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Mal wieder: Horn vs. BR

  • AlphaC
  • 4. Mai 2005 um 04:34
  • AlphaC
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    • 4. Mai 2005 um 04:34
    • #1

    Sorry Leute,

    aber irgendwie bin ich scheinbar zu blöd... ich check das einfach nicht, wo jetzt bitte der Pegelvorsprung von Hörnern gegenüber Resonatorkisten sein soll.......?!

    Ich hab mir mal die letzten Ausgaben eines bekannten Fachblattes rausgesucht und die Messergebnisse verglichen. Da erreicht die Föön E24SE einen (geradegebügelten) Wirkungsgrad von ziemlich genau 100dB bei 1W in 1m. Hmm. Prima. Ein ausgewachsener 2x18er BR (z.B. Outline Topsub, AD-Systems B218) erreicht im Mittel 99dB bei 1W. Das Ganze als BP (z.B. K&F B10, Concert Audio ESX) erreicht schon die 100dB bei 1W. Wirkungsgradvorteil gleich NULL.

    Schaut man sich jetzt aber die SPLmax-Messungen an, welche den erreichbaren Pegel bei vorgegebenen maximal zulässigen Verzerrungen wiedergeben, wird einem komisch zu Mute:
    - Der Föön E24SE Hornbass erreicht die 10% THD-Marke schon bei 130dB - also bei einer zugeführen Leistung von "nur" 1kW!!!
    - Der Outline Topsub generiert bei 10% THD stattliche 136dB - was bedeutet, dass er die zugeführten 4kW voll und verzerrungsarm in nutzbaren Pegel umsetzt!!!
    - Die K&F B10 erreicht bei 10% THD sogar 138dB - und ist somit ebenfalls in der Lage die zugeführten 4kW voll in Nutzschall zu wandeln...

    Die Bassreflex-Kisten sind somit so wirkungsvoll wie zwei (!) 2x12er Hornbässe?????????? Warum nur hängt das so hoch gelobte Horn derart hinterher? Produziert das Horn einfach zu viele Verzerrungen (die dann gerne positiv als "knackiger Sound" beschrieben werden)????

    Das Argument, dass man Hörner ja stackt, und somit der Wirkungsgrad unten herum nochmals anstiege... dieses Argument zählt für Resonatorkisten AUCH! Die Messung mit zwei B10 belegt, dass auch hier glatte +6dB Zugewinn erziehlt werden - genau so wie es bei einer Hornbox ist. Wo liegt jetzt also der Hase im Pfeffer? Ich versteh's einfach nicht! Wie es mir erscheint, ist das einzige Argument fürs Horn der Klang - Pegelvorteile sind keine erkennbar... eher Nachteile...

    Helft mir mal...!

    beste Grüße,
    Alex

    PS: Nur zur Gedankenstütze... Hersteller von Horn-Subs geben gerne den Halbraumwirkungsgrad an, der dann 105...106dB beträgt. Ein BR, der im Vollraum 99...100dB erreicht hat somit DEN SELBEN Wirkungsgrad! Werden Hörner auf Vollraumbedingungen zurückgereichnet, bleiben dort auch "nur" 99...100dB übrig - und da oft nur ein Treiber in der Box sitzt ist auch die Belastbarkeit nur halb so groß, womit der SPLmax schon mal rein rechnerisch 3dB niedriger ausfällt als bei einer Reso-Kiste...

  • text&ton
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    • 4. Mai 2005 um 08:18
    • #2

    Die von Dir zitierten Maximalpegelmessungen verwenden als Anregungssignal relativ lange Bursts, welche es Resonatorprodukten erlauben, sich einzuschwingen.

    Die Frage ist nun:
    Gelten diese Werte auch für kurze Impulse (z.B. Musik)?
    Oder könnten da antriebsstarke 12er (!) gegenüber den schwermembranigen 18ern im Vorteil sein?

    Geschrieben und gefragt von jemandem, der gerade seine 18er ver- und EAW-Hörner gekauft hat.

