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Impedanz bei Mikrofonen

  • p@
  • 31. Mai 2007 um 23:35
  • p@
    Beiträge
    1.112
    • 31. Mai 2007 um 23:35
    • #1

    'Nabend

    Mich (und noch jemand ^^) würde es mal interessieren, was die Impedanz bei Mikrofonen aussagt, bzw. auf was sich z.B. eine hohe oder niedrige Impedanz auswirkt.


    Gruß & gn8

  • ometa
    Beiträge
    712
    • 1. Juni 2007 um 09:31
    • #2

    Schau mal beim Thomann-Shop unter Ratgeber. Da sind 8 Artikel zum Thema Mikrofonie. Für den ersten Überblick recht nett erklärt.

    http://www.nachdenkseiten.de

  • shure
    Profi
    Reaktionen
    12
    Beiträge
    342
    • 4. Juni 2007 um 14:24
    • #3

    Servus,

    unter Impedanz ist der elektrische Ausgangswiderstand gemeint. Dieser ist bei Mikrofonen im Bereich von 150 - 600 Ohm.

    Es ist technisch und rechnerisch schon so, dass je weniger Impedanz, desto höher der Pegel. In der Praxis spielt das aber keinerlei Rolle. Der rechnerische Unterschied von 150 zu 600 Ohm liegt weit unterhalb 1 dB - also nicht hörbar.

    Besten Gruß

    Jürgen Schwörer
    Senior Applications Engineer
    Shure Distribution GmbH
    Jakob-Dieffenbacher-Str. 12
    75031 Eppingen
    Telefon: 07262 - 9249151

    *** bitte keine PN sondern direkt an: schwoerer_juergen@shure.com

  • morgen_meister
    Beiträge
    1.235
    • 4. Juni 2007 um 14:34
    • #4

    Hallo.
    Der Fachmann ist am Werk :D
    Kannst du vielleicht mal ein paar grobe Punkte nennen, die man beim Mikrofonkauf dann genau beachten sollte?
    Weil ich hab vor mir demnächst paar neue Mics zu kaufen.
    Weiß aber noch nicht welche genau.
    Und mit den technischen Angaben von Mics kann ich leider noch nicht so viel anfangen.

    http://www.partysound-light.de

  • p@
    Beiträge
    1.112
    • 4. Juni 2007 um 21:44
    • #5

    Gut, der "Fachmann" hat mir weitergeholfen ^^ Endlich mal etwas Klarheit :D

    Der Tipp mit Thomann war auch nicht schlecht.


    Das von morgen_meister würde mich auch mal interessieren ...

    Einmal editiert, zuletzt von p@ (4. Juni 2007 um 22:23)

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 4. Juni 2007 um 21:55
    • #6
    Zitat von "shure"

    Es ist technisch und rechnerisch schon so, dass je weniger Impedanz, desto höher der Pegel.

    verglichen mit der Sekundärimpedanz eines Übertragers müßte es genau umgekehrt sein, je höher die ist, desto höher ist der Pegel (bezogen auf eine ordentliche, = mind. 10x höhere Lastimpedanz.)
    und als (übles) Beispiel leg ich mal ein Kristallmikrofon auf den Messplatz.

    lG Manuela

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • shure
    Profi
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    Beiträge
    342
    • 5. Juni 2007 um 10:34
    • #7
    Zitat von "morgen_meister"


    Kannst du vielleicht mal ein paar grobe Punkte nennen, die man beim Mikrofonkauf dann genau beachten sollte?

    Mhmm ... eigentlich würde ich nun sagen: vergesst alle technischen Daten und probiert das Mikrofon aus. Nur so kann man ein "gutes" Mikrofon raus finden.

    zu den technischen Daten habe ich mal eine FAQ geschreiben und diese poste ich hier der Einfachheit mal:

    Schaut man in das Datenblatt eines Kondensator-Mikrofons, so findet man eine ganze Reihe technischer Begriffe, viele Zahlen und ebenso viele Maßeinheiten. Für den Laien liest es sich wie ein chinesisches Wörterbuch und oft werden diese Zahlen zum Vergleich von verschiedenen Mikrofonen heran gezogen, ohne genau zu wissen, was sich dahinter verbirgt. Gemäß dem Motto „je mehr, desto besser“ wird dann bewertet. Doch was verbirgt sich hinter diesen technischen Fachausdrücken und welche Angaben sind für die Praxis wirklich sinnvoll?
    Zunächst muss man feststellen, ob es sich um ein dynamisches oder um ein Kondensator-Mikrofon handelt, denn bei einem Kondensatormikrofon gelten die meisten technischen Aussagen dem Vorverstärker, den ein dynamisches Mikrofon naturgemäß nicht aufweist.

    Technische Daten bei dynamischen und Kondensator-Mikrofonen:

    Um die Empfindlichkeit [dBV/Pa] zu messen, wird das Mikrofon einem genormten Pegel von 94 dB SPL (was einem Schalldruck von 1 Pa entspricht) ausgesetzt und anschließend die elektrische Spannung am Ausgang des Mikrofons gemessen. Angegeben wird diese in dBV/Pa, also ein auf 1 V bezogener Wert. Werden bei der Messung beispielsweise 2 mV gemessen, so berechnet sich die Empfindlichkeit zu -54 dBV/Pa. Dies ist der typische Mikrofonpegel. Ist das Mikrofon empfindlicher, liegt bei gleichem Schalldruck ein höheres Ausgangssignal an und dementsprechend muss der Gain-Regler am Mischpult weniger aufgedreht werden, um dieselbe Lautstärke zu erhalten. Dies führt zu weniger Gesamtrauschen. Bei der Abnahme von leisen Signalen sollte deshalb auf eine hohe Empfindlichkeit geachtet werden. Allerdings sagt die Empfindlichkeit noch recht wenig über die Qualität des Mikrofons aus. Es gilt also nicht je empfindlicher das Mikrofon, desto besser.

