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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Eminence Kappa 10 Durchgebrannt Warum?

  • Janis
  • 26. September 2005 um 00:44
  • Janis
    Beiträge
    74
    • 26. September 2005 um 00:44
    • #1

    Hallo!
    Ich benutze seit einiger Zeit den Kappa pro 10 als Tief-Mitteltöner
    der bis vor kurzem auf einen Hornvorsatz gearbeitet hat.
    Bislang ohne Probleme.
    Nun habe ich das erste mal die "neuen" Tops im Einsatz gehabt indenen er direkt in einem Geschlossenen Gehäuse (ohne Horn) arbeitet.
    Hochpass ca. 120Hz. Ab 2,5kHz übernimmt der 2" Jbl Treiber.
    Für alles darunter gibt es die Subs.
    Im System hat es sich echt sehr gut angehört (Sehr guter Ton, Kick und Tiefbass wie sau...)
    Veranstaltung war eine House Party , bei der es zum Schluss "etwas"
    lauter wurde.
    So in der letzten halben Stunde muss er wohl gestorben sein.

    Ich habe den Tag drauf den Lautsprecher an der Kalotte aufgeschnitten und festgestellt, dass am Übergang von Anschlussleitung auf Schwingspule der Draht "abgeschmolzen" ist. (nicht die Schwingspule!)
    Also Cuttermesser her Kleber abgescharbt, Lötkolben neue Lötstelle und gut ist. (Ich hoffe das hält, aufgrund des jetzt villeicht zu hohen Übergangswiederstandes)

    Das Amping war wie schon immer T-Amp 600. (1ste Version)
    Das die Endstufe unterdimensioniert ist weiß ich, deswegen sind die Limiter in der Digitalweiche so eingestellt, dass bei Vollaussteuerung die Clip lampen am Amp gerade so aufblinken. (FEHLER 1?)

    Dardurch dass der Hornvorsatz fehlt war der Amp natürlich weit mehr aufgerissen als sonst, damit die Tiefmitteltöner trotzdem gut kicken und laut sind.

    Da ich bei 120hz getrennt habe machen die Lautsprecher kaum Hub, so dass natürlich auch kaum Luftkühlung vorhanden ist... (Fehler 2?).
    Da jetzt villeicht die Lautsprecher auf Dauer (gerne mal bei house...) ohne Kühlung 200W leicht clippendes Signal bekommen haben, schätze ich dass das der Grund war...

    Obwohl im Datenblatt sind 500W angegeben... :? naja Datenblatt...

    Jetzt meine Fragen:

    1. Hatte einer von euch auch solche Probleme mit dem Treiber?

    2. Warum erst jetzt durchgebrannt, Im Horn gab es doch noch weiniger Hub (gleiche trennung, gleicher Amp (auch immer am Limit...))

    3. Wielange hält meine gebastelte Lötstelle?

    4. Villeicht doch besser reconen? (Wo bekomme ich Reconekits für wieviel?)

    5. Stärkerer Amp?

    6. Produktionsfehler?

    Ich weiß sind viele Fragen, die man sicherlich nicht pauschal beantworten kann (z.B. Frage3)

    Wäre euch um Feedback trotzdem sehr dankbar!

    Viele liebe Grüße aus Bielefeld!
    Janis Franzke

    P.s. der rechte Mitteltöner hats überlebt (gleiche Endstufe)

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 26. September 2005 um 03:21
    • #2

    Moin,

    die Mehrzahl der Antworten hast Du selbst gefunden. Und doch eine Ergänzung: Durch den Limiter verhinderst Du zwar eine zu hohe Spitzenleistung, die Dein Amp auch nicht liefern könnte, aaaber der Limiter reduziert auch den Crestfaktor, oder anschaulicher: Die durchschnittliche thermische Belastung steigt an. Wo die Schwingspule kurz vorm Limiterthreshold betrieben vielleicht 30 Watt mittlere thermische Leistung verdauen muß sinds im Dauerlimit leicht 100 Watt. (Anschaulichkeitswerte!)

