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Ist sowas zulässig - Ausleger aus Peips

  • sydon
  • 10. April 2006 um 19:27
  • sydon
    Beiträge
    309
    • 10. April 2006 um 19:27
    • #1

    Hallo

    Wollte mal fragen ob sowas zulässig ist:


    Als Backtruss ein Tor bauen.

    4m Hoch ca 9 m lang.

    Um das ganze gegen umfallen zu sichern einfach ausleger aus Pipes nehmen und in alle 4 Richtungen abstützen.

    Habe sowas schonmal fertig gesehen ( die ausleger)


    Oder einfach ein langes Trussstück quer und das mit schellen festgemacht
    Wie ein umgedrehtes t und mit nem rohr abfangen.



    Ich weiß hört sich schon gefährlich an ?

    Hat jemand eine bessere Idee.

    An die Backtruss sollen 5x4er Bar 4x Movingheads , Molton

  • Stephan Schewe
    Profi
    Beiträge
    543
    • 10. April 2006 um 20:57
    • #2

    Hi,

    klare Antwort: Nein.

    Schellen dürfen nicht axial belastet werden, da es hierzu keine Herstellerangaben bzgl der Belastung gibt. (Sollte sowas mal jemandem übern Weg laufen für Alu-Alu, dann mir schicken)

    Nimmste aber Variante 2 mit T-Stück oder Box-Corner, dann kann man das schon machen (Pipe trotzdem dran schellen, bringt zwar rechnerisch nichts, aber in der Praxis natürlich schon).
    Zu untersuchen wäre allerdings vorher das Moment im Fuß (ob das T-Stück das aushält) und Kippmoment zu Standmoment.

    Wenn ich mir dein Bild aber so ansehe: Warum nicht Front- und Backtruss verbinden? Dann steht's sicher.

  • sydon
    Beiträge
    309
    • 11. April 2006 um 09:51
    • #3

    danke für die antwort. habe ich mir auchschon gedacht das es schwer möglich ist und wenn dann nur mit stück.

    Aber es gibt doch fertige auslger für truss muss später nochmal danach suchen.

    Problem mit der fronttruss ist das diese auf lw 255r stehen (gibts im zeichenprogramm leider nicht)


    gruß andy

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 11. April 2006 um 11:55
    • #4
    Zitat von "Privateer"


    Schellen dürfen nicht axial belastet werden,...

    Wie meinst Du das?

    Würde auch Version 2 nehmen, oder eben besser eine Box bauen.

  • AMLB
    Beiträge
    1.101
    • 11. April 2006 um 12:35
    • #5

    Warum baut Ihr dann keinen fertigen Traversentisch. Viel stabiler und optisch schöner. Vom Aufbau- und Materialaufwand vergleichbar!

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • Stephan Schewe
    Profi
    Beiträge
    543
    • 11. April 2006 um 20:28
    • #6
    Zitat von "timotimo"

    Wie meinst Du das?

    Würde auch Version 2 nehmen, oder eben besser eine Box bauen.


    Damit meine ich in Richtung des Gurtrohrs...quasi als ob du die am Rohr hin und her schieben würdest.

  • hink
    Beiträge
    383
    • 12. April 2006 um 00:57
    • #7
    Zitat von "Privateer"

    Damit meine ich in Richtung des Gurtrohrs...quasi als ob du die am Rohr hin und her schieben würdest.

    Also sind alle Aussteifungen, Kreuzverbünde... aus Drehschellen und Pipe beim Bühnenbau Kappes? Oder wie meinst Du das?
    Ich möchte wetten, das letztens noch in Statik und Baubuch gesehen zu haben.

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 12. April 2006 um 12:45
    • #8
    Zitat von "Privateer"

    Damit meine ich in Richtung des Gurtrohrs...quasi als ob du die am Rohr hin und her schieben würdest.

    Kannst Du das auch irgendwie begründen? Dann dürfte man an einen Coupler keinen Scheinwerfer, kein 6er-Bar keine weitere Traverse usw. hängen. Der ganze Sinn des Couplers ginge ja damit verloren....

  • Stephan Schewe
    Profi
    Beiträge
    543
    • 13. April 2006 um 08:53
    • #9

    Na wenn ich ein 6er Bar unter eine Truss schelle, oder eine wietere Truss an ein PreRigg, dann wird die Schelle ja nicht axial belastet und kann schön bis (z.B. Doughty) 750kg belastet werden.

