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Beschallung Straßenzug mit 01V96 möglich

  • robert.bohlen
  • 28. Februar 2005 um 16:52
  • robert.bohlen
    Beiträge
    57
    • 28. Februar 2005 um 16:52
    • #1

    Schönen Nachmittag,
    ich hätte folgendes Projekt vor und wollte mal bei den 01V96-Praktikern nachfragen, ob das Pult damit klarkommt:

    zu Beschallen ist ein 400 Meter langer Straßenzug, eine Seite frei mit Blick aufs Wasser.
    Publikum sitzt an durchgehendem Tisch.
    Es gibt lecker Essen, drei unplugged Combos marschieren auf und ab, kleinere Straßentheaterschweinereien, Hintergrundmusik und Feuerwerk.
    Quellen:
    Konserve, 3 Mods via Funk

    Beschallung:
    Zwei zentrale Stacks in der Mitte, danach in 20m-Raster Delaylines, sprich 14 Stück


    Aufgaben für Pult (außer Mischen natürlich :wink: :(
    Delays für 14 Lines
    Delaylines einzeln ansteuerbar, damit die Hintergrundkonserve bei Straßenaktionen pro Segment ausgeblendet werden kann


    Plan wie folgt:
    ich patche mir die Summe auf die Kanäle 1 bis 16
    über die Kanaldelays passe ich die Verzögerung an
    über die Fäder kann ich einzelne Segmente faden.
    über main out gehts an die zentralen Stacks, via ommni outs und ADAT-> Analog auf die Delaylines


    Fragen:

    Funktioniert das prinzipiell?
    Gibt es einen Weg, eventuelle Moderatoren schnell auf ein Segment zu patchen?


    So, schon mal schönen Dank für die Hilfe,

    robert

  • Uew
    Beiträge
    344
    • 1. März 2005 um 09:58
    • #2

    Also, wenn ich richtig verstanden habe:

    400m Straße, in der Mitte zwei Stacks, bleiben links und rechts rund 200m. Wenn ich die durch 20m teile komme ich auf 10 Segmente, von denen das erste ja von den zentralen Stacks versorgt wird. Bleiben 9 Delaylines.
    Da aber auch nur ein Teil links oder rechts ausgeblenden können willst, möchtest du jede Box einzeln aufliegen haben.

    Ich würde es so oder ähnlich versuchen:

    1.) Reduktion von 9 auf 8 Delaylines pro Seite. (Moment, Du wolltest sowieso nur 7, oder?)

    2.) Mix Deiner Quellen auf den ersten 16 Inputs, Routing jeweils auf Bus 1-8
    (Mix muß dann natürlich mono sein. Alternative: Quellen auf je zwei Kanäle patchen, zweiter Kanal auf Stereo routen, Kanäle über Fadergruppe linken)

    3.) Verzögerung über die Busse (geht da auch, oder? Ansonsten in Ch24-32, siehe nächster Punkt)

    4.) Output der Busse auf Kanäle 17-32 patchen.
    Bus 1 -> Ch24 + Ch25
    Bus 2 -> Ch23 + Ch26
    Bus 3 -> Ch22 + Ch27
    ...

    Direct Outs der Kanäle 24-32 auf Ausgänge patchen.

    Viel Erfolg.

    Gruß UWE

    Edit: Du wirst natürlich nicht mit den vorhanden Ausgängen auskommen, sondern brauchst noch einen externen D/A-Wandler.

  • Jeremy
    Reaktionen
    106
    Beiträge
    1.491
    • 1. März 2005 um 10:20
    • #3

    Abgesehen von der technischen Lösbarkeit:

    Marschieren die Moderatoren auch auf und ab oder haben die einen festen Standort? Sonst müsste nämlich der "Delay-Nullpunkt" mit denen mitgeführt werden, aber dann wird's pathologisch ... :twisted:

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • Uew
    Beiträge
    344
    • 1. März 2005 um 10:23
    • #4
    Zitat von "Jeremy"

    Sonst müsste nämlich der "Delay-Nullpunkt" mit denen mitgeführt werden, aber dann wird's pathologisch ... :twisted:

    ... dann würde ich zu einer Kaskade von ein paar Soundwebs oder DME´s tendieren... :?

    Aber die Frage und Problemstellung ist absolut berechtigt.

  • MaO
    Profi
    Beiträge
    430
    • 1. März 2005 um 14:14
    • #5

    Hallo und guten Mittag

    Wenn ich das richtig verstanden habe willst du eine 400m breite Fläche möglichst homogen beschallen und zusätzlich in Segmente aufteilen, die einzeln ansteuerbar sind. Dabei gibt es eine Haupt PA in der Mitte (wofür eigentlich, ist da eine Bühne oder vglb.) und links und rechts daneben alle X Meter eine "Delaybox". Diese "Delayboxen" willst du einzeln ansteuern und jeweils zur Haupt PA verzögern.

