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Aufträge

  • PA-Peter
  • 30. Mai 2002 um 13:59
  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 30. Mai 2002 um 13:59
    • #1

    Hi Leutz,
    ich hatte am WE wieder mal einen klasse Auftrag!
    <b>Stadtfest!</b>
    Laut Auftraggeber nur ein kleines Pult, die üblichen Zustpieler (CD, MD, MC) und ein paar Mikrofönchen!
    Somit habe ich einen Wizzard, 2 kleine selfpowered 8"+1"er (DAS ST8a -habe ich zum probieren da) als Monitore, 4 Subs + Top's, 2 Funkstrecken (Shure U Beta87) und 40m MC-Kabel nebst kleiner 12-4 Stagebox eingeladen.
    War auch alles in kürzester Zeit (45 min) aufgebaut und schön mit Molton zugepackt!

    Ha! Die Bühne war ein Witz, dazu mehr im Rigging-Forum!

    Ab 11 Uhr sollte die örtliche Blasmusik für 3h spielen (ich liiieebe Dicke-Backen-Musik!). Der Kollege kam dann auch um 10:15. Packte seinen Kram aus.
    Der hatte ungelogen 2 ZECK-Selfpowered 10"+1" und 2 15"/1" dabei! Er wollte sich selbst mischen!!!! Sein Pult war Spirit Folio (ich glaub die kleinste Kiste, OHNE XLR-Outputs).
    Habe ihn dann erstmal überredet, wenn er wirklich auf Monitore besteht, soll er seine kleinen Kisten auf die Bühne schmeissen und mir die Summe aus dem Pult geben!
    Alles klar! Er verkabelte munter, ich kam dann wieder auf die Bühne und finde 2 Kabelenden im Bereich der SB liegen! Das waren LS-Kabel mit Mono-Klinken!!!! Oh man!
    Also ich hin, erstmal sym Klinken-XLR-Adapter geholt, Pult bei mir angeklemmt, einwandfrei!
    Dann fing er an zu mikrofonieren...
    Jetzt kommts:
    Nur dynamische Mic's!
    vorwiegend Sennheiser "Profisound"-Teile (wie genau die jetzt heißen, weiß ich net!). Damit wollte er Gruppenweise Sax's, Trompeten und Hörner abnehmen! Habe ihm erst mal erklärt, was das für'n "Kappes" ist! Nach längerem hin und her habe ich dann aus meinem Mic-Koffer 2 C414, Beyerdynamic-Klips und Beta92/Beta57 geholt und das, was ich an Kanälen frei hatte damit zugeknallt! Die Bässe & Trompeten habe ich mit den dynamischen über sein Pult gelassen (nach 2 Funki's hast Du am WZ nur noch 8 Kanäle frei!). Nach 2 Songs (Soundcheck kennen die Jungs irgendwie nicht) lief die Sache einigermaßen!
    Die anderen Bands, die danach kamen, lieferten alle nur eine Summe, keine Probleme!

    Als ich dann mal den Veranstalter auf den Mehraufwand ansprach, lachte er nur und meinte, daß er den auf keinen Fall bezahlen würde!
    Leider bringt der Veranstalter locker 20 Aufträge in dieser Größenordnung auf's Jahr!

    Was würdet Ihr machen???

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • sachsensound
    Verifiziert
    Beiträge
    1.006
    • 30. Mai 2002 um 15:13
    • #2

    Also ich weiß in solchen Situationen auch meistens nicht was ich machen soll. Aber ich handhabe das meistens so, das ich den Veranstalter vor dem Konzert auf solche Sachen anspreche. Wenn es sich allerdings wie bei Dir um ein paar Mic´s handelt dann mache ich keine Szene und mache es einfach. Steht doch auf solchen Stadtfestgeschichten doch meistens drauf. (Nicht 4 Mic´s sowieso,8 sowieso, ... u.s.w., sondern Blaskappelle abnehmen von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr) wie ich das dann gestalte ist mir doch überlassen. Hauptsache alle sind zufrieden.


