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  4. Selbstbau und Reparatur Technik

Crown CSL 1400 - Kanal hat sich verabschiedet

  • kongoman
  • 14. April 2005 um 20:12
  • kongoman
    Beiträge
    13
    • 14. April 2005 um 20:12
    • #1

    hallo alle zusammen,
    habe heute meine 1400er wieder mal in betrieb genommen. nach 5 minuten fiel der kanal 1 aus.
    gleich darauf blitzte es, und ich roch nur noch halbleitermaterial :cry:
    hab die endstufe geöffnet und mir fiel sofort ein optisch defekter transistor auf.

    hat jemand zur fehlersuche einen schaltplan der endstufe rumliegen?

    danke im vorraus
    kongo

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 14. April 2005 um 21:09
    • #2

    frag bitte mal TBF, der hat das am ehesten

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • TBF
    Beiträge
    1.785
    • 14. April 2005 um 21:58
    • #3

    ohne Dir zu nahe treten wollen oder "beleidigen" folgender Rat:
    gehe zu ebay,setzefolgenden text rein:
    "Crown Amp ultra amtlich defekt no dynacord wenn noch platz ist typenbezeichnung (inder beschreigung geht plötzlich nicht mehr, bekanntermeint transistor defekt -> für bastler) Du wirst genügend geld ernten um dir einen amtlichen Amp ala LDPA 1000 neu zu kaufen
    Gründe:
    Crwon Wegwerftech und auch die noch billigeren "einwegtech" serien sind Reaktoren, nicht nur durch die schlechte Wärmekapazität /hitzehaushalt sondern auch wenn die Kettenreaktion in Gang gesetzt wirdin 99% der Fälle der superGau eintritt imfalle macrotech kanns schon malseindassmanso andie 50++ halbleiterersetzen muss plus Platine (beieinemProf.Gerät wie Crown *G* selbstredend Pappendeckel) nach flicken. die neueren sind wenigstens aus echtem epoxy - die schaltung ist fast immer gleich (Fachmänner vor die auch mal die billigst crowns offen hatten) nämlich grounded Bridge füroptimales ausnuckelndes "Sparnetzteils" erkennbar auch daran das der Lüfter gleichzeitig Trafo für die Vor /Odep etc. stufen ist. da klemmts meistens wenn lüfter überdreht /verdreckt ist geht die stufe hoch und reisst den rest mit da das ganze zusammen hängend als Brückenschaltung ausgeführt ist zieht das nat. die doppelte anzahl mit . ferner reagiert jede Crown äusserst allergisch auf Brückenmode Schalter während des betriebes umzulegen da könnengleichmal 50++ Transistoren in eimer gehen (bitte nicht!!! nach machen).
    wenn Du 100% fitt in elektronik bist, Vorschlag hammer weit entfernt sind dann kannst Du versuchen die Stufe wieder flott zu bekommen, ich warne Dich der versuch mit dem hammeralles zu zertrümmern ist hoch:) Ah ja du benötigst auch einen guten Draht zu orig. Bauteilen (Reichelt ist die falsche Quelle)

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

  • rockline
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    4.440
    • 14. April 2005 um 22:29
    • #4

    Als ich noch jung und ehrgeizig war habe ich einige Amcorn Macrotech 2401 und 3000 repariert. Die Fehler waren immer dieselben, die Sache mit dem Lüftertrafo (wie TBF richtig erwähnte) war auch nie ohne!

    Bei den seinerzeit schwer angesagten und ausgesprochen teuren Macrotechstufen lohnte sich die sehr aufwändige Reparatur immer. Obwohl wirklich etliche Transistoren auf der Leistungsplatine, als auch in der hinten sitzenden Kleinsignalplatine in die Wicken gingen! Reparatur ist nur mit Originalersatzteilen im Leistungsteil möglich, ebenso benötigt man die zahlreichen Dioden in der Ausgangsstufe neu. Die 4 Treiber sind ebenfalls hinüber - alles Motorola Bauteile. Die Endtransistoren sind von Crown umgelabelt, im Original ist das MJ15024 und 15025 (bin nicht ganz sicher ohne in der Werkstatt nachzusehen)!