    Gehen wir das "Problem" mal von Vorne an...

    Mein Lösungsansatz:
    1. keine Verzögerung!
    (Du arbeitest hier ja in die "Breite" und nicht in die "Tiefe", was bringt dir eine Verzögerung da für Vorteile? Weiterhin das Problem der praktischen Durchführung: z.b. Verzögerung im letzten Segment 200m entspricht über 0,5 Sekunden -> verwirrt den Moderator der davorsteht doch etwas 8) )

    2. eine passende "Ausleuchtung"
    (gemässigte Lautstärke, ausreichend bündelnde Lautsprecher die korrekt ausgerichtet sind um ihr Segment optimal zu versorgen)

    3. Haupt-PA evtl. gegen "Delayboxen" austauschen
    (natürlich nur wenn nicht auf Grund einer Bühne, Showeinlage etc. in der Mitte ein erhöhter Leistungsbedarf besteht. Wenn Haupt-PA, dann auch hier gemässigte Lautstärke, korrekt ausgerichtet etc.)

    Soweit von mir.....über das Routing werde ich später noch mal nachdenken.

  • robert.bohlen
    Beiträge
    57
    • 1. März 2005 um 14:42
    • #6

    tach,

    zunächst vielen Dank für die eifrige Mitarbeit.

    Die Moderatoren tingeln nicht herum, es gibt einen am Mittelpunkt, der aber nicht von allen im Publikum zu sehen sein wird, deshalb gibt's da keine Probleme mit dem Delay. (Obwohl natürlich die Nachführung des "Delay-Nullpunkts spannend wäre, soll ja nicht langweilig werden.)

    Die Straßentheatertruppen haben Bescheid gegeben, daß sie ohne Verstärkung klar kommen, also ein Problem weniger. :wink:

    Zentralbühne wird es - alleine aus Sichtgründen - nicht geben, folglich werden die Stacks durch eine kleinere Abteilung ersetzt.


    Zusammenfassend, denke ich daß die Show zu fahren ist,
    der Mix liegt auf der ersten Ebene,
    die Delaylines auf der zweiten, logischer Transfer vom FOH oder in diesem Fall wohl besser "mittendrin und leicht dahinter" zu Boxen ist optisch klar (Fader 1 ganz weit hüben, Fader 16 ganz weit drüben).
    Es wird in jedem Segment einen Stagemanager geben, der per Funk die Segmente angibt, außerdem ist die Show durchgeplant, sprich Regisseur sitzt mit am Technikplatz.

    Außerdem würde ich gerne eure Meinung zu der Variante ganz ohne Delays hören.
    Leveltechnisch brauche ich keine gewaltigen Lautstärken, eine dezente Hintergrundbeschallung sollte reichen.
    Allerdings sollen die Moderatoren sich gut durchsetzen, und da wäre ein amüsantes Doppeln rund um die Übergabepunkte mehr als unangenehm.

    Kann mir nur noch mal jemand bestätigen, daß im 01V96
    entweder in den Bussen
    oder in den Kanälen 17 bis 32 Delays mit ausreichender Länge sind?
    Soll ja vorkommen, daß da im zweiten Layer gerne mal gespart wird.

    Danke, Leute,

    rbo


    BTW: Ich wollte mir von der deutschen Yamaha Website den StuioManager für das 01V96 holen, leider versteckt sich hinter dem Link nur ein Versionsupdate. Weiß jemand, wo ich den zum vorprogrammieren herbekomme?

    rbo

  • Uew
    Beiträge
    344
    • 1. März 2005 um 14:57
    • #7

    Hallo Robert,

    Zunächst: Wenn es in der Mitte keine wirkliche Bühne gibt, würde ich die Sache mit dem Delay auch nochmal überdenken...

    Trotzdem:
    Ich habe ein DM1000, da tut das alles so, wie von dir gewollt:
    in allen Eingängen Delay bis rund 900ms
    in allen Bussen Delay bis rund 600ms

    Soweit ich weiß, ist das beim 01v96 identisch.