  • Holger
    Profi
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    • 4. Mai 2005 um 09:26
    • #3

    Um verschiedene Lautsprecher und Lautsprechertypen
    miteinander zu Vergleichen, sollte mann sich nicht Stur
    auf die PP Meßschriebe stützen. Im PP ist offensichtlich
    unter verschiedenen Bedingungen gemessen worden, also
    ein direkter Vergleich ist hier nicht immer möglich.
    Die Maximalpegelmessung vom Outline und dem Föön
    ist nicht ohne viel Fantasie und Interpretation miteinander
    Vergleichbar.

    Die vomEAW SB750 zum Föön schon eher.

    Soweit ich das in Erinnerung habe waren beim B10 die 138? dB in einem Bereich wo das Topteil noch positiv in die Pegelmessung mit einging.

    @ text&ton
    dein Wechsel zu EAW Hörnern, widerlegt ja in gewisserweise
    schon mal ein bisschen die richtigkeit von AlphaC´s Annahme.

    Von einem der nun teilweise von 18er Reflexen auf 18er AG Audiopro Hörner umsteigt. ( Mit starkem Antrieb, 20kg Treiber)

  • flyingbeats
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    • 4. Mai 2005 um 09:35
    • #4

    Ich habe auch nur noch für 1Top/1Bass pro Seite Geschichten Br im Einsatz, weils halt kompakt ist. Für größere Sachen ab 2 Bässen pro Seite laufen bei mir 18er Hörner und das ist schon ein Unterschied zu Br. Klar sind 18er Hörner deultich voluminöser als 18er Br, aber dafür wird man mit einem besseren Sound und höherer Lautstärke belohnt. Und das nicht nur bei einem Ton, wie es bei Bandpässen der Fall ist.

  • f8274
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    4.858
    • 4. Mai 2005 um 11:11
    • #5

    Durch Testzeitschriften gelangt man selten zu einem Ergebnis, das einem weiterhilft. Auch die PP-Theorie ist grau. Und Prospekte...mehr Fantasie und bewusstes Weglassen wichtiger Zusatzinformationen => Desinformationspolitik der Hersteller.

    Man sollte also selber seine Erfahrungen mit BR und Horn-Bässen sammeln. Mir persönlich gefällt der trockene, sehr saubere Bassklang von Hörnern sehr gut, das können die wenigsten BR annähernd erreichen.
    Größter Vorteil ist jedoch die geringe Leistung, die ich in eine Horn-PA pumpem muss, AlphaC´s Annahme zum Trotz - um eine bestimmte Lautstärke zu erzielen. Ganz zum Schweigen vom immensen Gewinn an Reichweite.

    Meine Theorie ist ja, dass viele Hersteller deshalb keine ausgewachsenen Basshörner anbieten, damit sie mehr von ihren teuren BR-Böxchen und superteuren Hochleistungsendstufen verticken können (wodurch der theoretische Gewinn an Transportvolumen dahin sein dürfte: Eine Horn-PA benötigt weniger Boxen und weniger Endstufenleistung).

    Nur für relativ kleine Anwednungen sollte man sich noch eine BR-PA halten, da in kleinen Räumen die enorme Wurfweite von Hörnern schnell zum Nachteil gereicht (Reflexionen).

    Ergo: Für größere VA sind Hornbässe nicht nur besser klingend, sondern auch noch wirtschaftlicher.

  • flyingbeats
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    • 4. Mai 2005 um 11:27
    • #6

    In der Theorie dürfte ein kleiner Hornstack nicht weiter werfen als Br Stacks gleicher größe. Aber er tut es doch! Liegt wohl an der Transformation, denn ne wirkliche Richtwirkung lässt sich mit 2 Hörnchen pro Seite nicht erziehlen. Zumindest nicht bei tiefen Frequenzen (Wellenlänge)

  • text&ton
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    • 4. Mai 2005 um 12:12
    • #7

    Meine Frage war eher rhetorischer Natur, schliesslich hatte ich die Hörner und die BR miteinander verglichen.

    Einmal editiert, zuletzt von text&ton (4. Mai 2005 um 12:15)

  • Seven
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    4.373
    • 4. Mai 2005 um 12:15
    • #8

    Aber Hörner die ordentlich tun sind halt meist relativ groß und sollten eben mal mindestens mit 4en pro Seite betrieben werden.

    Wir haben letztes Jahr viel mit X-Subs gearbeitet und dieses Jahr sind wir mit der Band mit WSX unterwegs.

