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Hoher Einschaltstrom bei Endstufe

  • Stalle
  • 22. Mai 2006 um 14:03
  • Stalle
    Beiträge
    67
    • 22. Mai 2006 um 14:03
    • #1

    Hallo,

    hab da mal ne Frage:

    Ich habe vor kurzem eine Inter-m H 4200 Endstufe gekauft (http://www.inter-m.com/en/product/H-3200_4200.html.
    Jetzt habe ich folgendes Problem: Beim Einschalten fliegt direkt die Sicherung (Es waren noch andere Geräte gleichzeitig im Betrieb). Dann habe ich mal die Waschmaschine ausgestöpselt und die Endstufe da eingesteckt (Die Waschmaschinen-Steckdose hat einen eigenen 16A Sicherungsautomaten im Zählerschrank). Trotzdem fliegt die Sicherung. Wenn man die Sicherung kurz festhält beim Einschalten, bis die Endstufe ein ist (Ca. 2 sec.) dann geht alles problemlos. Kann das an einem zu dünnen Leiterquerschnitt liegen oder so? Also die Endstufe ist auf jeden Fall in Ordnung. Kann man die evtl. auch höher absichern?

    Danke schon mal

    Gruß,
    Michael

  • stage_reini
    Beiträge
    251
    • 22. Mai 2006 um 14:24
    • #2

    Hallo!

    Es gibt verschiedene Arten von Sicherungsautomaten mit unterschiedlichen Auslösecharakteristiken. Es gibt zb. die Charakteristik B, die häufig in Haushalten Anwendung findet. Dieser löst beim 3-5 Fachen Nennstrom aus (in der PA- Technik kaum brauchbar). In der PA-Technik wird meist die Charakteristik C verwendet, die löst beim 5-10 fachen Nennstrom aus (glaub ich).

    Also noch mal kurz zusammengefasst: Schau mal nach was auf deinem Sicherungsautomaten steht "B 16" oder "C16" oder sonst was. Falls es ein B automat ist, dann tausch ihn durch einen C automat aus bzw lass dir das von einem elektriker machen

    meiner meinung nach dürft es dann keine probleme mehr geben

  • Stalle
    Beiträge
    67
    • 22. Mai 2006 um 14:29
    • #3

    Und wie mache ich das dann, wenn ich mit der Anlage mal auf Achse bin? Wenn ich dann da irgendwo die Sicherung raushaue steh ich ja auch ganz schön blöd da. Könnte ich nicht einen Stromverteiler nehmen (z.B.: 3 Phasen 16A auf 3 mal Schuko) und den dann mit solchen Sicherungen bestücken? Oder würden dann die Sicherungen von dem Drehstromanschluss fliegen?

    Danke schon mal für deinen Tipp

  • xcite
    Beiträge
    249
    • 22. Mai 2006 um 14:31
    • #4

    na moin...

    suchst du eine transportable Lösung, sind auch separate vorschaltbare Einschaltstrombegrenzer im Handel erhältlich. Diese arbeiten mit Bimetallschaltern, NTCs bzw. zusätzlich entsprechend ausgelegten Drosseln.

    Greetz, der Martin

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich!" (Sir Peter Ustinov)

  • Stalle
    Beiträge
    67
    • 22. Mai 2006 um 14:48
    • #5

    Was machen denn so Einschaltstrombegrenzer genau? Läuft die Endstufe denn mit dem Vorschalten von so einem Gerät noch richtig an?

  • xcite
    Beiträge
    249
    • 22. Mai 2006 um 15:01
    • #6

    na moin...

    er macht das, was er sagt :D

    Der hohe Einschaltstrom bei Endstufen entsteht vor allem durch Kondensatoren, die aufgeladen werden - für den normalen Wechselstrom stellen ungeladene Kondensatoren einen Kurzschluss dar, weshalb der Strom beim Einschalten den Nennstrom des Anschlusses um einiges übersteigen kann.

    Ein Einschaltstrombegrenzer begrenzt den Strom auf einen unkritischen Wert, z.B. durch Zwischenschalten eines Widerstandes. Die Kondensatoren der Endstufe werden dadurch genauso geladen, nur eben (unmerklich) langsamer.
    Nach einer kurzen Weile (abhaengig vom Fabrikat) ueberbrueckt der Einschaltstrombegrenzer diesen Widerstand (z.B. durch einen erwaermten Bimetallstreifen) oder der Wert des Widerstand nimmt durch die allmaehliche Erwaermung von selbst ab (NTC - Heissleiter). Meistens wird dieser dann aber noch endgültig durch einen Schaltkontakt ueberbrueckt.

