1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Professionelle Veranstaltungstechnik
  4. Veranstaltungstechnik AUDIO
  5. Signalquellen

Rückkopplung über Headset - ich werde noch verrückt :-)

  • gerol80
  • 13. Februar 2006 um 12:18
  • dieterk
    Beiträge
    19
    • 24. Februar 2006 um 11:53
    • #41

    Da nach dem Beitrag von Ton_Opa die Diskussion plötzlich abbricht, gehe ich davon aus, dass er ins Schwarze getroffen hat.
    Wahrscheinlich noch jemand, der weiss von was er redet (oder besser schreibt)
    Mir steht zwar eine Forum-Schelte nicht zu, aber es ist doch beschämend, dass ein Problem so klar und deutlich geschildert wird und erst nach 3 Seiten kommt der naheliegendste Gedanke.

    Vielleicht noch ein kleiner Hinweis: ein Kugelmikrofon kann man meist von einer Niere, Superniere, Hyperniere unterscheiden wenn man weiss, dass eine Kugel nur einen Schalleintritt von einer Seite (Front) hat, die Nieren haben zusätzlich seitlich oder von hinten Schlitze und Bohrungen (klingt zwar paradox, ist aber so). Deswegen hat ein SM58 als Richtmikrofon einen Korb, der von allen Seiten Schall reinläßt und ein EV 635 oder ein Sennheiser MD21 (die klassischen Reporterkugeln) nur auf der Frontseite ein Drahtgitter. Das kann man auch an vielen Mikrofonsystemen mit austauschbaren Kapseln sehen.

    Aus diesem Grund ist es auch kaum möglich, ein Kugelheadset durch eine Abschirmung in eine Niere verwandeln zu wollen (die müßte ca. 30 cm und mehr Durchmesser haben), im Gegenteil, man müsste die Kugel von hinten anbohren (aber bitte nur theoretisch)

    Herzlichen Gruß
    Dieter
    --------------------------------------

    selbst in der digitalen Tontechnik soll es hin und wieder noch vorkommen, dass der Schall analog ans Ohr kommen muß?!

  • LC2412
    Reaktionen
    71
    Beiträge
    1.186
    • 24. Februar 2006 um 12:04
    • #42
    Zitat von "dieterk"


    Mir steht zwar eine Forum-Schelte nicht zu, aber es ist doch beschämend, dass ein Problem so klar und deutlich geschildert wird und erst nach 3 Seiten kommt der naheliegendste Gedanke.

    Kann man so sehen, kann man aber auch anders sehen. Wenn der Gain zu empfindlich eingestellt ist, sollte das Mikro übersteuern und man sollte die Verzerrungen deutlich hören. Darüber hinaus setzt man manches, was für einen selber klar ist, oft einfach schon als ausprobiert voraus.

    Und noch darüber hinaus kam der richtige Tipp ja auch nicht von Dir und die Erledigung des Problems basiert auf purer Hypothese. :)

  • gerol80
    Beiträge
    63
    • 24. Februar 2006 um 12:10
    • #43

    Hallo,

    dann will ich doch rückschauend nochmal einen kleinen Ergebnisbericht geben :)

    Zum einen war der Gain des Senders wirklich relativ weit aufgedreht, so dass der Eingangsgain am Mixer relativ weit zugedreht werden musste. Es gab zwar am Funkempfänger trotzdem keine Übersteuerung (!!), trotzdem habe ich den Gain des Funksenders weiter zu- und den Eingangsgain des Mixers weiter aufgedreht.

    Weiterhin habe ich bei allen verwendeten Funkmikrofonen (2 Headsets + diverse Handmikros) versucht, die "gefährlichsten" Mitten rauszufiltern nach dem üblichen Muster:

    1. An den parametrischen Mitten den +/- Regler voll aufdrehen.
    2. Mit dem Frequenzenregler die Frequenz suchen, die am ehesten rückkoppelt.
    3. Diese Frequenz rausziehen.

    Kleine Anmerkung: logisch, dass man für diese Vorgehensweise mit jedem Mikro erstmal einen schönen Brummton erzeugen muss. Spätestens nach dem dritten Mikro brüllte es schon aus allen Richtungen: "Muss das sein? Bist du nicht bald mal fertig? Das nervt!" - da ich das etwa 1 1/2 Stunden vor der letzten Faschingssitzung gemacht habe, waren natürlich die anderen Akteure auch schon da und haben sich ihrerseits auf den Abend vorbereitet.

    Weiterhin habe ich die beiden "Träger" der Headsets genauestens instruiert, wo das Mikro hinsoll und dass sie da gefälligst nicht dauernd dran rumzubiegen haben.