    Mit 8 WSX komme ich mehr Output als mit 4 XSubs. Aber ich hab halt auch deutlich mehr Volumen im Truck weg. Die Anzahl 18er ist gleich, die Reichweite bei den WSX auf jeden Fall höher, der Output auch, die Ampleistung für 8 WSX geringer als für 4 XSubs und das Ergebnis ist halt "anders".
    Ich mag halt persönlich schon dieses tiefe "wuuufff" eines Doppel18ers, wovon der XSub imho ein recht gelungener ist. Aber knackiger ist der WSX schon und der Tiefgang reicht sicher aus, wobei die paar hz die der XSub tiefer geht, machen halt den Spassfaktor aus.

    Kommt halt immer auf den restriktiven Faktor an: (Ampleistung, Transportvolumen, Gewicht etc)

    Für 8 WSX bekomme ich halt auch mindestens 6 Standarddoppel18er unter und das rummst auch gewaltig, weil ich eben mehr Membranen hab, dafür brauch ich dann eben wieder mehr Ampleistung....

    Ich komme mit beiden Ansätzen klar. Ich arbeite sehr gerne mit Doppel18ern, wenn sie eben ordentlich spielen und das nicht nur auf einem Ton, und ich arbeite auch gerne mit Hörnern, wenn genug dastehen.

    Die letzten paar db brauch ICH eh meistens net.

    gruß
    Jan

  • triton
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    • 4. Mai 2005 um 13:36
    • #9
    Zitat von "flyingbeats"

    In der Theorie dürfte ein kleiner Hornstack nicht weiter werfen als Br Stacks gleicher größe. Aber er tut es doch! Liegt wohl an der Transformation, denn ne wirkliche Richtwirkung lässt sich mit 2 Hörnchen pro Seite nicht erziehlen. Zumindest nicht bei tiefen Frequenzen (Wellenlänge)

    Es könnte aber auch an der kohärent abstrahlenden Fläche liegen im Vergleich zu einer Bassreflexbox. :!:
    Wobei man allerdings sowas auch mit Resonatorboxen schaffen kann, so man geschickt kaskadiert.

    Gruss

  • AlphaC
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    • 4. Mai 2005 um 13:39
    • #10

    Kurzer Einwurf: Die Burst-Länge bei der SPLmax-Messung ist sicherlich sehr wichtig! Von daher sei hier gesagt, dass sie bei der E24SE und bei der B10 identisch (nämlich 750ms) war. Ältere Messungen der PP verwenden Sinusbursts mit nur 175ms (wie bei der z.B. Outline). Dennoch erreichte der Tobsub die beschriebenen 136dB. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Messungen liegt darin, dass mit einem längeren Burst bereits die Faktoren wie Power-Compression und Limiterfunktion der Controller stärker sichtbar sind. Dass sich eine Resonatorkiste dabei "aufschwingt" und deshalb lauter erscheint ist schlichtweg Unsinn. Der Resonator ist Bestandteil des "Klangerzeugers" und schwingt somit IMMER 100%ig mit! Ohne Resonator würde einfach ein ganzer Frequenzbereich FEHLEN!

    Wie sieht es denn mit dem Faktor THD aus?! Was könnte die Ursache dafür sein, dass ein Horn zwar einen sehr hohen Wirkungsgrad hat, aber dann die zugeführte Leistung nicht einmal vollständig verarbeiten kann ohne kräftig Verzerrungen zu erzeugen...?! (Dass dies in der Praxis nicht so sehr ins Gewicht fällt mag daran liegen, dass auch ein Horn eine "natürliche Bandpassfunktion" hat..)

    VG,
    Alex

    Einmal editiert, zuletzt von AlphaC (4. Mai 2005 um 13:45)

  • N-Dee
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    932
    • 4. Mai 2005 um 13:43
    • #11

    Also rein plausibilitätshalber:
    Wenn die Föön-Hornbässe bei 1W 100dB haben, komme ich rein rechnerisch bei 1kW auf exakt 130 dB. Beim BR fehlt mir bei 4kW aber schon 1 dB (4kW = Gain von 36 dB, 99dB+36dB sind nur 135dB). Beim BP fehlen dann sogar 2 dB. Oder eigentlich: die Konstrukte sind gemessen am Input 'zu laut'. Und Powercompression ist ja wohl sowieso nur was für Theoretiker :shock: .

