützten" Bad gehört - es kommen halt einfach extrem viele blaue Adern aus der Wand, die sich alle auf der Potentialausgleichsschiene tummeln und der liebe Himmel weiß, welche davon zu besagtem Badezimmer gehört.

    Nun meine Frage - gibt es einen "Trick" um genau das herauszufinden? Die einzige Methode die mir einfallen würde wäre, vom Bad im OG ein Schukokabel bis in den Keller zum Verteilerkasten zu legen, alle blauen Adern einzeln aus der Potentialausgleichsschiene herauszuschrauben und mit dem Dutest durchzupiepen. Das wäre ein unglaubliches Gefrickel auf das ich nicht wirklich Bock habe, aber es geht wohl nicht anders, oder?

    Das Dumme ist, ohne den zugehörigen N zu finden kann man sich den RCD ja irgendwie in die Haare schmieren...

    (Ja, ich weiß dass Strom gefährlich ist, es handelt sich um meine private Installation, keine Veranstaltungsstätte, nicht nachmachen Kinder!)

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  • skyper
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    • 8. Januar 2005 um 18:18
    • #2

    Im gesamten Haus Verbraucher so weit wie möglich abschalten. Danach in dem besagten Bad einen leistungsstarken Verbraucher wie z.B. einen Heizlüfter laufen lassen. Dann mit einer Stromzange die einzelnen N-Leiter durchgehen. Sollte dann kein Problem sein, die entsprechende Leitung sicher zu finden.
    (Leistungsstarker Verbraucher deshalb, damit Du sicher zwischen Grundlasten wie z.B. Kühlschrank etc. und Deinem z.B. Heizlüfter untercsheiden kannst).

    Viel Erfolg...

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
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  • Sokke
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    • 8. Januar 2005 um 18:22
    • #3

    Ist eine Stromzange (die ich mir auch erstmal borgen müsste) nicht zu klobig, um die einzelnen 1,5mm²-Äderchen, die da dicht an dicht auf der Schiene hängen, einzeln zu prüfen? Ansonsten, gute Idee, Danke für die schnelle Antwort!

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  • skyper
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    • 8. Januar 2005 um 18:34
    • #4

    Kenne natürlich deinen Anschlußkasten nicht...

    Es gibt sehr kompakte Stromzangen, die sind dann vor allem für Oszis gedacht, also ohne Anzeige. Die Spannung am Ausgang steht dann also in irgendeinem Verhältnis zum gemessenen Strom. Geht natürlich auch ohne Oszi mit Multimeter, willst ja nur wissen, ob Saft fließt, oder nicht.

    Viel Erfolg bei der Suche... sonst wirst Du wohl schrauben müssen.

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  • Marcel
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    • 9. Januar 2005 um 00:54
    • #5

    Man könnte auch einfach ein Radio oben im Bad anschliessen welches man bis unten hört und dann nach und nach die N-Leiter abklemmen. Wenns Radio aus ist, hast du ihn gefunden. Alternativ geht auch Licht anmachen und oben schreit dann jemand wenns aus ist.
    Ansonsten würd mir auch das mit dem Durchpiepen einfallen.

    Das ist jetzt die Version für diejenigen die keine Stromzange und ähnlich edles Equipment haben ;)

    Mit dem Radio kann übrigens auch hervorragend ausfindig machen, welcher Zähler zu welcher Wohnung gehört. Einfach mal Neozed rausschrauben und hören ob die Musik ausgeht. Wenn jemand schreit hat man die falsche rausgedreht :D

  • Sokke
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    • 9. Januar 2005 um 13:21
    • #6

    Als allererstes vielen Dank an alle die Vorschläge gemacht haben.

    Ich habe mich letztenendes für folgende Methode entschieden: Alle "N"s von der Potentialausgleichsschiene gelöst und dann im fraglichen Bad einen niederohmigen Verbraucher (Licht) eingeschaltet. Anschließend habe ich den Automaten für besagtes Bad in Stellung "aus" geschaltet und hinter dem Automaten gegen jeden der frei schwebenden "N"s durchgepiept, bis ich meinen Kandidaten gefunden hatte. Das alles selbstverständlich bei abgeschalteter Hauptsicherung.

    So bin ich zwar nicht ums Schrauben herumgekommen, aber jetzt funktioniert es und man kann sich endlich beruhigt in der Badewanne die Haare fönen... :wink:

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  • da_user
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    • 9. Januar 2005 um 20:53
    • #7
    Zitat

    man kann sich endlich beruhigt in der Badewanne die Haare fönen...

