Gibt es wirklich Unterschiede zwischen billigen und teuren Comprssoren. Wenn ja welche und wo beginnt es preislich mit brauchbaren Dingern?
Unterschied Compressor
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Der günstigste brauchbare Stereo-Comp der mir bekannt ist, ist der DBX 166A/XL. Wenns auch mehr Kanäle sein dürfen, soll der ALTO CLE8.0 ziemlich gut sein - der ist dadurch, dass es gleich 8 vollwertige Comps sind, natürlich ziemlich günstig, aber er soll laut Rockline ziemlich hochwertig sein.
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der Unterschied liegt im Detail, billige Kompressoren sind grundsätzlich digitale und haben nicht sehr ausgereifte Algorhytmen, sie klingen eben sehr "komprimiert". Hochwertige Kompressoren setzen verschiedene Techniken ein um genau das zu vermeiden. Dazu gehört u.a. den Tonbereich mit einer Mehrwegeweiche in Teilbänder zu zerlegen und diese getrennt zu komprimieren, anschließend wieder zu mixen, bis hin zu sog. optical Kompressoren die nicht direktgekoppelt abregeln sondern über lichtempfindliche Widerstände die mit einer Led beleuchtet werden. Die besonderen Trägheitseigenschaften dieser widerstände machen sie für die Aufgabe so einmalig interessant, sie vermeiden ebenso das gefürchtete "pumpen" der Kompression. Desweiteren haben wertige Kompressoren hohe Dynamik.
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kannst auch was empfehlen
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wenn das gut & günstig sein darf bist du mit dbX wirklich toll beraten, siehe oben !
Es kommt aber immerauf den Anwendungsfall an, was hat man genau vor.
Auch die anderen Hersteller haben teil wunderbare Geräte, und jeder Anwender findet an "seinem" etwas besonderes. Es ist eben auch etwas individuell.
Ob man nun einen Kanal mit Instrument komprimieren will, oder eine Voice, für alles gibts das Idealgerät.
Ich verwende auch am liebsten dbX Geräte, 1066.
Und im Vocal, wenns richtig schillern muß,
einen Urei 1178 oder STC8 (Crane Ltd)Manu
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Mit Mehrbandkompressoren erhält man aber wieder andere Schweinereien, z.b. Phasenprobleme u.ä., kann gut funktionieren muß aber nicht. Noch immer mein Liebling ist der Dynamaxx von SPL.
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wieso solldas phasenprobs machen? der ändert nur die pegel der bänder, somit ein intelligenter EQ in etwa. Ich glaube das NICHT. Und SPL ist schon gehobene Klasse. Dem stimm ich gerne zu

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Unterschiede zwischen billigen und teuren Compressoren:
Z.B. bei VCA-Compressoren setzen die Billighersteller VCAs mit deutlich höheren Klirrfaktoren und auch größeren Serien-Streuungen ein, als die "Edelhersteller": Die neuesten THAT-VCAs (218*; die werkeln auch in den ganzen SPL-Dynamics) gibts in drei "Qualitätssortierungen", die beste erreicht typische Klirrwerte von (Herstellerangabe) 0,005% - für die, die auf saubere Kompression stehen
.
Weiteres Thema sind die Operationsverstärker: Die oft in günstigeren Geräten verwendeten 455* haben nun mal deutlich schlechtere Werte als z.B. der gute alte NE 553*, und selbst dessen Qualität lässt sich noch deutlich übertreffen. Das Ganze ist auf alle weiteren Bauteilgruppen übertragbar - und in der Summe kann man das dann sehr wohl hören. Dass letztlich das Schaltungsdesign eine entscheidende Rolle spielt, dürfte einleuchtend sein - und richtig gute Schaltungsdesigner kosten halt.Weiterhin gibts, wie Manuela schon angeführt hat, sehr deutliche klangliche Unterschiede zwischen verschiedenen KompressionsPRINZIPIEN. Eine mit einem Urei 1176 (FET-Limiter) komprimierte Bassdrum kriege ich SO mit keinem VCA-Comp hin; die OPTOs, die ich kenne, klingen auch recht "eigenständig".
Für die saubere und durchaus gehobene Dynamikbearbeitung sind die genannten Geräte (DBX 1(0)66 oder SPL Dynamaxx) völlig in Ordnung; allerdings lässt sich mittels Kompression auch deutlich "Sound machen", und das ist dann manchmal zu Recht etwas teurer.
Gruß vom Toff -
Zitat von "Manuela"
billige Kompressoren sind grundsätzlich digitale und haben nicht sehr ausgereifte Algorhytmen
Ach, tatsächlich? :roll:
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yep, seh ich so. Analoggeräte sind idR erheblich teurer als Behringer-Klopse

