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Beta58 klingt sehr nasal!?

  • manuel-ni
  • 29. Oktober 2006 um 23:05
  • 4Art
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    371
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    6.137
    • 1. November 2006 um 23:25
    • #21

    @pascel

    Schön, dass Du von Deiner Meinung so überzeugt bist. Beim TGX sind wir sogar der gleichen Meinung!

    Serienstreuung ist im Uebrigen wohl der falsche Ausdruck: Wir haben SM's, die über einen Zeitraum von 20 Jahren angeschafft wurden und die Dinger klingen tatsächlich unterschiedlich. Aber ist ja auch egal...

    Ich finde einfach, die Zeit des SM58 ist schon seit 10 Jahren vorbei.

  • K-Ulrich
    Profi
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    614
    • 1. November 2006 um 23:49
    • #22
    Zitat von "4Art"

    Ich finde einfach, die Zeit des SM58 ist schon seit 10 Jahren vorbei.

    Das weiss Shure auch und darum gibt es ja das beta 58 :D

    Und ich bestätige, dass bei den meisten Firmen 10 SM 58 oder auch beta58
    alle anders klingen, aber das liegt an dem unterschiedlichen Verschmutzungs-und Abnutzungsgrad der Mikrofone.
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

  • MK
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    373
    • 2. November 2006 um 09:01
    • #23
    Zitat von "pascal"

    ... sich bei einer Rockband auf die Bühne zu stellen und zu singen.
    ... Ein Sänger will sich in erster Linie gut hören (laut!) und dabei kein Feedback haben. DAS sind die Dinge, die ihn interessieren.

    mmhhmm, gibt es nicht außer Rockmusikern noch was anderes? Da war doch noch was...

    Zitat von "pascal"

    ... Er braucht einfach ein Werkzeug, dass seine Stimme sicher verstärkt.

    Aus welchem der vielen gegenseitig abgeschriebenen "Fach"-Büchern hast Du denn das?

    Sicher verstärken tut das Mikro sowieso nicht, das macht das Pult resp. die Endstufe. Wenn Du mit "verstärken" aber "übertragen" meintest, da gebe ich Dir recht. Nur das kann JEDES Mikrofon. Es ist - jedenfalls oft - doch erwünscht, die Stimme möglichst unverfälscht zu übertragen, und dazu taugt eben ein gutes Kondensatormikrofon optimal. Wenn die Mitten fehlen, benutzt man den EQ am Pult, wenn man das Mikrofon dagegen als "klangbeinflussendes" Teil de PA Kette verwenden möchte, sind einem freilich keine Grenzen gesetzt, da kann man dann sehr wohl auf altbewährtes zurückgreifen. Schon mal ein Kohlemikrofon probiert, da hast du laute Mitten ohne Ende :wink:

    Ach ja, und warum koppelt das SM 58 weniger als andere, ist da etwa ein Entkoppler eingebaut, von dem keiner was weiß?

    Meine umfangreichen PRAXIS-Tests haben jedenfalls nie zu Tage gebracht, dass dieses Mikro grundsätzlich weniger rückkoppelt als andere.

    Das ist pures Nachgeplappere der Mehrheitsmeinung, damit kann man feilich in der Masse unheimlich punkten. An dieser Stelle bitte nicht vergessen, dass die MEmbrane von Kondensatormikrofonen bei zul lautem Anschreien platzen kann :idea: (Habe ich in einem weit verbreiteten "Fachbuch" gelesen).

    Nix für ungut, aber die Physik lässt sich auch von 200 %igen Praktikern nicht überlisten. :!:

    Martin

    Glaube nur, was auch wissenschaftlich untermauert werden kann, menschliche Sinne lassen sich zu leicht besch... - äähh betrügen!

    Einmal editiert, zuletzt von MK (2. November 2006 um 09:37)

  • christian_thomas
    Verifiziert
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    3
    Beiträge
    1.001
    • 2. November 2006 um 09:33
    • #24
    Zitat von "MK"


    mmhhmm, gibt es nicht außer Rockmusikern noch was anderes? Da war doch noch was...