    In Richtung des Rohres kannste die 750kg aber nicht ansetzen, da es hier auf Reibung Alu-Alu in Abhängigkeit des Anzugsmoments der Schraube ankommt. Verstehst du was ich meine?

    hink:
    Für Kreuzverbände kann man sagen, dass die Schellen direkt neben Braces anzubringen sind, somit wäre der Nachweis wieder recht simpel.

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 14. April 2006 um 10:48
    • #10

    Ah ja, so langsam verstehe ich. Du meinst also, die Schelle könnte am Gurt verrutschen. (Ich dachte bei axial eher an die Drehachse der Schelle)
    Klar wäre das möglich, aber doch eher unwahrscheinlich, zum einen durch die Braces, zum 2. durch die Reibung. Hast Du schonmal versucht eine auch nur leicht zugezogene Schelle, die sich unbelastet verschieben lässt, unter Last zu verrücken? Sie verkantet sich so stark, daß es meist nicht möglich ist. Angezogen sicher unmöglich.
    Wie verhält es sich mit den Diagonalverstrebungen? Sie leiten ja auch einen axialen Momentanteil ein...

  • Stephan Schewe
    Profi
    Beiträge
    543
    • 14. April 2006 um 18:43
    • #11

    Wie ich oben schon geschrieben habe: In der Praxis hält die Schelle natürlich was aus bevor sie rutscht. Aber in der Theorie ist es schwer zu sagen, wieviel da möglich ist. Daher wird man die Bauform oben nur schwer legalisieren können. Man müsste von unabhäniger Stelle mal eine Versuchsreihe durchführen lassen...aber das wird wohl keiner bezahlen können und wollen.

    Was du mit dem axialen Momentanteil der Braces fragen willst, verstehe ich nicht.
    Braces sind für die Aufnahme von Querkräften da und sollen (wenn sie sich in einem Knotenpunkt TREFFEN - ohne Versatz -) diese weiterleiten ohne ein Moment zu erzeugen.

  • horst
    Beiträge
    316
    • 14. April 2006 um 19:11
    • #12

    Ich habe mal vor langer Zeit was mit Gerüstschellen gerechnet.(Baugerüst)

    Es stehen zB in der Din4420 die charakteristischen Werte der Rutschkraft auf Stahl und Alurohren sowie Werte für Wiedeerstände der Kupplungen.

    na ja ist schon lange her

    gruss

    horst

  • hink
    Beiträge
    383
    • 17. April 2006 um 23:54
    • #13
    Zitat von "Privateer"

    hink:
    Für Kreuzverbände kann man sagen, dass die Schellen direkt neben Braces anzubringen sind, somit wäre der Nachweis wieder recht simpel.

    Also sollen die Kräfte im Kreuzverbund statt über Reibung Schelle/Gurt über Formschluss Schelle-Schweißnaht(Gurt/Bracing) abgetragen werden?
    Das muss ich nochmal Sacken lassen.
    Ich denke auch, dass ein Krafteintrag nah am Bracing sinnvoll ist aber, dass der Formschluss da helfen soll?
    Oder hab ich deine Aussage gänzlich falsch verstanden?

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 18. April 2006 um 10:10
    • #14
    Zitat von "Privateer"


    Was du mit dem axialen Momentanteil der Braces fragen willst, verstehe ich nicht.

    Nicht der Braces, sondern der Pipes. Ich versuche es nochmalzu beschreiben:

    Oben hat Sydon 2 Bilder gepostet. Im 2. Bild würde beim nach vorne Kippen der Truss die Schelle der Pipe diagonal eine Kraft in die horizontale Truss einleiten. Diese diagonale Kraft lässt sich in der Betrachtung zerlegen in eine vertikale (in Richtung der Boden) und eine horizontale (in Richung des Trussauslegers). Das hatte ich gemeint. Nach Deiner Betrachtung wäre jetzt also die horizontale unzulässig, somit auch die Pipe...(?)

  • Stephan Schewe
    Profi
    Beiträge
    543
    • 18. April 2006 um 21:32
    • #15

    hink:

    Was musste denn da sacken lassen? So ist es wenigstens rechenbar...das es nicht schön ist sollte wohl klar sein.
    Man muss nachweisen, dass das Brace die auftretenden Kräfte aushält.