    Die Lösung wäre die Anlage entweder seriös ohne Limiter knapp unter Ampclipping zu betreiben (nicht praxistauglich, ich weiß...) oder einen Limiter mit seeehr laaaaangsamem Release zu nutzen, dann bliebe der Crestfaktor nahezu unverändert.

    Meine Herangehensweise: Meine Endstufen haben railspannungsabhängige Cliplimiter, die verhindern Unfälle durch Rechtecksignale, welche die Schwingspulen augenblicklich verdampfen könnten. Der Rest ist entweder Psychologie mit dem Plattenleger (sinnvoll) oder ein Laaaangsam- Release Summenlimiter, der bei angeliefertem Vollclipsignal (0- Crest) schon mal 10 dB unter Nennleistung der Anlage abriegelt.

    Fazit: Wenn der DJ Mist baut hilft nichts den guten Klang zu retten.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Janis
    Beiträge
    74
    • 26. September 2005 um 14:27
    • #3

    Vielen Dank für diese kompetente Antwort!

    Stimmt, an die release Zeit habe ich nicht gedacht... :(
    Ich werde erst einmal wie Du schon vorgeschlagen hast, die release Zeit höher stellen und dann mal abwarten wie die Lötstelle hält...

    Vielen Dank nochmal, hast mir sehr geholfen...

    lieben Gruß
    janis

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 26. September 2005 um 15:48
    • #4

    Moin,

    gerne!

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • rockline
    Profi
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    • 26. September 2005 um 16:56
    • #5

    Der Fehler mit den abgegangen Zuleitungen habe ich bei Eminence des öfteren beobachtet. Scheint eine ziemlich spuselige Kontaktierung zu sein!

    Die Krönung war letztens ein Eminence Delta 15/300: nagelneu vom Hall geliefert, lag ein Jahr in unserem Lager originalverpackt herum. War als Ersatz für einen Kundenwedge von "KME" gedacht.
    Nachdem nun endlich die Kundenbox "KME" mit dem Chassis repariert werden sollte, machte der flammneue Lautsprecher nicht einen Mucks! Was war: Kontaktierung defekt......ab in den Kübel und gut ist.

    Soviel zu Eminence.

    (Wir haben übrigens etliche Eminence zerlegt die nicht mehr gingen! Von abgefallenen Drähten der Schwingspule, über mit Flammen verbrannte Spulenträger bis hin zu diesen Kontaktierungsphänomenen war alles dabei. Daher sage ich inzwischen überzeugt "nein danke" zu diesen Lautsprechern)
    Stefan

  • treibsand
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    Marktplatz Einträge
    1
    • 26. September 2005 um 17:44
    • #6

    Jep.
    Da kann ich leider nur zustimmen.
    Nachdem ich längere Zeit befürchtete, bei meinen Emmis wäre nur die Lebensdauer überschritten, musste ich ähnliches Feststellen:
    Bei Volllast und extremen Auslenkungen stellen sich die Anschlüsse tot und ein fröhliches krächtzen ertönt. Das ist aber auch genauso schnell wieder weg, wenns etwas weniger Pegel gibt. :roll:
    Nicht spassig, ein solches Phänomen zu suchen... :evil:
    Eminence halt...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • daniel l
    Beiträge
    74
    • 26. September 2005 um 21:22
    • #7

    Janis

    am clipping der t-amp sollte es nicht gelegen haben.

    Irgendwer im Forum hat mal gemessen, dass die Clip-Leds ein bisschen zu früh einsetzen.

    mfg Daniel

  • Hörnli
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    • 27. September 2005 um 00:53
    • #8

    Moin,

    ich hatte bis heute deutlich mehr Ärger mit JBL und EV als mit Eminence. Meine Emmis laufen. Wars billig ists klar, muß ja Mist sein. Wars teuer traut man sich nicht, die Blödheit zuzugeben teuer gekauft zu haben. Alles gaga, Eminence ist gute Massenware, in für amerikanische Verhältnisse ordentlicher Qualität. Ich halte mich derzeit noch ein wenig zurück mit dem Verriss von Forumlieblingsmarken, aber was man in europäischen Kartons so findet, naja.... Jedenfalls, wie soll ein LS denn bei Überlastung kaputtgehen? Klar lötet sich die Spule ab, oder der Kleber hält die Drähte nicht mehr, oder die Pappe reißt, oder, oder... Das ist kein Eminence- Problem, sondern eines derjenigen die keine Ahnung haben.

