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Sirus Digitalendstufen

  • tontechniker
  • 22. August 2006 um 15:34
  • tontechniker
    Beiträge
    1.579
    • 22. August 2006 um 15:34
    • #1

    So Leute ... lasst mal hören :grin:
    http://www.mediazero-shop.de/catalog/produc…roducts_id/5038

    hatte die schon jemand in den Händen? Die Daten sehen ja für den Preis sehr vielversprechend aus!

    LG. Tontech


    @Mods: Sry für Shoplink ... ich hab auf der http://www.sirus-pro.de HP nichts über die Digi-STufe gefunden!

    Souveränes Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit!

  • scanzy
    Beiträge
    782
    • 22. August 2006 um 17:39
    • #2

    - Leistung: 8 Ohm 2 x 1000 Watt RMS
    - Leistung: 4 Ohm 2 x 1700 Watt RMS
    - Leistung: 2 Ohm 2 x 3000 Watt RMS

    Naja, solche Leistungen und dann noch Digital für diesen Preis? Hm...

    Lockt zwar, aber ich denke dass Du da nicht allzuviel von erwarten kannst, ohne dass ich sie kenne. Wäre zwar mal interessant ne Meinung von einem Besitzer zu hören, aber naja...

    Geht es dir mehr um das digitale (also das Gewicht) oder die Leistung?

    Wenn es dir um die Leistung geht, nimm ne herkömmliche, denn für 1000 EUR bekommt man da schon was kleines, sei es ne T-Amp. Wenn`s denn doch digital sein soll und Du diese Leistung brauchst, kauf dir was besseres. (Notfalls sparen)

    Soviel zu meiner Meinung!

    MfG

  • mischpultschorsch
    Profi
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    9
    Beiträge
    3.503
    • 22. August 2006 um 17:47
    • #3
    Zitat von "Tontechniker"

    Sry für Shoplink ... ich hab auf der http://www.sirus-pro.de HP nichts über die Digi-STufe gefunden!

    Den deutschen Vertrieb macht offiziell auch B&K Braun (http://www.b-und-k.de) und kein Ebay- oder sonstiger Onlineshop

  • tontechniker
    Beiträge
    1.579
    • 22. August 2006 um 19:32
    • #4
    Zitat von "mischpultschorsch"

    Den deutschen Vertrieb macht offiziell auch B&K Braun (http://www.b-und-k.de) und kein Ebay- oder sonstiger Onlineshop

    achne ... trotzdem kann man ja mal auf der Herstellerseite ein Datenblatt verlangen!

    Souveränes Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit!

  • manuela
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    9.103
    • 22. August 2006 um 20:06
    • #5

    Ich sag nix ohne meinen Oszi :grin:
    bis auf dieses: 1HE ist nett, ich hab selber lange damit rumgespielt, mußte aber letztendlich eingestehen: wenn sie warmläuft hast du unüberhörbar Auskunft darüber, daß in ihr 2 kleine fiese High-Speed-Lüfter werkeln. Die Lautstärke davon könnt ihr kalkulieren mit 46dB(A)/1m im Warmzustand.
    Wenns also irgendmöglich ist - 2HE kaufen, da hats auch Platz und nettere Teilchen :wink:

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • scanzy
    Beiträge
    782
    • 23. August 2006 um 01:57
    • #6

    Manu:

    Hast Du denn genau diesen Amp getestet? Wie tut der`s denn sonst so?

    MfG

  • manuela
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    9.103
    • 23. August 2006 um 07:06
    • #7

    nein deswegen sag ich ja auch nix (ohne meinen Oszi)
    Das Geräuschproblem haben alle 1HE PWM, da man aus Platzgründen nur die kleinen 40er Lüfter einbauen kann. Da die normale Variante wie sie zB für PC CPUs eingesetzt wird, zuwenig Luftdurchsatz macht, wurden dafür spezielle High Speed Lüfter entwickelt, und die machen eben ausgesprochen laut ihre Arbeit ( 7.200 upm) wenn das Gerät so warmgelaufen ist daß es aufregelt. Bei Veranstaltungen mit besonderem Anspruch auf Ruhe (Klassik etc) setze ich aus Prinzip keine 1HE mehr ein.
    Andere Hersteller haben das erkannt und bieten ihr Gerät wahlweise in 1HE oder 2HE an, als Beispiel dafür sei ASID genannt.
    Wem es egal ist, der kann sorglos auch die 1HE einsetzen.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • davy gabriels
    Beiträge
    116
    • 6. Oktober 2006 um 20:09
    • #8

    Hi, I also have a sirus SXA800 amplifier, but the problem I see is that it had a very strong 50hz rumble, has anyone also noticed this on the SXA range amplifiers? otherwise I will also order the SXA1000, because they give plenty of power.