    Außerdem habe ich im Monitorweg über den Feedback-Filter auch die für die Headsets gefährlichen Frequenzen noch rausgefiltert und die Headsets im Monitorweg außerdem leiser gemacht als über den "Hauptweg".

    Resultat des Ganzen: es war zwar besser, allerdings waren immer noch leichte "Wegbrumm"-Tendenzen da, die ich auch nicht wegbekommen habe, allerdings konnte man einigermaßen damit leben.

    Das "billige" Headset scheint tatsächlich Kugelcharakteristik zu haben, da ich testweise mal versucht habe, von allen möglichen Richtungen reinzusprechen, und es dabei immer annähernd gleich laut war.

    Was mir bei dieser Testerei auch aufgefallen ist, da ich dabei die Headsets ja in der Hand halten musste (am Nackenbügel): das billigere Headset ist deutlich anfälliger auf kleine "Klopfer" am Nackenbügel. Hält man das am Nackenbügel in der Hand und klopft mit einem Finger mal leicht auf den Nackenbügel, gibt das fast so laute Geräusche als wenn man direkt auf's Mikro klopft :) ... das AKG ist da deutlich unempfindlicher. Genauso verhält es sich auch bei den Ploppgeräuschen beim Sprechen. Das AKG erzeugt deutlich weniger Plopps und überträgt auch deutlich weniger Atemgeräusche.

    Für die Faschingssaison 2007 stellt sich mir nun natürlich die Frage, wie man die verbleibende "Wegbrumm"-Tendenz auch noch in den Griff bekommt. Hat dazu noch jemand eine Idee?

    Musik und PA sind nur ein Hobby von mir – verzeiht mir deshalb dumme Fragen :)

    Ein paar Equipment-Stichworte:

      Signalquellen: Yamaha PSR-S910, Roland E-300, Shure WH20XLR, Shure SM58

      PA/Boxen: Dynacord PowerMate 1600, Syrincs S2-124/HP + S2-101

  • dieterk
    Beiträge
    19
    • 24. Februar 2006 um 14:57
    • #44

    Danke gerol80 für Deine Zusammenfassung.

    Zwei Dinge:
    Du schreibst:
    Weiterhin habe ich bei allen verwendeten Funkmikrofonen (2 Headsets + diverse Handmikros) versucht, die "gefährlichsten" Mitten rauszufiltern nach dem üblichen Muster:

    1. An den parametrischen Mitten den +/- Regler voll aufdrehen.
    2. Mit dem Frequenzenregler die Frequenz suchen, die am ehesten rückkoppelt.
    3. Diese Frequenz rausziehen.

    Ich würde an dieser Stelle den Gain des Mitten-EQ auf Null stellen, das Mikrofon zum Koppeln bringen, den Gain auf Linksanschlag und dann die Koppelfrequenz suchen, anschließend den Gain langsam wieder erhöhen. Wichtig dabei ist, das unter "Einsatzbedingungen" zu testen.

    Du schreibst weiter:
    Was mir bei dieser Testerei auch aufgefallen ist, da ich dabei die Headsets ja in der Hand halten musste (am Nackenbügel): das billigere Headset ist deutlich anfälliger auf kleine "Klopfer" am Nackenbügel. Hält man das am Nackenbügel in der Hand und klopft mit einem Finger mal leicht auf den Nackenbügel, gibt das fast so laute Geräusche als wenn man direkt auf's Mikro klopft Smilie ... das AKG ist da deutlich unempfindlicher. Genauso verhält es sich auch bei den Ploppgeräuschen beim Sprechen. Das AKG erzeugt deutlich weniger Plopps und überträgt auch deutlich weniger Atemgeräusche.

