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Die "richtige" Trennfrequenz Bass -> Top

  • Sound-Klinik
  • 4. März 2005 um 10:44
  • Sound-Klinik
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    • 10. März 2005 um 13:40
    • #41

    ... ich hatte schon vor Jahren mal untersucht, wieviel Schall-Leistung "nach hinten" abgegeben wird.
    Stelle einfach eine kleine Box (Freifeld - ggf. auf einer Wiese ...) auf einen Hochständer und messe mal von vorn, von der Seite ... und von hinten. Das Ergebnis ist hochinteressant.

    Und diese "Sache" ist auch völlig unabhängig vom jeweiligen Hersteller (... bisher hat kein Anbieter physikalische Gesetzt "außer Kraft" gesetzt ...) und hängt einfach von der Größe (Schallwandabmessungen, Tiefe etc.) der Systeme ab.

    Beispiel: Wenn Du einen kleinen 10"/1"-Satelliten (bzw. ein -"Top") hast, dann hat eine solche Kiste auch bei 200 Hz praktisch noch keine Richtwirkung "nach vorn" (und bei tieferen Frequenzen erst recht nicht ...) - d.h.: Wenn das System so abgestimmt wird (oder alternativ equaliziert wird ...), daß die Freifeld-Übertragung bis 110 ... 130 Hz einigermaßen "flat" wäre ("von vorn"), dann wird genausoviel Schall - in diesem F-Bereich - nach hinten abgestrahlt.

    Konventionelle Lautsprechersysteme (CB, BR, ...) verhalten sich einfach so, daß sie bei tiefen Frequenzen omnidirektional abstrahlen ... um dann - je nach Größe - mit zunehmender Frequenz stärker zu richten (... übrigens eines der Hauptprobleme in halligen Umgebungen !!!).

    Da die nach hinten abgestrahlte Schall-Leistung in kleinen Locations über recht frühe Reflektionen (ggf. hinter der Bühne eine Wand) dann die Zuhörer erreichen, kann - und sollte dann wohl auch - dieser Bereich abgesenkt werden (was auch häufig gemacht wird !).

    Eine bessere - und vom jeweiligen Raum unabhängigere ! - Alternative ist dann bei kleineren Systemen die höhere Trennfrequenz, die allerdings je nach eingesetzten Bass-Systemen (oder "Filler") natürlich irgendwo Grenzen hat. Ich mache das so ... und benötige wirklich keinen Summen-EQ.

  • dirtyharry
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    103
    • 10. März 2005 um 16:21
    • #42

    Hallo SK,
    die frequenzabhängige Richtwirkung bzw. "Nichtwirkung" ist schon klar, mich hätten nur die Unterschiede der o.g. Grössen im relevanten F-Bereich interessiert. Ich kann leider nicht auf die Wiese zum messen, bin da mitten im Städtchen und hab ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft...
    GUTE Zeit wünscht
    Harry

  • Sound-Klinik
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    • 10. März 2005 um 17:56
    • #43
    Zitat von "dirtyharry"

    ... mich hätten nur die Unterschiede der o.g. Grössen im relevanten F-Bereich interessiert. Ich kann leider nicht auf die Wiese zum messen, bin da mitten im Städtchen und hab ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft ...

    ... wenn ich auch in diesem Jahr wieder mal "auf der Wiese" PA-Systeme für Verleihfirmen einmesse (d.h. wenn das Wetter schön ist ... :) ), dann schieb ich mal ein kleines System auf einen Boxenständer und mache mal einige Messungen davon zum "Zeigen".

    Ich hebe nicht alle Messungen auf, sonst würden meine Schränke "überquillen".

    Was ich dagegen immer "gut hüte" sind Messungen in meinen Entwicklungsunterlagen (... und manchmal auch zur Belustigung Messungen abschreckender Produkte bekannter Hersteller, die ich aber nicht veröffentliche - bzw. fairerweise nicht verrate, welches Produkt das dann konkret war ...).

  • tufkains
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    1.342
    • 10. März 2005 um 20:09
    • #44

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (1. Oktober 2008 um 17:15)

  • vsvo82
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    1.914
    • 10. März 2005 um 21:10
    • #45
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... und manchmal auch zur Belustigung Messungen abschreckender Produkte...


