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Spannungs- Stabilisator

  • Jaguar
  • 10. Februar 2005 um 18:01
  • Jaguar
    Beiträge
    39
    • 10. Februar 2005 um 18:01
    • #1

    Hallo...,

    ich möchte einen Spannungs- Stabilisator einsetzen,
    der die durchschnittliche 230 Volt Netz- Spannung
    auf einem möglichst konstantem Niveau hält.

    Bei Thomann z.B. wird das Gerät
    " the t.racks Dinopower " angeboten.

    Input: 168 - 271 Volt
    Output 220Volt +/-4%
    8,9 Amp.
    8 Ausgänge
    19”/1HE

    hat jemand zu diesem oder vergleichbaren Geräten
    Erfahrungen gesammelt ?


    Danke und Gruß
    Jörn

  • doublefishdesigns
    Beiträge
    1.174
    • 10. Februar 2005 um 18:14
    • #2

    yep

    ich benutze den Dino seit knapp einem jahr mit erfolg
    sieht schäbig aus aber tut exakt was er soll

    schon VA's gewagt mit 180 volt es kommen immer 220 an,
    pult und siderack laufen drüber und eine leitung geht vom pultplatz bis auf die bühne und versorgt dort alles digitale

    nachteil: nur knapp 9 A
    aber es hat auf der bühne mal einer aus versehen einen nebelwerfer reingestöpselt - der Dino wurde lediglich etwas wärmer

    unbedingt empehlenswert

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 10. Februar 2005 um 19:31
    • #3

    Das Teil ist tatsächlich mehr als nur ein Varistor im Gehäuse? Es kann Unterspannungen korrigieren? Wie funktioniert denn sowas?

    Ich kenne bisher nur die Conditioner von Furman und die sind bei zugegeben guter Verarbeitung eher simpel aufgebaut.

    [Hier die Signatur einfügen]

  • GETEC
    Profi
    Beiträge
    695
    • 10. Februar 2005 um 19:36
    • #4

    ich dachte furman und auch dinopower arbeiten mit trafos bei denen ferritkern herumgeschoben wird und damit entweder hinunter oder hinauftransformiert wird?

    lg getec

  • mastermixer
    Beiträge
    3
    • 10. Februar 2005 um 20:06
    • #5

    Wie willst du denn Quasi automatisch nen Feritkern durch die Gegend schieben?? Nen Überspannungsschutz ist ja kein Problem aber ne Unterspannung hoch zu setzen ist etwas suspekt! Ich könnte mir nur Vorstellen das da mitner Taktung gearbeitet wird!

    MfG
    Mastermixer

  • Jaguar
    Beiträge
    39
    • 10. Februar 2005 um 21:40
    • #6

    Hallo...,
    @ doublefishdesigns
    DANKE für diesen interessanten Erfahrungsbericht...
    9A brauche ich zum Glück nicht, eher 2...3 Ampere.

    @ Sokke
    kannst du bitte kurz beschreiben,
    wie der Conditioner von Furman arbeitet,
    oder was man dort drin an Teilen so findet?

    In einem anderen Forum habe ich die Empfehlung bekommen,
    die USV " Smart UPS 1400 von APC " zu verwenden.
    Leider regelt das Teil die Spannung nur
    bei extremer Über- Unterspannung (zumindest Meine).
    Jedenfalls soll es also auch USV´s geben,
    die die Ausgangsspannung permanent regeln.

    Gruß
    Jörn

  • doublefishdesigns
    Beiträge
    1.174
    • 10. Februar 2005 um 22:03
    • #7

    der Conditioner von Furman filtert meines wissens nur den strom und kappt spitzen - unterspannung hochregeln kann der nicht
    es gibt auch einen stabilisatoren von Furman - kostet allerdings wesentlich mehr als Dino

  • Apostoli
    Profi
    Beiträge
    653
    • 11. Februar 2005 um 07:49
    • #8

    spannungsstabilisatoren zu nutzen ist doch nur herumdoktoren am symtom. die ursache, nämlich eine falsch dimensioniert elektroanlage ist doch der eigentliche übeltäter.

    habt ihr euch mal überlegt wie es sich auf den klang auswirkt, wenn bei jedem tritt in die Kick die Spannung auf ungesunde 180V zusammenbricht?

