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Monitormix mach PA-mix kaputt

  • microb3
  • 1. November 2005 um 16:21
  • microb3
    Beiträge
    6
    • 1. November 2005 um 16:21
    • #1

    Ich hab da ein Problem in einem Raum (Grösse 17 x 25 x 2,5mtr.)
    Es handelt sich um eine Festinstallation.
    Wenn ich den PA-Mix mache klingt das ganz ordentlich.
    Wenn ich dann unabhängig den Monitormix mache klingt der auch ganz ok.
    Wenn ich dann beides zusammenlaufen lasse, hab ich Feedbackprobleme in Bass und Mittenbereich. Die Anlage besteht aus 1 stk. KME ASS 18 aktiver Bass mit integrierter Enstufe für 2 Satelliten. Satellitenlautsprecher sind 2 x JBL 2/15. (!5" Bass und Horn). Im Monitorbereich sind 2 stk. JBL 12" mit Horn (Gesang) und ein T-Box 15" mit Horn (Schlagzeug).
    Ich hab mir schon überlegt keinen extra Monitormix zu machen, sondern das ich das PA Signal einfach nochmal über die Monitore gebe. Oder muss ich ganz diffiziel die Equalizer einstellen, um so das Feedback zu killen?
    Könnt ihr mir da was raten? :D
    Grüsse Andy

  • niggles
    Profi
    Reaktionen
    843
    Beiträge
    4.312
    • 1. November 2005 um 16:45
    • #2
    Zitat von "microb3"

    Ich hab da ein Problem in einem Raum (Grösse 17 x 25 x 2,5mtr.)
    Es handelt sich um eine Festinstallation.
    Wenn ich den PA-Mix mache klingt das ganz ordentlich.
    Wenn ich dann unabhängig den Monitormix mache klingt der auch ganz ok.
    Wenn ich dann beides zusammenlaufen lasse, hab ich Feedbackprobleme in Bass und Mittenbereich. Die Anlage besteht aus 1 stk. KME ASS 18 aktiver Bass mit integrierter Enstufe für 2 Satelliten. Satellitenlautsprecher sind 2 x JBL 2/15. (!5" Bass und Horn). Im Monitorbereich sind 2 stk. JBL 12" mit Horn (Gesang) und ein T-Box 15" mit Horn (Schlagzeug).
    Ich hab mir schon überlegt keinen extra Monitormix zu machen, sondern das ich das PA Signal einfach nochmal über die Monitore gebe. Oder muss ich ganz diffiziel die Equalizer einstellen, um so das Feedback zu killen?
    Könnt ihr mir da was raten? :D

    Alles anzeigen

    Ja: Beim Soundcheck zuerst den Monitorsound einstellen und dabei darauf achten, daß die Bühnenlautstärke nicht überhand nimmt. Wenn sich dann jeder ordentlich hört die Band spielen lassen und nach und nach die Instrumente auf der Front dazufahren, bis das Klangbild stimmt. Erst wenn es dann im Saal wirklich zu leise ist sollte man auf der Front noch mal richtig Gas geben. Meist kommt es aber gar nicht so weit, weil Bühnensound+Streuung der Monis+Gesang, BD, Snare, Bass und etwas Unterstützung für die Gitarren, Bläser usw. auf der PA zusammen eh schon ein ordentliches Brett ergeben. Wenn das wiederum zu laut ist, sollte die Band ernsthaft darüber nachdenken wie man die Bühnenlautstärke durch Spieldisziplin, geschickte Amp-Aufstellung und evtl. anderes/zusätzliches Equipment (100W Marshall Fullstack ohne Mastervolume in einem 200er Club geht nun mal schlecht ohne Powerbrake, wenn man nicht auf Endstufenzerre verzichten will...) auf ein erträgliches Maß verrringert.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • gezz-abba
    Gast
    • 1. November 2005 um 16:45
    • #3

