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Baß mit DI und Mikro - was tun gegen Laufzeitenunterschiede?

  • Wurst Werner
  • 14. März 2005 um 11:20
  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 30. November 2005 um 12:37
    • #21
    Zitat

    Ich glaube, man versteht mich nicht ganz

    Das kann schon sein.
    Kannst Du nicht mal zum besseren Verständniss, was Du da eigentlich hörst, ein Stück Stereo- Wav oder ein Bild davon posten, wo auf den beiden Kanälen die beiden fraglichen Bass-Kanäle liegen?

    Ich theoretisiere zwar auch ganz gern, finde aber keineswegs, dass das Klassenziel erreicht ist. Denn mir genügt nicht, dass es irgendeinen theoretischen Ansatz gibt, der auf ein praktisches Phänomen zu passen scheint.

    Mir ist es besonders wichtig, herauszufinden, welche theoretischen Ansätze praktisch eine Rolle spielen, und welche nicht.
    Das haben wir noch nicht geklärt.

    und das wär schon interessant.

    Bisher haben wir herausgefunden:

    - dass Cubase Mono-Spuren nicht phasenstarren Gleichlauf aufweisen.
    - dass Lautsprecherboxen jenseits ihres linearen Übertragungsbereiches Phasenverschiebungen verursachen
    - dass Filter bei Überschreiten ihrer Grenzfrequenz Phasenverschiebungen verursachen.

    Das ist alles sicher richtig, aber eben nur theoretisches Geschwafel. Wenn ich wissen will, ob und wie ich dagegen ankomme, muss ich wohl einen Tontechniker anrufen, oder wie?

    Wenn wir jetzt mit dem Forscherdrang aufhören, ist die Hälfte wieder damit zufrieden, bei jeder Gelegenheit was zu von "Phasenschweinereien an einer Bassreflexbox" zu schwafeln, statt zum Beispiel seine Anlage an der richtigen Stelle zu stacken. - Ich hasse sowas.

    Grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Wurst Werner
    Profi
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    Beiträge
    4.623
    • 30. November 2005 um 13:45
    • #22

    @Opi: So, wie ich es verstanden habe, ist das "Bass-Problem" in der Praxis nicht lösbar. Grund siehe Volker, oder Sven:

    "Delaye ich eine Spur - so verzögere ich ein gesamtes Frequenzband und nicht nur die Anteile die aufgrund des "Phasefehlers" der Box zeitverzögert abgestrahlt werden."

    Daher kann eine Mischung von Mikrospuren mit DI Spuren oder Samples nie zu 100% Prozent funktionieren. Bei der Bassabnahme nimmt man es jedoch in Kauf, da das Phänomen aufgrund der tiefen Frequenz nur schwer hörbar ist.

    Was ich allerdings aufgeben habe, ist das Mischen von Drum Natursounds mit Sampels. Auch wenn man einen Latenzausgleich für das Sample Plug in (z.B. Drumagog) vornimmt, hört man immer noch eine Art Phasing-Sound, wenn man die Drums "SOLO" hört. Lässt sich das auch mit Gruppenlaufzeit erklären? Ein Lautsprecher ist dabei ja nicht im Signalweg? Oder lieg ich jetzt total falsch?

    Grüße
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 30. November 2005 um 15:17
    • #23

    Was heißt denn 100% funktionieren?

    Natürlich kannst Du zwei Signale nicht 100% zur Deckung bringen, wenn diese nicht gleich sind. Und die Signale von DI und Speaker sind bestimmt nicht gleich, das ist der Grund, warum viele Teks sie beide auf dem Pult haben wollen.

    Jetzt haben wir ohne Ende über Phasenfehler gebrabbelt und vielleicht geht es darum überhaupt nicht.

    Ich möchte wissen: Was ist dein Problem? Was hörst Du da?
    Inzwischen schreibst Du ja schon: es gibt kein Problem . Ach so, na dann...