    Solche Vergleiche kann man eigentlich nur dann anstellen, wenn man sicher ist, das man für beide Mikrofone den gleichen Gain eingestellt und zwar Gain über alles - Mikrofonempfindlichkeit -Vorverstärker -Sender -Empfängerausgang -MischpultGain.
    Ich empfehle dazu bei Drahtlosmikrofonen folgende Vorgehensweise.
    - Mikrofon am vorgesehenen Anwender in Position bringen
    - Den Anwender ein langes und lautes "Üüüüü..." sagen lassen (besser brüllen)
    - währenddessen am Sender den Gain so einstellen, dass gerade keine Übersteuerung mehr auftritt (braucht man häufig Spezialschraubenzieher)
    - den Vorgang mit dem Ü wiederholen und am Pult mit Hilfe von PFL oder SOLO den Gain auf ca. 10 dB unter Vollausteuerung einstellen. Trittschallfilter dabei einschalten, alle anderen Klanregler Linear.
    - Das wiederholen für alle Drahtlosmikrofone
    (dafür gibt es auch technische Hilfsmittel wie Knackfrösche, Rauschquellen, alte Stimmpfeifen von Geigen oder Gitarren ...)
    Wenn man jetzt zwei Mikrofone miteinander vergleichen will, muß man sie noch auf exakt den gleichen Pegel bringen, d.h. zwei zu vergleichende Headsets muß man einer Person gleichzeitig so aufsetzen, dass die Mi-Kapseln dicht übereinander den gleichen Abstand vom Mund haben.
    Nun das Spielchen mit dem "Ü ..." wiederholen, diesmal nicht so laut. Nun die beiden Mikrofone durch abwechselndes PFL mit den zugehörigen Gain-Reglern auf gleiche Aussteuerung bringen. Danach dann die beiden Kanalfader auf 0 dB und den Master soweit hoch, dass es sicher nicht koppelt.
    Jetzt kann man mit einigermaßen Sicherheit seriöse Vergleiche bezüglich Körperschall-, Wind oder P(l)opempfindlichkeit anstellen.

    Ich schreibe das so ausführlich, weil bei gleichem technischen Stand gerade bezüglich dieser Eigenschaften Kugelmikrofone enorme Vorteile gegenüber Richtmikrofonen haben. Das gilt natürlich vor allem dann, wenn man eine AKG Niere mit einer AKG Kugel oder eine DPA Niere mit einer DPA Kugel vergleicht. vergleicht man allerding eine Marken-Niere mit einer NoName-Kugel, könnte sich das auch relativieren. Und das ganze gilt natürlich auch nur für nahezu gleiche Membrangrößen.
    Wegen der erwähnten Vorteile der Kugeln werden in vielen Großproduktionen (Musical, Fernsehen) vorwiegend Kugel_Headsets verwendet.
    Noch auf eine Besonderheit der Kugeln möchte ich Dich aufmerksam machen. Sie haben im Gegensatz zu Nieren keinen Naheffekt und und sind frqenzgangmäßig nach unten hin oft nicht begrenzt. Bei gleichen kleinem Mundabstand klingen Nieren wärmer, voluminöser oder basslastiger (obwohl der Frequengang auf Papier genauso aussieht -der wird in 1 m Abstand gemessen). Häufig wird dann versucht, "Wärme" in die Kugeln hineinzufiltern, was dann aber wieder Rückkopplungsprobleme im tiefen Bereich macht. Das könnte bei aller Vorsicht noch eine Erklärung für das "Wegbrummen" sein. Abhilfe evtl. durch die Trittschall-Filter-Taste (oder heißt die bei Deinem Pult "Lo-Cut"?).
    Da fällt mir ein, bei den Dynacord Powermixern älterer Bauart gibt es eine Besonderheit mit der Pegelanzeige und PFL/SOLO. Da muß man beim Pegeln etwas anders vorgehen. Wenn Du wissen willst wie, bitte Privatmail an mich.

    Herzlichen Gruß
    Dieter
    --------------------------------

    selbst in der digitalen Tontechnik soll es hin und wieder noch vorkommen, dass der Schall analog ans Ohr kommen muß?!

  • gerol80
    Beiträge
    63
    • 24. Februar 2006 um 15:51
    • #45
    Zitat von "dieterk"

    Ich würde an dieser Stelle den Gain des Mitten-EQ auf Null stellen, das Mikrofon zum Koppeln bringen, den Gain auf Linksanschlag und dann die Koppelfrequenz suchen, anschließend den Gain langsam wieder erhöhen. Wichtig dabei ist, das unter "Einsatzbedingungen" zu testen.


    Sorry, aber das verstehe ich nicht so ganz. Gain auf Null und Mikrofon zum Koppeln bringen ist klar. Wenn ich aber dann den Gain auf Linksanschlag drehe, wie soll ich dann noch eine Koppelfrequenz suchen? Mit Gain auf Linksanschlag sollte es doch dann nicht mehr rückkoppeln, oder??

