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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Frequenzgang von Lautsprecherchassis

  • karl-alfred_roemer
  • 6. März 2006 um 11:43
  • karl-alfred_roemer
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    175
    • 6. März 2006 um 11:43
    • #1

    Hallo zusammen,

    wenn man sich die Frequenzgangschriebe von Lautsprecherchassis
    anschaut, dann sind die Frequenzgänge manchmal schon extrem
    holprig. Viele kleine Spitzen und Senken, manche sogar haarscharf.

    Ich würde einen runderen Verlauf erwarten mit einigen wenigen Buckeln
    und Spitzen und Senken an den Stellen, an denen innerhalb der Membran
    Resonanzen erscheinen und an den Stellen, an denen Gehäusekanten-
    reflektionen oder Raummoden auftreten, wobei letztere beiden durch
    geschickten Einbau in eine seeeehr große Schallwand und Aufbau auf
    der 'grünen Wiese' vermieden werden können sollten.

    Wie kommen die vielen hundert Peaks und Notches zustande?

    Danke im Voraus und viele Grüße
    Karl

  • SRAM
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    • 6. März 2006 um 12:07
    • #2
    Zitat

    Wie kommen die vielen hundert Peaks und Notches zustande?

    Viele kleine Resonanzfähige Systeme gekoppelt (die schwingende Einheit ist eben NICHT starr).

    Gruss SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • karl-alfred_roemer
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    • 6. März 2006 um 13:19
    • #3

    Danke SRAM, für deine schnelle Antwort.


    Zitat

    Viele kleine Resonanzfähige Systeme gekoppelt (die schwingende
    Einheit ist eben NICHT starr).

    Im Prinzip ist das klar. Aber müßten das nicht auch alles irgendwie
    Vielfache einer Grundfrequenz sein? So wie bei Obertönen?
    Sind diese vielen kleinen resonanzfähigen System alle in der
    Membran?
    Können die schwingenden Einheiten so stark schwingen, dass sie
    die auslösende Schwingung fast auslöschen?

  • microsound.de
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    • 6. März 2006 um 14:03
    • #4

    Zum eine Obertöne müssen nicht harmonisch sein, d.h. keine vielfachen der Grundfrequenz. Speziell hat eine ebene Membran eben keine harmonischen Obertöne (das kann man ausrechnen), und man kann es hören, nämlich bei der Trommel.

    Die Obertöne einer Membran können nun mit der von der theoretisch starren Membran zu produzierenden Töne interferieren, das gibt die vielen Peaks und Notches (und Klirr!).

  • karl-alfred_roemer
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    • 6. März 2006 um 17:05
    • #5

    microsound

    Ich war vor 20 Jahren mal in Rotterdam auf der Naturwissenschaftsmesse
    Phänomena.
    Dort konnte man ettliche Experimente selbst machen. Unter anderem
    habe ich dort zum ersten Mal Bleche gesehen, die mit feinem Sand
    berieselt waren. Mit einem Geigenbogen konnte man der Platte
    unterschiedliche Töne entlocken. Dabei haben sich ausßergewöhnlich
    beeindruckende Bilder auf dem Blech gebildet.
    Ich vermute mal, dass das irgendwie das gleiche ist, wie wenn eine
    Membran in Partialschwinungen kommt. Wäre die Membran flach,
    so könnte man das mit dem Sand mal ausprobieren.
    Aber ich habe keinerlei Ahnung, welche Frequenzen erzeugbar sind.
    Ich dachte bisher immer, dass man nur den Grundton und dessen
    harmonische erzeugen kann.

    Nochmal zur Trommel: Wenn deren Obertöne nicht harmonisch sind,
    dann müßte es doch öfter vorkommen, dass sich harmonische der
    Bassgitarre mit den harmonsischen der Trommel und den Partial-
    Schwingungen der Lautsprecher reiben oder?

    Nur so ganz nebenbei: Die Phänomena war das geilste, was ich in
    meinem ganzen Leben an Ausstellungen besucht habe. So viele
    Denkanstöße in so kurzer Zeit und dann alles selbst erfahren ...
    Warum gibts das heute nicht mehr? Heute gibts nur noch die nach-
    modellierte Physik der Computerspiele. Da wundern wir uns über
    das schlechte Abschneiden unserer Schüler beim PISA-Test :roll:

  • Ansch
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    Beiträge
    392
    • 6. März 2006 um 20:29
    • #6

    Es gibt die Phänomenta auf Usedom in Peenemünde, war letztes Jahr dort, sehr schön.
    Würde mich nicht wundern, wenn die im I-Net zu finden wären.

    Noch was zu den Notches: Durchaus möglich, dass es sich um Reflexionen von benachbarten Flächen handelt, falls nicht im Reflexionsarmen Raum gemessen wurde.

  • karl-alfred_roemer
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    175
    • 6. März 2006 um 23:22
    • #7

    Ansch

    Die Phänomentas scheinen kleine stationäre Ableger der
    Phänomena zu sein.
    Die echte Phänomena passte nicht in ein einziges Gebäude und
    war eine Wanderausstellung. So ähnlich wie Körperwelten
    weltweit herumziehend.
    http://www.zuercherforum.ch/phaenomena-dt.htm

    Werde die Phänomenta mal im Hinterkopf behalten
    und wenn ich mal an einem der Orte vorbei komme,
    schau ich mal da rein. Das ist einfach eine schöne Sache. :D

    Mit den Reflexionen von benachbarten Flächen kann gut sein,
    obwohl: Wenn ich Hersteller von Lautsprechern wäre, würde ich
    lieber raus aufs Land gehen, ein Loch in den Boden graben,
    Betondeckel drauf, für jeden Lautsprecher eine Adapterplatte
    aus Stahl oder so und dann messen.
    Umgebungsgeräusche könnte man umgehen, indem man
    anstatt nur 1 läppisches Watt draufzujagen z.B. 50% der
    Dauerlast nimmt und dann herunterrechnet.

  • N-Dee
    Beiträge
    932
    • 7. März 2006 um 11:41
    • #8

    - die Membran ist keine Punktquelle
    - die Membran ist nicht unendlich starr

    Im Großsignalbetrieb (50% = 3dB vor Ende) herrschen andere Bedingungen als bei 1 W / 2,83V.

    Greets,
    N-Dee

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

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