    Wem diese Post nicht passt, der kann ihn ja löschen.

    Dann muß derjenige aber auch eine Marke nennen die über alles erhaben ist, danke! Ich würde schon mal wieder gerne für Qualität Geld ausgeben.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Thorgy
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    1.146
    • 27. September 2005 um 07:15
    • #9

    Also Hörnli,
    wenn du jetzt schon so einen netten "Auftacktpost" :D gestartet hast, dann würde mich jetzt schon interessieren, welche Beispiele du so alles hast!
    Mich als alten "Lowkost Speaker User" würde das mehr als freuen, Tatsachenberichte zu hören, die auch mal über die teuren gehen.
    Grüße

    Ich bitte von Mails, wie "Schick mal die Daten für die 3 Wegekiste", abzusehen. Danke.

  • Emigament
    Beiträge
    128
    • 27. September 2005 um 07:29
    • #10

    naja, das thema eminence gabs ja hier schon öfter. und viele, vorallem von denen die lautsprecher auch selber bauen und entwickeln, äußern sich meist positiv darüber. gerade wegen des herausragenden preis-leistungs-verhältnisses. muss halt nur die richtigen modelle rauspicken und die dann seriös behandeln...

    allerdings finde ich es interessant das rockline das ding schon kaputt aus dem karton zieht. er hatte also erst gar nicht die gelegenheit den ls kaputt zu schießen :D .

    schließe mich aber thorgy an, kann mir nämlich JBL und eV nicht leisten :wink:

  • rockline
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    Beiträge
    4.440
    • 27. September 2005 um 19:03
    • #11

    Rockline ist ja nun keine allzu kleine Bude, von daher würde ich unseren Bestand an Pappen (alles in allem) mal auf rund 100 Stück schätzen.

    Rockline betreibt die Handhabung von Lautsprechern auch nicht erst seid gestern, sondern schon runde 20 Jahre!
    In dieser langen Zeit haben wir von Electro Voice, ATC, Gauss und JBL bis hin zu 80% RCF Bestand alles gehabt.

    Also Erfahrung satt. Die Eminence Chassis kannte ich schon aus einer Zeit als Hall nahezu nur Fane verdealte, da war von Eminence keine Rede. Trotzdem ließ auch ich mich eine Zeit lang verleiten aus diversen Sonderaktionen den einen oder anderen Eminence zu ordern.
    Verkauft haben wir einige, insbesondere die Modelle Kappa 12 und Kappa 15. Selber benutzt hatten wir Kilomax 18 und Sigma 18, sowie einige Delta 10. Speziell die Kilomax waren der Gau schlechthin: Leise, teuer und nicht sonderlich haltbar.
    Nahezu alle Eminence haben wir zerrockt. Das kommt zum einen durch klare Überlastung aufgrund mangelnder akustischer Leistung, zum anderen durch sparsame Spulenfertigung!

    Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären warum so manches Eminencechassis einfach keinen Durchgang mehr hat, und dabei nicht mal scheuert oder sonstwie mechanisch in den Wicken hängt? Ich habe aber auch den einen oder anderen mit dem Cuttermesser seziert: entweder hat man fehlende Spulen/Zuleitungsverbindung, oder ganz krass die letzte Wicklung (eine einzige Drahtwindung) abgefallen und in zwei Teilen!

    Nun sage ich es mal so: Eminence fertigt tatsächlich massenhaft OEM, demnach sollten sie wissen wie man Lautsprecher baut.

