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schrittmotor für skybeamer

  • maurice
  • 13. April 2005 um 17:46
  • maurice
    Beiträge
    60
    • 13. April 2005 um 17:46
    • #1

    hi alle zusammen,

    erstmal um was es geht....

    wir haben 2 kw xenonskybeamer in der firma, diese haben jeweils eine externe schwenkeinheit, auf die man die einzelnen köpfe per 28mm zappen draufstellt. die schwenkeinheiten sind leider nur manuell einzustellen. weiter haben sie einen gleichstrommotor drinne.

    nun möchte ich vorerst einen umtunen mit einem schrittmotor, um ihn präzise und per dmx steuern zu können. d.h. alles raus bis auf das getriebe, bzw achse, diese ist mit dem motor per einstellbarem keilriemen verbunden und dann nen netzteil , nen schrittmotor und die dmx platine (dmx 4 all stepperinterface ; 12 v, 600 mA max) rein.

    naja nun bin ich auf der suche nach nem geeignetem motor, leider kenne ich mich mit schrittmotoren nicht so aus.

    vielleicht kann mir ja jemand weiter helfen, was ich für einen benötige.


    der kopf wiegt ca 20-30 kg

    der kopf sollte sich dann relativ schnell bewegen können, wie nen skybeamer eben, einen radius von 270- 360 ° haben, gedienen das ganze bremsen und beschleunigen können, ggf über ein passendes getriebe.

    wichtig, es sollte mit der dmxplatine zu betreiben sein.

    wenn möglich sollte sich das ganze erstmal für die testzwecke um die 100 euro bewegen.

    später soll dann noch eventell der bügel des kopfes steuerbar sein, also in der vertikalen, vielleicht dazu auch noch tipps.


    vielen lieben dank


    greetz maurice


    vielleicht kann mir einer seinen webspace zur verfügung stellen, dann kann ich bilder von allem hochladen.

  • skipper
    Beiträge
    296
    • 14. April 2005 um 00:08
    • #2

    Hallo Maurice,
    du schreibst, daß du dich mit Schrittmotoren nicht so auskennst.

    Hier die Grundlagen:
    Die Bewegung erfolgt dadurch, daß die Wicklungen nacheinander nach einem bestimmten Schema bestromt werden.
    Da nicht alle Wicklungen gleichzeitigt bestromt werden, hat ein Schrittmotor immer ein (viel) größeres Volumen
    als ein Gleichstrommotor gleicher Leistung.
    Belastest du einen Gleichstrommotor, dann dreht er (nur) langsamer.
    Eine Schrittmotor mußt du mit einer Rampenfunktion beschleunigen und bremsen. Ist die Last zu groß,
    in deinem Fall das Drehmoment beim Bewegen von 20 - 30kg, dann bleibt der Motor schlagartig stehen.
    Das durch die Wicklungen erzeugt Feld "kreist dabei munter weiter", der Rotor jedoch steht.
    Fatal wird's, wenn nur eine Steuerung und keine Regelung benutzt wird (Positionsrückmeldung), denn dann
    hilft nur ein Neustart um die Ausgangsposition zu finden.

    Ich hoffe, ich habe mich so ausgedrückt, daß du die Problematik der Schrittmotoren erkennst.
    Industriestandard bei Anwendungen mit großer Beschleunigung, hohen Geschwindigkeiten und großem
    Drehmoment sind Servoantriebe mit Gleichstrommotoren.

    Achja: Bei Schrittmotoren nimmt mit steigender Drehzahl das Drehmoment ab. Einfach gesagt:
    Je schneller, desto weniger Kraft.
    Und: Da der Lichtstrahl ja einige Meter weit reicht, wird man die unruhige Bewegung durch die einzelnen
    Schritte sicher erkennen können.
    Zum Schluß: Um 20 - 30kg schnell zu bewegen, brauchst du richtig viel Power, mehr als das Budget erlaubt.

    Sorry for the bad news :cry:

    Wenn du mehr Infos möchtest --> PN, dann telefonieren wir mal (ich hasse dieses Getippe :D )

    Tommy

    navigare vivere est

  • TBF
    Beiträge
    1.785
    • 14. April 2005 um 01:02
    • #3
    Zitat von "maurice"

    ....nen schrittmotor und die dmx platine (dmx 4 all stepperinterface ; 12 v, 600 mA max) rein.

    ....


    *GGGGröhl mit dem Bonsai platinchen (hat das überhaupt microstepping?) kannste evtl. nen PAR kannen schwenker bauen wenn raylights drin verbaut sind...

    fernerist eseineschlechte idee XBO's in der nicht einbauposition zu betreiben (fürht aber zu weit vom thema weg)

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 14. April 2005 um 01:35
    • #4

    Schön, dass man hier noch manchmal richtig was zu lachen hat :D

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 14. April 2005 um 02:35
    • #5

    Also ich würd an deiner stelle den DC Motor drin lassen und stattdessen zusätzlich nen Inkrementalgeber einbauen. Motor mit Richtungsrelais + Leistungstransistor für PWM und alles + DMX Eingang an nen kleinen Controller. Software dafür ist vermutlich nicht ganz trivial, zumindest wenn der Motor je nach mechanischer Konstruktion eine konstante Kraft aufbringen mus um die Position zu halten oder Überschwingen vermieden werden soll.
    Geht natürlich nur, wenn du dich in dem Bereich ein wenig auskennst :)

    http://www.digital-enlightenment.de/
    USB DMX Interface, Mediensteuerung, Demultiplexer, Multiplexer, Dimmer, Relaisboard, Art-Net

