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Schutzerdung VA mit Generator

  • manuela
  • 5. Juli 2005 um 17:00
  • manuela
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    9.103
    • 5. Juli 2005 um 17:00
    • #1

    ich hab folgende Frage:

    Wie ist die Erdung und der Blitzschutz auszuführen wenn man eine Bühne im freien Gelände betreibt und die ganze VA über fahrbaren Generator ?

    ich versteh unter fahrbarem Generator einen Anhänger, Drehstrom.
    Und unter Bühne eine Trailerbühne oder eine aus Truss, jenachdem.

    Muß ich am Generator Erdspieß setzen und diesen mit dem Fahrwerk verbinden?
    Muß ich nur an der Bühne einen setzen und diesen am Truss anschließen?
    Muß ich den an beidem setzen und anschließen oder darf nur einer da sein?

    dankeschön 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • bertz
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    387
    • 5. Juli 2005 um 17:19
    • #2

    Auf jeden Fall solltest du einen am Generator (es gibt da meistens extra Stellen, wo man den am Generator befestigen kann) und einen an der Bühne setzen!!!

    Ob diese beiden verbunden sein müssen?? - Da gibt es unterschiedliche Auffassungen. Die einen sagen, das muss verbunden sein, da das elektrostatische Niveau (heißt das wirklich so) möglichst gleich sein muss, die ANderen sagen, dass das egal ist, da Erdung=Erdung ist. Wobei mir noch niemand ein plausible Erklärung für die eine, oder die ANdere Variante geben konnte. (würde mich auch interessieren)

    Gruß,
    Bert

    http://www.klanggeschaeft.de

  • stefanfx
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    2
    • 5. Juli 2005 um 17:43
    • #3

    Hallo,
    die DIN VDE 100 Teil 540 gibt dir da Auskunft zu, so z.B. "Die Erdungsanlagen dürfen gemeinsam oder getrennt für Schutz und Funkionszwecke, je nach Erfordernissen der elektrischen Anlage verwendet werden" Traversensysteme benötigen sowieso eine separate Errdung mit einem PE mit Querschnitt mindestens 4mm2 besser 16mm2 sowie Outdoor einem Erdnagel mind. 75 cm tief ( Suche gerade nochg die Stelle an der das steht...)

    grüße

    stefan

  • manuela
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    9.103
    • 6. Juli 2005 um 07:20
    • #4

    Das ist ja cool formuliert, je nach Erfordernis der elektrischen Anlage.

    Ich fasse nun zusammen:

    Der Generator wird mit Erdspieß geerdet, grundsätzlich.
    Die Bühne wird mit Erdspieß geerdet.
    Beide Erdspieße haben eine Mindesteinschlagtiefe von 75cm, feucht.

    Ob zwischen Bühne und Generator ein gelbgrünes dickes Kabel zu legen ist:
    Darüber gibt es geteilte Meinungen, die Erfordernis der elektrischen Anlage ist in dem Punkt unklar.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • nasehase
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    • 6. Juli 2005 um 13:13
    • #5

    das ist eine sehr interessante frage, da möchte ich mich mit einem ähnlichen aspekt gleich mal anschließen.

    wir haben letztes wochenende einen CSD-truck mit 15kVA aggregat mit privater musikanlage ausgestattet, das thema erdung/schutzmaßnahmen/netzform aber, v.a. aus zeitlichen gründen (ich weiß, sehr schlechter grund...) nicht näher beachtet. am aggregat war eine 16mm2 erdungsleitung dran, aber nirgens angeschlossen.
    die aggis wurde von einer drittfirma gestellt und auch für die überwiegend teilnehmenden laien mit verteilern CEE auf schuko ausgestattet. "erdungskonzept" gab es allerdings keines.

    wie wird das technisch einwandfrei gelöst? schutztrennung und isolationsüberwachung (IT-netz) - ist das standard bei aggregaten? eher weniger vermute ich... oder erdungsleitung am truck anschließen oder an einer (selten vorhandenen) erdungsschraube am verteiler?

    danke schonmal!

  • buzz
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    1.248
    • 6. Juli 2005 um 16:44
    • #6

    nasehase:

    IT-Netz mit Iso-Wächter ist auf derartigen Fahrzeugen die einzig zulässige Netzform (von SELV bzw. PELV mal abgesehen). Sollte der Aggi-Vermieter auf Anfrage auch mitliefern können, wenn nicht standardmässig vorhanden.