    Ganz ehrlich, investiert in ordentliche Leitungen und hohe querschnitte, dann braucht ihr keine power konditioner mehr.....

  • ewok
    Reaktionen
    7
    Beiträge
    2.541
    • 11. Februar 2005 um 08:23
    • #9
    Zitat

    Leider regelt das Teil die Spannung nur
    bei extremer Über- Unterspannung (zumindest Meine).
    Jedenfalls soll es also auch USV´s geben,
    die die Ausgangsspannung permanent regeln.

    Es gibt Online-, Offline- und Netzinteraktive USVs:

    http://www.errepi.de/de/prinzip.htm

    Tom

    http://www.partyontour.de

  • SVT
    Beiträge
    43
    • 11. Februar 2005 um 08:35
    • #10

    Hallo zusammen,

    wie kommt man denn an eine Spannung von 180V auf einer VA? Da muss man die VDE-Vorschriften aber ganz schön verbiegen, wenn das durch die Zu- und Verteil-leitungen kommen soll. Vieleicht sollte man in so einem Fall den örtlichen Stromer mal nach dem Verstand fragen.

  • JohannesP
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.041
    • 11. Februar 2005 um 11:18
    • #11

    Ganz einfach:

    Kupfer hat einen spezifischen Widerstand von ca. 0,017 Ohm*mm²/m.

    Nehmen wir mal ein Verlängerungskabel mit 100m Länge und einem Leiterquerschnitt von 1,5mm² an.

    0,017 Ohm*mm²/m * 100m = 1,7 Ohm*mm²

    1,7 Ohm*mm² / 1,5mm² = 1,13 Ohm


    Eine Litze hätte also schonmal ca. 1,13 Ohm.
    Da der Strom sowhol hin als auch zurück muss, also praktisch die 100m zweimal "durchqueren" muss sind wir schon bei 2 * 1,13 Ohm = 2,26 Ohm

    Wenn nun an dieses Verlängerungskabel ein oder mehrere Verbraucher mit bspw. zusammen 20 A Stromaufnahme angeschlossen werden würde (32A CEE-Verlängerungskabel, mit 1,5mm², gibt es leider viel zu oft) so verringert sich die Spannung nach dem Ohm'schen Gesetz am Verbraucher um folgenden Betrag:

    R = U/I |Umstellen nach U, wir möchten ja die Spannung wissen

    U = R * I |Einsetzen

    U = 2,26 Ohm * 20 A = 45,2 V

    Also blieben von ehemals 230V nurnoch 184,8 V übrig.

    Geht also ganz schnell, wenn mans richtig falsch macht.


    (Bei vollen 32 A sind es übrigens nornoch ca. 155 V, und man hat ne glühende Leitung. Nur mal so als Denkanstoß für diejenigen, die sowas immernoch nutzen...)

    Gruß
    Johannes Pradler

    "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein."

    _______________

    http://www.Pradler-Veranstaltungstechnik.de

    Johannes Pradler
    Geschäftsführer
    Meister für Veranstaltungstechnik (Bühne/Studio)

  • timotimo
    Profi
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    • 11. Februar 2005 um 12:13
    • #12

    Und wenn ich Klingeldraht nehme bleiben nur noch 5 Volt übrig..... :?: Im Ernst, wir gehen mal von richtiger Dimensionierung der Zuleitungen aus. (und 1,5 qmm bei CEE32 gehört nicht dazu). Ebenso von einem zulässigen (und unter Last stabilen) Anschlusspunkt (Verteiler/Aggregat oder was auch immer). Dann ist ja auch alles in Butter, keine Über- oder Unterspannung.

