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Akkustische Gitarre verzerren

  • dosc
  • 22. September 2005 um 20:18
  • dosc
    Beiträge
    89
    • 22. September 2005 um 20:18
    • #1

    Hallo zäme

    Neulich kam unser Sänger zu mir und sagte, er möchte in einigen Songs den E-Gitarristen mit seiner akkustischen Gitarre unterstützen, dazu möchte er seine akk. Git. verzerren. Er habe sie schon mal am E-Git-Amp angeschlossen und das töne gut.
    Ich solle mir mal durch den Kopf gehen lassen, wie man das machen könnte.

    Da ich im Gitarrenbereich nicht versiert bin, dachte ich, vielleicht hattet ihr auch schon mal solche Wünsche und habt mir ein paar Tipps.

    Als erstes dachte ich an ein simples Verzerr-Pedal, das nach der akk. Git. eingeschlauft wird. Ist das üblich, geht das, andere Möglichkeiten?

    Danke für euren Support!

    Gruess Dosc

    Einmal editiert, zuletzt von dosc (22. September 2005 um 21:14)

  • akustikkoppler
    Beiträge
    975
    • 22. September 2005 um 20:33
    • #2

    für verzerrte akustikgitarren empfehle ich hier mal ausnahmsweise magnetische tonabnehmer, am besten humbucker (die mit den zwei reihen magneten) und keine singlecoils (eine reihe). die erinnerung an verzerrte piezos hab ich verdrängt!
    wenns anständig sein soll, kommst du über einen kleinen vollröhrenverstärker nicht herum. wenns billig sein soll, tretmine und redbox (di+speakersim) oder was von behringer.
    bei verzerrten akustikgitarren kommt es sehr schnell zu rückkopplungen. endweder man stopft die gitarre mit watte aus oder man verschließt das schalloch. da gibts auch so universalstopfen für...

    besondere vorkommnisse erfordern besondere maßnahmenhttp://www.xn--bjrnherzog-fcb.de
    für meine postings gilt die creative commons lizenz
    audio?? PRO!!

  • Campfire
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    1.356
    • 22. September 2005 um 20:35
    • #3

    Hallo, dürfte kein problem darstellen, sollte halt ein Vernünftiges Pedal (z.B. Boss, Marshall) mit richtigem Bypass ohne Klangbeinflussung sein damit man sich den Normalen Sound nicht verhunzt.
    Andere Möglichkeit wäre natürlich eine A/B Box und ein Gitarrenamp auf der Bühne.
    Wobei ich finde dass A-Gitarren mit Piezo nicht besonders gut verzerrt klingen, A-Gitarren mit Magnetischen PU habe ich auch schon gerne mit Verzerrer (dann aber über einen Gitarrenamp) gespielt.

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • dosc
    Beiträge
    89
    • 22. September 2005 um 21:15
    • #4

    Hey ihr seid super. Ich verfolge mal die vorgeschlagenen Spuren.

    Zitat

    bei verzerrten akustikgitarren kommt es sehr schnell zu rückkopplungen

    Das haben wir auch schon festgetellt...

  • DavidH
    Beiträge
    533
    • 24. September 2005 um 15:05
    • #5

    empfehlen kann ich so Röhrenzerrer ala Hughes Kettner Tube King, MESA Boogie Tretmine etc. Da gibts von den meisten Herstellern was. Ist idR. nicht ganz billig, macht aber einen genialen Klang.

    Viel Spaß,
    David

    Phantomspeisung....
    das heißt NICHT, dass der Mischer nix zu essen bekommt

  • akustikkoppler
    Beiträge
    975
    • 24. September 2005 um 15:21
    • #6

    die röhrenzerrer sind sehr ok, aber du brauchst dann trotzdem einen gitarrenamp oder einen speakersimulator. ein kleiner vollröhrenverstärker kommt vieleicht ein wenig teurer, aber es ist ein gerät und klingt mit mic abgenommen über die pa besser. ach ja: mehr als einen "crunchigen" zerrsound würde ich nicht zerren wegen den feedbacks...