    Ach ja...da habe ich auch noch so eine Mappe :D
    Manche Sheets sind es wirklich wert, eingescannt zu werden. Der nächste Schritt wäre der, Admin zu fragen, ob er ein "Rätselbrett" einrichtet:....Thema:welche Gebirgssilhouette erkennen Sie hier ? :lol:
    Jörg

    Stage-Aid Newsletter hier:http://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de/index_newsletter.php... Wer hat Lust, als Autor mitzumachen?

  • Holger
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    589
    • 10. März 2005 um 21:18
    • #46

    143dB ich weiß nicht, aber ist doch absolut
    das was andere auch angeben.
    143dB minus 6dB für 2x 15er
    minus 6dB für 1x 15er sind dann 131dB Peak
    minus 6dB RMS sind 125dB klingt glaubwürdig,
    besonders, wenn mann die 2 x18er sieht, die sicher auch nochmal nach vorne für ein + von 2-3dB sorgen,
    dann haben wir noch eine Angabe von 123dB pro 15er
    ist dann schon fast understatement.
    Würd ich gern mal hören

    Hab grad gesehen, das die zwei 18er vorne sind, ändert aber ja nicht´s an der Sache,
    Tragen, möcht ich die aber trotzdem nicht. 200kg!
    Warum die daraus nicht 2 gemacht haben?? so 120kg
    aber bei dem Preis (kenne ihn nicht) müssen die schon etwas wiegen.

  • tufkains
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    1.342
    • 10. März 2005 um 22:02
    • #47

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (1. Oktober 2008 um 17:11)

  • Sound-Klinik
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    • 11. März 2005 um 09:01
    • #48

    ... ohne mich jetzt Zentimeterweise durch die Daten zu wühlen:

    Wenn man davon ausgeht, daß die akustisch Leistungsabgabe durch mehrere Chassis und entsprechender Anordnung "nach vorn" konzentriert wird, dann lassen sich - auf Achse - wirklich recht hohe Pegel realisieren.

    Auch bei vielen direktabstrahlenden Chassis in Bass-Arrays (... den Namen für diese vieldiskutierten "Zauberkisten" erwähne ich besser nicht, sonst wird dieser Threat innerhalb weniger Wochen auf über 50 Seiten aufgeblasen ...) bekommt man auf Achse immmense Schallpegel hin, der aber außerhalb dann stark abnimmt (die Schallenergie wird konzentriert).

    Ob der Pegel beim genannten Bass-Sytem von Meyersound wirklich diesen Wert (gemessen ... errechnet ?) erreicht, möchte ich nicht weiter kommentieren, weil ich mich dann mehr mit dem System beschäftigen müßte.

  • tufkains
    Beiträge
    1.342
    • 11. März 2005 um 22:38
    • #49

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (1. Oktober 2008 um 17:11)

  • Hörnli
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    • 12. März 2005 um 05:59
    • #50

    Moin:

    @ Sound-Klinik: :D Ich bin nicht allein.

    In meiner Club- Frühzeit habe ich je zwei ELIs bei 270 Hz zu meinen E120/2*CP22 Tops getrennt, 24dB-analog. Heutzutage gilt das als Verbrechen. Dei beiden betreuten Clubs waren 10m breit, 20 tief. Anders war in dem unfassbaren Krach von der Bühne keinerlei Grundton zu übertragen, zum Einen wegen Kopplungen auf die Bühne zum Anderen wegen der nicht vorhandenen Richtwirkung der Tops.

    @ Inspiron: >> Bei Direktstrahlern kommt hinzu, dass man bei hoher Trennung andere Chassis einsetzen kann, die im Normalfall wirkungsgradstärker sind. <<

    Das hat natürlich auch eine Rolle gespielt. Ich kann ohnehin nicht verstehen, was Fullrangetaugliche Tops auf Bässen zu suchen haben.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Kai Pirinja
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    348
    • 14. März 2005 um 22:39
    • #51
    Zitat


    In welcher Grössenordnung bewegt sich denn das Abstrahlverhalten nach hinten, z.B. 125 Hz, Vergleich kleines Top zu grossem Top, oder auch kleines Top zu Bass, grosses Top zu Bass.