    Zu der Sache mit der Einstellung (ich nenn es jetzt mal die "Ü"-Methode :-)), kann ich nur sagen: das werden unsere Akteure sicher nicht mitmachen. Wie ich ja schon geschrieben habe, waren sie von meiner Aktion, wie ich sie oben beschrieben habe, schon genervt. Dabei hat das ganze grad mal runde 10 Minuten gedauert und sie mussten ja nicht mal was tun dabei. Klar, dass es dabei öfter mal nen lauten Brummer gibt (um die Koppelfrequenz zu finden, muss ich natürlich erstmal eine Rückkopplung provozieren). Und nur dadurch waren sie anscheinend schon so genervt, dass dann eben Reaktionen wie "Dauert das noch lange?" oder "Was soll das? Das nervt!" kamen. Ich kann's ja auch irgendwie verstehen, denn der unambitionierte Laie denkt ja "wenn die Anlage brummt, ist es schlecht". Wie sollen die also verstehen, dass ich die Anlage grade zum Brummen bringen will!?

    Also lange Rede, kurzer Sinn: die werden sich sicher nicht 5 Minuten auf die Bühne stellen und "üüüüüüüüü" sagen :)

    Noch was zu dem "Trittschalldämpfer". Bei dem PowerMate heißt der tatsächlich "Lo-Cut" Filter und filtert alles unter 80 Hz weg. Ist bei allen Mikrofonen immer aktiviert.

    Zusätzlich hat der PowerMate noch einen so genannten Voicing Filter, dazu heißt es in der Anleitung:

    Zitat

    Diese Taste schaltet ein spezielles asymmetrisches Filter für Mikrofone zusätzlich zur Klangregelung in den Signalweg. Es verstärkt die Grundwelle und den oberen Bereich der menschlichen Stimme wobei der Mittenbereich etwas abgesenkt wird. Dadurch wird die Stimme druckvoll aus dem Mix hervorgehoben. Mit einem normalen Terz- oder Oktavequalizer kann diese “Shaping” nicht nachvollzogen werden. Die Anwendung des Filters ist nicht nur auf die Vocals begrenzt, auch mit Blasinstrumenten und anderen Akustikinstrumenten können hervorragende Ergebnisse erzielt werden.
    Experimentieren Sie ruhig mit dem VOICING-Filter in verschiedenen Einsatzfällen. Probleme mit Rückkopplungen brauchen Sie dabei normalerweise nicht zu befürchten.


    Aktiviere ich diesen Filter bei den Headsets, ergibt sich auch wieder eine Verbesserung, vermutlich durch die Absenkung im Mittenbereich. Allerdings reicht auch das noch nicht ganz, um das Problem zu lösen.

    Musik und PA sind nur ein Hobby von mir – verzeiht mir deshalb dumme Fragen :)

    Ein paar Equipment-Stichworte:

      Signalquellen: Yamaha PSR-S910, Roland E-300, Shure WH20XLR, Shure SM58

      PA/Boxen: Dynacord PowerMate 1600, Syrincs S2-124/HP + S2-101

  • gerol80
    Beiträge
    63
    • 24. Februar 2006 um 16:18
    • #46

    Nochwas, was ich nicht so ganz verstehe: du schreibst jetzt, dass Kugel-Headsets deutlich besser sein sollen als Nieren-Headsets? In allen bisherigen Posts in diesem Thread war das eigentlich genau anders herum :)

    IMHO macht für ein Headset eine Nieren-Charakteristik eigentlich auch viel mehr Sinn, denn ich habe das Mikrofon ja im Prinzip direkt vor dem Mund (oder knapp drunter/daneben). Wieso sollte ich da ein Kugel-Mikrofon wollen, das mir allen möglichen Ringsum-Schall mit einfängt? Optimal müsste das doch sein, wenn ich eine Niere nehme, die genau auf den Mund zeigt. Oder wo denke ich da jetzt falsch?

    Musik und PA sind nur ein Hobby von mir – verzeiht mir deshalb dumme Fragen :)

    Ein paar Equipment-Stichworte:

      Signalquellen: Yamaha PSR-S910, Roland E-300, Shure WH20XLR, Shure SM58

      PA/Boxen: Dynacord PowerMate 1600, Syrincs S2-124/HP + S2-101

  • chris216
    Reaktionen
    298
    Beiträge
    1.850
    Einträge
    1
    Marktplatz Einträge
    1
    • 24. Februar 2006 um 16:48
    • #47

    Mit Gain meinte der Kollege nicht den Vorverstärker ganz oben im Kanalzug, sondern den Gain des Mitten-EQ. Hat er einen Satz vorher geschrieben, ist ein bisschen unglücklich gewählt. Wenns koppelt, drehst du den EQ auf linksanschlag und suchst die Frequenz.

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • gerol80
    Beiträge
    63
    • 24. Februar 2006 um 16:56
    • #48

    Ja ja, ich hab schon verstanden, dass er den Gain des Mitten-EQ meint. So weit komme ich noch mit :)

    Aber er schreibt ja nicht, den EQ (also den Frequenzregler) auf Linksanschlag, sondern er schreibt "den Gain auf Linksanschlag". Aber dann dürfte ja nichts mehr koppeln, oder??