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  • dosc
    Beiträge
    89
    • 24. September 2005 um 17:24
    • #7

    Was würde ich wohl ohne das PA-Forum tun. Mein Leben lang als PA-Anfänger dahinvegetieren :-).

    Danke!

  • tonholg
    Reaktionen
    13
    Beiträge
    154
    • 25. September 2005 um 11:08
    • #8

    das "ding" zum "reinstopfen" heisst "feedback-blocker".
    der "tube king" ist von ibanez, nicht von hughes und kettner.
    erste wahl für diese situation ist wohl der gute, alte tubeman von hughes und kettner, oder, wie schon erwähnt, was von mesa-boogie.
    gruss
    holger

  • der onk
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    462
    • 25. September 2005 um 11:18
    • #9

    Und jetzt mal was ganz blödes und absurd abwegiges:

    Warum bedient sich der Sänger nicht einer E-Gitarre, wenn es um verzerrte Sounds geht?

    Jetzt mal ehrlich. Abgesehen von teilweise recht "gewöhnungsbedürftigen" klanglichen Ergebnissen, die zudem mit weiteren Problemen wie eben der extremen Feedback-Neigung einher gehen, wäre m.E. die Anschaffung eines POD und einer günstigen E-Gitarre der praktikablere Weg...


    der onk

  • clemens
    Beiträge
    35
    • 22. Dezember 2005 um 04:45
    • #10

    ich verwende eine Talman und wir als Band verwenden ein kabelgestütztes IE Monitoring.
    Deshalb habe ich keine Probleme mit den Feedbacks (ach so, meine Talman hat keinen magnetischen PU, sondern einen Piezo)

    Ich bin nicht ganz ein Freund von A Gitarre über e Amp laufen lassen, da die Acustic einen viel größeren Frequenzbereich abdeckt, als ein Gitarrenamp (E Gitarren Verstärker, ich rede nicht von Accustic Amps) abdecken kann.
    Problem bei den E Gitarren Verstärkern ist, daß sie, besonders im Verzerrten Betrieb die Frequenzen pushen, bei denen gerade eine Akkustik Gitarre zum koppeln neigt.

    Ich würde einfach einen guten Verzerrer, gerne auch mit Röhre, als Verzerrer hinter die Gitarre stöpseln.

    Evtl. hast Du etwas Arbeit mit den Feedback Frequenzen, aber, wenn der Verzerrer nicht ungewöhnlich stark Frequenzen pusht (was auch eine Frage der Einstellung ist) solltest Du auch keine allzu großen Probleme mit dem Feedback haben.
    Außerdem:
    Eine A Gitarre klingt gezerrt nie nach einer E Gitarre (soll sie auch nicht, oder ?)
    Meiner Meinung nach klingen leicht angezerrte A Gitarren durchaus lecker.

    Ansonsten würde ich auch empfehlen, eine günstige E Gitarre als Zweitinstrument zu verwenden, wobei aufgrund der Saitendicke etc. das oftmals ein Problem im Bezug auf die Intonation darstellt.
    Aber das ist ein anderes Thema.
    Gruß,
    der Clemens

    Von meinem Beitrag distanziere ich mich nachdrücklich, da er nicht meine Gedanken widerspiegelt und nicht konform mit meiner Weltanschauung ist. Ich schließe jede Haftung aus für mögliche Folgerungen, die meine Worte im Kopfe des Lesers erzeugen mögen!

  • akustikkoppler
    Beiträge
    975
    • 22. Dezember 2005 um 15:01
    • #11
    Zitat von "Clemens"


    Ich bin nicht ganz ein Freund von A Gitarre über e Amp laufen lassen, da die Acustic einen viel größeren Frequenzbereich abdeckt, als ein Gitarrenamp (E Gitarren Verstärker, ich rede nicht von Accustic Amps) abdecken kann.

    genau das mein ich! steck mal eine egitarre verzerrt direkt in eine pa... da kotzt du garantiert! das gleiche gilt natürlich auch für a-gitarren, besonders wenn sie mit einem piezo abgenommen werden. beide geben direkt über die anlage einen viel zu großen frequenzbereich ab, den die pa vollständiger wiedergibt als ein gitarrenverstärker. aber genau um diese frequenzbeschneidung geht es ja! ein speakersimulator ahmt sie nach, damit es einigermaßen erträglich ist. am besten klingt aber röhrenamp auf mic, ist aber auch am teuersten. da man selten bühnen über 250qm zur verfügung hat, reicht da ein kleiner vollröhrenamp und kein fullstack.