  • secluded
    Profi
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    • 6. Oktober 2006 um 22:21
    • #9

    seit kurzem bin ich auch im Besitz einer Sirus Endstufe, die ich gebraucht mit wenig Laufzeit (ca. 30 Stunden) gekauft habe.
    Typ: SIRUS SXA-400
    Digitaler EQ 7-Band, 2x 400W bei 8Ohm Leistung (welches auch meine HK's gut auslastet).
    Das große Problem bei dieser 2HE Endstufe ist nur der, daß die eingebauten Lüfter extrem Laut sind. Dies fängt schon beim Anschalten damit an. Genaue Lautstärke kann ich nachmessen, falls es jemanden interessiert.
    Von der Leistung und dem Klang bin ich relativ überzeugt. Gibt ein paar Kleinigkeiten, die ich daran bemängle:
    - leichtes Verzerren ab 70% Last
    - Geringes Brummen, was sich hörbar macht, wenn nix aus den Speakern kommt (man muß aber nah an den Speakern stehen, damit man das wahr nimmt)
    - Rauschen durch das gesammte Frequenzspektrum (stetig zunehmend je höher die Stufe ausgefahren wird)

    Für kleinere Anwendungen finde ich den eingebauten EQ ganz ok, wenn man keinen separaten EQ hat, den man am Master einstellen kann (ich stelle meinen EQ am o1V96 direkt ein auf die Umgebung, von daher nutze ich den eingebauten EQ nicht).

    In wiefern das jetzt auch für die von Dir, Tontechniker, angesprochene Endstufe zutrifft, kann ich nicht sagen.
    Jedoch darf man nicht vergessen, daß Sirus nicht gerade die beste Qualität ist, aber für den Preis kann man dementsprechendes erwarten (wenn man nicht gerade High-End haben will)

    Gruß

    sec

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • watt xtra
    Beiträge
    606
    • 8. Oktober 2006 um 12:09
    • #10

    hoffe ich verschmutze deine topic nicht, aber dachte konnte auch mit rein!!

    Ich sehe jetzt dass steinigke wieder mal shone sachen verkauft
    PSSO HSP- 1200 und 2000 Endstufe, SMPS unter 1000 euro verkauf
    PSSO DP-2400 Volldigitale Endstufe verkauf unter 1000 euro
    PSSO DP-3400 Volldigitale Endstufe
    kennt jemand diese amps?? da ich auch noch ne bisschen rabatt bekomme sind die fur mich recht intressant. haben bis zu 2*1700 watt leistung bei 4 ohm.
    mochte die benutze fur sub.
    Da ich jetzt ne Hitec anlage gekauft habe mochte ich eigentlich mal ne par lightweight amps dazu kaufen.
    hat jemand damit schon gearbeitet? Dass die lufter ne bischen laut sind ist kein problem, die anlage wirt sowieso lauter spielen!! :D

    bin neu hier

  • maxphil
    Beiträge
    87
    • 8. Oktober 2006 um 20:46
    • #11

    2x 3000 Watt RMS :shock: , klingt gut aber ich wusste garnicht dass ein Kaltgerätekabel um die 30 Ampere belastet werden darf, oder sind das wiedermal ganz besondere RMS "Superwerte"

    Was steht denn im Datenblatt bezüglich maximal aufgenommener Leistung aus dem Netz???

    Grüße Philipp

  • DaftMedia
    Beiträge
    1.169
    • 8. Oktober 2006 um 23:06
    • #12

    Der RMS Wert ist doch meines Wissens nach um den Nulldurchgang bereinigt oder irre ich mich da? Vom Sinuswert aus kann man eher auf die Anschlussleistung schließen.

    Davon mal abgesehen, haben die Stufen überhaupt einen Kaltgeräteanschluss bzw. haben die den Kaltgeräteanschluss mit den querliegenden Kontakten (16A Version von Schurter) oder verfügen die Stufen über Powercon oder offenen Anschluss?