    Studiomanager sollte (glaub´ ich mal) dieser Link sein:
    http://www.yamaha-europe.com/yamaha_europe/…country=germany

    Gruß UWE

  • ogni
    Profi
    Beiträge
    119
    • 1. März 2005 um 16:17
    • #8

    Probiers mal hier: http://www.yamahaproaudio.com/download/utili…/01v96/main.htm

    Da habe ich sie auch her.... :D

    Auf der Europe-Seite gibts in der Tat nur nen Update :?:

    Mfg Ingo

  • MaO
    Profi
    Beiträge
    430
    • 1. März 2005 um 17:08
    • #9
    Zitat

    Allerdings sollen die Moderatoren sich gut durchsetzen, und da wäre ein amüsantes Doppeln rund um die Übergabepunkte mehr als unangenehm.

    Genau das erzeugst du dir aber mit einem Delay. Du kannst schliesslich nicht "rückwärts Verzögern". Ein Delay funktioniert doch nur in eine Richtung....

    Mal was Anderes: Für was wird denn nun letztendlich die getrennte Ansteuerung der Segmente benötigt? Nur zum Stummschalten einzelner Segmente?

  • robert.bohlen
    Beiträge
    57
    • 1. März 2005 um 19:23
    • #10
    Zitat


    Genau das erzeugst du dir aber mit einem Delay. Du kannst schliesslich nicht "rückwärts Verzögern". Ein Delay funktioniert doch nur in eine Richtung....

    Mal was Anderes: Für was wird denn nun letztendlich die getrennte Ansteuerung der Segmente benötigt? Nur zum Stummschalten einzelner Segmente?

    Warum sollte es "rückwärts verzögern".
    Ich will nur das machen, was man gemeinhin mit einer delayline macht: den unterschied zwischen schall und lichtgeschwindigkeit ausgleichen. Wo da was in eine falsche Richtung verzögern soll, :?::?::?:

    Die Segmente müssen einzeln ansteuerbar sein, damit die durchziehenden Straßenmucker nicht gegen die Konserve anspielen müssen.

    gruß

    rbo

  • hink
    Beiträge
    383
    • 1. März 2005 um 19:33
    • #11
    Zitat

    den unterschied zwischen schall und lichtgeschwindigkeit ausgleichen


    :D Danke, die Definition eines Delays kannte ich noch nicht. Da werden sich morgen einige den Kopf drüber zerbrechen dürfen.
    Schöenen Abend hink

  • MaO
    Profi
    Beiträge
    430
    • 1. März 2005 um 20:46
    • #12

    Ahhhh, wie soll ich das erklären :(
    Ein Versuch isses wert:

    Vergiss das mal mit dem "rückwärts Verzögern", war etwas unverständlich ausgedrückt. Ich meinte damit das du Signale verzögern aber nicht "verfrühern" kannst......

    Eine Delayline dient dazu die Front PA in ihrer Reichweite in Abstrahlrichtung zu erweitern. Eine elektr. Verzögerung setzt man ein um die Signallaufzeit in der Luft zu korrigieren, damit die Leute hinter der Delayline nicht "doppelt hören". Die Leute vor der Delayline kriegen im Optimalfall nichts von der Delayline mit, da der Direktschall der Front PA überwiegt und die Delayline hinter ihnen steht und auch nach hinten abstrahlt.
    Bei deinem Vorhaben verzögerst du aber quer zur Abstrahlrichtung, noch dazu befindet sich Publikum gleichzeitig im Abstrahlbereich einer verzögerten und einer unverzögerten Box.

    Für dein Vorhaben eignet sich eine dezentrale Beschallung ohne jegliche Verzögerung am Besten.
    Insbesonders auf Lautsprecher mit ordentlicher Richtwirkung und sinnvolle Grösse der Segmente (so gross wie möglich, aber so klein wie nötig) achten.

    Wenn du die getrennte Ansteuerung nur benötigst um einzelne Segmente zu muten, kann man das auch einfacher lösen....

    :roll: versteht man das??

  • robert.bohlen
    Beiträge
    57
    • 2. März 2005 um 08:33
    • #13

    Ich sehe schon,
    da zeigt das mißverständliche Medium Kurztext mal wieder sein häßliches Gesicht.

    Nein, ich verzögere nicht quer zur Abstrahlrichtung, die Hälfte der Boxen richtet nach links, die andere nach rechts.
    Nein, das ist beileibe nicht die erste Delayline, die ich aufbaue.

    Die Grundfrage war ja die, ob das Pult die technischen Vorraussetzungen mitbringt, und die ist ja inzwischen geklärt.

    Als interessanter Ansatz bleibt aber noch

    Zitat

    Für dein Vorhaben eignet sich eine dezentrale Beschallung ohne jegliche Verzögerung am Besten.
    Insbesonders auf Lautsprecher mit ordentlicher Richtwirkung und sinnvolle Grösse der Segmente (so gross wie möglich, aber so klein wie nötig) achten.