    Ich denke mal, soweit kann ich die PA gar nicht hochfahren, dass es selbst bei "Gain auf Linksanschlag" noch rückkoppelt.

    Musik und PA sind nur ein Hobby von mir – verzeiht mir deshalb dumme Fragen :)

    Ein paar Equipment-Stichworte:

      Signalquellen: Yamaha PSR-S910, Roland E-300, Shure WH20XLR, Shure SM58

      PA/Boxen: Dynacord PowerMate 1600, Syrincs S2-124/HP + S2-101

  • dieterk
    Beiträge
    19
    • 24. Februar 2006 um 17:03
    • #49
    Zitat

    Sorry, aber das verstehe ich nicht so ganz. Gain auf Null und Mikrofon zum Koppeln bringen ist klar. Wenn ich aber dann den Gain auf Linksanschlag drehe, wie soll ich dann noch eine Koppelfrequenz suchen? Mit Gain auf Linksanschlag sollte es doch dann nicht mehr rückkoppeln, oder??

    Gemeint ist natürlich immer der Gain des Mittenfilters (+/- Regler)

    Für die "Ü-Methode" kann man wie schon geschrieben auch technische Hilfsmittel benutzen oder für erste Einpegelungen kann man das allein machen, dann darf der Tontechniker mal selbst die Pappnase geben. Wichtig ist, das die Einpegelung gemacht wird. Es gibt da sicher verschiedene Methoden, einfach auch mal professionelle Kollegen bei der Arbeit beobachten.

    Zitat

    Nochwas, was ich nicht so ganz verstehe: du schreibst jetzt, dass Kugel-Headsets deutlich besser sein sollen als Nieren-Headsets? In allen bisherigen Posts in diesem Thread war das eigentlich genau anders herum


    Jedes Mikrophon hat mehrere Eigenschaften, Klang, Übertragungsbereich, Richtwirkung aber auch Verzerrung bei hohen Schalldrücken, Körperschallempfindlichkeit, Windempfindlichkeit.
    Die zweite Gruppe der Eigenschaften hängt vor allem davon ab, wie straff die Membran eines Mikrofons gespannt ist. Aus mehreren physikalischen Gründen ist bei einem Kugelmikrofon die Membran immer straffer gespannt als bei einer Niere mit gleichem Durchmesser. Damit habe ich bei einer Kugel zwar Nachteile in der Richtwirkung aber Vorteile bei hohen Schalldrücken, bei der Körperschallempfindlichkeit und bei den Windgeräuschen. Das ganze wird bei kleinen Membrandurchmessern immer kritischer. Unmittelbar an der Schallquelle (am Mund) wiegen diese Vorteile den Nachteil der schlechteren Richtwirkung meist wieder auf. Das geht dann aber soweit in die Grundlagen, dass ich da auf dicke Bücher verweisen muß (z.B Pawera: Mikrofonpraxis; Jecklin: Musikaufnahmen; sind zwar schon älter, gelten aber noch)

    Herzlichen Gruß
    Dieter

  • gerol80
    Beiträge
    63
    • 24. Februar 2006 um 17:12
    • #50
    Zitat von "dieterk"

    Gemeint ist natürlich immer der Gain des Mittenfilters (+/- Regler)


    Jaja, schon verstanden :) ... aber wie soll da was koppeln, wenn ich den Mittenfilter komplett auf Linksanschlag drehe? Ich drehe den doch grad nach links, um zu verhindern, dass was koppelt. Oder ich hab irgendwo in deiner Erklärung was völlig missverstanden :)

    Zitat von "dieterk"

    Es gibt da sicher verschiedene Methoden, einfach auch mal professionelle Kollegen bei der Arbeit beobachten.


    Schwierig ... wo soll sich mir da die Gelegenheit dazu bieten??

    Zitat von "dieterk"

    Damit habe ich bei einer Kugel zwar Nachteile in der Richtwirkung aber Vorteile bei hohen Schalldrücken, bei der Körperschallempfindlichkeit und bei den Windgeräuschen.


    Das mag theoretisch stimmen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass diese billige Teil, das wir haben (und von dem ich annehme, dass es Kugelcharakteristik hat), deutlich mehr Atemgeräusche überträgt als das AKG (das laut AKG Nierencharakteristik hat). Und vom Pegel her dürften die auch einigermaßen gleich sein, sonst hätte bei den Faschingssitzungen ja ein Headset deutlich lauter sein müssen als das andere.