    Zur XL1400: das lohnt sich nicht. Wenn Du schon rein optisch einen defekten Transistor bemerkt hast ist die Sache gründlich durch! Wie oben schon gesagt ein typischer Fehler! Im Service würde die Reparatur gute 250 - 350.- kosten - eine Investition, bei der der andere Kanal ja auch nicht neuer wird!
    Kurzum; weg damit! Speziell bei der auf gleicher Technologie wie die Macroserie basierenden XL Reihe sprengt das jeden Kostenrahmen. Und bitte lege nicht das viele Geld für die Ersatzteile hin, und beim Einschalten fliegt Dir alles wieder in die Luft! Diese Schaltungen sind eine ausgesprochen komplizierte Geschichte, ohne Erfahrung und Routine im Umgang derartiger Servicegeschichten kann ich die Instandsetzung nicht empfehlen.
    Service an solchen Crown machen wir nicht mehr, ist selbst bei älteren Macrotech nicht mehr empfehlenswert, da meist zu alt und ausgelutscht!
    Stefan

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 14. April 2005 um 23:14
    • #5

    Stefan du bist demnach amtliche Werkstatt dafür, dann weiß ich ja wen ich besuchen muß wenn eine von meinen MA5002 mal Bauchweh bekommt 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • mirkot
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    • 15. April 2005 um 01:44
    • #6

    Habe ein paar Links mit Service Manual und Schaltplan für dich, das Material gibt es bei Crown zum Download:

    Service Manual:
    http://www.crownaudio.com/pdf/amps/pb3sm.pdf

    Schaltbild1:
    http://www.crownaudio.com/pdf/amps/pb3-1400csl.pdf

    Schaltbild2:
    http://www.crownaudio.com/pdf/amps/pb3-1400csl-j0659-3_d.pdf

    Das Manual für die CSL-Serie:
    http://www.crownaudio.com/pdf/amps/125168.pdf

    Manual CSL 1400:
    http://www.crownaudio.com/pdf/amps/128195.pdf


    Hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

    Was Ersatzteile betrifft: Die Preise bei Crown sind echt happig, und viele Teile kann man auf dem freien Markt wirklich kaum auftreiben.

    Besitzer einer 10-kanaligen DMX-Kaffeemaschine mit stufenloser RGB-Farbmischung und Remote-Brühvorgangsauslösung.

  • TBF
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    • 15. April 2005 um 02:14
    • #7

    wie rockline - der äusserst erfahren und kompetent ist - undichsagte - entsorge die Crown - das lohnt sich nicht! es ist alles im Eimer - wie bei Crown typisch und wenn du ein defektes bauteil vergisst startet die kettenreaktion von vorne.
    Es ist leider so :(
    wieso Crown sich angesichts der extrem minderwertigen verarbeitung überhaupt verkauft hat kann nur durch "äusserst fähige kaufleute" erklärt werden. Insbesondere die "billigserien" haben überhaupt keinerlei Existenzberechtigung.
    bei den"großen" Macrotech sehe ich überhaupt keinen Grund diese zu verwenden (ausser sie liegen rum, dann mache ich das auch, auch wenn sie das meist nicht überleben) eingebauter Verzerrer damit "dick" klingt (kann mit billig Gitarrenverzerrer und billigem Amp simuliert werden) schaltungstechnik die immer einen totalschaden bewirkt usw.... nurdas gehäuse finde ich äusserst gelungen.
    Der treppen witz überhaupt war die 3600 Vz *G* Pappendeckelplatine mit heiskleber aufgepappte lochraster platine mit "nachrüst Class H" amgeruch konnte man sie erkennen...
    2401 geht für hochton betrieb im schongang gerade noch so, bloss unbedingt lüfter sauber halten ansonsten totalschaden die 5k Serie ist halbwegs ernst gemeint gewesen, total überteuert für die leistung und auch mit eingebautem verzerrer aber siehat grundlegende rudimentäre funktionsweise gezeigt - zeitgemäss ist sie auch nicht eine Yorkville, camco DL etc. kann das zu geringerem Preis erheblich besser und zuverlässiger.

    Wieso dann die Billigserien überhaupt noch verkauft wurden entzieht sich meiner kenntnis ... sie sindaberin ebay gut an bastler abzusetzen die die dann nach verzweifelten versuchen als defekt weiter verkaufen, ab und an landet auch ne 2401 oder 3600vz bei mir, mit frage nach hilfe was ich bei entsprechender belehrung und belohnung auch mache, nur lohnen tut sich das meiner meinung nach nicht.