    Für den Gerüstbau muss ich dir Recht geben, da gibt es z.B. ne STudie über Layher Schellen auf 48,3er Stahlrohr. ABer wie gesagt, für ALu und z.B. Doughty-Schellen habe ich sowas noch nicht gesehen. Würde mich aber jeder Zeit über neue Infos zu diesem Thema freuen...könnte oft das Leben erleichtern ;)

    timotimo:

    Deine Frage habe ich weiter oben bereits beantwortet: Das Pipe würde ich trotzdem anschellen, da es in der Praxis natürlich Stabilität bringt, aber in der Theorie nicht/schlecht nachzuweisen ist.
    Sinnvoller wäre eine Stahlbodenplatte oder evtl auch ein Boxcorner mit Ausleger.

  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 19. April 2006 um 10:41
    • #16

    Auf die Stahlbodenplatte kann man aber nicht obiges Trusstor stellen. Und eine Boxcorner sollte man auch mittels Pipes diagonalversteifen. Und damit hat man das gleiche Problem mit den Schellen wieder.

  • Stephan Schewe
    Profi
    Beiträge
    543
    • 19. April 2006 um 12:38
    • #17

    Und warum geht das nicht?
    Deine Aussagen sind etwas "ungenau"...

  • nobodys
    Beiträge
    136
    • 22. April 2006 um 19:01
    • #18

    Ich habe da nur kurz ein paar Gedanken zu euren Überlegungen:

    Über das achsiale Verrutschen der Schelle bei einer Querverstrebung würde ich mir in diesem Fall keine Gedanken machen. Durch verkannten wird es nahezu nicht möglich sein, die Schelle zu verschieben. Ich müsste jetzt auch kurz nachsehen, wie man das ganz genau rechnet. Müsste man doch einige Annahmen treffen. Aber diesen Fall kann man mit gutem Gewissen ausscheiden.

    Ist der Gedanke, Kräfte in die Braces einzuleiten wirklich schlau? Der Trick beim Fachwerk besteht darin, dass Kräft nur in den Knoten eingeleitet werden. Somit entstehen in allen Stäben nur Normalkräfte. Eine Querkraft ist dabei gefährlich. Sie kann einen einzelnen Stab zum Knicken bringen...

    Rechnerisch bringt die Querpipe sehr viel! Der Massgebende Abstand für das Kippmoment verringert sich. Auch die Strecke für den Knickfall verringert sich. (ist bei dieser Aufgabe sicher nicht wichtig, da nicht der massgebende Fall)

    Ein vorstehender "Fuss" verschiebt die Kippkante und verhindert, dass die Konstruktion kippen kann. Zu bedenken gilt es dabei, dass das entstehende Moment im Winkel augenommen werden kann. Also nur mit Boxcorner oder 90°-Element machen. Schellen oder Coupler sind hier sicher nicht das Mittel der Wahl.

    normal gibts schon...

  • SimonFB
    Beiträge
    1.875
    • 22. April 2006 um 19:43
    • #19
    Zitat von "timotimo"

    Auf die Stahlbodenplatte kann man aber nicht obiges Trusstor stellen.


    Dafür hätte ich gerne noch ein Begründung.
    Demnach wäre es auch nicht erlaubt, einzelne Truss-Säulen zu stellen?
    Das einzige Problem das ich sehe wäre ein schiefer Boden, so dass die Truss sich verzieht...

    Am Anfang war das Licht

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    • 23. April 2006 um 10:52
    • #20

    um dem ganzen "Pipegebastel" mal ein wenig entgegenzuwirken, würde ich vorschlagen, sich mal ernsthaft mit dem Thema "Cornernbrake" auseinnderzusetzen. Hierfür gibt es dann mit Sicherheit auch Angaben vom Hersteller, was wie belastet werden darf.

    Wer nicht weiß, was ein Cornerbrake ist, sollte sich vielleicht mal kurz dieses Bild angucken, oder Google mit dem Suchbegriff "Cornerbrake 5050" füttern. Gibt es beispielsweise auch bei B&K. Dort gehen die Teile VK mit ca. 80/200/220 Eurotaler Brutto über den Tisch.(für 1/2/3m)

    Ansosten gäbe es auch bei Doughty die Einzelkomponenten zum selberschweißen.


    EDIT: Die nachfolgend von Machti geposteten Outrigger sind natürlich die noch elegantere Lösung, da dann unten keine Traverse+Corner benötigt werden. Kannte zwar die Teile, hatte aber keinen Link gefunden.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

    Einmal editiert, zuletzt von skyper (23. April 2006 um 14:49)

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