    Greets,
    N-Dee

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • AlphaC
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    104
    Beiträge
    1.095
    • 4. Mai 2005 um 13:56
    • #12

    N-Dee: Da siehst Du mal, was BR-Kisten an Peakleistungen verkraften können bevor sie 10% THD erreichen...!

  • N-Dee
    Beiträge
    932
    • 4. Mai 2005 um 14:10
    • #13

    Mir gehts allein schon um die mindestens 2309 W, die aus dem Nichts zu kommen scheinen (für 138dB wären 6309W nötig). Und wenn die Powercompression 'nur' 2dB betragen würde, wären es schon 6kW, die 'fehlen'...

    Greets,
    N-Dee

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • text&ton
    Profi
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    590
    • 4. Mai 2005 um 14:34
    • #14

    Zitat AlphaC:
    Dass sich eine Resonatorkiste dabei "aufschwingt" und deshalb lauter erscheint ist schlichtweg Unsinn. Der Resonator ist Bestandteil des "Klangerzeugers" und schwingt somit IMMER 100%ig mit! Ohne Resonator würde einfach ein ganzer Frequenzbereich FEHLEN!

    Meine Antwort:
    Eine Resonatorkiste resoniert, wie es der Name schon sagt. Es handelt sich um ein Feder-Masse System, bei welchem der Antrieb seine Kraft über eine Feder an eine bewegte Masse weitergibt.
    Die Masse strahlt dann den Schall ab.
    Die Masse besitzt aber auch eine Trägheit.
    Damit wirst Du mit jeder Garantie zwischen der ersten abgestrahlten Periode einer Frequenz und z.B. der zehnten abgestrahlten Periode einen Pegelunterschied messen können!

    Eine Resonanz schwingt sich auf, ohne Dämpfung bis zur Resonanzkatastrophe, mit Dämpfung bis zum Gleichgewicht der zugeführten und der abgeführten Leistung.
    Das ist kein Unsinn, das ist Physik!
    Die Frage ist nun, erreiche ich mit dem Anregungssignal dieses Gleichgewicht (und somit den maximalen Pegel mit einem Sinusburst), oder nicht.

  • schrecki7289
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    7.887
    • 4. Mai 2005 um 14:48
    • #15

    Guckt euch doch mal den 12" Hornsub LA 400 von EAW an. Der erreicht Spitze 140db mit 12", das ließe sich mit einem direkt abstrahlendem 12" nicht erreichen. Und: Beim diesjährigem Konzert unseres Blasorchesters in der Schützenhalle mit ca. 600pax hat einer auf jeder Seite ausgereicht um zusammen mit einem dem Line Array KF 730 mit je 3 Modulen pro Seite gleichmäßig guten Bass zu bekommen, stellt euch das mal mit einem direktstrahlendem System vor...

    Gruß
    Thomas

  • flyingbeats
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    1.966
    • 4. Mai 2005 um 15:09
    • #16

    Auch nochmal ein Bsp: 700 Mann in der Halle. Pro Seite 2 18er Bandpasshörner. Guter Sound und ausreichedne Lautstärke durch die ganze Halle. Dann pro Seite 2 18er Reflex. Lachhaft! Vielleicht 300 Mann, aber nicht mehr.

  • PJ
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    40
    • 4. Mai 2005 um 16:23
    • #17

    Hallo an alle....

    Also das will mir irgendwie nicht einleuchten.
    Die Diskussion gab es doch schonmal vor einiger Zeit.
    Kommt es nicht wirklich einfach nur auf den Wirkungsgrad bei einer festgelegten Entfernung an?
    Ist es nicht so, dass (LA´s mal aussen vorgelassen), egal welches Lautsprecherprinzip auf Entfernungsverdoppelung ca. 6dB verliert?