    Bei Drum-Samples besteht ja wohl ein Hauptproblem in der Triggerung. Da sich alle Schläge unterscheiden, ist es hochwahrscheinlich, dass auch der Triggerimpuls nicht immer mit dem ersten Kontakt zwischen Stick und Schlagfell erzeugt wird. Schon das führt zu minimalem Eiern des Grooves.

    Aber auch da hörst Du ein Phasing.
    Was kann, um Gottes willen, zwischen einem natürlichen Schlagzeug-Geräusch, dass jedesmal anders ausfällt, und einem völlig anderem Drumsample phasen? Gar nix! Weil diese Signale völlig unterschiedlich sind. Da phased nix, das klingt höchstens wie zwei verschiedene Snares, die mehr oder minder gleichzeitig angeschlagen werden.

    Wenn es bei dir auch phased kann ich nur sagen: prüfe grundsätzlich deine Abhörsituation im Digitalsetup.

    Oder wir müssen mal klären, was ein Kammfiltereffekt ist, was phasen ist usw.

    Vorschlag: Phasen klingt wie das Effektgerät Phaser. Dieser erzeugt seinen charakteristischen Klang, indem er zu dem Originalsignal dasselbe geringfügig zeitverzögert hinzuzumischt. Hierbei wird die Verzögerungszeit periodisch verändert (moduliert).
    Im Sprachgebrauch der Beschaller wird der Begriff Phasing auch oft auf Kammfiltereffekte angewendet, die durch feste, also nichtmodulierte Laufzeitunterschiede entstehen.

    Im übrigen möchte ich mal vorsichtig schätzen, dass bei mindestens 75% aller Pop- und Rock-Produktionen Samples zumindest unter der Bass-Drum liegen....und ich hör da nix phasen....

    schöne Grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Wurst Werner
    Profi
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    Beiträge
    4.623
    • 30. November 2005 um 18:14
    • #24

    ...ich seh schon, so kommen wir nicht weiter :(
    Mein Cubase Set up funktioniert tadelos, ich hab da kein Problem. Ich werde in den nächsten Wochen mal zwei, drei Tracks erstellen, dann wird die Sache wohl klarer...

    Grüße
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • TomyN
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    2
    • 30. November 2005 um 18:33
    • #25

    Hi,

    um die Signale 100% übereinander zu bringen, müsste man sie so filtern, dass der Phasengang gleich ist.
    Was mir aber nicht ganz klar ist, ist ob es um feste Kammfilter geht, oder um modulierte (Phasing)?
    Im zweiten Fall könnte ich mir vorstellen, dass einfach die Bewegung der Membran die Laufzeit der Höhen und Mitten moduliert, wodurch evtl. dieser Effekt entstehen könnte.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • bertz
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    Beiträge
    387
    • 30. November 2005 um 20:38
    • #26

    ...lange nachgedacht und zu ähnlichen Theorievermutungen gekommen, wie Ihr.

    ww:

    ein Vorschlag fürs Ausprobieren:
    MIC-Signal mal LowPass bei ca. 300-400Hz und DI-Signal HiPass an genau derselben Stelle.
    Das MIC-Signal so pressen, dass die Attacks eines jeden Tons heftigst platt gemacht werden (also fast limiten).

    Das sollte (so meine Theorie) eine Menge deiner beschriebenen Effekte (phasen oder Kammfilter traut man sich ja nicht zu sagen) eliminieren. Aber da kann ich mich auch täuschen. Wenn die Töne sustainreich sind, kann es weiterhin rum"kämmen-phasen".
    Einfach mal mit der "Trennfrequenz" und DI-Spur-Verrückung rumprobieren.
    Damit sollte man (wenn der Song nicht in alle 12 Tonarten steht) zurechtkommen...

    Gruß,
    Bert

    PS: ist wie gesagt nur ein Gedankenfurz, den ich ausprobieren würde...

    http://www.klanggeschaeft.de

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