    Aber allen Eminencefreunden sei folgende Frage erlaubt: Welcher 18" aus deren Angebot ersetzt mir beispielsweise einen RCF P300?
    Antwort: den gibt es nicht mal, auch wenn er ebenfalls 280.- Brutto kosten würde!
    Gibt es denn einen Pendant zb. zum RCF L12110PK? Antwort ebenfalls negativ!
    Es gibt definitiv nicht einen einzigen Eminence Lautsprecher der ansatzweise die akustische, geschweige denn die elektrische Leistung bietet!
    Zu EV und JBL noch folgendes: JBL ist schon ein stabiler Lautsprecher, keine Frage. Bei EV gehe ich besser in Deckung......die Reconekits aus damaliger Zeit möchte ich heute nicht mehr lagern: da reicht ein Kellerraum nicht für aus! Und wir konnten die damals selber reparieren.

    Ich spreche allerdings nicht für die Scharen von Anwendern die sich Boxen für 15 Gigs im Jahr bauen, für die ist Eminence ganz ok, da das Produktangebot reichhaltig ist.
    Enttäuschend ist die Preisgestaltung: billig ist das ja nicht! Ich erkenne wirklich keine Vorteile bei Hall für Eminence gegenüber italienischen Markenchassis. Die mitunter geringe Differenz zahlt sich in 4 - 6 Jahren wirklich problemlosem Betrieb aus!

    Bitte laßt mir meine Erkentnisse. Ich habe es wirklich nicht mehr nötig Eminence herabzudiskutieren, die Dinger sind für uns nahezu uninteressant. Aber unsere wirklich fundierten Erfahrungen mit Lautsprechern, Herstellern und diversen Modellen kommen nicht von ungefähr. Die beschriebenen Probleme können als typisch für Eminence gesehen werden, bei RCF zb. hängt wirklich die Membrane schief (abgerissen) oder die Spule ist richtig geqollen - das kommt auch da vor, aber dann hat so ein Chassis auch 180 Gigs gespielt!
    Stefan

  • rockline
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    • 27. September 2005 um 19:18
    • #12
    Zitat von "Hörnli"

    Jedenfalls, wie soll ein LS denn bei Überlastung kaputtgehen? Klar lötet sich die Spule ab, oder der Kleber hält die Drähte nicht mehr, oder die Pappe reißt, oder, oder... Das ist kein Eminence- Problem, sondern eines derjenigen die keine Ahnung haben.
    Gruß

    Hierzu ganz kurz: selbstverständlich gehen auch RCF kaputt. Auch die haben wir nicht nur einmal reconen müssen. Beim RCF gibt es einen Standardfehler in den Sicken, dass ist meist das Ende der Membraneinspannung!

    Die Spulen und speziell die Spider sind enorm stabil gebaut. Nahezu alle Chassis dieser Liga haben Kühlschlitze im Übergang Korb/Magnet, die Zuleitungen zur Spule und weiterhin der interne Verbindungsweg sind so solide verklebt, dass es bei uns noch nie zu einem Spiderriss gekommen ist - sowas kenne ich nur von EV und Eminence. Selbst JBL Chassis sind da recht robust. Obwohl ich da auch schon Kameraden gesehen habe deren Schwingspule/Kalotte sich komplett aus der Membrane gearbeitet hatten!

    Bei RCF kommen hin und wieder lose Staubschutzkalotten bei gewissen 12er Modellen vor, die S800 und P300 Modelle leiden an Sickenrissen, alle RCF Spulen halten enorme Leistungen aus, können aber bei großer Überlastung genauso verziehen wie alle anderen LS auch. Keine Frage - aber die Grenze bis dahin liegt weit höher als bei Eminence &Co!

  • Thorgy
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    1.146
    • 27. September 2005 um 19:52
    • #13

    Ring Frei würde ich da mal sagen!

    Ich bitte um Gegenbeispiele!


    rockline
    Deine Aussagen wirken nicht herabsetzend. Sie schildern wohl deine Erfahrungen, wie ich finde auch sehr objektiv. Allen Respekt für diesen Text, das gefällt mir.

    Ich bitte von Mails, wie "Schick mal die Daten für die 3 Wegekiste", abzusehen. Danke.

  • Hörnli
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    • 27. September 2005 um 22:00
    • #14

    Moin,

    @ rockline: mit dem "keine Ahnung haben" habe ich dich ohne es zu wollen, heftig angepiekst. Keine Ahnung haben meint einen RCF für Emmi- Preise haben zu wollen.