  • Henne
    Beiträge
    1.580
    • 14. April 2005 um 09:08
    • #6

    Ich wollte Maurice jetzt auch nicht den Spaß nehmen, aber MichaelD hat vollkommen Recht:
    Ein schöner Getriebe-DCMotor und da ruckelt schon mal nix.
    Für Positionsfeedback fallen mir 2Varianten ein:

    -Lochscheibe und Gabellichtschranke (bei jedem Loch wird inkrementiert / dekrementiert)

    - 2Anschläge die die Endpositionen melden. Dazwischen wird über die Laufzeit u. Geschwindigkeit des Motors die Position geschätzt.

    EDIT:
    dritte Möglichkeit (<360°): Ein Poti an der Achse befestigt meldet die Position.

    Für den DMX-Controller habe ich vorgestern grade die Platinen bekommen. Falls du also Interesse hast...
    Bei dem Programm kann ich Dir ja etwas unter die Arme greifen - eine Fertiglösung gibt es hier nicht.

    Hendrik

    Henne's Sites

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 14. April 2005 um 15:48
    • #7

    Hi,

    also die zwei Anschläge kann man denk ich auch einsparen, wenn man das Teil beim Einschalten einfach langsam so lange in eine Richtung dreht, bis sich nix mehr an den inkrementalgebern bewegt und dann den positionszähler resettet. Wenn sie einfach anzubringen sind isses aber natürlich auch nicht schlimm, wenn sie da sind. :)
    Wenn die Position einmal absoult an einem Anschlag bestimmt ist und der Inkrementalgeber richtig implementiert ist (D.h. Auswertung schnell genug, kein Prellen), verzählt der sich nicht. Wenn die Positioniergenauigkeit sehr gut sein muss, darf auch ein Getriebe dazwischen kein Spiel haben. Wir haben in der Uni n Projekt mit nem automatischen Fensterheber gemacht, da is auch so ein Geber für die Position drin, das funktioniert einwandfrei.
    Nen Poti würd ich nicht nehmen, da ist man im Winkel eingeschränkt und die Auflösung ist viel schlechter und nicht linear. Ausserdem kann man bei so nem Ink. Geber viel einfacher die Geschwindigkeit bestimmen.

    Aber für eine sehr gute Bewegungseigenschaft solltet ihr den Aufwand in der Software nicht unterschätzen. Die muss nämlich die Mechanik erst mal kennenlernen um die richtige "Energiekurve" auf den Motor geben zu können, so dass er bei allen Positionsabständen und eingestellten Fahrtgeschwindigkeiten ohne Überschwingen da ankommt.

    http://www.digital-enlightenment.de/
    USB DMX Interface, Mediensteuerung, Demultiplexer, Multiplexer, Dimmer, Relaisboard, Art-Net

  • Henne
    Beiträge
    1.580
    • 14. April 2005 um 16:18
    • #8

    Bei einem dicken Getriebe macht mir eher das von Dir angesprochene Spiel Sorgen als eine Umdrehung des Motors mehr...

    Abgesehen davon lief es bis jetzt manuell mit Feststellschrauben. Nach meiner Erfahrung ist beim Anknallen der Bremsen die gewollte Position sowieso schon wieder etwas daneben (Verfolger...) SO schlecht kann ein Getriebemotor gar nicht sein :shock:

    ein Rampen wäre aber auch kein Thema...

    Hendrik

    Henne's Sites

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 14. April 2005 um 17:41
    • #9

    steppermotoren für das kaliber kosten richtig kohle, das würde ich wohl eher nicht machen. Wenn doch, die kleinsten kräftigen Vertreter dieser Art sind Hohlachsenservos für Industrieroboter, zu beziehen über ebay und keinesfalls neue (zu teuer) ich finde ebenso den Vorschlag bei normalem Antrieb zu bleiben besser.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Henne
    Beiträge
    1.580
    • 14. April 2005 um 17:49
    • #10

    Der Maurice ist scheinbar sowieso weg...

    hendrik

    Henne's Sites

  • maurice
    Beiträge
    60
    • 14. April 2005 um 22:02
    • #11

    hi vielen dank für alle antworten, hab heute von nem kollegen was ausgedrucktes in die hand gedrückt bekommen, is nen fetter motor, 11 kg, hat nen drehmoment von 29 nm was ja schon ganz gut ist, naja mal schauen.

    hab heute nochmal gekuckt, hab mich leider noch nich so mit beschäftigen können weil viel los ist, hab das gehäuse mal von der anderen seite aufgeschraubt, is schon ne edele elektornik drin, hab ich total unterschätzt, also nur vom feinsten, muss jetzt mal kucken wie ich das handle, vielleicht mit nem servointerface oder so, ich muss mich nochmal stärker mit befassen, ansonsten werd ich nen motor mit fertiger ansteuerung bei ebay ersteigern und die ansteuerung per dmx to pc interface steuern.


    mal experimentieren, das is ja bekanntlich am schönsten und der beste lerneffekt.

    auf eure weiteren ratschläge freue ich mich


    viele grüße aus frankfurt


    greetz maurice

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