    MfG


    Sachsen-Mike

    Mike Schmidt

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  • tthorsten
    Beiträge
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    • 30. Mai 2002 um 15:57
    • #3

    ich würde hatl einfach her gehen und da noch ein paar mark raus schlagen, evl auf ein funk mic verzichten.

    ich hab ausserdem schon viele Stadt fest mit schnöden danamischen mics gemacht.


    allerdings waren das immer gut 16 kanale.

    aber mehr wie 2x mic sind das ja auch nihct für die instrumentne gruppe bzw. stimmen.

    Musikverein ist ja eh immer eine challange.

    leute setzen lassen kurz an den mics rücken alle gains auf 12 uhr und dann ab die post ein bischen nahc gainen und gut.


    Aber die 20 festen jobs würde ich nicht in den windschlagen, wegen ein paar mark.

    auf die lange sicht ist das evtl was um auch grössere jobs zu bekomen.

    du darfst halt nciht den fehler mahcen nicht innovativ oder zu klein zu wirken.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 30. Mai 2002 um 17:39
    • #4

    tja, es geht ja darum, was gefordert war und letztlich gebraucht wurde!
    Er sagte mir, daß alle auftretenden Musiker lediglich 2 Kanäle oder halt nen Zuspieler brauchen.
    So hatte ich auch keine Dynamics oder FX dabei!
    Na ja, das Ergebnis war OK, die Kapelle war zufrieden und wird in Zukunft wohl hin und wieder auf mich zurückgreifen :wink:
    Zum Glück hatte ich die Koffer mit den Instr. Mic's eingeladen...
    ...als ob ich's geahnt hätte :smile:

    PA-Peter
    ****
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  • Anonymous
    Gast
    • 30. Mai 2002 um 20:03
    • #5

    Wir machen es immer ganz einfach so: Ein 24er Pult mit vollem Core, 1 Siderack mit 8 Gates und 8 Comps und 4 Efx, 4 Wege Monitor, ein vollständiges Mikroset, DI´s usw., ein Soundmann und eine der Location angemessene Front steht zum Pauschalpreis xy ganztägig zur Verfügung!
    Ist es ein großer Gig mit Festivalprogramm gibt es entsprechend mehr zum höheren Dry Hire Preis. Aber unsere Standartsysteme sind auch bei kleinen VA schon komplett vollständig und bezahlbar. Somit ist es uns eigentlich recht gleichgültig was auf uns zukommt. Wir sind 20 Jahre im Geschäft und kennen die unzulänglichkeit mancher Veranstalter. Die können auch nicht immer im einzelnen wissen was wer braucht bzw. mitbringt. Wir haben gelernt in all den Jahren, daß es besser ist zuviel an board zu haben als rumzuoseln! Der Kunde kennt die internen Probleme bei zuwenig Mat ja nicht, und wir ärgern uns nicht mehr, weil wir zuwenig Kanäle oder Mikros haben.
    Und der Pauschalpreis für die komplette Aktion wird sehr gerne angenommen. Der Kunde versteht eh nicht was Du da im Detail angeboten hast oder aufbaust. Er möchte nur sein Ding durchgezogen haben ohne irgendwelche Diskussionen. Und da sind wir als Dienstleister doch die Fachmänner! Rechnet immer mit solchen Überraschungen.
    Ich habe auch ein lustiges Beispiel:
    Wir machen jedes Jahr etliche Stadtfeste. Ein Kunde bestellt jedes Jahr vollen Service für alle 4 Bühnen - weiß aber bei Auftragsvergabe nie, was die jeweiligen Bühnen für einen Programmablauf haben - das wird erst kurz vorher genau festgelegt. Uns ist es egal, er bekommt für alle Bühnen ein identisches System.
    Nun ist es schon vorgekommen, daß auf einer Bühne mit einer 32er GL4000, 8kW Foh usw. nur eine Akkordeonkapelle, eine Aerobicschule und ein Friseursaloon mit Hochsteckfrisuren präsentiert wurde!! Am Abend dann noch eine Liveband mit 5 Mann - und das wars! An anderen Bühnen am gleichen Tag dagegen 5 Bands und wieder woanders um die Ecke nur Schlagersänger. Uns ist das egal, wir machen alle Bühnen gleich und verkaufen zum Pauschalpreis. Das Konzept ist jedenfalls richtig, es gab noch nie Engpässe und ähnliches und somit keine unzufriedenen Musiker und Auftraggeber. Das ist worauf es ankommt - und der Auftrag kommt nächstes Jahr wieder!
    Stefan