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • databass.ch
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    1
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    1.197
    • 9. Oktober 2006 um 00:41
    • #13
    Zitat von "maxphil"

    2x 3000 Watt RMS :shock: , klingt gut aber ich wusste garnicht dass ein Kaltgerätekabel um die 30 Ampere belastet werden darf, oder sind das wiedermal ganz besondere RMS "Superwerte"

    Wie bei allen (?) Digital Verstärkern kommt die Energie aus den Elkos. Diese Leistung kann Sie solange an die Lautsprecher abgeben, bis diese Leer sind. Laut TBF hat eine Digam 7000 auch lediglich ein 650W Netzteil.

    Zitat von "DaftMedia"

    um den Nulldurchgang bereinigt

    Was das bedeuten soll, ist mir bis heute ein Rätsel. Ich weiss, das steht/stand so im Wikipedia, aber die Formulierung gibt nicht wirklich einen Sinn! (oder kann sie mir jemand erklären?)

  • manuela
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    9.103
    • 9. Oktober 2006 um 06:46
    • #14

    Nulldurchgang.

    Jede Endstufe (ja es gibt im Kleinstleistungsbereich und bei den Röhrenamps Ausnahmen) ist symmetrisch aufgebaut, sie hat eine (auf Masse, NULL) bezogen positive Betriebsspannung und ebenso eine negative, für jede der beiden sitzen einer oder mehrere Leistungstransistoren im Gerät, selbige arbeiten gegeneinander.
    Gibst du nun eine positive Spannung an den Eingang, fängt der obere an zu leiten, der Ausgang wird mit positiver Spannung versorgt. Gibst du eine negative auf den Eingang fängt der untere an zu leiten, der Ausgang wird mit negativer Spannung versorgt.
    Auf diese Weise sind Verstärker, obwohl sie mit Gleichstrom arbeiten, dazu fähig, Wechselspannungen zu verstärken.
    Im unteren Bereich seiner Aufsteuerkennlinie hat jeder Transistor ein Ungerade, nennen wirs Verzerrung. Deshalb werden beide, also oben und unten, stetig von einem kleinen Strom durchflossen (Ruhestrom), dieser hält sie im Bereich oberhalb dieser Kennlinienungeraden, und somit verzerrungsarm. Anhand der Höhe dieses Ruhestroms werden die Klassen, A, AB, B unterschieden, C und D haben keinen.

    Der Bereich indem der Verstärker von positiv nach negativ wechselt und umgekehrt, als die Übergabe vom einen zum anderen Teil, bei kleinen Pegeln, und sehr dicht an der Kennlinienungeraden, ist kritisch. Der Wechsel von Plus nach Minus passiert den Wert Null, es findet eine Verpolung statt, wir sprechen dabei vom NULLDURCHGANG.

    Je höher der Ruhestrom der Endstufe ist, desto sauberer findet dieser Nulldurchgang statt, da man sich so weit von der Kennlinienungeraden des Anfangs entfernt. Je höher der Ruhestrom ist, desto heißer wird er, desto geringer ist der ausnutzbare Signalhub und der Wirkungsgrad. Somit geht fast jedes Design einen Kompromißweg zwischen Qualität und erreichbarer Leistung.

    Nulldurchgangsbereinigt ist ein Unwort. Entweder der Ruhestrom ist ausreichend hoch um einen sauberen Nulldurchgang zu bekommen - oder auch nicht. Man meint hier in prospekt-deutsch eine Class-AB.

    Die wohl besten Verstärker sind Class A Endstufen ( zB KRELL, ACCUPHASE u.ä), ihre Ruheströme sind derart groß daß für Abwärme wesentlich mehr Energie aufgewendet wird als als Nutzleistung. Dafür befinden sich die Endstufentransistoren (sind meist FETs) ständig recht weit vom ungeraden Teil ihrer Kennlinie entfernt, auf der absolut geraden linearen schönen Strecke ihres Arbeitsbereichs, stinkheiß und göttlich klingend. Anwendung: HiFi der Edelklasse.

    AB Endstufen sind das Übliche, ein Kompromiß:
    sie haben bei kleinen Pegeln einen leicht erhöhten Ruhestrom, so findet ein sauberer schöner Nulldurchgang statt, bei zunehmenden Pegeln verringert sich dieser zur Class B, da man davon ausgeht daß man diese kleinen Verzerrungen nur dann wahrnimmt wenns leise ist, so arbeitet sie im Powerbereich wirtschaftlicher und kühler als die Class A.