    Übertragungsbereich/Frequenzgang: Der Frequenz-gang wird in einem Diagramm gezeigt, bei dem die Empfindlichkeit über der Frequenz aufgetragen ist. Daraus kann man sehr gut Vorzugsfrequenzen ersehen und schon einiges über den Klang aussagen. Fehlt dieses Diagramm, spricht man vom Übertragungsbereich. Dieser gibt lediglich die untere und obere Grenzfrequenz an. Dabei gilt (leider) kein einheitliches Kriterium. Üblicherweise werden die -3 dB Grenzfrequenzen angegeben, also bei welchen Frequenzen das Ausgangssignal um 3 dB geringer ist als bei 1 kHz. Bei genauerem Betrachten fällt allerdings häufig auf, dass die Absenkungen bei den angegebenen Grenzfrequenzen bis zu 10 dB reichen. Im Tieftonbereich muss allerdings der Nahbesprechungseffekt bei gerichteten Mikrofonen noch beachtet werden. Gemessen wird der Frequenzgang bei einem Meter (in den USA oft 60 cm) Abstand zur Signalquelle. In der Praxis ist das Mikrofon aber meist näher dran und die tiefen Frequenzen werden aufgrund des Nahbesprechungseffekts angehoben.
    Ein hochwertiges Studio-Mikrofon sollte auf jeden Fall einen Übertragungsbereich von 20 Hz - 20 kHz aufweisen, wohingegen bei einem Live-Gesangsmikrofon oberhalb 12 kHz keine wichtigen „Informationen“ liegen. Bei einem Mikrofon für Sprachanwendungen sollte der Bereich 2 - 4 kHz angehoben sein, um eine gute Sprachverständlichkeit zu gewährleisten.

    Die Ausgangsimpedanz [Ω] ist eine viel diskutierte Angabe, die letzten Endes jedoch nichts über das Mikrofon aussagt. Zu den Zeiten, als Verstärker noch mit Röhren aufgebaut wurden, war eine Impedanzanpassung sehr wichtig. Die Ausgangsimpedanz des Mikrofons sollte identisch der Eingangsimpedanz des Verstärkers sein (Impedanz- oder auch Leistungsanpassung genannt). Deshalb wiesen ältere Mikrofone eine Ausgangsimpedanz von 600 Ω, Verstärker eine Eingangsimpedanz von ebenfall 600 Ω auf. Mit dem Einzug der Transistortechnologie wurde diese Leistungsanpassung hinfällig. Transistoren arbeiten nach dem Prinzip der Spannungsverstärkung und man strebt deshalb eine Spannungsanpassung an. Daher sollte der Ausgangswiderstand des Mikrofons so gering wie möglich, die Eingangsimpedanz des Verstärkers so hoch wie möglich sein. Die Eingangsimpedanzen von Verstärkern/Mischern liegen bei 10 kΩ und mehr. Deshalb ist der Unterschied der Ausgangsimpedanz von 150 Ω bzw. 600 Ω zu vernachlässigen. Der Lautstärkeunterschied wäre rechnerisch etwa 0,3 dB.

    Technische Daten nur bei Kondensator-Mikrofonen:

    Der in einem Kondensatormikrofon integrierte Vorverstärker weist ein Rauschen auf. Dies wird Eigenrauschen [dB] genannt und mit dem äquivalenten Schalldruckpegel angegeben. Dazu wird die elektrische Spannung des Rauschens am Ausgang des Mikrofons gemessen und mittels der Empfindlichkeit des Mikrofons der äquivalente Schalldruck ermittelt. Dieser gibt also an, welcher Schalldruck auf die Membran auftreffen müsste, damit genau der elektrische Pegel des Eigenrauschens erreicht wird. Mit Hilfe des äquivalenten Schalldruckpegels können so praxisgerecht unterschiedliche Mikrofone verglichen werden.
    Generell gilt: um ein Signal gerade hörbar aufzunehmen muss es 3 dB über dem Eigenrauschen liegen.

    Die Angabe Maximaler Schalldruck [dB] gibt den Schallpegel an, bei dem der Vorverstärker eines Kondensatormikrofons ins Clipping gerät bzw. der Klirrfaktor auf 1% (bei hochwertigeren Mikrofonen auch oft 0,5%) angestiegen ist. Wird also der angegebene maximale Schalldruck überschritten, so wird dadurch das Mikrofon keinesfalls beschädigt, sondern lediglich der Klang verzerrt.

    Der Dynamikbereich [dB] ist eine errechnete Größe und gibt den Bereich an, in dem das Mikrofon genutzt werden kann: das Signal muss lauter als das Eigenrauschen und leiser als der maximale Schalldruck sein. Demnach berechnet sich der Dynamikbereich aus Maximaler Schalldruck minus äquivalentes Eigenrauschen.

    Der Signal-Rausch-Abstand [dB] ist ebenfalls ein errechneter Wert. Man geht davon aus, dass das „Signal“ einen Schalldruck von 94 dB aufweist (1 Pa, in etwa ein Sprecher in 2 cm Entfernung). Zur Berechnung des Signal-Rausch-Abstands wird das äquivalente Eigenrauschen von 94 dB abgezogen.

    Jürgen Schwörer
    Senior Applications Engineer
    Shure Distribution GmbH
    Jakob-Dieffenbacher-Str. 12
    75031 Eppingen
    Telefon: 07262 - 9249151

    *** bitte keine PN sondern direkt an: schwoerer_juergen@shure.com

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