wenn man 50kg Birken MPX baugleich mit Buche ersetzt, was wiegts dann bitte ?
danke
wenn man 50kg Birken MPX baugleich mit Buche ersetzt, was wiegts dann bitte ?
danke
kann man nicht ganz genau sagen
aber in etwa gleich viel bzw 3-4 kg mehr
also nicht der Rede Wert ...
damit wird dieses Thema heiß ![]()
weil Buchen MPX (gemeine Werkbankplatte) ist ja überall und in vielen Stärken verfügbar. Von der Stabilität her dürfte es mindestens ebenbürtig sein, Dichtigkeit ebenso.
Abhängig welche Holzfeuchte die Buche hat, so ca. 53kg.
Würde dir deshalb auch folgende Seite empfehlen:
http://www.schreiner-seiten.de/holzarten/index.htm
Und zurück zum Griller. ![]()
Lex.
ja, Manu - die Birke als Holz ist eigentlich leichter, aber Birke MPX hat mehr Leimfugen weil mehr Schichten als Buche MPX und der Leim ist wieder schwerer als Buche...
Buchenplatten haben oftmals helle Leimfugen (Vinylacetat)
und Birke hat dunkle Leimfugen (ich glaub Phenolharz oder Melaminharz)
die wieder schwerer sind als Holz...
Buche mit heller Leimfuge schleisst die Werkzeuge nicht so stark
Der Leim für Buchen MPX ist eine Rezeptur die die Hersteller sich selbst mixen, u.a. kommt da sogar Roggenmehl rein, und irgendein dunkler Honig, keine Ahnung was genau.
Die Herstellung ist ziemlich lustig, sie haben eine Küche ( kochen ganze Stämme), dann gekochten Stamm in eine Schälmaschine, die schält ein ca 3mm starkes Furnier daraus, solange bis den Leuten der Kern um die Ohren fliegt weil er zu dünn geworden ist
... ->
Nun läuft das Furnier durch eine Schlagschere an der eine Frau steht mit extrem guten Augen, sie schneidet daraus Streifen mit "gut" und Streifen mit Astlöchern etc.... dahinter werden die Streifen auf ein Band gepackt und durch einen Öltrockner geschickt, .... ->
Nun werden sie sortiert, die richtig gutaussehenden Streifen landen bei anderen Frauen die daraus per Kantenverleimung die Deckfurnierplatten zusammenkleben, die anderen kommen direkt zur ... ->
Zusammentragbande
Wie ein Tisch, einersteht längs, ein weiterer Quer, eine Frau stopft alle Streifen in eine Leimwalze (doppelseitig einleimen),
nun wird ein Deckfurnier auf den Tisch geworfen, dann längslage, querlage, längslage, querlage.... Schicht für Schicht von Hand gelegt, at last ein Deckfurnier drüber... ->
landet das Paket in einer dampfbetriebenen Heißpresse, die knallt nun zu und die Zeit läuft (bis die nächste Platte zusammengetragen ist )
knallharte Jobs das. Ich kenns live vom Lieferanten.
Die noch heiße Platte wandert von der Presse durch große Flachschleifmaschinen, anschließend Kantenbeschnitt, palletieren, ab auf die Reise ![]()
ZitatIch kenns live vom Lieferanten.
wo hast Du es gesehen?
Zitat von "Manuela"Ich kenns live vom Lieferanten.
Und der kann dir nicht sagen, was das Zeug wiegt? :shock: :roll:
Komischer Lieferant oder komische Frage?
Buche MPX ist erheblich scwerer als Birke, Buche hat ca. ein 1/3 so hohe Dichte wie Birke. Die Schichtanzahl ist genau so hoch wie bei Birke, wenn die Buche Platten viel weniger haben, ist es kein MPX sondern ne schnöde Schichtplatte, die nicht so stabil ist und verzugsstärker reagiert.
Zitat von "peterle71"Buche MPX ist erheblich schwerer als Birke,
Richtig.
Zitat von "peterle71"Die Schichtanzahl ist genau so hoch wie bei Birke, wenn die Buche Platten viel weniger haben, ist es kein MPX sondern ne schnöde Schichtplatte, die nicht so stabil ist und verzugsstärker reagiert.
Falsch.
Gruß FF
Zitat von "peterle71"Buche MPX ist erheblich scwerer als Birke, Buche hat ca. ein 1/3 so hohe Dichte wie Birke.
das widerspricht sich.
Zu der "Schichtdicke" :
Das ist jawohl eine Frage der Gesammtplattenstärke wie stark man die Furnierschichten wählt, oder seh ich das falsch ? Eine Platte sollte ja mindestens fünf (immer eine ungerade Anzahl), und besser noch deutlich mehr Schichten haben, und will man eine recht dünne Platte herstellen dann kommt man ja nur auf die fünf wenn die einzelnen Furnierlagen entsprechend dünn gewählt werden.
Schichtdicke Multiplex Birke (BFU 100): 1,0-1,5mm, ca. 680kg/m³
Schichtdicke Multiplex Buche (BFU-BU 100): 2,2-3mm, ca. 750kg/m³
Gruß FF
@ FF: Mal vorausgesetzt Deine Zahlen stimmen, dann würde 50 Kg Birke MPX erstzt durch Buche 5,88 kg mehr wiegen und ich hätte mich um 2-3 kg verschätzt :roll:
Moin,
Ihr braucht garnicht lange diskutieren, denn wie schwer so eine Platte wird entscheidet der Baum, und der "Einleimer".
Es kommt also darauf an woher die Birke kommt, und die Eiche. ich vermute mal je kälter der Wuchsort, desto langsamer der Wuchs, desto schwerer das Holz.
Ich wollte es wissen und habe gewogen... ... aber nicht aufgeschrieben. Meine Bucheproben waren indiskutabel schwerer als Birke.