    Nachfolgend die 125-Hz-Balloons je eines großen Tops (Horn) und eines kleinen Tops (direkt strahlender 12") zweier Lautsprecherhersteller (bzw. "Lautspreringehäusereinschrauber").


    d&b C7



    K&F T9



    d&b E9



    K&F CA1215-9

    Zitat


    Mehr braucht man eh in 80% aller Beschallungsaufgaben nicht und die richtig großen Sachen sollen mal die Profis machen...


    *szenenapplaus*

    Zitat


    Da die nach hinten abgestrahlte Schall-Leistung ...


    ... verkrampfen sich da nicht beim Tippen die Finger des Physikes?!

    Ich denke, also bin ich hier falsch. 

  • fschleif
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    950
    • 15. März 2005 um 10:11
    • #52

    Ich hab mich fast durch den ganzen Thread gewühlt - zum Teil echt sehr interessant. Es scheint ja, zumindest beim Ground Stacking, eine höhere Trennfrequenz wünschenswert zu sein. Was mich aber daran wundert ist, dass hier noch nicht auf eventuelle Doppler-Problematiken eingegangen worden ist: Ein Chassis macht bei tiefen Frequenzen einen ziemlich grossen Hub. Wenn ich das selbe Chassis jetzt auch noch höhere Frequenzen wiedergeben lassen (ja höher, deto schlimmer), moduliere ich diese Schwingung auf die (langsamere) Tieftonschwingung auf und habe daher periodisch zu jedem Zeitpunkt einen anderen Schallenstehungspunkt für die höheren Schallanteile. Überzogen dargestellt hört sich das ganze dann an wie ein vorbeifahrenden Krankenwagen... Dieses Problem habe ich nicht in dem Masse, wenn ich den Bass nur den Bass machen lasse. Dann muss der Konus im Top zwar ein grösseres Frequenzspektrum übertragen, die Membranauslankung ist aber geringer und somit sollte IMHO der Doppler Effekt nicht so sehr ins Gewicht fallen. Bliebe dann noch die Problematik der Richtwirkung: Wenn ich nicht nur die Bässe skaliere, sondern auch die Tops (bei einem Trennfrequenzunterschied zwischen 100 und 170 Hz also ein zusätzliches Top), müsste ich in diesem Bereich auch gute Richtwirkung erzielen.

    Liege ich jetzt total falsch? Klärt mich bitte auf

  • Volker Holtmeyer
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    13
    • 15. März 2005 um 10:23
    • #53

    Dieser Gedanke ist doch sehr weit weggeholt, auch wenn er vom Ansatz schon richtig ist.


    Im Tieftonbereich haben wir es mit Wellenlängen von mehreren Metern zu tun. Die Membranauslenkung beträgt nur wenige Zentimeter. Ein Dopplereffekt würde erst bei Frequenzen mit Wellenlängen in dieser Größenordnung auftreten, d.h. im Hochtonbereich (> 8 kHz).

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • fschleif
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    • 15. März 2005 um 10:55
    • #54

    @ Volker

    Ist denn nicht gerade der Klirr, den man hört wenn die Trennfrequenz des Basses zu hoch liegt, auf genau diesen Effekt zurück zu führen?

  • Sound-Klinik
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    • 15. März 2005 um 11:50
    • #55
    Zitat von &quot;Kai Pirinja&quot;

    ... verkrampfen sich da nicht beim Tippen die Finger des Physikes?!

    ... wenn Du den verwendeten "Jargon" meinst: manchmal schon - aber "gewürfelt" werden auch Sensitivity/Wirkungsgrad ... Schalldämpfung/Schalldämmung ... Schallpegel/Schalldruck ...

    Sicher hat Leistung keine Richtung (... skalare Größe - vermutlich meinst Du das ja ...). Soll ich lieber vom Gradienten einer skalaren Messgröße reden ? :wink:

  • Sound-Klinik
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    • 15. März 2005 um 11:53
    • #56
    Zitat von &quot;fschleif&quot;

    Was mich aber daran wundert ist, dass hier noch nicht auf eventuelle Doppler-Problematiken eingegangen worden ist: Ein Chassis macht bei tiefen Frequenzen einen ziemlich grossen Hub. Wenn ich das selbe Chassis jetzt auch noch höhere Frequenzen wiedergeben lassen (ja höher, deto schlimmer), moduliere ich diese Schwingung auf die (langsamere) Tieftonschwingung auf und habe daher periodisch zu jedem Zeitpunkt einen anderen Schallenstehungspunkt für die höheren Schallanteile. Überzogen dargestellt hört sich das ganze dann an wie ein vorbeifahrenden Krankenwagen ...