    Class B, dieses Design ist quasi ausgestorben und findet praktisch keine Anwendung mehr (weil sie leise angesteuert unsauber klingen, kein schöner Nulldurchgang).

    Es gibt 4 Ursachen für unsaubere Nulldurchgänge:
    a.) die beiden beteiligten Endstufen (-Gruppen) haben keine identischen Kennlinien, es kommt dadurch zu Unlinearität und Verzerrungen. Das kann auch schon im Bereich der Treiber und vorstufen passieren.
    b.) es ist zu heiß.
    c.) der Ruhestrom ist zu niedrig oder zu hoch.
    d.) unsolide Versorgung.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • maxphil
    Beiträge
    87
    • 9. Oktober 2006 um 11:30
    • #15

    Danke Manu!

    Aber das mit der Versorgung von DigitalEndstufen verstehe ich aber immer noch nicht! 2x 3000 Watt RMS, wie ist das zu deuten? Ist gibt doch heutzutage Musik wo der Bass nicht in einzelnen Schlägen kommt (wie Schlagzeug) sondern eine permanente Bassline im Hintergrund mitläuft. Wenn solch eine Endstufe nur von den Elkos lebt würde es doch bei den angesprochenen Musikrichtungen sehr schnell passieren dass die Elkos leer sind und was passiert dann? Das ganze hört sich irgendwie so nach PMPO an, den was bringen mir Angaben die für 10 oder 50 ms gelten und danach die Endstufe den ärgsten Einbruch hat?!

    Oder sieht die Praxis anders aus??

    Gruß philipp

  • crassmike
    Beiträge
    144
    • 9. Oktober 2006 um 14:10
    • #16

    Hi Manu! Danke für die ausführliche Beschreibung - hab ich wieder was gelernt...
    Du hast ja auch mal die Hollyfurz D-500 getestet und in dem Topic gepostet. Da steht auch, dass die ne Class-D Schaltung hat.

    Zitat

    Anhand der Höhe dieses Ruhestroms werden die Klassen, A, AB, B unterschieden, C und D haben keinen.


    Kann das der Grund sein, dass die im Ruhezustand ständig ein leichtes Sirren bzw. Rauschen von sich gibt..?

    PS: werd mir doch noch eine konventionelle Endstufe zulegen, da ich die Anlage teilweise auch als Hifi verwenden möchte - und mit dem Rauschen ... naja...

    MfG, Mike.

    Yamahahamwa!

  • ukw
    Verifiziert
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    6
    Beiträge
    1.566
    • 10. Oktober 2006 um 02:14
    • #17
    Zitat von "databass.ch"

    Was das bedeuten soll, ist mir bis heute ein Rätsel. Ich weiss, das steht/stand so im Wikipedia, aber die Formulierung gibt nicht wirklich einen Sinn! (oder kann sie mir jemand erklären?)


    Zitat von "Manuela"

    Nulldurchgang.

    Jede Endstufe (ja es gibt im Kleinstleistungsbereich und bei den Röhrenamps Ausnahmen) ist symmetrisch aufgebaut, sie hat eine (auf Masse, NULL) bezogen positive Betriebsspannung und ebenso eine negative, für jede der beiden sitzen einer oder mehrere Leistungstransistoren im Gerät, selbige arbeiten gegeneinander.
    Gibst du nun eine positive Spannung an den Eingang, fängt der obere an zu leiten, der Ausgang wird mit positiver Spannung versorgt. Gibst du eine negative auf den Eingang fängt der untere an zu leiten, der Ausgang wird mit negativer Spannung versorgt.
    Auf diese Weise sind Verstärker, obwohl sie mit Gleichstrom arbeiten, dazu fähig, Wechselspannungen zu verstärken...

    Der Trottel mit dem Nulldurchgang in der Wiki - das war :roll: ich :grin:

    Frage an Draft + Dada.ch: Watt gibt der Amp an Leistung ab, wenn die Spannungskurve des Sinus (ungeachtet Manu's Übergabe-THD's) bei exakt 0 Volts liegt :roll:

    Wer die Leistungsabgabe mit dem Oszi prüft sieht Sinusleistung und weiß hoffentlich den Unterschied zur RMS Leistung.

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. Oktober 2006 um 07:52
    • #18
    Zitat von "maxphil"

    Danke Manu!