    DAS war hoffentlich ironie :!:

    rechtschriebfehler sind bugs im board

  • Sokke
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    • 9. Januar 2005 um 20:56
    • #8

    JA :D

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  • binson
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    • 14. Januar 2005 um 18:40
    • #9
    Zitat von "da_user"

    DAS war hoffentlich ironie :!:

    Ich kenne zwei Fälle, bei denen Sicherung/FI schnell genug waren - was nicht heißen soll, dass das immer so ist... :lol:

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • subkiller
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    • 14. Januar 2005 um 20:21
    • #10

    moin,

    kenn auch son fall en bakannter von mir hat mal mit ner kneifzangen ein 5 pol kabel was voll unter strom war kekappt in dem fall war der fi/sicherung auch schnell genung denn er hat nichts gemerkt.


    subkiller

    Wer gutes nicht verändern will,
    Verpaßt das Bessere.

  • Marcel
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    • 14. Januar 2005 um 21:37
    • #11

    Jupp, sowas hatte ich auch schon. Sowohl Knallbumm, als auch gar nichts zu hören, weil der Automat so schnell ausgelöst hat. Schon komisch...

    Besser war aber noch jemand bei uns in der Firma der irgendwas in einem Verteilerschrank machen musste der leider nicht abgeschaltet werden konnte. Dann ist ihm eine Schraube runtergefallen und BUMM hat er es geschafft alle 3! Phasen zu killen. Wohlgemerkt waren drei 160A NHs in der 10kV-Station durch :shock: :D Schraube war kaum noch zu erkennen...

  • Sokke
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    • 15. Januar 2005 um 11:39
    • #12

    Das Problem besteht ja oft bei Verteilerkästen - ich hatte auch keine Möglichkeit irgendwas vor der Hauptsicherung zu trennen - daher habe ich die Stelle wo die Phasen in die Hauptsicherung gehen zumindest mit Isoband überklebt, damit die Schrauben nicht blank liegen...

    wie wird dieses Problem eigentlich von amtlichen Installateuren gelöst? Das war ja nun auf mein eigenes Risiko und insofern mein Problem, aber auch mein eigenes Leben halte ich für schützenswert, daher würde mich das schon mal interessieren, wie man sowas richtig macht.

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  • buzz
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    • 15. Januar 2005 um 16:29
    • #13

    Soderle, mal wieder ein Thema, zu dem ich was sagen kann: :D

    Arbeiten an elektrischen Anlagen, welche unter Spannung stehen, sind erstmal grundsätzlich nicht gestattet!

    Es gibt zwar Ausnahmen, aber diese Ausnahmen liegen bei den gewöhnlichen Arbeiten nicht vor, d.h. es wird aus Leichtfertigkeit oder Faulheit darauf verzichtet, freizuschalten (" Ach, die Steckdose wechsle ich schnell unter Spannung, passiert ja nix...")

    Wenn es in freigeschalteteten Anlagenteilen benachbarte Teile gibt, welche unter Spannung stehen, dann sind diese abzudecken oder abzuschranken. Abschranken kommt sicherlich nur in sehr grossen Anlagen zum Tragen, wenn einfach mehrere Verteilerfelder in Schrankgrösse nebeneinander vorhanden sind, und durch Abscharanken ein wirkungsvoller Schutz zu verwirklichen ist.

    Die weitaus häuffigere Massnahme ist das Abdecken aktiver Komponeneten mittels Gummimatten bzw. -tüchern und enstprechenden Klemmen.
    Diese Gummitücher und entsprechendes Zubehör gibt es im gutsortierten Elektro-Fachgrosshandel.

    Allerdings ist es immer vorzuziehen, im komplett spannungsfreien Zustand zu arbeiten, da sonst immer ein sehr grosses Gefährdungspotential vorliegt.

    @ Sokke:

    Bei Deinem Problem wäre es ein leichtes Gewesen, den richtigen N-Leiter ausfindig zu machen:

    1. Anlage komplett spannungsfrei schalten!
    2. Signalinjektor an den gesuchten Endstromkreis (Steckdose) anschliessen.
    3. mit Signalempfänger alle N-Leiter in der Verteilung durchprüfen.
    4. Über schnelles und sicheres Suchergenis freuen. :D

    Leider habe ich den Thread erst heute entdeckt, sonst hätte ich mich früher gemeldet.

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • Marcel
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    • 16. Januar 2005 um 03:41
    • #14
    Zitat von "buzz"


    1. Anlage komplett spannungsfrei schalten!
    2. Signalinjektor an den gesuchten Endstromkreis (Steckdose) anschliessen.
    3. mit Signalempfänger alle N-Leiter in der Verteilung durchprüfen.
    4. Über schnelles und sicheres Suchergenis freuen. :D

    Wobei er dabei auch alle N-Leiter abklemmen muss, sonst empfängt er ja in allen ein Signal. Und so einen Signalinjektor hat auch nicht jeder rumliegen ;)

    Was arbeiten unter Spannung angeht, so müssen wir (ich als noch Lehrling noch nicht ;) ) das öfters mal machen, weil man in z.b. einem Schwimmbad im laufenden Betrieb nicht mal eben einen Schaltschrank freischalten kann. Die Freude war bei den geschossenen NHs schon groß genug :D