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  • hausmeister
    Verifiziert
    Beiträge
    1.075
    • 22. Dezember 2005 um 20:40
    • #12

    Hi,

    ich kann einige Teile meiner Vorredner bestätigen.

    Eine A- Git klingt nur im leicht angezerrten Bereich.
    Wenn man in die ganz verzerrte Richtung geht hagelt es Probleme mit Feedback und Klang.

    Ich würde evtl einen ganz anderen Ansatz versuchen.

    Ein POD hat eine überaus gigantische A-Git Simulation. Sprich warum nicht auf POD und eine E-Git umsteigen und die A-Git simulieren ??

    Klingt mega gut . Machen wir in der Band genauso .

    Viele Grüße Michael

    Wo is na des Hirn........endlich ONLINE !


    http://www.audio-events.de

    http://www.stage-audio.de
    http://www.pedro-online.de

  • kah
    Beiträge
    111
    • 24. Dezember 2005 um 15:18
    • #13

    Auf jeden Fall mit magnetischem PU abnehmen. Humbucker wird wohl schlecht ins Schallloch passen, aber ich meine, von Fishman gäbs einen single coil mit Dummyspule, der brummt auch nicht. Am besten klingt's dann über einen ordentlichen Röhren-Amp, der muss nicht gross sein (z.b. peavey classic 30), sonst geht auch Tretmine mit Speakersimulation und DI. Ben Harper (s. "Live From Mars") macht einen sehr schönen Akustik-slide sound mit PU, Wah und Marshall. Gegen Feedbacks gibt's von vielen Gitarrenherstellern passende Gummi- oder Plastikeinsätze.

  • markus64
    Beiträge
    14
    • 28. Dezember 2005 um 20:14
    • #14

    Wie sieht denn das aus? Da spielt einer A-Gitarre und heraus kommt eine verzerrte E-Gitarre???
    Das passt nicht, auch wenn's natürlich technisch möglich ist.
    Also günstige E-Klampfe kaufen und Pod.

  • kah
    Beiträge
    111
    • 28. Dezember 2005 um 21:26
    • #15

    Richtig, A-Gitarre verzerrt wird nie wie Strat in Marshall klingen. Wenn das das Ziel ist, sollte man sich andere Mittel suchen. Es ist aber möglich, mit verzerrter A-Gitarre einen interessanten Sound hinzubekommen, der zwar nicht wie E-Gitarre klingt, diese aber durchaus unterstützen kann, und das war ja wohl der Anlass der Überlegungen.
    Übrigens finde ich es dann auch nicht besser, A-Gitarre zu simulieren. Das sieht auch beschissen aus und klingt (egal ob aus Pod, GT8 o.ä.) nicht überzeugend (das Auge isst mit).

  • akustikkoppler
    Beiträge
    975
    • 29. Dezember 2005 um 10:56
    • #16

    man darf halt keine offenen cords spielen und muss die schlagtechnik anpassen. dann kann das schon ganz gut klingen.

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  • der onk
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    462
    • 29. Dezember 2005 um 13:23
    • #17
    Zitat von "kah"

    Übrigens finde ich es dann auch nicht besser, A-Gitarre zu simulieren. Das sieht auch beschissen aus und klingt (egal ob aus Pod, GT8 o.ä.) nicht überzeugend (das Auge isst mit).

    Kommt drauf an...
    Eine E-Gitarre mit zusätzlichem Piezo-PU kommt klanglich mit einer Akustischen mit Piezo absolut mit.

    Aber das Auge... jaja, ich weiß... ;)


    der onk

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