Hallo ullix,
was du da vor hast ist sicherlich nichts was man mal eben so macht. Wir sind selbst ein Chor dieser Richtung aus dem Kölner Erzbistum. Nur, dass wir schon 20 Jahre auf dem Buckel haben. Mit diesen Jahren haben wir auch immer mehr technische Erfahrung gesammelt.
Gerade zum 1.Mai haben wir im Altenberger Dom (bei Bergisch-Gladbach, Raum Köln) die Technik betreut.
Dein Ansatz mit den mehrern Linien im Hauptschiff und einzelnen Linien in den Seiten und Querschiffen ist sicherlich ok. Wichtig ist eine saubere Delayline im Hauptschiff. Die Front darf auch gerne mal etwas stärker ausfallen als die einzelnen Linien. Niemals Stereo fahren in diesen Räumen, das nimmt sowieso keiner mehr war.
Fliegen ist sicherlich der Traum von uns Technikern, aber das ist sowohl finanziell als auch ohne ausgebildete Kräfte nicht möglich. Wir haben einmal eine Traverse für die Front gesetzt, weil in dem Fall die Jungs vom Fernseh noch Tageslicht mit daran gehangen hatten und die Jungs vom Licht für ein Konzert am Vorabend einige Movingheads. Das ist bei den Verantworltichen gar nicht gut angekommen. "Das zerstört die Architektur der Kirche". Unsere Argumente zwei Lifte würden weniger Platz und mehr Sicherheit bedeuten waren unerheblich. Lieber wurde ein Wald an Stativen genehmigt. Egal.
Auch wenn mich jetzt einige aus dem Forum schlagen, wir machen sowas komplett mit Bose-Systemen. In der Front 2 gestackte 802 und alle Linien mit 402 Systemen. Diese sind von der Bauform sehr kompakt und in der Kirche brauchen wir auch bei voller Bandbesetzung nicht unbedingt den Ultrabass. Ich selbst spiele Schlagzeug in der Band (allerdings vernünftigerweise E-Drums). Der Sound ist damit zwar recht dünn untenrum, aber die Sprachverständlichkeit, die für unsere Art Musik sehr wichtig ist, bleibt erhalten. Übrigens, wir setzen seit 20 Jahren KEINE EQs ein. Bisher habe ich das noch nicht vermisst.
Falls du spezielle Fragen hast, kannst du dich auch per PN an mich wenden.
Gruß
SVEN