    Sucht man jedoch das übliche Low- Budget 15" Chassis findet man im 15 Beta einen brauchbaren, passabel gefertigten Budget Massen Speaker, der immerhin gut genug ist in der passiven JBL EON 15 verbaut zu werden :wink: Sucht man da beim Wettbewerb wird man durchaus fündig, doch der Preis schon bei kleiner Stückzahl ist verlockend. Und richtig eingesetzt (in der passiven EON klingt der grauslig) kann man, das Transpotvolumen verachtend, geile, billige PAs damit bauen. Daß ich dem 15 Beta keinesfalls, niemals nicht, mehr als die Verdauung von 100 Watt zutraue, sei den "Ahnungslosen" mitgeteilt, und auch daß er mit mehr als 100 Watt auch klanglich nicht mehr Akzeptabel ist. 24 Stück in riesigen Gehäusen an 3 kW produzieren jedoch einen wunderbar entspannten Ton. Und mir einem Budget1"er und einem riesigen Gehäuse kann man zum absoluten Taschengeldpreis eine weitaus bessere 15"/1" Partybox bauen, als es die Chinesen oder JBL oder HK- Roadworks jemals anbieten.

    Ich hatte mal RCF Wedges, 15 P 520 waren da glaub ich drin, die habe ich genauso gut behandelt wie sie gutes Geld gekostet haben. Aber ich habe den Zusammenhang Preis Leistung wohl überschätzt und Die Membranen weichgespielt. Eine Membrane, die in der Haltbarkeit einem EV 15B deutlich unterlegen war.

    Letztendlich möchte ich damit sagen: Postet Eure negativ, wie auch positiv- Erfahrungen hier im Forum. Vor allem über neue Produkte; vor vielen Produkten wäre ich in der Vergangenheit gerne gewarnt worden.

    Bei mir sinds nun 15 Jahre..... Murks, Schund, Trash.... Bananen die beim Kunden reifen und kein Ende. Schon wieder habe ich für teures Geld Murks erhalten. Wenn die nächste Lieferung nicht besser ist, fällt ein Forumlieblingshersteller, ja, ich bin wütend!!!
    Es kann doch nicht sein, daß ich die arme Sau bin, die den einzigen Murks der letzten 2 Produktionsjahre geschickt bekommen hat.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Janis
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    74
    • 28. September 2005 um 01:33
    • #15

    Danke nochmal an alle...

    Was ist eigentlich von Fane und BMS zu halten? (Insbesondere die BMS 15er)
    Die werden jetzt ja auch von Hall vertrieben...

    gruß janis

  • Thorgy
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    1.146
    • 28. September 2005 um 05:56
    • #16

    Apropos Hersteller,
    gerade fällt mir da auch etwas nettes ein:

    Neulich bei Ebay!
    Da habe ich 18Sound Speaker ersteigert, weil ich mir diese auch mal ansehen wollte. Leider hat man mir dann mittgeteilt, dass man den oder die Speaker nicht ausliefern könne, da die Schwingspulen verzogen wären und somit am Magnet streifen würden. Und das bei einigen Chassis.

    Ist denn das normal? Also bei Emi ist mir das noch nicht passiert.

    Ich bitte von Mails, wie "Schick mal die Daten für die 3 Wegekiste", abzusehen. Danke.

  • Thomas
    Verifiziert
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    10.847
    • 28. September 2005 um 08:40
    • #17

    1.) Vieleicht sind sie zu billig rausgegangen und der verkäufer hat sich was ausgedacht... passiert ja nicht das erste mal.

    2.) kriegt man bei jedem chassis den schwingspulenträger/Die Schwingspule krumm wenn mans absolut übertreibt.
    Irgendwo muss die Leistung ja bleiben bei nem Wirkungsgrad von nen paar %... z.B. kann man mit 400 Watt Gleichspannung so ziemlich jeden Lautsprecher in Sekunden zerlegen.