    Somit hast du keine Nachteile fuer deine Endstufe zu befuerchten, weil im Normalbetrieb der Strombedarf unter dem Nennstrom bleibt (zumindestens solange sie technisch in Ordnung ist).

    Greetz, der Martin

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich!" (Sir Peter Ustinov)

  • DJheini
    Moderator
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    4
    • 22. Mai 2006 um 15:10
    • #7

    Hier gibt es das was du suchst:

    http://www.elv.de/shopping/ArtikelDetail.asp?SessionId=00222843370084911525&Referenz=612%2D44&Stufe=2&Gruppe=HT%2DSD&Menue=Ja

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • stage_reini
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    251
    • 22. Mai 2006 um 15:20
    • #8

    Ich hatte auch mal das problem mit zu hohem einschaltstrom (Sicherungsautomat tauschen war nicht möglich). Ich hab dann das Gerät über Leistungwiderstände angeschlossen. ca. 2 Sekunden nach dem Einschalten werden die Leistungswiderstände über ein Relais überbrückt. Die Ansteuerung des Relais und die Zeitverzögerung hab ich mit einer einfachen Transistorschaltung realisiert....


    und es funzt perfekt :lol:


    Ich nehm einmal an, dass in dem ELV - Gerät so was ähnliches drin ist

    greez

  • montesuma
    Beiträge
    948
    • 22. Mai 2006 um 15:28
    • #9

    Die Kondensatoren werden langsam alt, dann ziehen sie auch mehr Strom, als im Neuzustand. Entweder wie oben genannt mit einem Einschaltstrombegrenzer, oder alle dicken Elkos tauschen.

  • Arno
    Verifiziert
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    • 22. Mai 2006 um 18:40
    • #10
    Zitat von "Stalle"

    Wenn man die Sicherung kurz festhält beim Einschalten, bis die Endstufe ein ist (Ca. 2 sec.) dann geht alles problemlos.


    Eine kleine Frage zwischendurch: Was sind das für seltsame Sicherungen, die man festhalten kann? Ich kenne nur Automaten (ich gehe mal von solchen aus), die auch auslösen, wenn man den Hebel festhält. Alles andere wäre ind meinen Augen auch ziemlicher Murks.

    Bis dann... Arno!

  • Stalle
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    67
    • 22. Mai 2006 um 18:59
    • #11

    Es handelt sich um ganz normale 16A Sicherungsautomaten mit so einem kleinen schwarzen Hebelchen. Und der ist in der Off-Stellung unten und in der On-Stellung oben (oder umgekehrt weiß ich jetzt nicht so genau). Den kann man dann beim Einschalten der Endstufe daran hindern, dass er in die Off-Stellung springt.

  • schrecki7289
    Beiträge
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    • 22. Mai 2006 um 19:12
    • #12

    Dann sind die Automaten möglicherweise schon älter (würde auch das Fliegen erklären, wenn die schon ein bisserl ausgelutscht sind), wolche kann man teilweise festhalten.
    Aber normalerweise fliegt die Sicherung trotzdem, egal ob man den Schalter oben hält.

    Gruß
    Thomas

  • Arno
    Verifiziert
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    • 22. Mai 2006 um 19:14
    • #13
    Zitat von "Schrecki7289"

    Dann sind die Automaten möglicherweise schon etweas älter (würde auch das Fliegen erklären, wenn die schon ein bisserl ausgelutscht sind).
    Denn normalerweise fliegt die Sicherung trotzdem, egal ob man den Schalter oben hält.


    Genau das meine ich. Gab es früher denn solche Automaten, die man festhalten konnte? Selbst die Automaten hier aus den späten 60er-Jahren kann man nicht festhalten.

    Bis dann... Arno!

  • DJheini
    Moderator
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    • 22. Mai 2006 um 19:24
    • #14
    Zitat von "Arno"


    Genau das meine ich. Gab es früher denn solche Automaten, die man festhalten konnte? Selbst die Automaten hier aus den späten 60er-Jahren kann man nicht festhalten.

    Habe solche Automaten noch nie gesehen, die man festhalten kann. :shock:
    Selbst bei Schraubautomaten, die man früher mal nachgerüstet hat, ging das nicht.
    Ich tippe mal auf alte H-Automaten (H wie Haushalt :D ). Die Fliegen bei
    jedem Sch...s raus. Haben mich auch schon mal geärgert. :twisted:

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • olmei
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    517
    • 22. Mai 2006 um 19:26
    • #15

    Ein weiterer Vorschlag wäre:

    Stromverteiler mit 32A Stecker und Schukosteckdosen, welche mit C16A Automaten abgesichert sind.

    <><
    amtlicher Leser des paforums.de seit 2004.