  • Christian Engel
    Moderator
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    • 30. Mai 2002 um 20:08
    • #6

    das kommt daher, dass die organisatoren solcher veranstaltungen selbst oft keine ahnung haben. fällt mir selber ein gutes beispiel ein:

    letztes jahr habe ich den auftrag bekommen, eine diskothek in einer 1000 mann sporthalle mit ton zu versorgen. anlass war eine anti-drogen-kampagne mit volleyball-turnier, usw. erstes ding war strom: welcher ingenieur ist so dämlich, die starkstromanschlüsse 50m weit vom eigentlichen hallenraum zu installieren? zweites ding: gefordert war nur (!) konservenmusik sowie zwei funken. außerdem sollte ein (!) afrikanischer trommler mit einer (!!) trommel als showact kommen. mehr nicht! licht wurde ausdrücklich nicht gefordert.
    ich komme da an, baue meine pa auf (8xSubs und 4xTops aus der JBL-MR-Serie), dann den foh und mache kurz nen soundcheck. eq eingestellt, fertig. 1 1/2 stunden. da wollte ich mich gerade zurücklehnen und auf die dj's warten. (sollte ja eigentlich no-prob sein, der job) da kommt der veranstalter zu mir und seine erste frage: wo ist denn das licht. licht?? den vertrag rausgekramt und ihm unter die nase gehalten. kommentar: na da nehmen wir nächstes jahr wohl jemand anderen. schön! da war ich schon mal bedient. natürlich war kein programm vorliegend, so dass dann nach und nach ohne vorherige information für mich tanzgruppen, halbplaybackkünstler, usw. auftauchten. der große knaller: der ein-mann-trommler hatte sich versiebenfacht. als hätte ich es geahnt, stand eine 7-köpfige, umfangreich ausgestattete percussion-truppe vor mir. natürlich war ich darauf nicht vorbereitet, hatte aber zum glück noch die drum-mic-koffer und mein großes siderack mit comp, fx, gates, usw. vom vortag im auto. für einen minimalen aufpreis habe ich mich breitschlagen lassen, die truppe dann doch abzunehmen. monitoring kam übrigens auch noch dazu in form zweier sidefills. diesen mehraufwand hätte ich mit dem doppelten des eigentlichen preises berechnen müssen. ging aber nach reihlich diskussion mit dem veranstalter nicht ("war doch alles gar kein problem für sie, nicht wahr?". als entschädigung wurden mir verschiedene ähnliche veranstaltungen zur technischen betreuung angeboten. zufrieden waren am ende alle, nur ich nicht. sowas ist doch einfach zum kotzen (sorry!). die leute, die sowas planen sollten sich erst einmal selber einen durchblick verschaffen.

    gruß

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • sachsensound
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    • 30. Mai 2002 um 20:29
    • #7

    wenn die Leute dann den Durchblick haben, brauchen Sie uns dann ja auch nicht mehr. Ich schließe mich dem Beitrag oben drüber an lieber ein Komplettangebot zu machen und dann richtig als rumzufummeln. Wi rsind doch die Veranstaltungsprofis und müssen uns eben auch mal im Vorfeld die Darbietungen zeigen lassen. Die haben eigentlich alle einen Technik-Rider oder wenigstens eine kleine Technikanforderungsliste. Da steht dann auch meistens ne Telefonnummer drauf und im Zweifelsfall mal anrufen. Wie schon gesagt ich bin noch nicht ganz 20 Jahre(aber 19) im Geschäft, aber lange genug um zu wissen, das sich bei 70% der Veranstalter auf uns verläßt. Was weiß denn der Veranstalter was ein Multicore ist u.s.w.. Ich komme ja auch noch aus ner Zeit wo die Schlange noch Saalkabel hieß :wink: nur so am Rande. Aber das hat der Veranstalter noch verstanden. Ich bin dann meistens froh, daß ich gleich die komplette technische Betreuung von so einem Fest bekomme und kann dann selbst meine Stromanschlüsse verlegen lassen u.s.w.


