... ich hatte schon vor Jahren mal untersucht, wieviel Schall-Leistung "nach hinten" abgegeben wird.
Stelle einfach eine kleine Box (Freifeld - ggf. auf einer Wiese ...) auf einen Hochständer und messe mal von vorn, von der Seite ... und von hinten. Das Ergebnis ist hochinteressant.
Und diese "Sache" ist auch völlig unabhängig vom jeweiligen Hersteller (... bisher hat kein Anbieter physikalische Gesetzt "außer Kraft" gesetzt ...) und hängt einfach von der Größe (Schallwandabmessungen, Tiefe etc.) der Systeme ab.
Beispiel: Wenn Du einen kleinen 10"/1"-Satelliten (bzw. ein -"Top") hast, dann hat eine solche Kiste auch bei 200 Hz praktisch noch keine Richtwirkung "nach vorn" (und bei tieferen Frequenzen erst recht nicht ...) - d.h.: Wenn das System so abgestimmt wird (oder alternativ equaliziert wird ...), daß die Freifeld-Übertragung bis 110 ... 130 Hz einigermaßen "flat" wäre ("von vorn"), dann wird genausoviel Schall - in diesem F-Bereich - nach hinten abgestrahlt.
Konventionelle Lautsprechersysteme (CB, BR, ...) verhalten sich einfach so, daß sie bei tiefen Frequenzen omnidirektional abstrahlen ... um dann - je nach Größe - mit zunehmender Frequenz stärker zu richten (... übrigens eines der Hauptprobleme in halligen Umgebungen !!!).
Da die nach hinten abgestrahlte Schall-Leistung in kleinen Locations über recht frühe Reflektionen (ggf. hinter der Bühne eine Wand) dann die Zuhörer erreichen, kann - und sollte dann wohl auch - dieser Bereich abgesenkt werden (was auch häufig gemacht wird !).
Eine bessere - und vom jeweiligen Raum unabhängigere ! - Alternative ist dann bei kleineren Systemen die höhere Trennfrequenz, die allerdings je nach eingesetzten Bass-Systemen (oder "Filler") natürlich irgendwo Grenzen hat. Ich mache das so ... und benötige wirklich keinen Summen-EQ.