    Ich könnte auch mal ein paar Fotos von dem Billigteil machen. Vielleicht würde ja jemand erkennen, um was es sich dabei handelt!?

    -------------

    Noch mal was ganz anderes: mir ist aufgefallen, dass nach einigen Jahren Einsatz dieser beiden Headsets sich in diesen Windschutz-Schaumstoff-Dingern, die über den Mikros sind, ganz schön was an Schminke etc. angesammelt hat. Kann es dadurch irgendwelche Beeinträchtigungen geben? Ich hab's schon versucht, ich weiß nicht so ganz, wie man die Schaumstoffteile wieder sauber bekommen soll.

    Musik und PA sind nur ein Hobby von mir – verzeiht mir deshalb dumme Fragen :)

    Ein paar Equipment-Stichworte:

      Signalquellen: Yamaha PSR-S910, Roland E-300, Shure WH20XLR, Shure SM58

      PA/Boxen: Dynacord PowerMate 1600, Syrincs S2-124/HP + S2-101

  • dieterk
    Beiträge
    19
    • 24. Februar 2006 um 18:30
    • #51
    Zitat

    aber wie soll da was koppeln, wenn ich den Mittenfilter komplett auf Linksanschlag drehe? Ich drehe den doch grad nach links, um zu verhindern, dass was koppelt. Oder ich hab irgendwo in deiner Erklärung was völlig missverstanden Smilie


    Also ganz einfach zum Mitdenken:
    Du bringst das System zum Koppeln. Nehmen wir mal an es brummt mehr als es pfeift, geschätzt also 250 Hz. Jetzt stell Dir vor , Du drehst den Frequenzregler auf 10 kHz und den zugehörigen Gain auf -12 dB. Dann entseht im Frequenzgang bei 10 kHz eine Lücke von 12 dB Tiefe und bei 250 Hz passiert ... nichts, es brummt schön weiter. Jetzt drehst Du den Frequenzregler schön mit der Uhr auf 250 Hz, jetzt ist die Lücke genau da wo sie sein soll, es hört nämlich auf zu brummen.
    Soweit das Gedankenexperiment.
    In der Praxis ist das natürlich ein iterativer Prozess, wo man am Kanalregler immer das System gerade so am Koppeln hält und mit der anderen Hand mit dem Frequenzregler den Punkt sucht, wo's dann nicht mehr koppelt. Dieses Verfahren mit der Absenkung hat gegenüber dem von Dir angesprochenen Verfahren einfach den entscheidenden Vorteil, dass ich nicht noch andere Frequenzen durch die Anhebung ins Koppeln bringen. Mit einem Terz-EQ wird ja ähnlich gearbeitet.

    Zum Thema "Profis beobachten": Im Sommer gibt's in jeder Stadt irgendwelche Märkte mit mehr oder weniger offenen Bühnen, einfach mal rechtzeitig hinschauen, notfalls als StageHand verdingen...
    Mischpulthersteller bieten für kleines Geld Workshops an, Es gibt in Rüsselsheim ein Ingenieurbüro, das für Gemeinden Grundkurse Beschallungstechnik anbietet und ... und ...

    Zum Thema Kugelmikrofone:
    Ich will gar nicht bestreiten, dass Euer Billigmikrofon nicht gut ist.
    Aber wenn man vergleicht, bitte immer bei gleichen Gesamt-Gain-Einstellungen. sonst sind wir bald wieder beim alten Thema: "Wenn ich alles genau gleich einstelle, dann macht Mikrofon A doch ein bischen mehr Körperschall als Mikrofon B". Das Mikrofon A aber auch schon viel lauter ist, merkt keiner mehr ...
    Übrigens im letzten Jahr hatte ich auch mal einen Kunden, der über sehr viel Körperschall im Headset klagte. Es war eine gebrochene Seele im Kabel zwischen Headset und Sender.

    Herzlichen Gruß
    Dieter

  • gerol80
    Beiträge
    63
    • 24. Februar 2006 um 18:41
    • #52
    Zitat von "dieterk"

    Also ganz einfach zum Mitdenken:
    Du bringst das System zum Koppeln. Nehmen wir mal an es brummt mehr als es pfeift, geschätzt also 250 Hz. Jetzt stell Dir vor , Du drehst den Frequenzregler auf 10 kHz und den zugehörigen Gain auf -12 dB. Dann entseht im Frequenzgang bei 10 kHz eine Lücke von 12 dB Tiefe und bei 250 Hz passiert ... nichts, es brummt schön weiter. Jetzt drehst Du den Frequenzregler schön mit der Uhr auf 250 Hz, jetzt ist die Lücke genau da wo sie sein soll, es hört nämlich auf zu brummen.
    Soweit das Gedankenexperiment.