    MfG


    Sachsen-Mike

    Mike Schmidt

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  • tthorsten
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    • 30. Mai 2002 um 20:40
    • #8

    das die Veranstalter sich natürlich freuen, das wir alles für umsonst mit bringen ist ja kalr.

    insofern der Pauschalpreis hoch genug ist mag da sinn machen.

    Aber im Rahmen der rentabilität will man dohc aus seinem Material so viel Geld wie möglich raus holen.

    Das Material und die Crew müssen unterwegs sein und das soviel solang und so teuer wie möglich.


    Dass der Strom in sporthallen grundsätzlich 50m weg ist hat mehode. - ist bei mir auch immer so.
    Das weiss aber der Veranstalter oder die Gemeinde.


    Licht bei disco immer mit nehmen und wenn es nur 2x 4erBar mit Partysteuerung ist.


    Oder geschickt nah verhandeln wenn mann es nicht zuweit hat kann man ja das nötige Material noch geschwind holen.

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  • PA-Peter
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    • 30. Mai 2002 um 21:35
    • #9

    Hi Leute,

    ich bin im großen und ganzen schon Eurer Meinung, wenn der Veranstalter jedoch expliziet nur das von mir verlangt hat und auch auf Nachfragen hin nochmal bestätigt, daß die Musiker allesamt eigenen Kram mitbringen, was soll ich dann machen???

    Wenn ich ihm einen Pauschalpreis mit mind. 24 Konsole, Siderack(Fx & Dynamics), Monitoring und PA gemacht hätte, hätte ich den Auftrag garantiert nicht durchgeführt. Da es halt ein kleiner Auftrag war...

    Na ja, ich hatte eh mal geplant, mir ein kleines Siderack zu verkabeln! Das könnte ich dann so einsetzten.
    Die Alternative wäre, immer den 01v mitzunehmen, doch der kostet bei mir auch mehr Kohle, als der WZ!
    Sehen die meisten "kleinen" Veranstalter nicht ein...
    Ich weiß nicht, wie das bei Euch ist, jedoch muß ich mich mind. gegen 10 Hobby-Boxenschlepper-Companys (wie auch u.a. die Bühnenbaufirma) behaupten! Die machen sämtliche Preise kaputt!!!

    PA-Peter
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  • marcoboy
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    3
    • 30. Mai 2002 um 22:26
    • #10

    ja das mit den selbstbau geht mir auf den sack , die preise fallen ins bodenlose :smile: gute bands haben auf jeden fall einen rider der aber meist völlig überzogen ist :wink:.

  • turner
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    • 31. Mai 2002 um 00:53
    • #11

    Hallo Männers!

    Wenn man die Zeit hat sollte man womöglich einen Ortstermin machen, die Location begutachten und soviel wie möglich mit dem Veranstalter abquatschen. Sich vielleicht die Telefonnummern der Künstler besorgen und mit denen über Details reden. Das geht natürlich nicht immer, klar. Und wer das Material, den Truckspace und die Manpower (Auszunutzende, Praktikanten etc.) sowieso im Überfluß hat, kann auf Eventualitäten vorbereitet sein.
    Daß diese Vorgehensweise jedoch wieder mal zwiespältig ist leuchtet ein. Manchert Kunde denkt natürlich: wow, was der alles aufbaut für so wenig Euros!!!
    Also ist es vielleicht doch besser, dem Veranstalter ein wenig "Agenturschnepfenarbeit" abzunehmen und zu organisieren und vorauszuplanen was das Zeug hält. Man muß natürlich immer einen Mittelweg finden und besonders wichtig: dem Kunden auf subtile Art und Weise beibringen was denn unser Job und das Material eigentlich Wert ist. Es ist eben nicht alles umsonst. Kleine Extras sind OK, aber nur für Stammkunden o.ä.