    Aber das mit der Versorgung von DigitalEndstufen verstehe ich aber immer noch nicht! 2x 3000 Watt RMS, wie ist das zu deuten? Ist gibt doch heutzutage Musik wo der Bass nicht in einzelnen Schlägen kommt (wie Schlagzeug) sondern eine permanente Bassline im Hintergrund mitläuft. Wenn solch eine Endstufe nur von den Elkos lebt würde es doch bei den angesprochenen Musikrichtungen sehr schnell passieren dass die Elkos leer sind und was passiert dann? Das ganze hört sich irgendwie so nach PMPO an, den was bringen mir Angaben die für 10 oder 50 ms gelten und danach die Endstufe den ärgsten Einbruch hat?!

    Oder sieht die Praxis anders aus??

    Gruß philipp

    Das siehst du schon richtig .... :roll:
    LAB liefert derzeit eine 13kW Endstufe mit Schukostecker aus die nicht mehr als 16A am Netz zieht. Man baut quasi a la Asid, dieser Trend wird sich auch durchsetzen.
    Hier muß aber ausdrücklich gesagt sein, von diesem Problem sind nur Geräte betroffen die deutlich "mehr" als das abliefern als vom Netz her verfügbar ist.
    Wir könnten eine einfache Regel aufstellen: Ist die max. Ausgangsspannung nicht höher als erforderlich um die verfügbare Netzleistung am Lastwiderstand abzuliefern, dann liegt eine Dauerleistung vor, ist sie aber deutlich höher, dann wird eine Einteilung vorgenommen, diese sieht so aus:
    Gehen wir von 4kW aus die uns das Netz dauerhaft erlaubt. Da ich von meinen 4kW noch etwas benötige um Reserven anzusparen reduziere ich die gerechnete Dauerleistung mal auf 3kW, und hab noch 1kW "Reserve".
    Nun erhöh ich die Railspannung meiner Endstufe auf 195V (macht sich nett bei 200V-Elkos 8) ) und laß einen Signalhub zu der bis in diesen Bereich hinein verzerrungsfrei funktioniert. Gleichzeitig wird 1kW dafür aufgewendet, permanent das Sparschwein nachzufüllen. Selbstverständlich sorgt eine gute Signalaufbereitung im Vorfeld schon dafür daß nur echtes Nutzsignal den Weg nach hinten findet, Infra und sonstiges wird abgefiltert.
    Mein Amp hebt nun an, die ersten 3kW nimmt er aus dem Netz (kein Zugriff auf die Reserve, nach wie vor wird dort fleißig gebunkert), in dem Moment wo der Pegel über die 3kW steigt wird die zusätzlich benötigte Energie aus der Reserve entnommen. Also nicht alles, sondern nur der Anteil der die Lieferfähigkeit des Netzanschlusses übersteigt.
    Das kann jetzt solange stattfinden bis die Reserve aufgebraucht ist, ab dem Moment sinkt der Output auf 4kW (3kW + 1kW Ladereserve = alles was Netz hat), das ist die wahre elektrische Arbeitsleistung. Daraus resultiert, daß du REcht hast, liegt ein Dauerbass an, dessen Leistung deutlich oberhalb der vom Netz verfügbaren ist, dann sinkt der Output der Endstufe auf 4kW, egal was vorne draufsteht.
    Man geht eben davon aus daß jede "Musik" ausreichend Pausen und Niedrigenergiezeiten hat um ein Nachladen der Reserve zu ermöglichen bevor es wieder soweit ist daß man von dieser entnehmen muß.

    Der Vorteil solch einer Endstufe:
    1.) Sofern die Reserve voll ist liefert sie tatsächlich mehr als 190V an, selbiges erzeugt auch den zugehörigen mörderischen Hub an den Bässen, die Leistung ist (unter Zeitvorbehalt) verfügbar und somit echt.
    2.) Die durchschnittliche echte Arbeitsleistung übersteigt nicht den vom Netz verfügbaren Wert, d.h. sie liefert im Durchschnitt 4kW ab. Ich nenn es deswegen Vorteil weil genau dieser Durchschnitt gleichzusetzen ist mit der Wärme die das Chassis wegzukühlen hat, es entsteht eine Abwärme im Bereich von 4kW. Moderne 18" können bis ca 1kW Abwärme vertragen, d.h. ich erreiche schon bei 4 Stück eine Chassis-SOA, thermische Überlastung ist technisch kaum noch möglich. Das Chassis kann lediglich durch zu hohen Peak, zu hohe Impulslast, mechanisch zerstört werden.
    Ein Amp der dank dicker Steckdose jederzeit dazu fähig ist, Strom ohne Ende zu liefern, würde diese 4kW gnadenlos überschreiten und somit die Voraussetzung dafür schaffen, die 4 Chassis thermisch zu grillen. (Geräte die das zB sehr gut könnten sind "Studio R" Amps, selbige nuckeln immer soviel Strom wie sie gern hätten... )

