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PA probehören, was ist wichtig?

  • Jürgen-H
  • 10. Oktober 2005 um 12:37
  • Jürgen-H
    Beiträge
    23
    • 10. Oktober 2005 um 12:37
    • #1

    Hallo Experten,

    ich frage hier im Namen eines Arbeitskollegen der schon länger DJ ist (nebenberuflich) und weil ich ihm das mit meiner "neuen" PA-Anlage erzählt habe nun auch an solchen Boxen interessiert ist. Er will sich da mal ein paar anhören, und daher seine Frage (die mich auch interessiert) an Euch:

    Was muss man beim Probehören einer PA beachten?

    Muss da voll aufgedreht werden und dann der Klang beurteilt oder eher mehr leise? Wie weit soll man sich von den Boxen weg stellen? Wie groß muss der Raum sein? und so weiter.

    Alles was halt so beim probehören wichtig ist damit man die Boxen gut beurteilen kann.

    Tschüssi vom Jürgen

  • ostpunki
    Beiträge
    1.201
    • 10. Oktober 2005 um 12:49
    • #2

    Also ich würde mir eine PA leise und auch laut anhören, da sich mit der Lautstärke und ein paar physikalischen Prozessen die PA etwas anders im lauten, als im leisen zustand verhalten kann.
    Außerdem reagiert das menschliche Gehör ja auch ganz anders auf laute Töne, als wie auf leise.

    Du solltest dich soweit von den Boxen wegstellen, wie dich Boxen auseinander stehen .

    Die gleiche PA klingt in unterschiedlichen Räumen ganz anders. (das hat mit den Reflektionen zutun)


    Ich würde darauf achten, on Nebengeräusche zu hören sind ( wär irgendwie schlecht ;) und ob die Tops die Mitten gut übertragen.

    Es muss einfach ein homogenes, soundtechnisches Bild abgegeben werden. (nich zu viel Höhen, bloß nicht kreischende Höhn, usw.)
    Der Bass sollte schon trocken sein und Druck machen. (ich denke aber, das ist manchmal Geschmackssache)

    Wenn man sich die Verarbeitung der einzelnen Komponenten anschaut, wär das sicher auch nicht nachteilhaft.


    MfG.

    Benni.

  • N-Dee
    Beiträge
    932
    • 10. Oktober 2005 um 12:49
    • #3

    Idealbedingungen?

    Ausborgen und auf so vielen Gigs wie möglich praktisch testen. Dann merkt man schnell, worauf es einem wirklich ankommt (schneller Aufbau, einfacher Transport etc. werden dann auf einmal interessant). Auch klanglich kann man das Material erst wirklich einschätzen, wenn mans schon mehrmal in Händen hatte und damit gearbeitet hat.
    Da dies normalerweise nicht möglich ist (oder zumindest nicht mit allen in Frage kommenden Systemen) muss man sich halt überlegen, wie man diese wichtigen Eindrücke auch im Vorführraum halbwegs bekommen kann. Da gibts wohl kein Patentrezept. Auch Probehören erfordert Erfahrung :wink: . Aber such mal im PA-Forum, da gibts einige Threads bezüglich Probehören usw.

    Greets,
    N-Dee

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • Wulfson
    Verifiziert
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    1
    • 10. Oktober 2005 um 13:30
    • #4

    nimm einen dir sehr bekannten titel und höre den auf den verschiedenen anlagen mal laut, mal leise. das bringt dir erst mal einen eindruck, wie die pa für dich klingt. als nächstes nimmst du die nun herausgefilterten pa´s und schaust, wie die verarbeitung, transport-stacking und anschlüsse aussehen. aktiv oder passiv kommt auf die größe an. ich tendiere eher zu passiv.

  • Ravemaster
    Beiträge
    4.506
    • 10. Oktober 2005 um 17:22
    • #5

    wichtig ist das du probierst und auch verschiedene Musiksorten spielst.

    wenn du einen Bass testet geh weiter wech um zu shcauen wie weit der drueckt.

    wenn du kannst hoere dir die PA auch draussen an!!

    wichtig ist ansonsten das dir der Klang gefaellt (nim dir noch nen freund mit evtl faellt dem noch was negatives auf ;) )

    greetz Malte

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 11. Oktober 2005 um 12:01
    • #6

    ... wenn man über eine ausgewogene PA, die sich stressfrei für Live-Jobs einsetzen lassen soll, manche im Trend liegende Charttitel spielt, kann es entweder leblos, flach ... oder auch mal aufdringlich bzw. plärrig etc. klingen.