    Der Spruch "Wo ist das Licht?" weiter oben ist ja wohl die Härte!

    Wir Techniker und Verleiher dürfen uns preismäßig nicht gegeneinander auspielen lassen. Das praktizieren aber manche Kunden auf´s derbste, nicht nur in unsrer Branche.

    Euer Didi

  • Anonymous
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    • 31. Mai 2002 um 13:13
    • #12

    "Hobbybeschaller" sind auch bei uns ein ganz ernstes fieses Kapitel. Die ehemaligen Dorfdiscotypen haben inzwischen soviel Konkurrenz untereinander, da wollen auf einmal alle Veranstaltungsservice machen. Und mangels Techmasse und KnowHow gibt es dann für billige Kohle richtig buntes Zeug. Wir haben seit 3 Jahren die Fullservice Strategie eingeführt. Es wird nicht mehr über einzelheiten gesprochen - der Kunde bekommt das ganze Brett.
    Und darunter verstehen wir nur noch erstklasiges Mat, große gute Konsolen, fette PA, sehr gutes Outboardmat und erfahrene Techniker. Und das zu Preisen (da müßen wir aber die Kirche im Dorf lassen) bei denen den Hobbyleuten der Spaß vergeht. Keine Band, Kunde usw. bucht noch bei denen. Alle bestellen uns - jeder weiß inzwischen das es funktioniert, egal ob Kabarett oder 1Live Party! Das ist der Erfolg unsere "preisangepaßten" Schiene mit richtig viel Technik. Es gibt aber auch sehr viele Kollegen die uns da nicht so gut gesonnen sind. Aber mal im Ernst, bevor ich einen Auftrag an eine Dorfdiscotruppe wegen 300 Euro verliere, dumpe ich doch eher die Preise mit in den Keller als Zuhause auf bessere Zeiten zu warten. Wir haben das Rennen nach unten nicht angefangen - wir werden dazu gezwungen und legen mächtig Gegenfeuer. Das Rennen werden wir hier machen, daß garantiere ich. Solche Typen bei denen die Hälfte an Zeug nicht dabei ist, weil sie es eh nicht haben - braucht der Markt nicht. Ich kann richtig grimmig werden bei dem Thema - aber ich habe sehr viel Erfahrung in dem Geschäft. Also Leute, konsequent am Ball bleiben und dem billigen Jakob den Garaus machen, und irgendwann gehört die Region Euch alleine!
    Stefan

  • ADMIN
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    1
    • 31. Mai 2002 um 16:07
    • #13
    Zitat

    Also Leute, konsequent am Ball bleiben und dem billigen Jakob den Garaus machen, und irgendwann gehört die Region Euch alleine!

    Und nun gebe ich auch noch meinen Senf dazu:

    1.) Den Dumping-Wettbewerb gewinnen ohnehin immer die Leute, die davon nicht (!) leben müssen. Gegen jemanden, der a) seine Zeit nicht in Rechnung stellen muß und b) sein Material von anderem Geld kauft, hat man als Professioneller gar keine Chance.

    2.) Wenn Leute, die a) noch nicht so die Erfahrung haben und b) auch noch kein amtliches Material, auch Aufträge haben wollen, dann müssen sie einen günstigen Preis machen (oder Beziehungen haben, aber vernachlässigen wir mal diesen Aspekt).

    Wenn nun die Profis den gleichen Preis machen, wohin soll das führen?

    3.) Sinnvollerweise teilt sich die Sache so auf: Die Profis machen die amtlichen Produktionen, die Amateure die "Dorf-Mucken".

    Probleme gibt es immer dann, wenn jemand auch noch Veranstaltungen aus dem anderen Bereich machen möchte: Wenn ein Profi zu wenig Aufträge hat und auch noch die "Dorf-Mucken" machen möchte, dann ärgert es ihn natürlich, daß die Amateure so geringe Preise nehmen. Und wenn die Amateure eine amtliche Produktion machen möchten, dann sind die nicht glücklich über das, was da auf dem Rider steht ...