    Gruß
    PJ

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 4. Mai 2005 um 17:22
    • #18

    Anscheinend ja nicht. Hornbässe werfen ja wesentlich weiter als dierktstrahlende Systeme also kann das mit den -6dB pro Entfernungsverdopplung ja irgendie nicht stimmen. Und die LA 400 waren im auch in der Entfernung von ca. 80m noch fast so laut wie kurz davor und beim dazu geflogenem LineArray war das natürlich genauso.
    Mit den LA 400 Bässen wurden auch schon noch größere VA's gefahren, dann zwar mit 2 Bässen auf jeder Seite aber trotzdem: insgegsamt 4 12" Lautsprecher für weit über 1000 Leute sind schon eine gute Leistung. Mit direktstrahlenden Systemen wäre so was nie im Leben erreichbar!

    Gruß
    Thomas

  • AlphaC
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    Beiträge
    1.095
    • 5. Mai 2005 um 00:42
    • #19

    @Schreckie7289: Doch, die -6dB pro Entfernungsverdopplung gelten für ALLE Punktschallquellen. Dass Hörner "weiter werfen" ist mir noch nicht nachgewiesen worden. Auf einer Klassik/Jazz-Veranstaltung hab ich schon mal ein kleines d&b C4 Besteck gehört (2top+2sub pro Seite), dazu zwei B2 (ein schnöder Bandpass...) unter der Bühne. Hat Open Air locker für die anwesenden 3000 pax gereicht und ordentlich "Schub" gemacht. Kommt halt immer darauf an welche Musik läuft und welche Lautstärke benötigt wird....

    flyingbeats: Vergleich mal nicht Äpfel mit Birnen, sondern Boxen, die vom Hersteller mit dem selben Wirkungsgrad angegeben werden... also 2x12"Horn/1x18"Horn mit 2x18" BR/BP. In deinem Beispiel musst Du also das 18"BP-Horn mit einem Doppel18er BR vergleichen. Dass man für Reso-Kisten mehr Amppower braucht ist bekannt - aber in Zeiten von 5...10kW-Endstufen kein Thema mehr! Alle die nach Hörnern schreien können sich scheinbar keine gescheiten Endstufen leisten... oder?!

    text&ton: Volle Zustimmung, aber bei einem 750ms Burst hat sich jede Resonatorkiste längst "eingeschwungen".

    N-Dee: Irgendwie klappts nicht so mit dem rechnen...
    - K&F B10: 102dB bei 1W => 4kW ~ +36dB => 138dB.
    - Outline Topsub: 100dB bei 1W => 4kW ~ +36dB => 136dB.
    Wo ist jetzt das Problem? Die Power-Compression setzt erst mit zunehmender Zeit (und Erwärmung des Antriebs) ein. Bei einem 750ms Burst ("gib mir ein Ping Vasili, nur EIN Ping...) ist da noch kein Problem zu sehen. Bei Musik-Material mit mindestens 10dB Dynamik (und selbst bei Techno mit "Sinusburst-Bassdrums" von ca. 300ms Länge) bleibt alles i.O. Somit ist dieser SPLmax-Test sehr realitätsnah, wenn es darum geht zu ermitteln wie laut ein System im Alltag spielen kann....

    beste Grüßle,
    Alex

  • text&ton
    Profi
    Beiträge
    590
    • 5. Mai 2005 um 11:28
    • #20

    AlphaC:
    Auch ich stimme Dir vollständig zu: Bei 750 ms Burst hat sich (hoffentlich) jede Resonatorkiste eingeschwungen.

    Meine Frage dazu war:
    Welche maximale Lautstärke erreichen Resonatoren mit wesentlich kürzeren Bursts, also Impulsen, wie sie in der Musik vorkommen?
    Und welche maximale Lautstärke erreichen hier Hörner?

    Zum Thema Klirr bei Basshörnern:
    Durch die Vorkammer ergibt sich eine Bandpassfunktion. Der von z.B. 18ern wie dem RCF L18P300 so bekannte Membranklirr wird somit stark unterdrückt.
    Zum einen klingt dies völlig anders/ungewohnt (gerade letztes WE wieder erlebt mit den LA400) verglichen mit den 18ern, zum anderen müssen die Tops richtig Grundton/Tiefmitten liefern können. Schliesslich füllt kein Membranklirr der Subs diesen Bereich.
    Aber so wär's richtig, die Voraussetzung für natürliche Klangwiedergabe.
    Und so gefällt's mir, daher meine Kaufentscheidung.

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