    mahlzeit,

    Ich fang mal an: Das System Mikrofon <>Monitor<> PA korrespondiert auf vielfältigste unergründliche Weise miteinander. Durch Überlagerung beider signale ( Monitor und PA) kommt es zu einer weiteren Überhöhung und Auslöschung einzelner Frequenzen ( Interferenzen), welche wiederum vom Mikrofon aufgenommen und zurückgespeist werden. Jedes System einzeln mag in sich stimmig sein. Aber dann.....
    Eine vernünftige Filterung beider System ist von nöten. Beim Monitormix auch die PA laufen lassen und eventuelle Resonanzen absenken. Vor allem mit Percussiven Signalen lassen sich einzelne angeregte Feedback-Frequenzen des Systems beim Ausschwingen schön hörbar machen. Im Einzelfall ist es immer recht schwer, den genauen Verursacher zu eruieren. In der Regel reicht es , da einfacher , die PA neu zu filtern, bevor man lange und umständlich den korrespondierenden Monitorweg gefunden hat, der allerdings selber schon vernünftig eingepfiffen werden sollte. Ich verwende hierfür meist ein PinkNoise Signal, lege es mittelleuat auf den Moni, richte das entsprechende Mikro DIREKT auf den Monitor, ziehe es langsam auf, während durch das Rauschsignal die einzelnen Resonanzen nacheinander angeregt werden. Hat man erstmal die ersten 4-6 Resonanzen weg, dann das Mikro etwas verrücken und nochmal das ganze . Ist es dann sauber hat man schon einmal eine vernünftige Basis. Das selbe mache ich in schwierigen Räumen mit der PA. Mikro drauf und los gehts ... Hat sich bewährt, auch ohne Messmikrofon. Ein praxisgerechtes Beta 58 reicht dafür . Maximal soweit aufziehen, wie es für einen brauchbaren Gesangspegel + 3-6 db Reserve ausreicht . Statt mit dem 31-Bänder ist der Parametrische EQ hier klar von Vorteil ( und ich trottel hab damals meinen TC verscherbelt .. )
    Öfter mal das PinkNoise muten, um eventuell respondierende Nachschwingungen festzustellen . Das geht aber nur wenn man VIEL zeit hat, was bei festinstallationen kein Thema ist.

    gruss,
    arnt

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 1. November 2005 um 16:46
    • #4

    Dann fang ich mal an: Kann es sein, daß die PA am/im Limit ist? Pumpt/Komprimiert? Was koppelt denn, die Front oder der Monitor? Was heißt, Du machst den Monitormix, dann den Frontmix? 2 Mischpulte? Oder gesplittete kanäle auf einem Mischpult, oder nur ein Kanal, und den vielleicht noch komprimiert?

    Fragen über Fragen... 8)

  • gezz-abba
    Gast
    • 1. November 2005 um 16:50
    • #5

    ääätsch, zweiter !!!

  • dasich
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    960
    • 1. November 2005 um 16:55
    • #6
    Zitat von &quot;niggles&quot;


    Ja: Beim Soundcheck zuerst den Monitorsound einstellen und dabei darauf achten, daß die Bühnenlautstärke nicht überhand nimmt. Wenn sich dann jeder ordentlich hört die Band spielen lassen und nach und nach die Instrumente auf der Front dazufahren,

    Das kann aber auch ganz schön nach hinten los gehen.
    Fehlt die Front, fehlt auf der Bühne auch das was von vorne zurück kommt.
    Resultat: die Monitore werden noch lauter.
    Zu dem kommt das bei manchen Mixern der Auxweg bei pre Fader nicht pre EQ ist, hast du also das Monitoring eingestellt und fährst die Front dazu wirst du wohl auch an den EQ wollen, somit ist den Monitoring wieder fürn Ar...

    Aber leider hab ich auch kein Allheilmittel für das Problem, was einen schon zu Verzweiflung bringen kann.
    Womit wir wieder beim Thema IEM wären.....

    Es grüßt der Stephan

  • niggles
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    4.312
    • 1. November 2005 um 18:26
    • #7
    Zitat von &quot;DasIch&quot;

    Das kann aber auch ganz schön nach hinten los gehen.
    Fehlt die Front, fehlt auf der Bühne auch das was von vorne zurück kommt.
    Resultat: die Monitore werden noch lauter.