Gruß
Grund für dieses Thema:
Bei Papi im Verpackungsbau werden Buchen MPX Teile als Träger für tonnenschwere Sachen verarbeitet, sie bilden die Auflageblöcke zwischen der Stahlunterpalette und der Form. Was diese Klötze aushalten müssen ist einfach :shock: :shock: :shock: somit ein höchstbelastbares gutes Material, nicht sehr teuer, gut zu besorgen...
brachte mich das auf die Idee mal einen Vergleich zu erfragen; bzw. die Frage zu stellen: warum bauen quasi alle ( außer Bell :grin: ) ihre Boxen aus Birke ? Ich hab jedenfalls den Eindruck gewonnen daß eine "Buchen-PA" eine durchaus sehr ordentliche Sache wäre mit einer hohen Belastbarkeit. Vielleicht inspiriert das ja die Bastler.
@ ukw & Hörnli: mir ging es vorrangig um die Schichtdicke, weil peterle71 da einfach Unsinn gepostet hatte. Die Gewichtsangaben waren eher ein Anhaltswert, ich hätte die besser weggelassen. Hörnli hat natürlich recht, Holz lässt sich nicht auf ein exaktes Gewicht festnageln. :schäm:
Zu meiner Zeit als Zimmermann habe ich genug Buchen- und Birken-MPX gerumgewuchtet, und ja, die Buche ist deutlich schwerer. Der von Manuela beschriebene Verwendungszweck wundert mich kein bisschen, auch für andere hochbelastbare Unterlagen, Werktische usw. kommt BFU-BU zur Anwendung.
Birke ist eine schnell wachsende Pionierbaumart, das sind Baumarten, die an Waldrändern wachsen und als erstes Freiflächen besiedeln. Birkenholz ist zäh und elastisch mit hoher Biege- und Zugefstigkeit.
Buchen dagegen wachsen im Bestand, das Jahreswachstum solcher Baumarten ist geringer als bei Pionierbäumen, das Holz ist damit schwerer und härter. Buche weist eine der höchsten Druckfestigkeiten unter den heimischen Hölzern auf, nur Wenge und Nuss sind härter.
Eine PA aus Buchen-MPX kann ich mir gut vorstellen, aber dann bitte gedämpft und klarlackiert oder gewachst. Eine schöne Buchenoberfläche mit Warnex & Co zuzukleistern hielte ich für eine Todsünde...
Gruß FF
wundert mich eh daß das Thema HOLZ hier so wenig diskutiert wird, ist schließlich was hochinteressantes.
Es mag gut sein daß Birken schnellwüchsiger sind - was eine kürzere Rekultivierungszeit bedeutet. Oder daß sie besonders grade wachsen ? Die Schälmaschine drechselt ja auf der vollen Breite, solange MÜLL bis es erstmal rundläuft mit ununterbrochenem Schnitt. Ein krummer Stamm wär somit ein schlechtes Geschäft für Furniere...
MPX ist ein zeitgemäßer Werkstoff, dadurch daß man dünne Schichten hat läßt es sich schnelltrocknen und anschließend wirds einfach wieder zu Blöcken verleimt - überkreuz, so reißt auch nichtsmehr und es wird nicht krumm.
Schaut man mal ins Materiallager vom Holzmodellbau, ganz hinten / ganz unten, da sitzen Stämmchen die schon 30, 40 Jahre darauf warten verarbeitet zu werden. Denn große Querschnitte trocknen rißfrei nur langsam - lange und noch länger. Ich glaube das ist Ahorn ... bestellt heute kein Mensch mehr, alle kriegen ihr MPX. Geiz ist geil :wink: Früher war vieles anders, da wurde auch noch genau gearbeitet, heute macht man ein Übermaßteil aus verleimten und verstifteten Blöcken und fährt mit der NC drüber, schon paßt alles perfekt. Ob das noch als Schreinerarbeit bezeichnet werden kann, ich denke eher nicht ..
Was wird die Zukunft uns bringen ?
Aus Kanada kommt ein Verbundwerkstoff aus Sägemehl und Thermoplast, sieht "holzähnlich" aus, ist schwer, wetterbeständig, sehr interessant. In dieser Machart werden gewiß auch irgendwann Boxen auftauchen, schließlich kann man so den Mist aus dem Spänesilo wieder verkaufen, die Neuerfindung der Spanplatte :grin:
Und zum schönen Aussehen:
Warnex ist im PA-Bereich das, was im Metallbau der gute alte Hammerschlaglack ist - ein Anstrich der einiges abkann, bei dem man das ausbessern nicht sofort sieht, und der den Untergrund völlig abdeckt.
Es wär allerdings vermessen sich Wedges zu wünschen mit einem schönen Palisanderfurnier oder leicht geöltem Teak. Obwohl, nett wär das ja, noch schicker als Plexiglas.
lG Manu
Zitat von "Hörnli"Moin,
I
Es kommt also darauf an woher die Birke kommt, und die Eiche. ich vermute mal je kälter der Wuchsort, desto langsamer der Wuchs, desto schwerer das Holz.
Ich wollte es wissen und habe gewogen... ... aber nicht aufgeschrieben. Meine Bucheproben waren indiskutabel schwerer als Birke.Gruß
Bei nicht porigen Hölzern ist das anders als bei stark porigen Hölzern (Eiche = ringporig & große Poren)
Langsam gewachsene Eiche ist deutlich leichter als schnell gewachsene die eben schwerer ist (geringerer Porenanteil)
Langsam gewachsenes Nadelholz ist kaum schwerer als schnell gewachsenes.
Bei Birke machts - glaube ich - wenig Unterschied. Das Holz (die Bäume) kommen aus Finnland und Russland.