  • Sound-Klinik
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    • 28. September 2005 um 09:21
    • #18

    Diese Markendiskussionen führen zu nichts. Wenn man ein Entwicklungsprojekt abwickelt, dann schaut man sich die vorgegebenen Randbedingungen an (Performance, Ausstattung, Größe, Gewicht, Preis ...) und wählt dann Komponenten aus, mit denen man die Anforderungen erfüllen kann.

    Auch Eminence hat brauchbares ... und weniger geeignetes ... Material im Angebot - kommt einfach auf den konkreten Einzelfall an.

    Und "weniger geeignete" Chassis werden auch von vermeintlich "professionelleren" Anbietern - z.T. dann auch zu nicht immer ganz angemessenen Preisen - verkauft.

    Da ich sowieso jedes Chassis VOR dem Einlagern messe (Meß-Equipment ist sowieso immer betriebsbereit aufgebaut ...), habe ich da keine Probleme ... und defekte Chassis (oder welche, bei denen die Specs nicht korrekt sind ...) gehen dann unmittelbar zurück an den Absender - und seriöse Anbieter haben damit auch keinerlei Probleme.

    Viel problematischer finde ich Vertriebe, deren Produkte hier im PA-Forum teilweise dauergelobt werden ... und die dann entweder dauerhaft nicht erreichbar sind ... oder wo die Lieferfähigkeit unzuverlässig oder sonst irgendwie fragwürdig ist.

    Ich nenne hier keine Namen, weil ich potentielle Probleme lieber mit den jeweiligen Lieferanten kläre (... was auch - finde ich - der bessere Weg ist !). Und Anbieter vermeintlich brauchbarer Chassis, die einen unprofessionellen Vertrieb haben, sind für mich dann auch eher uninteressant.

  • rockline
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    • 28. September 2005 um 16:28
    • #19

    Ich finde es gut das die Diskussion hier sachlich verläuft. Vielen Dank dafür!

    Fangen wir nochmal bei grundsätzlichem an:
    jeder Lautsprecher - egal welcher Hersteller - hat bei Nutzung zwei Hauptfeinde: Temperartur der Spule, und mechanische Beanspruchung durch Auslenkung!
    Es gibt noch einen Nebenfeind und der heißt Korrosion. Damit ist aber nicht der Magnet alleine gemeint sondern die Kontaktschweißung Zuleitung/Spule (Alu, Kupfer)! Desweiteren kommen Teilschwingungen im Übergang Membrane/Schwingspulenträger vor, die zb. bei zu hoher Cutoff Frequenz die Leiterbahnähnlich aussehenden Zuleitungen zur eigentlichen Schwingspule durchreißen!

    Das Chassis entwickelt einen "Wackelkontakt".

    Ebenso gibt es diverse Schwingspulenträgerwerkstoffe! Ein bekannter Lautsprecherhersteller verwendete bei einigen Modellen gerne Träger aus Papier(Pappe)!
    Wir hatten seinerzeit auch davon einige Chassis im Gebrauch, die schabende (eirig verzogene) Rohre hatten! Sogar die Reconekits waren unrund, so das eine Reparatur nicht immer machbar war bis man nedlich eine wirklich runde Spule bekam.

    Bei Reconekits sind übrigens alle Teile einzeln; also Membrane, Kalotte, Spule, Spider usw. hängen nicht am Stück!
    Das derart anfällige (eirige) Spulen bei Hitzeeinwirkung nicht besser werden ist klar - oder? Von diesen Chassis haben wir sehr schnell Abstand genommen, Hersteller nenne ich nicht.

    Electro Voice: in den 80er Jahren mein Favorit! EV15B im Doppel W-Bin in Massen war unser Fundament.
    Und dabei lernte ich auch die Schwächen dieser Chassis kennen: zu kleiner Spulendurchmesser - hat keine Möglichkeit der Krafteinleitung auf die Membrane, schwache Spider die gerne in sich reißen und Spulen die bei hoher Belastung dicker werden!
    Diese EV Chassis hatten wir in hoher Anzahl reconed. Und wir wurden immer frustrierter, weil die LS einfach nicht die Strapatzen aushielten. Ein weiteres Phänomen waren regelrecht zerfetzte Pappen, mit noch tadellosem Spulenbereich!! Das kam auch vor, entweder durch zu harte Hornladung (EV 15B im Martinbin) oder zu hohe Cutoff im Midhorn (wohlgemerkt 15er in älteren 4560 Konstrukten). Ursache war wohl die zwar wirkungsgradstarke aber doch sehr leichte (dünne) Pappe!