    Grund:
    Musikproduktionen werden sehr unterschiedlich gemischt/gemastert, weil verschiedene Zielgruppen i.d.R. über sehr unterschiedliche Anlagen zur Wiedergabe verfügen und die Hörgewohnheiten differieren.
    Es gibt Produktionen, die klingen mit Autolautsprechern "richtig" ... es gibt Produktionen, die klingen dann auf "Weichspülboxen" (mit mehr oder minder ausgeprägter Senke bei 3 ... 7 kHz) "richtig". Und wer Musik nur über solche Systeme konsumiert, versaut sich seine Gehör (... beim Besuch in einer Oper sagen die dann: "... zu wenig Bass ..." :grin: :grin: :grin: )


    Musikproduktionen, die auf neutralen Lautsprechersystemen "richtig" klingen, sind unter den kurzlebigen Chartproduktionen für die Altersgruppe 14 ... 24 Jahre eher weniger zu finden.

    Wer eine wirklich livetaugliche PA sucht, sollte die Auswahl nicht mit "ghettoblaster-" oder "CarHiFi-" optimierten" Musikproduktionen vornehmen.

    Es gibt sogar CDs, mit denen man recht brauchbar eine Vorauswahl trefffen kann (z.B. audiophilen - z.T. teuren - CDs z.B. von Sheffield Lab ...) - aber auch dies ersetzt nicht den Praxistest unter realistischen Arbeitsbedingungen.

    Noch eine "Warnung": "Vorführungen", bei denen 20 oder mehr Boxen dicht über und nebeneinander gestapelt "verglichen" werden, sind recht wertlos, zumal gerade im Bassbereich mit hörbarer gegenseitiger Beeinflussung der LS-Systeme (Resonatoren !) untereinander zu rechnen ist (... besonders gravierend, wenn bei gerade unbenutzten Boxen die LS-Klemmen "offen" sind ...).

    Einige "Vorführer" beherrschen auch die Kunst, einige ("Alibi-") Boxen in einer Vorführwand durch die geschickte Wahl ungünstiger Wandabstände (die "Nummer" mit 1/4-Wellenlänge ...) im "Hörvergleich" dann schlechter als andere Kisten (die "forciert" verkauft werden sollen ... :D ) klingen zu lassen ...

  • DJheini
    Moderator
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    4
    • 11. Oktober 2005 um 12:21
    • #7

    Hallo,

    dem Beitrag von SK kann ich nur zustimmen. Wenn man sich mal anhört,
    wie eine "echte" Bassdrum sich anhört, und diese dann vergleicht mit dem
    ganzen elektronisch- gepushten Zeug heutzutage, bekommt man Pickel.
    Ich habe nach Jahren immer noch eine bestimmte Auswahl an CD's, mit
    denen ich unsere Anlage probehöre. Unter anderem CD's von Dire Straits,
    Tracy Chapmann, Susanne Vega usw. Bei diesen Scheiben ist wenigstens
    der elektronischen Einfluss noch in Grenzen geblieben, oder gar nicht
    vorhanden.
    Übrigens, Klassik ist auch nach wie vor geeignet, halt ohne viel Kick. :wink:

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Jürgen-H
    Beiträge
    23
    • 11. Oktober 2005 um 12:23
    • #8

    Vielen Dank für Eure Tipps!

    Habe es meinem Arbeitskollegen weitergegeben, wird er sich bestimmt alles ausdrucken ... 8)
    Grade beim letzten beitrag von der "sound-klinik" glaube ich aber das das mehr für ganz große und so openair PA gilt als für so kleine wie ich habe, oder mein Kollege sich kaufen will.

    Aber das mit den Muskkrichtungen habe ich bei meiner Party auch schon gemerkt. Bei "normaler" Partymusik bis zu den techno und Rock Songs gabs mit dem Bass überhaupt kein Problem. Klang alles super! Aber bei ein paar so HipHop Songs (welche weiß ich jetzt nicht mehr) hats ganz brutal gedröhnt und nur noch gewummert, obwohl ich an der Anlage nichts vertsellt habe. Musste da den Bass ganz schön rausdrehen, damit es sich wieder gut angehört hat. War aber nur bei 1-2 HipHop Songs! Der rest war ganz OK, egal welche Musikrichtung.
    Naja mein kollege wird sich schon die richtige Anlage kaufen.