    ... das mit dem Krankenwagen ist sicher übertrieben. Wie Volker schon sagte: Vergleich mal die Wellenlänge mit der Bewegung !

    Und bei den Tops dürfte sich eine höhere Trennung dann sogar positiv auswirken (sofern die Konus-Chassis "sehr hoch" getrennt werden ...).

    Aber praktisch ist dies bei gängigen Trennfrequenzen wohl zu vernachlässigen.

  • AlphaC
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    • 10. August 2006 um 22:10
    • #57

    Hmm... alles sehr interessant... Ich bin eigentlich eher Freund einer tiefen Trennung zwischen Top und Sub - meist so um 90-100Hz. Folgerichtig brauch ich immer fullrangetaugliche Tops. Die meisten Bandsachen hier vor Ort hab ich bisher mit 2x12"/2" Tops gemacht (direktstrahlend). Ernsthafte Feedbackprobleme hatte ich damit noch kaum - außer in extremsituationen, wo die PA sehr dicht an der Bühne stand, und der Leadsänger einen in den Zuschauerraum hineinragenden Steg hatte. Dort hats mal über die PA gepfiffen - allerdings im bereich knapp unter 1kHz - wo also schon eine recht enge Richtwirkung selbst bei Direktstrahlern vorhanden ist.....

    Warum ich die tiefe Trennung mag? Der Sound ist einfach weniger "wummerig" und "dröhnig"...

    Ich hab mir damals viele Gedanken darüber gemacht, warum das so ist. Die Subs sind in dem Falle 15" BP-Hörner. Ein Nachteil dieser Subs mag sein, dass sie oberhalb von 100 Hz ein recht mieses Ausschwingverhalten haben könnten... Der zweite Gedanke - der mich in dem Fall eher überzeugte - hängt mit dem "Problem" zusammen, welches z.Z. schon in einem anderen Thread diskutiert wird: Unsere "Bassgewohnheiten am Anfang des 21.Jahrhunderts...!"

    Seit es Beschallungssysteme gibt, die zu enormen Basspegeln in der Lage sind (und auch seit dem Durchbruch der elektronischen Musikerzeugung Anfang der 90er Jahre...) wird einfach mehr Bass gefordert als noch vor einigen Jahren. Damit es für die Kunden (und auch für die Musiker!!!) vorn "fett" klingt wird heute ganz standartmäßig mit einer Bassüberhöhung von 6 bis 12 dB gearbeitet - ganz egal ob da nun 70er80er-Jahre-Musik, Punkrock, Metall oder House/Techno läuft. Kein Mensch stellt noch eine Anlage linear ein!!!

    In meinem o.g. Beispiel hab ich aus der Front pro Seite ein 2x12"/2" Top auf vier 1x15" BPH stehen. Im Controller gehen auf allen Wegen die Signale ohne Pegelveränderung durch - grob vereinfacht heißt das also: Steht am Mixer 0dB an, so liegt auch ein (gefiltertes) Signal mit knapp unter 0dB an den Endstufen an. Da die Subs natürlich zwei Ampkanäle haben ist schonmal die Leistung verdoppelt (+3dB). Durch die niedrigere Impedanz ist die nochmal die Leistung verdoppelt (+3dB). Durch das Groundstacking und damit den "Spiegeleffekt" des Bodens hab ich nochmal eine Verdoppelung des Luftschalldrucks (+6dB). Macht nach Adam Riese +12dB. Geht man davon aus, dass die Tops einen Wirkungsgrad von 101dB haben und die Subs (jeder für sich) von 98dB hab ich dann ein finales Verhältniss von 101dB zu 110dB. Messtechnisch konnte ich dies übrigens mit Smaart wunderbar nachvollziehen.