    JBL: hier hatten wir mit 18" eher wenig Probleme, mit den damals bei uns verwendeten E120 (12er im Midbereich) wesentlich mehr! Der E120 (und sein Kollege 22irgendwas mit Pappkalotte) schafften es die komplette Schwingspule aus der Membrane herauszureißen! Diesen Fehler hatten wir zigmal beobachtet, woran es letztlich lag kann ich bis heute nicht verstehen: das Teil hatte 100mm Spule und sollte entsprechend fest die Verbindung Membrane/Spule aufweisen.

    RCF: diese Lautsprecher (ich sage es ganz offen) sind meiner Ansicht nach die robustesten die ich kenne. ICH KENNE NICHT ALLE LS-HERSTELLER, daher mein subjektiver Eindruck.
    RCF Chassis sind bei uns in sämtlichen Subs, Fullrange und Mittensystemen. Das kommt nicht zuletzt aus der großen Zahl an GAE Kisten, aber auch in einigen Eigenbauten haben wir die verbaut.

    Und wie ich bereits sagte fällt mir in erster Linie das einreißen der Sicken bei wirklich gelaufenen Bässen auf! Was ich noch nie sah waren abgerissenen Spulendrähte oder flatternde Spider! Das ist so stabil geklebt - unfassbar.
    Zur Zeit habe ich einen defekten S800 mit schabender Spule. Auch das gibt es, und ich werde mal ein Foto von der Sache hier einstellen damit man das vergleichen kann. Und in meiner unendlichen Güte knipse ich auch einen defekten Eminence Sigma 18 (sofern mein Kollege den nicht gekübelt hat) und man mache sich ein Bild über Unterschiede.

    Aber grundsätzlich gilt: es gibt keinen ewig haltenden Lautsprecher! Besonders clippende Amps und zu hohe Cutoff verkürzen die Lebensdauer. Daher hat man es sehr oft mit falscher Anwendung zu tun.

    Noch eine Ehrenrettung zu Eminence: wir haben einen Kunden der Diskotheken betreibt. Bei Wartungsarbeiten in einem Club mussten sämtliche darin eingebauten 18" Fostex Chassis getauscht werden! PA war irgendwas von Bell, und aus Kostengründen (es ging dem Laden nicht sonderlich... :( verbaute ich auf die schnelle Eminence Kappa 18! Bomm....das sitzt, oder?
    Und was ist? Spielen bis heute! Moderarter Pegel aus den via Digico kontrollierten BELL Endstufen, keine allzu harten Anforderungen an Sound und Pegel und alles ist gut. Auch das gibt es!

    Aber: kein Licht ohne Schatten, im echt wilden RnR Geschäft knicken die Chassis dieser US Schmiede schnell ein. Zumindest die aus dem öffentlichen Handel! Diese Erfahrung haben wir ja unweigerlich machen müssen, da auch wir vor vielen Jahren den Verlockungen der blühenden Werbung und günstigen Angebote erlagen.
    Naja, ich stelle mal einige Bilder ein und dann sehen wir mal weiter! Habe auch noch das Foto der bis zur Unkenntlichkeit geschmolzenen Eminence Kappa 15 Spule aus einer längeren Dryhiregabe in der KöPi Arena Oberhausen!
    Stefan

  • Thorgy
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    1.146
    • 28. September 2005 um 16:41
    • #20

    Applause für diesen Beitrag!

    @ Rockline
    Mit der zu hohen Cutoff Frequenz fehlt dann wohl die Kühlung- oder interpretiere ich das flasch?

    Ich bitte von Mails, wie "Schick mal die Daten für die 3 Wegekiste", abzusehen. Danke.

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