    Aber eine Stabilisator kann einem den Hals retten, wenn z.B. 300 Meter CEE-Zuleitung zum Grillplatz/Festzelt gelegt wurden, und man unter Vollast feststellen muss, dass die digitalen Weichen/Pulte/Effekte, oder auch nur die digitale Kanalumschaltung des Engl-Gitarren-Amps plötzlich nicht mehr funktioniert. Alternative wäre dann das Publikum heimzuschicken, und darauf zu pochen, dass doch vertraglich ein stabiler Stromanschluss vereinbart war.... :shock:

  • niggles
    Profi
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    4.310
    • 11. Februar 2005 um 13:50
    • #13
    Zitat von "Jaguar"



    In einem anderen Forum habe ich die Empfehlung bekommen,
    die USV " Smart UPS 1400 von APC " zu verwenden.
    Leider regelt das Teil die Spannung nur
    bei extremer Über- Unterspannung (zumindest Meine).
    Gruß
    Jörn

    Alles anzeigen

    Die APC RMI1400U2 (so heißt zumindest die die ich kenne) ist programmierbar. APC-Software auf dem Notebook installieren, mit RS232-Kabel (gehört zur USV dazu) an die Kiste andocken und schon läßt sich über diverse Parameter wie Einschalt- und Ausschaltspannung, Verzögerung etc. das Regelverhalten vorgeben. Der einzige Nachteil der 1400er ist das heftig hohe Gewicht (vor allem mit 9Ah-Akkus), da muß schon ein großer digitaler Frontplatz dranhängen um die Schlepperei zu rechtfertigen.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • JohannesP
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    Beiträge
    1.041
    • 11. Februar 2005 um 14:03
    • #14

    Ja, genauso ist das, nur bei Klingeldraht (0,8mm²) wären es keine 5V sondern 145V.

    Die Frage von SVT war "Wie kommt man denn an eine Spannung von 180V auf einer VA?"

    Antwort: Z.B. durch falsch dimensionierte Zuleitungen. (Wie auch schon Apostoli richtig antwortete) Deshalb auch 32A CEE mit 1,5mm², denn das gehört ganz klar dazu.

    Gruß
    Johannes Pradler

    PS: Auch beim Grillplatz bleiben, geht man von 32A und 6mm² aus, nur ca. 200V unter Vollast übrig. Also am besten Überdimensionieren und vernünftige Querschnitte benutzen.

    "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein."

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    http://www.Pradler-Veranstaltungstechnik.de

    Johannes Pradler
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    Meister für Veranstaltungstechnik (Bühne/Studio)

  • timotimo
    Profi
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    • 11. Februar 2005 um 14:10
    • #15

    OK, sorry, mit dem Klingeldraht war vielleicht etwas übertrieben (hab´s nicht nachgerechnet). Wollte nur zum Ausdruck bringen, daß es mir gleich ist, welchen Querschnitt die Zuleitung hat, solange ich sie nicht lege. 150 Volt oder 180 Volt, ist alles nicht zulässig, zumindet nicht VDE-gerecht. Da sind wir uns ja wohl einig. Das wird auch nicht gut funktionieren, und wenn doch nicht gut klingen. Aber der Spannungsstabilisator hat da seine Existenzberechtigung, wie ich oben beschrieben habe.

  • the_muck
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    171
    • 11. Februar 2005 um 15:34
    • #16

    wie ist das denn bei baumarkt aggis, die ca 750W schaffen? als beispiel!
    ich schliese verbraucher mit insgesamt 150W an, dann stecke ich einen 500W strahler noch dazu, das aggi geht dann erst in die knie weil ihm das drehmoment fehlt, fährt dann auf sagen wir volle leistung und kurz bevor es die erreicht ziehe ich den strahler wieder raus.
    hab ich dann nicht unter und überspannug? das aggi kann ja so schnell nicht regeln!? oder wie verhält sich das?

    bei 16A darf 1,5mm² max. eine länge von 18m haben, bei 32A dann 9m...
    hab leider noch nie einen gesehen der sich dran hält

    es liegt im auge des betrachters

  • timotimo
    Profi
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    2.252
    • 11. Februar 2005 um 15:42
    • #17

