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Beschallung/Festinstalation Saal

  • Axel F
  • 16. Februar 2005 um 17:30
  • Axel F
    Beiträge
    56
    • 16. Februar 2005 um 17:30
    • #1

    Hallo,
    wir stehen vor folgendem Problem. Wir müssen einem Saal (14x30m) eine neue Beschallungsanlage verschaffen, die für den normalen Betrieb (Ansprachen, evtl Kabarett, Hintergrundmusik, Vollversammlungen, Konferenzen, ... ->keine Laute Musik) ausreichend ist. Für weitere Veranstaltungen soll zugemietet werden.

    Dachte an folgende Lösung:
    Front L R je eine 12/2 gelogen, evtl sogar Hornladung,
    Centercluster an Decke mit 2x10/2
    nach 8, 16, und 24 jeweils eine 06/2 o.ä pro Seite an die Wand, delayed

    Was meint ihr, welche Systeme ich einsetzen sollte?

    Dachte bei der Front an K2 oder ADs, bei Delays an HKs oder evtl die kleinen Audio Zenits.
    Hat jemand Erfahrungen in diesem Bereich?

    Viele Grüße
    AXEL

  • zegi
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    2
    • 16. Februar 2005 um 17:36
    • #2

    wie hoch ist der saal?
    wie gross ist das budget?

    für sprache und dezente hintergrundmusik frage ich mich, ob 12"/2" nicht fast überdimensioniert wäre.

    ich würde mal bei meinem lieblings-pa-hersteller die installations-linien anschauen.

    nur als beispiel: http://www.hkaudio.de --> installations linie die il82 (100V) ?

    ich würde eher kleine topteile nehmen (wegen der optik). die sprachverständlichkeit müsste in den meisten fällen auch gut sein (8"/1"). evtl. mit 15" subs erweitern - je nach kohle, die du verpulvern darfst...

    Der Ton macht die Musik.

  • GETEC
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    695
    • 16. Februar 2005 um 18:53
    • #3

    HK IL sind ja gar ncihtmal schlecht teilweise sogar PD bestückt, etc, sinnvolle halterungen und so,,, aber beginnen tuts mit der IL 8.2 die IL82 hat einen grauenvollen 8"er (ich glaub) eminence mit nem piezo drüber.. eher naja produkt ;)

    getec

  • Alex Schad
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    • 19. Februar 2005 um 15:30
    • #4

    Hi,

    kann Dir für so ne Anwendung die Fa. Fohhn sehr empfehlen. Die haben eigentlich für jede Anwedung ne Lösung. Schau Dir das Material unter http://www.fohhn.com an. Ist wirklich amtliches Material, sehr gute Reichweite der Lautsprecher und extrem guter Wirkungsgrad. Bin sehr begeistert von dem Material und selbst anwender der Touring Serie.

  • wora
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    • 19. Februar 2005 um 17:26
    • #5

    wie hoch ist der raum?
    welche nachhallzeit hat der raum?
    wo genau können lautsprecher installiert werden?

    wenn man den RT60-wert nicht kennt, kann man ihn ungefähr errechnen.
    dazu muss man aber wiederum die oberflächenbeschaffenheit der wände/decken/böden und die dazugehörigen schallabsorptionswerte kennen...

    wenn man es richtig machen will, gibt es für diesen zweck schöne formeln.
    mittels dieser formeln kann man dann die erforderlichen werte wie directivity-index, bündelungsgrad des einzelsystems und der erforderlichen leistung für die gewünschte lautstärke ganz gut errechnen.
    so würde ein ingenieur vorgehen und damit eine gute vorraussage über die funktion geben können.

    man kann natürlich auch nach dem "try and error"-prinzip vorgehen, so wie es fast alle beschaller machen.
    dazu gehört aber viel erfahrung.
    wie wäre es denn, wenn ihr euch jemanden holt der sowas kann?

    sonst habt ihr am ende viele tipps, welche leute welchen lautsprecher gut finden... aber das kann in eurem raum auch gründlich schiefgehen...


    das war natürlich nur meine meinung dazu...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • songe creux
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    • 22. Februar 2005 um 09:14
    • #6

    Ich habe in WORAs Text keine Frage nach dem Budget gefunden und daher ist sein Beitrag hinsichtlich der Fragestellung und der Anforderungen für erst einmal der professionellste.

    Wenn man nicht weiß, welches Ergebnis unter den gegebenen Voraussetzungen zu erwarten ist, kann man auch keine Empfehlung aussprechen.