Toff: Klirrfaktor in Ehren aber wer hört bitte einen Unterschied zwischen 0,5 und 0,05% ? Ich denke bei einem Hörtest gäb es ein lustiges Durcheinander. Und das gute alte 5534A ist imho immernoch eine gute Wahl in allen Linegeräten. Nur bei den FETs muß man jetzt aufpassen da sind seltsame Produkte im Umlauf. der alte BC264 ist noch einer aus der Garde die man bedenkenlos einlöten kann, bei anderen bin ich mir nichtmehr sicher

Vergessen aber auchnoch da sind selbstgebaute Kompressoren mit 2xE81CC , zB von Manuela Murks-Technik, die sind auch was besonderes. Leider etwas teuer wegen der Jensen-Übertrager. -
Zitat von "Manuela"
yep, seh ich so. Analoggeräte sind idR erheblich teurer als Behringer-Klopse

Schauen wir uns die Geräte von Behringer doch mal an:
http://www.thomann.de/behringer_mdx_…l_prodinfo.html
Ist das analog oder digital?
http://www.thomann.de/behringer_mdx_…l_prodinfo.html
Wie sieht es damit aus?
http://www.thomann.de/behringer_t195…r_prodinfo.html
Oder damit?
http://www.thomann.de/behringer_mdx4…l_prodinfo.html
Und noch mal einer...
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ADMIN hat Recht, Behringer bietet analoge Geräte an, mein Fehler !
Ich geb zu noch keins von denen aufgemacht und reingeschaut zu haben da Geräte der Fa. Behringer in meinem Bestand nicht zulässig (verboten) sind.
Aber er hat Recht, da ist die Rede von THAT-VCAs, das sind zweifelsohne vorzügliche Analogverstärkerbausteine. Ich stelle also richtig: Behringerkompressoren sind Analoggeräte, somit ist es durchaus möglich daß es sich dabei um recht gutes Material handelt daß abgesehen vom geschäftsschädigenden Herstellername durchaus gute Eigenschaften vorweisen könnte.
mir sind lediglich 2 chinesische Geräte bekannt deren Innenleben aus ein par Chips und einem Quarz besteht, dieser Sorte galt auch der Vorwurf ! -
Zitat von "Manuela"
wieso solldas phasenprobs machen? der ändert nur die pegel der bänder, somit ein intelligenter EQ in etwa. Ich glaube das NICHT. Und SPL ist schon gehobene Klasse. Dem stimm ich gerne zu

Zufällig hab ich das mit den Phasenprobs grad erst vor ein paar Tagen im SPL Manual des Dynamaxx gelesen