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • Swemers
    Profi
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    231
    • 6. Juli 2005 um 18:19
    • #7

    Hi,

    Zitat

    IT-Netz mit Iso-Wächter ist auf derartigen Fahrzeugen die einzig zulässige Netzform (von SELV bzw. PELV mal abgesehen). Sollte der Aggi-Vermieter auf Anfrage auch mitliefern können, wenn nicht standardmässig vorhanden.

    gibt es zu diesen Thema (Festzugswagen) eigentlich eine gesonderte Norm, oder schliesst du dies einfach daraus da eine Erdung auf einem Fahrzeug nicht möglich ist?

    mfg
    Swemers

  • Apostoli
    Profi
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    653
    • 7. Juli 2005 um 00:52
    • #8

    da ist der sogenannte gesunde menschenverstand im spiel...

    mir ist keine gesonderte norm bekannt... allerdings gibt es ein dokument herausgegeben von den loveparade machern, wo ein IT System gefordert wird.

    Allerdings erübrigt sich jegliche diskussion, denn ein anderes netzsystem kann sowieso nicht zum einsatz kommen....

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 7. Juli 2005 um 13:56
    • #9
    Zitat von "Manuela"

    Ob zwischen Bühne und Generator ein gelbgrünes dickes Kabel zu legen ist:
    Darüber gibt es geteilte Meinungen, die Erfordernis der elektrischen Anlage ist in dem Punkt unklar.

    Ich möchte keine neue Verteilung in den Generator einbauen lassen,der hat einen Anschlußkasten, sogar mit FI.
    Der Generator soll auch nicht auf einen Festwagen.
    Und einen Verleiher von dem Gerät (mit Unterlagen und Anweisungen) gibts auch nicht sonst hätte ich den gefragt.

    Also back 2 Topic:
    Generator wird geerdet mit Erdspieß.
    Bühne wird geerdet mit Erdspieß.
    Und wie sind nun die "elektrischen Erfordernisse der Anlage" die mir aufzeigen ob die Erdung getrennt oder gemeinsam (d.h. verbunden durch dickes Erdkabel zwischen Bühne und Generator-Erdungspunkt) durchzuführen ist?

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 7. Juli 2005 um 17:01
    • #10

    Hallöle!

    Wenn es tatsächlich in unserem festgezurrten Bestimmungswerk die Freiheit gibt, auszuwählen, ob Alu und Kupfer "getrennt" oder gemeinsam zu erden sind, bevorzuge ich deutlich die Variante, in dem es nur ein gemeinsames Potential gibt.

    das hat ganz praktische Gründe:
    Das knackt ganz ordentlich in der PA, wenn der Potentialausgleich irgendwann aus versehen über einen Audioschirm erfolgt (Harting oder Pultgehäuse an Aluminim oder ähnlich)..

    Also bitte:
    eine amtliche Erde für alle!

    grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Hitower
    Verifiziert
    Beiträge
    1.457
    • 8. Juli 2005 um 00:13
    • #11

    Hi

    Hatte das Gespräch diese Tage mit meinem Meister!

    Situation ist die folgende: Wir haben mehrere Gebäude nebeneinander und der Erdspieß (der eingemauerte) halt 2mal vorhanden!
    Da beide Gebäude baulich miteinander verbunden sind gibt es an der Trennwand bzw dem Raum der die beiden verbindet 2 verschiedene Potentiale! Die liegen rund 3V auseinander!

    Bei Testläufen mit größeren Beamern etc bekommen wir da Störungen!
    (Generatoren und Testbildrechner stehen in Gebäude B, Beamer in Gebäude A)

    Also wenn das Potential an Bühne und Generator anders ist (kann vorkommen), dann ist dazwischen ja ne Spannung! Inwieweit sich die dann bemerkbar macht bei Steckverbindungen etc weiß ich nicht, aber ein ausreichend dimensioniertes Kabel zwischen Bühnenverteilung(bzw Truss) und Generator sollte schon sein um alles an einem gemeinsamen Potential zu haben...

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 8. Juli 2005 um 08:33
    • #12

    Der Generator würde das mit abschalten quittieren, er hat ja das FI, das guggt zwischen Kabelpotential und Generatorpotential nach. Diese Dingerchen sind sehr penibel, meines Wissens aber strom- nicht spannungsauslösend.
    Was ich derweil von anderen gehört habe: Ein Erdspieß nur und von da dickes Erdkabel zum Generator und zur Bühne. Soweitsogut funktioniert auch alles, mir gehts nur drum was da eigentlich vorschriftsmäßig richtig wäre 8)
    Was Opi da anspricht mit dem Knacksen, kann auf der Laststrecke zum Generator keine Ursachen finden weil sich jawohl alle Nulls der PA auf die Location "Bühne" beziehen und dort ihren gemeinsamen Erdpunkt finden.
    Was anderes wär das mit 2 Bühnen wo unternander noch Multicores verlegt werden (gemeinsame FOH und sowas), da kann es bestimmt ganz schön rasseln durch derartige Sachen wenn die Erdung nicht fest verbunden ist. Und im FOH ist meines Wissens nie ein Erdspieß gesetzt, das erdet sich "fliegend" an der Bühne. (Sonst wäre da wiederum die Möglichkeit etwas unerwünschtes zu hören)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 8. Juli 2005 um 12:02
    • #13

    Nein, der Fi löst nicht zwingend aus, wenn es zu Ausgleichströmen zwischen zwei verschiedenen Erdpotentialen kommt und kein Isolationsfehler vorliegt.