    So, und jetzt wirds kriminell: Die resultierenden Pegel bei RMS-Leistung 1m vorm Stack liegen bei 128dB im Mid-High und bei 137dB im Low-Bereich. Bei der aktuellen tiefen Trennung bei 100Hz mit LR24 ist das Ergebnis klanglich sehr angenehm - es "schiebt" sehr ordentlich ohne zu "dröhnen". Schon eine "energierichtige" Trennung mit BW24 klingt deutlich wummeriger und brutaler... Wenn ich jetzt noch die Trennfrequenz gen 200Hz hochschieben würde, dann hätte ich im "Dröhnbereich" zwischen 100 und 200Hz schlicht viel zu viel Energie! Das klingt absolut unmöglich! Die einzige Abhilfe wäre dann ein 12dB-Shelving EQ auf dem Subausgang, um die Subs mit den Tops wieder "auf Linie" zu bringen... mitsamt der dadurch herbei geholten Phasenverschiebung im Subweg...

    Fazit: Ist eine hohe Trennung wirklich praktisch? Hier würde ich gern auch mal die Meinung von Leuten hören, die viel mit kompakten Hornsystemen arbeiten - wie AD-Systems AD24, Audio Zenit Horntop, Seeburg TSE/K2, Limmer Horntop, etc...

  • Fux
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    • 10. August 2006 um 22:52
    • #58

    Hallo,

    Abgesehen davon daß ich von der Bassüberhöhung nichts halte...
    Habe vor 2 Wochen Community RS220 auf Martin F2B gehabt und bei 220Hz getrennt.
    Bass war nicht angehoben. (würde auch sonst, wie schon gesagt, zwischen 100 Hz und der Trennfrequenz viel zu viel Grundton werden)

    Es klang sehr schön transparent und nach unten schön knackig und rund mit schönen PA-Bässen (nicht Tiefbässen). Es war auch nur ein F2B je Seite, also eigentlich viel zu wenig um tief zu können.

    Bei "normaler" Musik fehlte untenrum nichts , dafür kam der Grundton schön warm.
    Wenn ich die RS220 bei 120Hz rum trenne, was ja Community durchaus empfiehlt, dann ist da ein ordentliches Loch zwischen Bass und Top und der grundtonstarke PA-Sound geht völlig baden, von der deutlich geringeren möglichen Lautstärke der RS220 bei der tiefen Trennung gar nicht zu reden.

    Was ich aber auch als Nachteil sehe:
    Bei der Trennung kann man schier das Top nicht fliegen und den Bass am Boden stehen lassen.

    Bei 100Hz getrennt würde ich den unteren Weg eher als Subwoofer sehen denn als Bass. Da kommt ja doch noch erheblich was über 100Hz was man nicht unbedingt als Mittelton betrachten würde...

    Martin trennt im F2 System den Bass ja auch bei 220Hz und das klingt im Zusammenspiel ja wohl nicht gerade schlecht. (auch ohne den doppel 18er Reflex als Sub)

    Viele Grüße,
    Fux

  • AlphaC
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    • 10. August 2006 um 23:06
    • #59

    PS: Eine andere Möglichkeit dem Problem beizukommen wäre eventuell mit einer asymetrischen Frequenzweiche... Tiefpass für die Subs so bei 60Hz mit BW12 und Hochpass für das Top bei 160Hz mit LR12 oder so.... dann müsste man sich aber auf jeden Fall den Phasengang sehr genau anschauen, möglicherweise einen Weg in der Phase verschieben oder gar drehen... und das bei jeder erdenklichen Arrayvariante neu (1Sub/1Top, 2Sub/1Top, etc...). Damit erhielte man im Idealfall zumindest einen flachen Übergang zum Top...

  • unknown_artist
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    2.849
    • 11. August 2006 um 14:13
    • #60

    hmm - ich hab einfach die Trennfrequenzen verschoben(arbeite aber mit BW24).
    sprich Bass bis 100 Hz und Tops dann ab 140.. 150(im Groundstack - aber ich hab auch keine 12dB Bassüberhöhung - sondern a bisi weniger...und wenns mit der phase mal nicht passen sollte - einfach mit dem laptop schnell nen 120Hz sinus draufgeben und dann am controller drehen bis es passt
    Und überhaupt - wozu gibt es einen EQ? Grade bei guten Rockgeschichten o.Ä. brauch man keine massive(1) Basskeule - zumindest bekomm ich den sound dann nicht so wie ich ihn haben möchte...
    und jetzt erst mal *duck* von jemandem der das immer frei Schnautze macht...

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

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