    Jau, Schlagersänger, Opernsänger, Sänger die nicht singen können, Moderatoren die nicht moderieren können, Leute die keine Ahnung haben wie man ein Mikrofon benutzt, anderes Kroppzeuchs z.B. aus "Deutschland sucht den Superstar"...

    Zitat von "MK"

    Aus welchem der vielen gegenseitig abgeschriebenen "Fach"-Büchern hast Du denn das?

    Hey, seid nett zueinander...

    Zitat von "MK"

    Sicher verstärken tut das Mikro sowieso nicht, das macht das Pult resp. die Endstufe.


    Jeder weiß, was gemeint war...

    Zitat von "MK"

    Wenn Du mit "verstärken" aber "übertragen" meintest, da gebe ich Dir recht. Nur das kann JEDES Mikrofon. Es ist - jedenfalls oft - doch erwünscht, die Stimme möglichst unverfälscht zu übertragen, und dazu taugt eben ein gutes Kondensatormikrofon optimal. Wenn die Mitten fehlen, benutzt man den EQ am Pult, wenn man das Mikrofon dagegen als "klangbeinflussendes" Teil de PA Kette verwenden möchte, sind einem freilich keine Grenzen gesetzt, da kann man dann sehr wohl auf altbewährtes zurückgreifen. Schon mal ein Kohlemikrofon probiert, da hast du laute Mitten ohne Ende :wink:


    Na klar, wir benutzen alte Post-Telefon-Kapseln zur Schlagzeugabnahme, geht mit Phantomspeisung prima... Nur warum sich das so bescheiden anhört, weiß ich nicht, liegt wohl am Mikrofonkabel aus Klingeldraht...

    Zitat von "MK"


    Ach ja, und warum koppelt das SM 58 weniger als andere, ist da etwa ein Entkoppler eingebaut, von dem keiner was weiß?

    Meine umfangreichen PRAXIS-Tests haben jedenfalls nie zu Tage gebracht, dass dieses Mirko grundsätzlich weniger rückkoppelt als andere.


    Mein "Mirko" koppelt gar nicht... - oder meinst Du "Mikro"?

    Zitat von "MK"

    Das ist pures Nachgeplappere der Mehrheitsmeinung, damit kann man feilich in der Masse unheimlich punkten. An dieser Stelle bitte nicht vergessen, dass die MEmbrane von Kondensatormikrofonen bei zul lautem Anschreien platzen kann :idea: (Habe ich in einem weit verbreiteten "Fachbuch" gelesen).


    Wie heisst das Fachbuch?

    Zitat von "MK"

    Nix für ungut, aber die Physik lässt sich auch von 200 %igen Praktikern nicht überlisten. :!:

    Martin

    Mal ganz ehrlich: Das Abnehmen und Verstärken eines Live-Actes (Egal ob Band, Schlagersänger, Moderator oder Politiker) stellt doch immer einen Kompromiß dar, den man durch die Auswahl des richtigen Mikrofones positiv beeinflussen kann. Und da hat doch jeder seine eigenen Erfahrungen.

    Wenn man jemandem ein Mikro (egal welches) in die Hand drückt, der damit nicht umgehen kann, wird man immer Probleme ohne Ende bekommen.

    Am meisten liebe ich Mikrofonbenutzer, die die Einsprechkörbe mit den Händen zuhalten oder das Mikro in die Monitore/Frontboxen halten, wahnsinnig liebe ich diejenigen, die auf den Einsprechkorb prügeln zum Test, ob das Mikro auch an ist.

    Mikrofonie ist m. E. immer noch ein Thema, daß auf Erfahrungswerten beruht und nicht in einem Forenthread allgemeingültig erklärt werden kann.

    Signatur verloren! Der ehrliche Finder kann sie behalten.