    Nochmal: 1,5 qmm bei 32 Ampere? Was soll das? Wieso hier diskutieren über Probleme aus unsinnigen oder verbotenen Lösungen? :roll:

    Und vielleicht auch nochmal JohannesP: 0,8 qmm als Klingeldraht ist ganz schön dick, oder? :wink:

  • niggles
    Profi
    Reaktionen
    842
    Beiträge
    4.310
    • 11. Februar 2005 um 16:17
    • #18

    Es gibts auch noch andere Ursachen für Spannungsschwankungen, z.B. unterdimensionierte Mittelspannungs-Trafos oder Aggregate mit zuwenig Reserve. Da geht die Spannung trotz ausreichender Querschnitte bei Belastungsspitzen in die Knie, und dann kommt es eben drauf an was für Geräte im Einsatz sind. Hab ich z.B. einfach nur ein paar Stacks HK R-Serie mit Analogcontroller und ein analoges Frontpult, kratzen mich auch 180V nicht wirklich. Wenn der Hall ausfällt, die Anlage plötzlich zu clippen beginnt, die Pultbeleuchtung im Takt der Musik dunkler wird und das Aggi hinter der Bühne anfängt rhythmisch schwarze Wolken zu husten muß der Lichtler halt die Blinder und Floorspots auslassen....
    Hängen dagegen viele Digitalgeräte im Signalweg oder ist gar ein Digitalpult in Betrieb würd ich mich zumindest open air ohne USV nicht so recht sicher fühlen. Der Gedanke daß ein auch nur kurzzeitiges Absinken der Spannung unter die magischen 207 V evtl. mitten im laufenden Song die PA kappt ist nicht so beruhigend. Auch viele Musiker-Gerätschaften reagieren da empfindlich, und manches davon wie z.B. E-Drums oder Mehrspur-MD-Recorder mit Samples und Klicktrack kann bei Ausfall durchaus einen teuren Konzertabbruch nach sich ziehen.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • doublefishdesigns
    Beiträge
    1.174
    • 11. Februar 2005 um 18:05
    • #19

    180 V kommen hier auf den Azoren schon mal vor...zum glück immer seltener
    hier ist auch 230V noch nicht standard, sondern immer noch 220
    die Mittelspannungstrafos sind noch aus den 60er jahren, als die insel auf der ich lebe elektrifiziert wurde.
    das war auch ein einzelfall - am endpunkt einer stromleitung mitten im wald, die inzwischen auch nicht mehr unter 207 V kommt.

  • JohannesP
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.041
    • 11. Februar 2005 um 18:36
    • #20
    Zitat von "timotimo"

    Nochmal: 1,5 qmm bei 32 Ampere? Was soll das? Wieso hier diskutieren über Probleme aus unsinnigen oder verbotenen Lösungen? :roll:

    Und vielleicht auch nochmal JohannesP: 0,8 qmm als Klingeldraht ist ganz schön dick, oder? :wink:

    Ist ja alles in Ordnung, ich wollte doch nur mal ein extrem-Beispiel bringen, was leider, wenn auch selten, immernoch vorkommt.

    Und damit dann eben unterstreichen, wie wichtig es ist, richtige Querschnitte zu wählen und dort nicht am falschen Ende zu sparen.
    Also praktisch eine Unterstreichung von Apistolis post und eine direkte Antwort auf die (ungläubig erscheinende) Frage von SVT wie soetwas möglich sei.

    Ich hab auch nichts gegen USV's, man kann ja schließlich nicht mal eben schnell ne Installation ändern, oder ähnliches.

    Zum Klingeldraht: Also 0,8mm² ist eigentlich Standard, wenn ich das richtig im Kopf habe, das ich das letzte mal Klingeldraht verlegt habe ist schon etwas her, ich habe mehr mit Industrie-Automationen, etc. zu tun, als mit Hausinstallationen ;) ...

    Gruß
    Johannes Pradler

    "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein."

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