    Stets erst eine raumakustische Analyse machen, dann ein Bedarfsprofil erstellen und anschließend überlegen, welches System in dieses Raster passt.
    Ich könnte keine Empfehlung abgeben, so lange ich den Raum nicht betreten habe bzw. einen Grundriß/Schnitt gesehen habe und eine annähernde Ahnung von der Beschaffenheit der Begrenzungsflächen habe.

  • 4Art
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    • 22. Februar 2005 um 09:54
    • #7

    Oder sogar eine Mittellösung zwischen Berechnung und Try/Error. Manchmal ist es gar nicht schlecht, wenn eine auf Raumakkustik spezialisierte Firma eine Messung macht und diese dann mit den "erfahrenen Ohren" eines Beschallungsspezialisten kombiniert wird. Diese Messungen können dann für die Positionierung der Lautsprecher im Raum wunderbar als Ulysse-Ausgangslage (in Kombination mit den Daten der verwendeten Lautsprecher - sofern vorhanden) verwendet werden.

    Oft sehen Kunden leider nicht wirklich ein, dass sich der finanzielle Aufwand für Nachhall und Reflexions-Berechnungen (gerade für Neubauten!) durchaus lohnen würde um später keine unliebsamen Ueberraschungen zu erleben.

    Uebrigens: Den Service der Ulysse-Berechnungen und allenfalls sogar Vermessung der Location übernehmen unter Umständen die Lautsprecher-Produzenten. Wir haben hier mit Ohm extrem gute Erfahrungen gemacht!

  • Axel F
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    • 22. Februar 2005 um 10:03
    • #8

    Hallo,

    vielen Dank schon einmal für die zahlreichen Antworten.

    Ich werde mich bemühen, in den nächsten Tagen einen Plan einzustellen.
    Der Saal stammt aus dem Ende des 17. Jhdts und ist rundherum von einer ca 2m breiten Galerie (auf eine Höhe von ca 3,5m, Höhe selbst ca 4,5m) umgeben, diese muss nicht beschallt werden: Ausnahme ist die Stirnseite gegenüber der Bühne.

    An der Decke hängt Akkustikputz, sowie eine Kronleuchterampel, die abgesenkt werden kann. Hier kommen aktuell zwei bose 402 zum vorschein.

    Bislang sind an der Wand ringsherum (alle 6m) bose 402 verbaut, alle allerdings ohne Frequ.Korrektur und delay, quasi alles ein Ch 100V


    Mein Ziel ist es der Bühne eine bessere akkustische Ortung zu verschaffen, außerdem soll aktuelle TAgungstechnik installiert werden (va. versch. Beamersysteme, mobile und feste Leinwände).

    Für Sprache ist die akt. Technik gerade noch ausreichend, für jede weitere Anwendung ausgeschlossen. Das Ziel soll Sprach und Hintergrund Musik (evtl auch mal ein mikrofonierter Flügel..etc) auf hohem Niveau sein, für MusikVAs wird zugeliehen.


    Danke für eure weiteren Ideen

    AXEL

  • wora
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    • 22. Februar 2005 um 10:04
    • #9
    Zitat von "4Art"

    ...Oft sehen Kunden leider nicht wirklich ein, dass sich der finanzielle Aufwand für Nachhall und Reflexions-Berechnungen (gerade für Neubauten!) durchaus lohnen würde um später keine unliebsamen Ueberraschungen zu erleben....

    die ursache sehe ich vor allem darin begründet, weil es sehr viele "spezialisten" gibt die nichtmal wissen das man sowas errechnen kann bzw. das nicht können und dann halt mal irgendwas empfehlen was ihnen gerade gut gefällt oder woran sie die meiste kohle verdienen.
    das sowas mitunter ziemlich in die hose gehen kann, haben wir mit sicherheit alle schon irgendwo mal gehört :D

    wenn alle installationsfirmen so vorgehen würden, das ersteinmal - wie songe creux schrieb - eine raumakustische Analyse gemacht wird und auf grund dieser daten dann die parameter für die boxen errechnet werden, dann wüssten das die kunden mit sicherheit auch.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Volker Holtmeyer
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    • 23. Februar 2005 um 18:22
    • #10

    Es ist eigentlich Gang und Gäbe, dass Festinstallationen im Vorfeld simuliert werden. Bei größeren Projekten ist das häufig sogar fester Bestandteil der Ausschreibung.