    Man muß sich also stets die beiden Grenzen vor Augen halten:
    Die mechanische Belastungsgrenze und die thermische. Ersteres ist eine Grenze für den Peak den ich zulassen darf, letztere die Grenze für die Dauerleistung die ich loslassen darf. Wird eines der beiden überschritten besteht Gefahr für die Pappen.

    Da die Hersteller der Pappen für beides klare unmißverständliche Angaben machen kann jeder Entwickler seine Endstufen so gestalten, daß sie ein gesundes Verhältnis von Dauerleistung und Peak serviert. So sollte es auch sein. Die Richtwerte sind etwa so, daß ein Verhältnis zu 2:1 angenommen werden darf, Peak zu thermischer Dauerleistung. Eine Abweichung davon macht das risiko einseitig, muß nicht schlecht sein. Ein Gerät das mörderische Peaks anliefert, aber wenig Dauerleistung, ist eben nur gefährlich für die mechanische Belastbarkeit, nicht für den Spulenbrand.

    Das alles hat übrigends nichts mit "Versorgung von Digitalendstufen" zu tun, es geht genauso mit jedem Ringkern und jeder AB Analog.

    Es gibt noch zusätzlich das Spiel mit dem Feuer, CE Game :grin:
    eine 16A "B" verträgt durchaus Peaks drei und mehrfacher Höhe für eine gewisse kurze Zeit, ohne rauszufliegen. Wenn man streng einhält, die Durchschnitts-Arbeitsleistung nicht zu überschreiten, wird diese Sicherung halten. Es ist also auch vom Netz her noch was zu holen. Ein Vorgehen in dieser Richtung macht die Endstufe aber anfällig gegen lange Kabel und beschert auch ausgewachsenen Ärger beim Betrieb an labilen Netzen und Generatoren. Daher sind nur in geringem Maße zusätzliche Wättchen verfügbar die man sich noch aneignen könnte, Betriebssicherheit hat bei Profis klar den Vortritt.
    -------
    Was ich mir von der Zukunft wünsche:
    Einen einheitlichen Standart, in jede Basspappenspule einen NTC einzubetten der pro °C um 1% abnimmt, und eine Lichtgabel die den XMax überwacht. So könnte sich jedes Ämpchen direkt in der Box darüber unterrichten wie es der Pappe geht und selbige stets optimal und maximal ansteuern.
    ------
    zu der weiter hinten gestellten Frage mit Hintergrundrauschen etc:
    Das hat nichts mit den ruheströmen usw. zu tun, untersuch zuerst ob es überhaupt der Amp ist oder nur Hintergrundgebrabbel der Signalkette, und ist es der Amp wirklich, dann sollte da was nicht in Ordnung sein, vorzugsweise im Bereich der Vorstufen. Oft und gern liegt auch ein Feedback vor daß so hoch ist das man die Schwingfrequenz nicht hören kann und das Gebrabbel und Rauschen ist nur ein Begleiteffekt davon. Oszi gibt da zuverlässig Auskunft.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • schrecki7289
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    • 10. Oktober 2006 um 10:45
    • #19
    Zitat

    Wer die Leistungsabgabe mit dem Oszi prüft sieht Sinusleistung und weiß hoffentlich den Unterschied zur RMS Leistung.


    Jip, aber sehr häufig wird auch in gewissen Endstufentests Sinusleistung = RMS gesetzt.... :roll:

    Gruß
    Thomas

  • ukw
    Verifiziert
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    1.566
    • 10. Oktober 2006 um 12:06
    • #20
    Zitat von "-Schrecki-"


    Jip, aber sehr häufig wird auch in gewissen Endstufentests Sinusleistung = RMS gesetzt.... :roll:

    Das ist dann schon fast so etwas wie Musikleistung oder - im schlimmsten Fall - PMPO :oops:

    ... for a few dB's more . . .

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