  • MK
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    373
    • 2. November 2006 um 09:42
    • #25
    Zitat von "Christian_Thomas"

    Wie heisst das Fachbuch?

    http://www.rockshop.de/shop/oshop.php?&artikelnummer=0020931&campaign=Froogle

    Habe den Schmarren aber auch schon wo anders gelesen. Wie gesagt, leider schreiben viele Autoren lieber ab, als dass sie den Sachen mal auf den Grund gingen. Ist auch einfacher, und man macht sich weniger Feinde.

    Natürlich ist PA immer ein Kompromiss, aber muss er deswegen immer noch so schlecht sein wie vor 30 Jahren? Auch Kompromisse unterliegen dem Fortschritt - gesetzt den Fall, man ist dazu bereit.

    Martin

    Glaube nur, was auch wissenschaftlich untermauert werden kann, menschliche Sinne lassen sich zu leicht besch... - äähh betrügen!

  • soundworx
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    • 2. November 2006 um 10:08
    • #26

    Achtung: es wird jetzt eventuell ein wenig OT!!!

    Wunderbar: Mikrofondiskussionen...

    Wobei, in meinen Augen ist das selten Diskutieren als vielmehr Philosophieren!

    Es ist immer sehr interessant so etwas zu lesen, zeigen doch die vielen verschiedenen, und mit Herzblut und Überzeugung vorgebrachten Meinungen, daß es kein Patentrezept gibt!

    Wenn das von MK (will Dir in keinster Weise auf die Füsse treten) angedeutete Ideal vom linearen Mikrofon wirklich funktionieren würde, wäre z.B. das SM81 die ultimative Waffe, es gibt da sicher von anderen Herstellern ähnlich lineare Condenser.

    Anscheinend ist es wohl doch so, daß viele Tontechniker es bevorzugen, wenn vom Mikrofon schon ein bestimmter Sound vorgegeben wird, da er oder sie dann mit dem EQ nicht mehr so viel machen muss.

    Ich bin mir ziemlich sicher, daß sich eine linear übertragene Stimme in den meisten Situation im restlichen Musik- oder Lärmgefüge nicht durchsetzen würde.

    Aber auch das ist wieder eine Grundsatzdiskussion (Philosophiererei), die es in ähnlicher Form auch bei Lautsprechern gibt: einige Entwickler machen schon den Speaker an sich in Bezug auf Linearität und Phasenverlauf so gut wie möglich, um dann so wenig wie möglich Processing benutzen zu müssen, andere benutzen "einfach" nur hochwertige Komponenten und biegen den Rest im Processor hin.

    Wie bei Mikrofonen gibt es für beide Ansätze glühende Verfechter!

    Letztendlich ist es mir egal an welcher Stelle der Klang (Frequenzgang, etc.) verbogen wird, Hauptsache es klingt!

    Um es umzuformulieren: Letztendlich hat hier jeder Recht, wenn das Endergebnis (Sound beim Konzert) ihm Recht gibt!

    So, nun dürft Ihr die verbalen Baseballschläger auspacken :wink:

    Gruß
    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • tufkaklto
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    • 2. November 2006 um 11:35
    • #27

    Hmm

    Ich find das mit den Micros nicht so unwesentlich.

    Zum Einen, ein SM58 ist halt ein Standard, da weis man was man hat, wenn man wo hinkommt.
    Wenn man damit nicht leben will, dan ganz einfach Micros Testen und das mitnehmen. ( Ich find sowieso, jeder Sänger sollte sein eigenes Micro haben, ein Gitarist hat ja auch seine Gitarre )

    Zum Anderen bin ich Persönlich der Verfechter der Input = Output Theorie.
    Wenn ich die Wahl habe, entweder gute Micros und dafür etwas schlechteres Pult, oder super Pult, aber dafür mittelmäßige Micros, Ich würd die Guten Micros mit dem schlechteren Pult vorziehen.
    Ist der Input gut, sollte der Output auch OK sein

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • soundworx
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    • 2. November 2006 um 13:58
    • #28

    Hi Klaus,

    wenn Du damit auf meine wilden Theorien antwortest gebe ich Dir natürlich Recht.
    Ich gehe bei meiner Philiosophiererei natürlich von einem soliden Qualitätslevel bei den Mikrofonen aus, sei es SM58, e840, oder was auch immer, genauso beim Rest der Anlage.