    4.) Und zuletzt gibt es noch Bereiche, die können einfach keine Profis bezahlen. Im Bereich der freien Theaterproduktionen bekommen oft alle Künstler (Schauspieler, Regie, Regieassistenz, Kostüm-Tucke) zusammen weniger als ein Techniker bei einer amtlichen Produktion. Da arbeitet der Techniker halt auch für lau (oder gleich für umme, weil er auch seinen Stolz hat ...), und trotzdem macht die Produktion miese und die Leute beschweren sich über 10 Euro Eintritt.

    Und in anderen Bereichen, beispielsweise der Schul, oder Jugendbereich, sieht es nicht besser aus.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Jip
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    • 31. Mai 2002 um 17:53
    • #14

    Ich würde sagen, das klingt ziemlich logisch, was der Admin da schreibt. Bei kleineren Schul-, Vereins-, oder Dorffesten ist es fast egal was für ein Zeug da steht, Hauptsache billig; gerade auf dem Lande ist man "Preisbewusst" :wink:

    Wenn ich natürlich ins Pop/Rock Konzert oder ähnliches gehe, dann ertwarte ich auch Top Sound (für 50-60€ Eintritt), das kann ein Hobbyverleiher mit 4 Boxen pro Seite ja auch gar nicht bringen, klar.

    Gruß Jip.

    Gruß Jens

  • PA-Peter
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    • 31. Mai 2002 um 18:25
    • #15

    Logisch!
    Jedoch hat Jip das ganze schon richtig angesprochen: Billig muß es sein!
    Da die meisten Veranstalter eh keinen Peil von der Technik haben, ist das mit dem "Billig" einfach!
    Der macht sich ja keinen Kopf darum, ob nun zwischen dem Behringer oder der BSS-Kompressor ein Preisunterschied besteht!
    Für den nichtwissenden ist es einfach nur ein Kompressor (wenn der überhaupt weiß, was das ist)!!
    Zudem Behringer da eh die Nase vorn hat, weil mehr bunte Lämpchen...

    Mein Problem ist eher, daß die "Hobbykistenschlepper" auf Grund niedriger Dry-Hire-Preise auch mitlerweile versuchen wollen im "großen" Geschäft mitzuwirken!
    Mir wurde z.B. eine Modenschau (ca. 8000,- €) wegen einer Preisdifferenz von 500,- € vor der Nase weggeschnappt!!!!
    Ich hab immer verdammt viel Material dahin gehangen und auch selbst ordentlich beileihen (Licht) müssen...
    Was machen die?
    Die spannen 18m FD34 zusammen, hängen sie auf ein paar Work-Tower, daran das komplette Licht und noch ein Centercluster! Mir blieb die Spucke weg, als ich das sah!!!
    Das Schlimmste daran:
    Der Veranstalter war zufrieden!!!
    Dem sind ja auch Vorschriften und Gesetzte egal, so lange er sie nicht selber bricht!

    Es hört sich zwar bescheuert an, ab es wäre gut, wenn irgendeinem da mal was auf den Kopf fallen würde...

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • Anonymous
    Gast
    • 31. Mai 2002 um 20:38
    • #16

    Was lese ich da?????? Modenschau mit Licht für 8000.- Euro??
    Dafür bauen wir noch zusätzlich 32kW Ton auf, eine XL3 mit 44 Monos, Ein Siderack mit BSS Kompressoren und 8 Funken!
    Bei solchen Tarifen für eine Modenschau braucht ihr euch nicht zu wundern!
    Stefan

  • Anonymous
    Gast
    • 31. Mai 2002 um 20:41
    • #17

    Zu meinen Ausführungen da oben möchte ich anmerken, daß wir noch nicht mal 8000.- Euro für das oben im Beispiel genannte Material bei einem größeren Stadtfest kriegen! Wo wohnt ihr ?? Da möcht ich sein.....
    Stefan