    Auf der PA ist sowas aber immer hörbar.

    Die Erde ist nicht immer gleich Erde (wie Hitower berichtet)... das ist noch nichteinmal der Fall, wenn diese über einen (zu kleinen) Querschnitt verbunden sind.
    Das weißt Du doch auch....Du bist doch Tonschlampe oder nicht?

    Wozu brauchst Du eine Vorschrift? Mach einen amtlichen Erdnagel und ziehe mit hohem Querschnitt alles auf ein Potential. Für einen sauberen Ton ist nur wichtig, dass das Potential überall das Gleiche ist. Ob es sich hierbei um Erde oder sonstwas handelt , ist dabei ganz nebensächlich.

    Übrigens geht es bei der Riggerdung nicht um Blitzschutz sondern um Schutz vor berührgefählichen Spannungen (>40 Volt).
    Die Erdung des Riggs ist ein Vorschlag des VPLT. Keine Norm oder VDE oder sonstwas.

    stay grounded!
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 8. Juli 2005 um 19:32
    • #14
    Zitat von "Ton_Opa"

    Du bist doch Tonschlampe oder nicht?
    .....

    stay grounded!
    Opi

    Ja Opi. Aber du weist ja wie das ist, man muß nur ein par Gaffa-Reste an Truss oder Kabeln haben dann kommt gleich die große Bild-Reportage in PA-Forum darüber.
    Ich wollte eben wissen wie man das mit dem Generator erdmäßig so anstellt daß es keinen Grund zum rummaulen darstellt, vor allem nicht für Paparazzi :D

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Dirk Maron
    Profi
    Beiträge
    118
    • 9. Juli 2005 um 12:41
    • #15

    Hallo Manuela,

    wenn du das vorschriftsmäßig machen willst, dann lasse es doch von einer Elektrofachkraft machen
    Warum Bühne und Generator einen gemeinsamen PE haben sollen, leuchtet mit nicht ganz ein. Wie der Opa schon geschrieben hat, gehts beim Bühne erden um Blitzschutz, beim Generator erden um Potentialausgleich. Das sind erst mal 2 verschiedene Paare Schuhe. Daß es zu Brummproblemen kommt, wenn der PE nicht dutrchverbunden ist, halte ich fürn Gerücht, denn meine elektr. Verbraucher stecken doch ausschließlich aufm Generator, oder? Die haben doch also ein gemeinsames Potenzial.
    Ich persönlich bestehe auch auf Erdung der FOH-Bude als Blitzschutz ( es sei denn, die Bude wird von Erdinger gesponsort- sorry, kleiner Scherz). Ich bin doch ( noch ) nicht lebensmüde. Und zwar auch einzeln.
    Gängige Praxis ist: Bühne- Erdspieß, Generator-Erdspieß, Foh-Erdspieß. Macht also 3 Erdspieße. Ich denke, dies wird auch den Vorschriften entsprechen.
    Was anderes ist es, wenn du dich auf 2 verschiedene Aggregate aufstecken mußt. Die würde ich dann gemeinsam erden.


    Gruß
    Dirk

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 11. Juli 2005 um 10:15
    • #16
    Zitat

    Aber du weist ja wie das ist, man muß nur ein par Gaffa-Reste an Truss oder Kabeln haben dann kommt gleich die große Bild-Reportage in PA-Forum darüber.

    :?:
    Hab ich hier noch nicht gesehen. Wo denn?
    Natürlich ist manches Posting wenig produktiv. Aber dümmliche Kollegenschelte (noch dazu mit Fotos?) ist doch nun wirklich selten.

    oder nich?

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 13. Juli 2005 um 08:18
    • #17

    Zu der Geschichte auch mal ne Frage aus der Praxis.
    Letztes Wochenende hatten wir auch eine Open Air Baustelle mit Aggregatspeisung (300kVA, 2x, synchronisiert). Der Übergabepunkt war ein Kasten mit 4x125A Dose. An jeder Dose ein Isowächter auf 30mA eingestellt und verplompt.
    Davor gingen Bühne und Generator auf einen Kreuzerder.
    Irgendwann löste der Isoächter vom Ton aus. Ohne Regen usw. Hat einer eine Erklärung?

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

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