    Tschüssi vom Jürgen

  • tomstull
    Beiträge
    129
    • 11. Oktober 2005 um 12:49
    • #9

    mich würd es interessieren, was es geworden ist.
    bitte um meldung!

  • Jürgen-H
    Beiträge
    23
    • 11. Oktober 2005 um 15:37
    • #10

    Soweit ich weiß will er sich die DAP Soundmate Bassbox mit verschiedenen Tops anhören, glaube die gibts auch so mit 10" und 12". Sagt er jedenfalls das er da sowas bei ebxx gelesen hat. Aber ist ja alles Sache von meinem Kollegen, ich sag Bescheid wenn ich was neues weiß.

    Tschüssi vom Jürgen

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 11. Oktober 2005 um 20:27
    • #11
    Zitat von "Jürgen-H"

    Grade beim letzten beitrag von der "sound-klinik" glaube ich aber das das mehr für ganz große und so openair PA gilt als für so kleine wie ich habe, oder mein Kollege sich kaufen will.

    ... wenn die Mehrzahl potentieller Käufer sich die Mühe machen würden und die angebotenen Lautsprecher-Systeme unter praxisnahen Bedingungen vor dem Kauf "checken" würden, dürften sehr viele "Preiswert"-LS-Anbieter vom Markt komplett verschwinden und wieder Joghurtbecher und Kinderspielzeug produzieren ...

  • Jürgen-H
    Beiträge
    23
    • 12. Oktober 2005 um 14:39
    • #12
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... wenn die Mehrzahl potentieller Käufer sich die Mühe machen würden und die angebotenen Lautsprecher-Systeme unter praxisnahen Bedingungen vor dem Kauf "checken" würden...

    Ja schön wärs... wenn denn immer so gehen würde. Als ich meine gekauft habe (die Billig DAP Soundmate1) wollte ich die auch probehören... beim wollen ist es aber geblieben. Der erste Händler wollte die gar nicht aufbauen, hat nur gemeint so sinngemäß "lohnt sich nicht" kauf sie und sei glücklich, passt scho für deine Zwecke... Hat er echt gesagt!
    Gekauft haben wir dann woanders... wo man die auch anhören konnte, hat zwar dann 20,- mehr gekostet, aber war Papps so lieber. (hat auch den Mehrpreis bezahlt *freu*)

    Was mich wundert, dass die Anlagen anscheinend so unterschiedlich auf die Musikgenres abgestimmt werden. Da müsste ja ein Verleiher hunderte verschiedene Boxen im lager haben. Und was macht dann ein Party-DJ der "alles" über die Boxen sausen lässt? nach welcher Anhörmusik und Klang richtet man sich da? Mein Papps hat übrigens eine Dire-Straits CD dabei gehabt. 8)

    Achja: Mein Kollege wird sich jetzt wahrscheinlich den 15" Sub der Soundmate1 mit 2 AX-Tops (10" glaub ich) kaufen. hat ihm sehr gut gefallen ähm angehört... die 8" waren ihm zu "dünn und grell" die 12"Tops von den Abmessungen zu groß. einen zweiten 15"-Bass will er sich später noch dazu kaufen. Ich kenn mich da ja nicht aus, wollts nur so weitergeben, jetzt gehts nur noch um den Preis...

    So muss wieder was arbeiten, Chef kuckt schon ganz böse. :oops:

    Tschüssi vom Jürgen

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 12. Oktober 2005 um 16:16
    • #13
    Zitat von "Jürgen-H"

    ... nach welcher Anhörmusik und Klang richtet man sich da? Mein Papps hat übrigens eine Dire-Straits CD dabei gehabt. 8)

    ... eine Dire-Straits-CD allein bringt es auch nicht, wenn man im Wohnzimmer mit Weichspülboxen der Marke "Geiz-ist-geil" jahrelang sein Gehör "geschult" hat ... :)

  • Jürgen-H
    Beiträge
    23
    • 12. Oktober 2005 um 18:52
    • #14

    Geiz ist Geil Boxen?
    :shock:

    TANNOY SYSTEM 10 DMT-II
    Was meinst warum es immer Ärger gab als ich mir mal ausgeliehen habe? :grin: :grin: :grin:

    Tschüssi vom Jürgen

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 12. Oktober 2005 um 20:25
    • #15
    Zitat von "Jürgen-H"

    TANNOY SYSTEM 10 DMT-II

    ... bestimmt wieder so ein preislich total überbewertetes Koaxialsystem, wo sich im Übernahmebereich der Konus und das Hochtonteil gegenseitig stören ... :wink: :P

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