    In der Regel bleibt die Monitoreinstellung ja auch nicht festgenagelt stehen, wenn man die Front dazufährt. Kleinere Korrekturen sind fast immer nötig, aber man umgeht zumindest das Hauptproblem daß man sich einen guten Frontsound durch lautes Monitoring komplett vermatscht, weil der Monitorsound quasi schon Bestandteil des Frontsounds ist.

    Zitat


    Zu dem kommt das bei manchen Mixern der Auxweg bei pre Fader nicht pre EQ ist, hast du also das Monitoring eingestellt und fährst die Front dazu wirst du wohl auch an den EQ wollen, somit ist den Monitoring wieder fürn Ar...

    Einen Tod muß man halt sterben... Wenn die Monis ordentlich eingepfiffen wurden und nicht gerade völlig bescheuert stehen (z.B. ein einzelner Wedge vor einem Sänger, der unbedingt sein eigenes MD441 verwenden will...) kriegt man auch mit sparsamem EQ-Einsatz einen ganz ordentlichen Bühnensound hin (Jetzt mal die übliche pre fader Aux post EQ-Konfiguration vorausgesetzt) . Wenn dann noch die Front was taugt und gut eingestellt wurde muß höchstens beim Schlagzeug und den Gitarren etwas drastischer geschraubt werden, was meistens auch auf der Bühne noch ganz gut funktioniert. Und für die ganz harten Fälle greift man halt zum Y-Kabel und verpasst dem einen oder anderen Kanal doch ein eigenes Monitor-EQing..

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • treibsand
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    1
    • 1. November 2005 um 18:55
    • #8

    So, jetzt ich... :wink:

    IEM und Festinstallation (mit wechselnden Bands) beisst sich IMHO in dieser Grössenordnung.
    Da der Raum verdammt niedrig ist, würde ich das auch über den Bühnensound zu regeln versuchen.
    Das heisst:

      - Disziplin !!! Die Musiker sollten möglichst leise spielen.
      - guter Bühnensound: Eine erfahrene Combo sollte es schaffen, schon ohne viel Monitoring nur durch aufstellen und ausrichten der eigenen Backline einen möglichst homogenen Eigensound zu schaffen.
      - Prioritäten: der Frontsound hat Vorrang. Erst wenn er steht kann das Monitoring stützend (!!) eingesetzt werden. Ich behaupte einfach mal, daß der Bühnensound ebenso unter dem Frontsound leidet, wie umgekehrt. Da du dich aber während des Gigs am Frontsound orientierst, muß dieser stehen, um gleichbleibendes Monitoring zu emöglichen.
      - ein schalltoter Bühnenbereich. Wenn ihr bauliche Maßnahmen realisieren könnt, versucht doch mal, den Bühnenbereich etwas zu entschärfen.
      Meiner Erfahrung nach kann eine gescheite Dämmung des Mittenbereiches zu einem wesentlich besseren Bühnensound führen. Beton, Glas und glatte Flächen sind der Tod auch fürs Monitoring. Eine Abgehängte Decke kann was reissen, allerdings sind 2,5m auch nicht grad viel, um da noch eine Dämmung drunterzubasteln.

    Noch 'n Tip:
    2 Wedges und ein Drumfill sind auch gerne zuwenig.
    Je nach Bühnengrösse (bei 17x25m geht ja einiges...) und der Zahl der Musikusse brauchts da etwas mehr, für eine gleichmässige Bühnenabdeckung.
    Mein Tip: die beiden 12"/Horn Wedges für den (Haupt-)Gesang, je einen ähnlichen Wedge für den Bühnenbereich rechts und Links davon (Gitarre/Bass/Background/Keys etc.pp) und den "Drumfill" mit Horn auf Ohrhöhe.
    Je dichter das an die Musiker ranrutscht, umso leiser können die Monitore.
    Sobald nur 2 Boxen eine Bühnenbreite von über 4m abdecken müssen, wunderts mich nicht, wenn die zu laut werden und die Front übertönen...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

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