Ich zitiere:
1. Es ist bekannt, daß die Multiband-Technik klanglich einen
entscheidenden Nachteil aufweist, dessen Bedeutung erst jetzt
richtig eingeschätzt wird: Da das Signal in mehrere Bände aufgesplittet
wird, muß es nach der Bearbeitung auch wieder zu einem
Signal zusammengesetzt werden. In dem dafür verantwortlichen
Summierverstärker entstehen Phasenverschiebungen, da die
unterschiedlichen Bearbeitungen in den einzelnen Bänden zu
unterschiedlichen Phasenlaufzeiten führt. Das Ergebnis ist ein
inkohärentes Signal, das in hörbarem Maße klangliche
Färbungen aufweist.http://www.soundperformancelab.de/pdf/OM_D/9735_OM_D.pdf auf Seite 8
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Konstruktionsfehler.
Jeder Bastler kennt das vom guten alten Sinusgenerator (genannt "Phasenschieber" ! ). Wo ist also das Problem ? Selbstverständlich muß man dem Bandfilter (mid) und dem Passfilter (lo) eine CRCR Kombination nachsetzen die das ausgleicht, dabei sind die C so hoch zu wählen daß sie nicht als Tiefpass ins Gewicht fallen, sie bewirken aber die gleiche Phasendrehung wie das CR oder RC Filter der Weiche. Wenn SPL das gespart hat, sorry !
Im ganzen entsteht eine Phasensauerei von einer, maximal 2 Amplituden, jedoch nicht gemischt sondern als Verzögerung Eingang/Ausgang.Übrigends verursacht auch jedes Insertgerät ein Signaldelay über das kein Toni sich Gedanken macht, das wird auch alles gnadenlos mit dem Ursprungssignal gemischt ohne mal mit dem Oszi zu schauen wie weit er schupst.
In der Zukunft werden noch sehr viele Delays auftauchen die diese dinge ausbessern sollen, alternativ bleibt alles wie es ist, klingt ja auch so schon wunderschön was wir machen.Die Konstruktion von Multibandkompressoren ist allerdings ein Thema womit man spielend ein buch füllen könnte, das paßt hier nicht rein

Und die geringfügige klangliche Veränderung die solch ein Gerät bewirkt wird immer das Auswahlkriterium für den Kauf sein, es wird für dies und jenes immer das "bestgeeignete" geben und unsere Sammlerleidenschaft ist den Herstellern sehr sehr recht (das bringt Kohle). Prinzipiell hast du bereits im 3- bzw 4 Band EQ der Konsole diesen Effekt vorliegen. Das wär auch der ideale Ansetzpunkt zum komprimieren. -
Zitat von "Manuela"
Wenn SPL das gespart hat, sorry !
SPL hat da nicht gespart, die machen es ganz anders. Im Handbuch wird nur kurz auf die verschiedenen Compressionsarten eingegangen und das hab ich zufällig gelesen

Ansonsten hab ich bei meinem TripleC auch noch keine großartige Klangveränderung gehört. Wenn überhaupt hab ich mal ein paar Nuancen wahrgenommen (eingebildet?!), aber habs auch nicht ausführlich getestet. Und bei der Standard-Rock-VA wird das wohl eh nicht auffallen, was da nun wie arbeitet.
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Zitat von "Manuela"
Ich verwende auch am liebsten dbX Geräte, 1066.
Und im Vocal, wenns richtig schillern muß,
einen Urei 1178 oder STC8 (Crane Ltd)Manu
Hallo Manuela,
wie sind deine Erfahrungen mit dem Crane im Livebetrieb?
Hast Du den STC schon mal im Vergleich zum Focusrite RED3 gehört und benutzt?Ich nehme nicht an das Du das Gerät im Standardsiderack benutzt?
Setzt Du das Gerät selber ein wenn Du am Pult stehst oder wie handhabst Du das?
Was hat Dich bewogen soviel Geld für solch ein Gerät für den Liveeinsatz auszugeben, zumal der reelle Bedarf wohl nur bei ein paar wenigen Firmen in diesem Land besteht? -
STC8 ist ein Kompressor der dazu fähig ist dünne Frauen-Stimmen präsenter zu machen, er macht sie wunderschön und analogwarm, bringt sie dabei auf Pegel ohne die Höhen zu beschneiden. Dazu kann man ihn Live verwenden, zusammen mit einem sehr headroomfähigen Pre-Amp und einem e945. Ins Siderack gehört er nicht.
Ansonsten gehört der ins Studio, alle Möglichkeiten aufzuzählen wäre hier unangebracht. Das Gerät ist mehr als ein Kompressor, es verändert.