  • marcoboy
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    3
    • 31. Mai 2002 um 20:44
    • #18

    für den preis lass ich auf der bühne die hosen runter :smile:

  • Benny
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    754
    • 1. Juni 2002 um 01:17
    • #19

    so ein veranstalter braucht ja garnicht zu wissen, was ein Kompressor oder ein multicore ist. aber was ist denn die aufgabe eines veranstalters, wenn er nicht das programm auf der bühne kennt, bzw. nicht das programm der künstler kennt. bisher bekam ich von den veranstaltern immer ausreichend info´s. zb. 15-15.30 KinderChor, etwa 30 Pers. 15 min. umbau, Hinz und Kunz alleinunterhalter duo (tiefsinnig!!) ....
    da kann ich mir dann vorstellen, das ich 4 Keulen, 2 DI´s.... brauch. dann mach ich ein angebot mit 2 Ersatzmics und nem 01V und gut ist. wenn ich den auftrag nicht bekomm, ärgere ich mich nicht, weil ich ihn für weniger zwar bekommen hätte, aber dann hätte ich auch den stress und den Mehraufwand gehabt.

    Zu den billigheimern kann ich nur sagen: bei uns geistern immer noch die P**** CH***** rum. diese firma, beschallt mit minderwertigsten Mitteln und ohne blassen schimmer von ahnung. aufgrund ihres kleinen Mat.Parks haben die uns bisher zeimlich alle kleinen Party sachen abgenommen. wir haben uns dann auf chöre bands Theater und sprachbeschallung spezialisiert, wo man sein geld eher bekommt, und wo man keine angst um die technik haben muss. genau ein jahr nach geschäftseröffnung und somit ein jahr nach dem ersten kundenverlust durch diese firma kommen die kunden zurückgewinselt und betteln, das wir die VA wieder "richtig" durchführen. bei diesen Dorftypen handelt es sich meistens um eintagsfliegen und die Kundschaft lernt aus ihren ausrutschern. Anderes thema sind die unzähligen elektrofachhandel, die die ganzen stadtfeste beschallen. die kriegt man schwer los!!
    Gruß Benny

    "...Wer den Durchfall hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen...!"

  • PA-Peter
    Profi
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    7.614
    • 1. Juni 2002 um 02:41
    • #20

    Hi Leutz,

    8000,- € war ein 100%ig kalkulierter Preis!

    Der Aufwand war riesig!!! Alleine 8 MAC600, 4 MAC2000, 6 PRO1220CMYK, 12 Arri 2kW, 6 Arri 5kW, 4 x 8lite-Blinder mit Farbscroller, jede Menge 1 kW Fluter, kompletter Laufsteg in weiß (extra weißen Molton für die Seiten besorgt), Außenbeleuchtung (2x 4kW Spacecannon, 8x Citycolor), 4 Funkstrecken, div Zuspieler, Nebel-, Schnee- und Windmaschinen, 2 Follows usw.!
    Problem: keine Flugmöglichkeiten in der Halle!!!
    Also 2 Genie's auf den Balkon hochgeschleppt, 20m Supertruss dran, den Balkon unter den Genie's mit Stützen abgefangen (da keine Statik des Balkon's vorlag), an den Supertruss 2 Punktzüge, daran den Hauptbeleuchtungstruss von der Vorbühne! Den Laufsteg ebenfalls vom Balkon und von vorne beleuchtet. Problem war echt der Supertruss und die Genie's da hoch zu schleppen! Wir haben ca. 12h aufgebaut und eingeleuchtet (mit 5 Leuten), danach noch Ton- & Lichtbesprechung mit dem Choreographen, dann 2 Tage mit Show (jeweils 2 x 2h), Rahmenprogramm (kleinere "Band's", soll heißen, Jazz-Trio oder Bar-Pianist.
    Achso, draußen im Garten noch etliche 100m Kabel verlegt um einzelne Sträucher & Bäume zu "illuminieren".
    Sag mir jetzt mal einer, daß 8k € zu teuer dafür ist!!!


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: PA-Peter am 2002-06-04 07:02 ]</font>

    PA-Peter
    ****
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