    Ansonsten braucht man hier sicherlich auch niemandem erzählen wie das mit dem freischalten bzw. abschranken auf manchen Baustellen (besonders den kleineren) aussieht. Recht ähnlich wie hier die regelmäßigen Trusskonstrukte und vergleichbares... :roll: Aber sowas gibts wohl in jeder Branche, egal ob jetzt Elektriker der nicht freischaltet, Dachdecker, der abenteuerlichste Gerüste baut oder Billig-VAs mit Selbstbautruss und -bühnen. Und hin und wieder gehts auch mal schief. Meistens passiert ja Gott sei Dank nichts.

  • buzz
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    • 16. Januar 2005 um 16:25
    • #15

    Hi Marcel,


    Zitat

    einem Schwimmbad im laufenden Betrieb nicht mal eben einen Schaltschrank freischalten kann.

    Genau DAS meinte ich mit mit meinem Posting.

    Es stimmt einfach nicht, dass man diese Schaltschränke nicht freischalten kann. MAn muss diese Arbeiten dann halt zu einem Zeitpunkt durchführen, wenn die Anlage frerigeschaltet werden kann.

    Dass daruch u.U. "unangenehme" Arbeitszeiten oder höhere Kosten entstehen können, steht auf einem anderen Blatt.
    Es ist halt nur so, dass wenn was passiert, wird genau danach gefragt, warum die Arbeiten denn zu diesem Zeitpunkt durchgeführt werden mussten.

    Ich gestehe allerdings, dass vielerorts einfach nicht darauf geachtet wird, was denn gestattet ist, und was nicht.

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • Marcel
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    • 16. Januar 2005 um 17:01
    • #16
    Zitat von "buzz"


    Genau DAS meinte ich mit mit meinem Posting.

    Es stimmt einfach nicht, dass man diese Schaltschränke nicht freischalten kann. MAn muss diese Arbeiten dann halt zu einem Zeitpunkt durchführen, wenn die Anlage frerigeschaltet werden kann.

    Doch, gewisse Schränke kann man nicht einfach freischalten, sonst steht z.b. der Keller unter Wasser. Die Dinger sind 24/7 in Betrieb das ganze Jahr lang und wenn mal was ausfällt dann muss es innerhalb kürzester Zeit wieder laufen, sonst gibts nasse Füsse und ich weiss nicht was noch (die Chloranlagen, Umwälzpumpen...wichtiges Zeug halt).
    Wenn es geht waren wir schon öfters nachts da, oder mal von Samstag morgen bis Sonntag morgen durchgehend. Aber es geht halt nicht immer.

    Und wenn ich mich da an mein Praktikum damals auf der Veba (Raffinerie) erinnere, da wurd auch ca. zu 30% unter Spannung gearbeitet, weil gewisse Anlagen nicht abgeschaltet werden konnten.

    Ansonsten gilt halt dein Satz: "Ich gestehe allerdings, dass vielerorts einfach nicht darauf geachtet wird, was denn gestattet ist, und was nicht." :cry:

    Grüße
    Marcel

  • the_muck
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    • 16. Januar 2005 um 17:30
    • #17

    tja wenn sich betriebe an die vorschriften halten würden währe die hälfte aller handwerksbetriebe wohl pleite, wenn du es nicht machst macht es ein anderer!

    aber zum abschalten, wenn man seine schaltschränke intelligen aufbaut hat man das problem nicht mehr. ist zwar ein riesen aufwand aber es geht und wird auch gemacht.
    hab 2 mal an so einer anlage gearbeitet... will aber nicht wissen was die gekostet haben, da arbeitet man gerne drann...

    es liegt im auge des betrachters

  • Marcel
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    • 16. Januar 2005 um 21:44
    • #18

    Es geht alles, nur in diesem Fall nicht. Anlage ist 12 Jahre alt und so gut wie nicht gewartet, dafür wurde jedes Jahr was dazugeflickt. Beschriftungen Null, es ist nicht selten, dass man mehrere Stunden nach einem Automat für einen Stromkreis sucht, der dann in einer ganz anderen Verteilung ist (Haustechniker hat dann die Brücke L1-N genommen... :roll: ). Kurz gesagt: Chaos. Und nein, wir haben die Schränke damals nicht gebaut ;)

    Was den Preis der Schränke angeht, so liegt in der Firma grad wieder so ein Ding 2m x 1m und wenn der voll bestückt ist mit Automaten, FIs, Relais, usw. kostet so ein Ding runde 10.000 Euro. Schon heftig :shock: Zuleitung wird ein 120mm2, ca. 160m durch Kriechkeller, rauf und runter über Kabelbühnen etc. was wir bald einziehen dürfen :D

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