    Dann sollte ich allerdings wirklich quer beschallen, wobei mir wahrscheinlich der kleine Abstand zwischen Publikum und FLuß einen Strich durch die Rechnung machen wird, bei rund fünf Metern Abstand komme ich da auf zig Kleinboxen.


    Zitat

    Wenn du die getrennte Ansteuerung nur benötigst um einzelne Segmente zu muten, kann man das auch einfacher lösen....

    Nicht nur muten, faden.....Dürfte etwas unfein klingen, wenn die Konerve einfach ausgestöpselt wird.


    Danke euch allen für die Beiträge,


    rbo

    BTW:

    Zitat


    Zitat:
    den unterschied zwischen schall und lichtgeschwindigkeit ausgleichen

    Sehr glücklich Danke, die Definition eines Delays kannte ich noch nicht. Da werden sich morgen einige den Kopf drüber zerbrechen dürfen.


    :shock:
    Sorry, aber bei einer Delayline gleicht das Delay den Zeitunterschied aus, den die per Lichtgeschwindigkeit reisenden Elektronen auf der Strecke gegenüber der per Schallgeschwindigkeit dahindümpelnden Welle im Medium Luft rausholen. Und die Biester sind halt richtig schnell.

    Hoffentlich zerbricht sich daran keiner den Kopf.

  • robert.bohlen
    Beiträge
    57
    • 8. Juli 2005 um 13:05
    • #14

    Hallo,
    wollte nur der Vollständigkeit halber nochmal vermelden, wie das Ding dann in Wirklichkeit ausgesehen hat:

    Veranstaltung wurde vom Ufer in eine Parallelstraße (-gasse :wink: ) verlegt.

    Per Drahtseil wurden in regelmäßigen Abstand in Höhe dritter Stock eine nicht unerhebliche Zahl :roll: d&b E3 geflogen, Gesicht nach unten, mit Blick auf Tisch, Gläser udn Teller also.
    Hat bombig funktioniert, ganz ohne Delays und Co.
    Dank parallel "geflogener" Lichterkette auch völlig unauffällig.


    Pünktlich nach Ende des ersten von vier Showteilen hat`s dann natrülicj sintflutartig zu schütten begonnen,
    aber da kann man bekanntlich nie etwas für.....

    schöne grüße und noch mals vielen Dank für das eingebrachte Hirnschmalz,

    rbo

  • mischpultschorsch
    Profi
    Reaktionen
    9
    Beiträge
    3.503
    • 8. Juli 2005 um 13:55
    • #15
    Zitat von "robert.bohlen"

    Per Drahtseil wurden in regelmäßigen Abstand in Höhe dritter Stock eine nicht unerhebliche Zahl :roll: d&b E3 geflogen, Gesicht nach unten,

    Rein aus Interesse: Die E3 wiegt ja roundabout um die 7,5 Kilo. Wie habt Ihr das Drahtseil verspannt/befestigt, um die Sache safe zu kriegen?

  • fschleif
    Beiträge
    950
    • 11. Juli 2005 um 23:46
    • #16

    Weils so schön ist: Seit wann gehen bei Licht Elektronen auf die Reise??? Mir waren im Teilchenbild da nur Photonen geläufig. Eletronen werden hingegen am "Zielort" des Lichts bei dessen Absorption angeregt, und zwar unter Energieaufnahme von ihrem höchsten besetzten Oribtal in ihr niedrigestes unbesetztes...

    Nur mal so dahingestellt... Vielleicht interessierts ja wen... :D

  • robert.bohlen
    Beiträge
    57
    • 12. Juli 2005 um 17:09
    • #17

    Weils noch schöner ist:

    solange Du den Ton nicht via Lichtbrücke überträgst, sondern via Kabel (das Dingens aus Kupfer), gehen schon die Elektronen auf die Reise.
    Das Delay soll ja den zeitlichen Versatz ausgleichen, der entsteht, weil das Signal durch dat olle Kabel viel (f)luxer ist als das, welches sich durch die zähe Masse Luft hindurchquälen muss.
    Von Photonen, die durch das Multicore jagen, hab ich noch nichts gehört....aber vielleicht hat Gene Rodenberry auch das schon vorausgesehen RIP
    :shock: :wink:

    Schöne Grüße,

    rbo

  • fschleif
    Beiträge
    950
    • 12. Juli 2005 um 19:21
    • #18

    Hey klar! Fällt mir doch gerade ein: Photonen im Kabel! Jibbet! Ist LWL :-)))

    So - Schluss damit...

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