    Hm, wo ist da jetzt der Unterschied zu folgendem Vorgehen:

    Ich schiebe den Eingang auf 0 dB hoch, den Mitten-Gain voll auf, Bass- und Höhenregler mittig. Dann drehe ich am Frequenzregler, bis es koppelt (falls gar nichts koppelt, eben Kanal höher aufdrehen). Bei der Koppelfrequenz lasse ich den Frequenzregler stehen und drehe den Mitten-Gain zurück, bis es nicht mehr brummt und noch ein Stück weiter (In der Realität habe ich den Mitten-Gain dann sogar auf Linksanschlag gedreht, ohne aber das Brummen ganz wegzubekommen - wie schon gesagt. Die Koppelfrequenz lag übrigens irgendwo um die 400 Hz.).

    Das ist übrigens auch das Vorgehen, wie es in der Anleitung des PowerMate beschrieben ist.

    Zu der Sache mit StageHand, Workshops etc. werde ich später mal noch etwas schreiben. Ich muss nämlich jetzt erstmal weg ... :)

    Musik und PA sind nur ein Hobby von mir – verzeiht mir deshalb dumme Fragen :)

    Ein paar Equipment-Stichworte:

      Signalquellen: Yamaha PSR-S910, Roland E-300, Shure WH20XLR, Shure SM58

      PA/Boxen: Dynacord PowerMate 1600, Syrincs S2-124/HP + S2-101

  • dieterk
    Beiträge
    19
    • 24. Februar 2006 um 18:59
    • #53

    Nach Deiner Methode bringst Du einfach eine zusätzliche Überhöhung in den Frequenzgang, die es normalerweise nicht gibt. Es ist effektiver, gleich die Koppelfrequenz zu suchen, die das System auch ohne zusätzliche Anhebung macht.

    Herzliche Gruß
    Dieter

  • gerol80
    Beiträge
    63
    • 24. Februar 2006 um 23:22
    • #54

    Wie versprochen nun noch was zu den StageHand-Jobs, Workshops etc. und warum das für mich wohl doch etwas hochgegriffen ist.

    Ich bin weder ein berufsmäßiger Tontechniker oder PA-Verleiher, noch mache ich das halbprofessionell oder auch nur hobbymäßig. Mit einer solchen Vielzahl an Mikrofonen und auch an Aufgaben überhaupt habe ich nur einmal im Jahr zu tun: eben bei den Faschingssitzungen. Ansonsten verwende wir die PA noch für ein Duo (ich und ein Gitarrist), wo wir hauptsächlich auf Familienfeiern, aber auch schon mal auf kleineren Festen spielen. Das sind vielleicht 10 Auftritte im Jahr mit normalerweise 50-80 Gästen. Da bekomme ich mit dem PowerMate und den Syrincs-Boxen einen Sound erster Sahne hin. Zum Singen haben wir zwei SM58, ganz normal verkabelt, plus Keyboard und Gitarre ... da gibts keine Probleme. Oft verwenden wir sogar ein Boxenpaar als "Monitore" hinter uns, für größeres tut es dann noch ein Paar HK-Monitore und eine kleine t.amp-Endstufe von Thomann.

    Mein Vater war früher mal Berufsmusiker (bis etwa 1995). Hauptsächlich Bierzelt-Auftritte, aber auch Konzerttourneen im volkstümlichen Bereich (jahrelang alle großen von Marianne & Michael moderierten Tourneen - man muss diese Musik ja nicht mögen, aber einem 8- oder 10-Jährigen ist das egal, wenn er mal den "Stars" die Hände schütteln darf oder bei der Probe mit auf die Bühne darf etc. :) ). Aus dieser Zeit kommt es auch, dass ich mir zum Beispiel unter "Einrauschen" was vorstellen kann (also weiß, was man da macht und warum) und dass ich auch schon mal ein 40-Kanal-Mischpult aus der Nähe gesehen habe (damals Soundcraft - könnte den Fotos nach, die ich Internet gefunden habe, ein Spirit 8 gewesen sein, bedient habe ich so ein Monstrum allerdings noch nie :) ). Auch unter einer für solche Zwecke geeigneten PA kann ich mir durchaus was vorstellen (die Band hatte damals zuerst JBL, dann d&b).