    Deshlab der wirklichernst gemeinte Rat Crown als defekt verkaufen vom erlös LDPA1000 erwerben

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

  • manuela
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    9.103
    • 15. April 2005 um 06:40
    • #8

    ich konnte mir die großen LAB 6400 nicht leisten, die sind ja noch teurer. Alles andere was ich anhabe ist von LAB-Gruppen. Gestorben ist bislang noch keine davon, klingt aucch recht schön.

    Das mit dem Verzerrer stimmt tatsächlich, die MA5000 und 5002 liefern einen deutlich hörbaren und auch nachweisbaren K2, K3. Das ist wirklich eine Verzerrung, sie klingt aber nicht unbedingt "schlecht" 8)

    eine Begutachtung ergab übrigends schönes Epoxidharz, hab da kein Pertinax drin gesehn ?? evtl. haben die kleinen welches und die großen nicht.

    Wenn ich es mir leisten kann möchte ich die großen Bass-Endstufen auch von LAB haben, sie gefallen mir mit am besten.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • rockline
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    4.440
    • 15. April 2005 um 13:07
    • #9

    Ich will mal nicht so sein und veröffentliche hier mal was meistens so in den Macrotechs kapputt ging:

    Endtransitoren +Ub waren 6 Stück D6729 entspricht Motorola MJ15024 (NPN)
    " -Ub waren 6 Stück C7065 = MJ 15025 (PNP)

    Treiber 2 Stück C2527 für +Ub = MJE15028
    Treiber 2 Stück A1077 für -Ub = MJE15029

    alle Emiterwiderstände 0,22/5W erneuern,
    die beiden 2,7Ohm/1W und 5,6Ohm/0,5W, sowie R136/138 jeweils 6k8 und den R147 200Ohm/0,5W tauschen!
    Alle Biasdioden D301 bis D312 auswechseln, 1N4007 kann verwendet werden!
    Außerdem auf Q101 und Q102 im Servoboard achten, sind MPSA93/94 - denen fliegt meist der Hut weg.

    Nach sorgfältigster Arbeit einschließlich Entfernung der verkohlten Platinenreste kann die Stufe am Regeltrafo hochgedreht werden! Stromaufnahme bei der Macro 2400 beträgt bei 230V gut 1,5A!

    Das Geschriebene gilt grundsätzlich erst mal nur für Macrotech Serie 2400. Bei der 3600 war das alles etwas anders, die 5000er kenne ich nicht aus der Werkstatt.
    Die XL Serie ist sehr ähnlich der 2400er - aber mit anderer ODEP Schaltung. Ich bin auch nicht wirklich sicher, ob das für die 2400 geltende auch bei der XL tatsächlich zutrifft. Ich hatte zweimal eine XL auf dem Tisch, einmal war eine Reparatur absolut unmöglich - so verbrannt war die! Bei der anderen konnte ich mit der Macrotech Reparaturerfahrung problemlos arbeiten.
    Sogar die groben Flachbandkabel werden mitunter von den ausbrennenden TO3 Kappen weggeschmolzen - so hart ist das Feuerwerk :D

    @all (&Manuela): bittet fragt mich nicht nach Servicearbeiten an Amcron Geräten. Ich mache das nicht mehr - es lohnt sich definitiv kaum. Bei der 5000er ist das sicherlich was anderes - aber von der Kiste habe ich wirklich keine Erfahrungen!
    Gute Stufen in meinen Augen sind tasächlich die kanadischen Yorkville, die wir hordenweise beschäftigen. Aber auch LAB geniesst großes Ansehen bei mir!
    Weiterhin gibt es doch inzwischen viele sehr ansprechend gemachte Stufen in PWM Technologie, die wirklich den Trend der Zukunft weisen!

    Viele Erfolg beim Basteln.......(und vorsicht mit den Augen beim Einschalten 8) ......
    Stefan

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 15. April 2005 um 18:50
    • #10

    LAB ist eine Familie die glücklichmacht. ich hab von denen auch einiges. Nur die Preise sind ein Grund zum heulen :roll:

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DJheini 16. Februar 2021 um 09:46

    Hat das Thema aus dem Forum Boxen und Amps nach Selbstbau und Reparatur Technik verschoben.

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