    Aber auch bei kleineren Projekten ist eine Simulation natürlich sinnvoll und das Argument "zu aufwändig" greift nicht wirklich, da natürlich der Aufwand mit der Komplexität des Projektes einhergeht. Die Simulation eines Stadions dauert einige Tage; die Simulation eines einfachen Bürgerhauses ist u.U. aber schon in wenigen Minuten gemacht.

    Zum Service eines jeden Herstellers oder Vertriebes gehört es, den Kunden größtmöglich zu unterstützen. Und dazu zählt auch die Simulation eines Projektes. Falls das jemand nicht kann oder sich weigert das zu tun (egal, wie groß das Projekt ist!), sollte man sich fragen, woran das liegt ...

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • wora
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    • 23. Februar 2005 um 18:31
    • #11
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Es ist eigentlich Gang und Gäbe, dass Festinstallationen im Vorfeld simuliert werden...

    mein lieber volker, da muss ich jetzt aber widersprechen.
    die vorher simulierten oder auch nur von hand errechneten installationen sind wohl eher im einstelligen prozentbereich zu suchen.

    ich habe noch nie an einer installation gearbeitet, wo es vorher vom planer eine simulation gab.

    in größeren projekten setzt sich das schon besser durch, das ist ja auch richtig so.

    aber z.b. die vielen kleinen stadthallen, bürgerzentren oder hotelhallen werden meistens immer noch vom örtlichen elektriker ausgestattet, der nicht mal weiss das es solche möglichkeiten überhaupt gibt und nicht all zu selten ja schon mit seinem Insta-Bus überfordert ist... :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ThomasL
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    • 23. Februar 2005 um 18:36
    • #12

    Jep, auch gerne bei Schulaulen mit 1000 pax Fassungsvermögen, keine Messung, kein Überlegen...der Elektriker solls richten, statt phasenverkehrtem, besch. eq-tem Tannoy Zeug was da noch hängt nun wahrsch. viel zu wenig Bose-Material...aber die örtlichen Veranstaltungstechnik-Firmen hat man nicht gefragt ("Neeee, wir dachten sie machen nur Disco und so..."
    Und ich muss dann doch wieder jedesmal eigenes Zeug ankarren.

    ARGH!!!

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • Volker Holtmeyer
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    • 23. Februar 2005 um 18:50
    • #13

    Gut, ich hätte vielleicht schreiben sollen, dass es Gang und Gäbe sein sollte.

    Was ich aber zum Ausdruck bringen wollte ist, dass es Sinn macht jede noch so kleine Beschallungsaufgabe zu simulieren. Das geht, da für ein kleines Projekt der Aufwand für die Simulation eben auch klein ist.

    Dieses kann die kleine Installationsfirma natürlich selber nicht leisten. Muss sie ja auch gar nicht. Denn diese Leistung sollte vom Hersteller oder vom Vertrieb geboten werden können - gewissermaßen als Service. Schließlich wollen die ja ihr Zeug verkaufen.

    (so, genug mit dem Zaunpfahl gewunken :wink: )

    OT:
    Simulation von Beschallungskonzepten macht meiner Meinung nach nicht nur für Festinstallationen Sinn. Gerade mit Blick auf die Konsequenzen die uns die neue DIN 15905 bringen wird, wird es immer wichtiger nachzuweisen, dass wir mit unserem Beschallungskonzept eine konstante Pegelverteilung im Zuhörerbereich erzielen können.
    Daher ist es ratsam, sich im Vorfeld nicht nur Gedanken zum Beschallungskonzept zu machen, sondern die Funktionsweise des selbigen auch zu verifizieren.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • wora
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    • 24. Februar 2005 um 00:21
    • #14

    ja, das macht schon sinn.

    aber bis sich das auch für kleine projekte herumgesprochen hat, werden sicher noch ein paar jahre ins land gehen.

    das die vertriebe übrigens solche simulationen umsonst anbieten werden, kann ich mir nicht vorstellen. schliesslich bedeutet ja doch jedes noch so kleine projekt: arbeit.
    und wenn man dann vor allem bei kleinen projekten den leuten ständig hinterhertelefonieren muss um herauszubekommen welche oberflächenbeschaffenheiten genau zu erwarten sind, dann rechnet sich das einfach nicht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Volker Holtmeyer
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    • 24. Februar 2005 um 00:28
    • #15
    Zitat


    das die vertriebe übrigens solche simulationen umsonst anbieten werden, kann ich mir nicht vorstellen.


    Also gute Vertriebe machen das schon heute für ihre Kunden ... :wink:

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • wetbf
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    • 24. Februar 2005 um 00:47
    • #16

    Electro-Voice beispielsweise :D

    wetbf

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