    Wie gesagt habe ich allerdings schon seit ca. 10 Jahren keinen Kontakt mehr zum "großen Business". Lange Rede, kurzer Sinn: ich weiß nicht, ob es was bringt, für die Faschingssitzungen, die ja nur einmal im Jahr stattfinden, da einen so großen Aufwand mit Workshops etc. zu veranstalten. Zumal es mir in dem Verein sowieso keiner danken würde - aber ich denke, das wissen die meisten, die auch irgendwo ehrenamtlich so was machen.

    Musik und PA sind nur ein Hobby von mir – verzeiht mir deshalb dumme Fragen :)

    Ein paar Equipment-Stichworte:

      Signalquellen: Yamaha PSR-S910, Roland E-300, Shure WH20XLR, Shure SM58

      PA/Boxen: Dynacord PowerMate 1600, Syrincs S2-124/HP + S2-101

  • djobi
    Verifiziert
    Reaktionen
    85
    Beiträge
    5.132
    Marktplatz Einträge
    1
    • 25. Februar 2006 um 15:43
    • #55

    vll nur als Einwurf:
    Ich habe auch lange ehrenamtlich gearbeitet - so etwas wird einem aus Erfahrung nie gedankt, egal wie weit man sich den Ars*** aufreisst.
    Und wehe du stellst dann selbst mal Ansprüche.
    Ich hab mir einfach die Einstellung angewöhnt, wenn ich etwas mache mache ich das für MICH!
    Sprich DU lernst für DICH den richtigen (besseren) Umgang mit der Technik - der Verein profitiert davon. Und DEIN Wissen läßt sich bestimmt auch noch öfters einsetzten. Wenn du NUR für den Verein Workshops etc zahlst bringt dir das neben dem leeren Geldbeutel vermutlich nur nen Hals auf den Verein.
    Ich hoffe das war jetzt halbwegs verständlich.
    Für mich also nur innere Einstellungssache.

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • gerol80
    Beiträge
    63
    • 25. Februar 2006 um 16:36
    • #56
    Zitat von "djobi"

    Und DEIN Wissen läßt sich bestimmt auch noch öfters einsetzten.


    Da ich nicht beabsichtige, sonst irgendwas in dieser Richtung zu machen, und ich - wie gesagt - sonst absolut keine Probleme habe, mit dem Sound klar zu kommen (z.B. für Duo-Zwecke), wäre da jeglicher Workshop bzw. ähnlicher Aufwand "oversized".
    Zudem habe ich als Student einfach das Geld nicht (und auch nicht die Zeit), um solche Workshops oder ähnliche Veranstaltungen zu besuchen.

    Ich wollte eigentlich nur wissen, ob ich wirklich zu blöd bin, die richtige Einstellung für die Anlage zu finden, so dass es ohne jegliches Koppeln funktioniert, oder ob es mit dem vorhandenen Equipment (sprich: Billig-Headset, Powermixer mit lediglich 7-Band-EQ etc.) wirklich nicht besser möglich ist.

    Musik und PA sind nur ein Hobby von mir – verzeiht mir deshalb dumme Fragen :)

    Ein paar Equipment-Stichworte:

      Signalquellen: Yamaha PSR-S910, Roland E-300, Shure WH20XLR, Shure SM58

      PA/Boxen: Dynacord PowerMate 1600, Syrincs S2-124/HP + S2-101

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

Letzte Themen

  1. IHOS DSP 6.4 / Kingray GPA415 FIR Designer .txt Dateiformat?

    ThomasA
    5. Oktober 2026 um 19:16
  2. Neuer Mixer in Sicht: Behringer FLOWCASTER

    funkbrother
    5. Oktober 2026 um 16:21
  3. VI400/600 - Steuerung Local Rack über Mixing Station und Virtual VI ohne Surface?

    robert müller
    4. Oktober 2026 um 23:18
  4. Leatcon 2026 Forumstreffen

    skyper
    3. Oktober 2026 um 10:00
  5. Eminence Kappa 15 (LF) Bauvorschläge für Bassreflex oder Horn

    soundralf
    2. Oktober 2026 um 12:44
  6. Kleine PA und nur Fragen!!!

    Alex Bundschuh
    1. Oktober 2026 um 18:47
  7. Welche DI-Box/Line-Übertrager für Laptop/Kopfhörerausgang?

    wusel123
    30. September 2026 um 12:29
  8. Ersatzteilversorgung Lautsprecher (speziell Seeburg A3 MKII)

    Hanseat
    29. September 2026 um 18:25
  9. Neues Online-Simulationstool für Treiber / Gehäuse / Leistung / Filter

    Blancblue
    29. September 2026 um 13:16
  10. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™