  • cyberlight
    Beiträge
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    • 22. Mai 2006 um 20:57
    • #16
    Zitat

    Der hohe Einschaltstrom bei Endstufen entsteht vor allem durch Kondensatoren, die aufgeladen werden - für den normalen Wechselstrom stellen ungeladene Kondensatoren einen Kurzschluss dar, weshalb der Strom beim Einschalten den Nennstrom des Anschlusses um einiges übersteigen kann.


    Oha...

    Auch der Trafo stellt "einen Kurzschluss dar", wenn er eingeschaltet wird.
    Die sich aufladenden Elkos (pulsierender Gleichstrom!) geben nur den Rest dazu.

    Alte Automaten fliegen manchmal raus, weil sie alt sind.
    Manche fallen auch auseinander :)

    Sicherungsautomaten kann man nicht festhalten. Die fliegen trotzdem. "oben" ist immer "EIN", es sei denn, jemand hat sie verkehrtrum eingebaut.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • xcite
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    249
    • 23. Mai 2006 um 15:28
    • #17

    na moin...

    Zitat

    Auch der Trafo stellt "einen Kurzschluss dar", wenn er eingeschaltet wird.


    Meiner Meinung nach falsch! Bei einem Trafo (sowie bei jeder anderen Induktivität) wird der Anstieg des Stromflusses durch die Selbstinduktion gehemmt - deshalb werden Drosseln ja bekanntermassen auch zur Strombegrenzung eingesetzt.

    Greetz, der Martin

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich!" (Sir Peter Ustinov)

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 23. Mai 2006 um 19:59
    • #18

    Der Trafo hat einen Kern und der hat eine Hysterese.
    Wenn der Kern in die Sättigung geht, steigt der Strom. Das macht der ohne weiteres beim Einschalten über mehrere Halbwellen, bis die Sicherung fliegt.
    Bevor der Trafo eingeschwungen ist, ist er auch schon wieder aus.

    Im Einschaltmoment kommt es dann vor, dass nur der sehr geringe ohmsche Widerstand der Spule den Strom begrenzt.

    Der Einschaltmoment ist in der Elektrotechnik separat vom eingeschwungenen Zustand zu betrachten.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • hawkeye
    Beiträge
    135
    • 24. Mai 2006 um 03:51
    • #19
    Zitat von &quot;xcite&quot;

    Bei einem Trafo (sowie bei jeder anderen Induktivität) wird der Anstieg des Stromflusses durch die Selbstinduktion gehemmt -

    Das stimmt leider nur zum Teil. Das ist nähmlich Bauart bedingt. Bei nem Ringkerntrafo ist das z B. nicht so (weil Bauartbedingt nicht möglich).
    Weil das sekundäre dem primären Magnetfeld entgegenwirkt und dadruch schwächt, sinkt der Blindwiderstand der Primärspule, und der Primärstrom ist hoch.Nur wenn die Wicklungen so angeordent sind (z.B. durch einen Streujoch), daß nur ein Teil des magnetischen Sekundärflusses die Primärwicklung durchsetzt, erst dann nimmt der induktive Widerstand in beiden Wiklungen so zu, daß die Schwächung im Primärfeld gering(er) ist, und somit auch der Strom. Allerdings muß dazu natürlich erstmal eine so zunächst nicht gelpante Belastung der Sekundärseite vorliegen. Dies könnte dann z.B. durch veraltete Elkos oder ein defekter Transistor in der Vorstufe oder durch was weiß ich noch erzeugt werden.
    Aber auch der normale ´Einschaltstrom ´ohne (Über-)Belastung der Sekundärseite von ´großen´ Tarfos ist nicht zu unterschätzen.

    Was das Auslösen der Sicherungsautomaten angeht: Bei C-Automaten sollte das nicht passieren, bei B-Autom. kann es schon sein. Vielleicht sind ja sogar noch alte 10A Automaten verbaut. Wenn es aber 16A C-Autom. sind, könnte es auch an einem Fehler der Endstufe liegen.
    So, daß reicht für die Uhrzeit erstmal.

    Ich hör Musik nur, wenn sie laut ist. (H.Grönemeyer)

  • carhartt
    Beiträge
    148
    • 24. Mai 2006 um 09:14
    • #20
    Zitat von &quot;stage_reini&quot;

    Die Ansteuerung des Relais und die Zeitverzögerung hab ich mit einer einfachen Transistorschaltung realisiert....

    einfacher gehts mit nem R und nem C...
    R läd C, und wenn C geladen überbrückt das relaise nen zement-R.
    RxC=T (tau, zeitkonstante)

    ganz ohne halbleiter ;)

    mfg

    carhartt

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