    Gruß
    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • tufkaklto
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    • 2. November 2006 um 14:14
    • #29

    Hi, Finde gar nicht, das Deine Theorien so wild sind.
    Es gibt sicher immer mehr Wege, zu einem Ergebnis zu kommen.
    Wobei für mich Persönlich gute Mics ( Pardon Mikrofone :D ) und gute Lautsprecher zu den Prioritäten zählen.

    Deswegen bin ich auch so ein Verfechter von " Micro für den Einsatzzweck "probieren.
    Ich halte generell nichts davon, allgemein ein " nimm doch das Micro X, das ist das Beste " zu propagieren
    Hab ich auch in anderen Treads ( Nachrichtenunterteilungen ) geschrieben.

    Ich liebe es, verschiedene Micros für ein Instrument zu haben und zu probieren, welches besser tut.
    Oft ist es halt einfach so, die meisten Pa ( Tonanlagen ) Verleiher haben halt ein Standardset und da muß man dann damit arbeiten.

    Und wenn dann SM58, D112, SM57 usw da sind, dann weiß ich wenigstens, was ich da habe und was mich erwartet.
    Prinzipiell ein guter Standard.
    Und wenns schnell gehen muß, weiß man einfach, was man an einem 58er ziehen muß, das man damit schnell mal arbeiten kann

    Für Spezielle Anwendungen hab ich immer meine eigenen Micros dabei, die mir normal kein Verleiher mal einfach so hinstellt.

    PS, Und wenn wir nicht philosophieren würden, wo kämen wir dahin.
    Sound ist subjektiv.
    ( Gottseidank, wer weiß sonst hätten wir vielleicht nur Volksmusik :D )

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  • pascal
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    • 2. November 2006 um 20:54
    • #30

    Zunächst mal vielen Dank an christian_thomas, soundworx und klauston, die verstanden haben, um was es mir ging.

    Dann ein gelangweiltes Gähnen an MK, der es eben nicht verstanden hat und wohl auch niemals wird.... :D
    Leider gibt es kein Lehrbuch, aus dem du einfache Sachen wie Musikalität lernen könntest....
    Vielleicht solltest du dich aber einfach mal mit den Musikern unterhalten.
    Die könnten dir da einiges erzählen....
    Frag doch mal den Bassisten, was er von den superbrilliant klingenden Bässen hält, hergestellt aus sündhaft teuren Edelhölzern, mit feinsten PUs etc......und die einfach scheiße klingen, weil ihnen die Porteion Dreck fehlt, die andere, klassische Bässe z.B. einfach haben!

    Die Liste ließe sich jetzt ewig fortführen..................

    Du vergisst einfach was: Den musikalischen Aspekt.
    Und gerade bei Sängern ist das mit dem Mikrofon ein wichtiger Punkt!
    Ich bleibe dabei: Für einen Sänger ist das Mikro ein wichtiges WERKZEUG, um sich Gehör zu verschaffen. Der hat bestimmte Erwartungen, auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst oder willst.....

    Beispiel: Vor einiger Zeit spielten wir in einer anderen Ecke von Deutschland. Der Beschaller drückte der Sängerin und mir ein Beta 87 in die Hand. Von vielen gelobt und nicht gerade billig. Wir fühlten uns beide NICHT wohl damit. Klang uns viel zu "kalt und steril".

    Da gefällt mir das Beta58 viel besser.

    Klauston hat absolut recht! Mikros muß man "für den Einsatzzweck" probieren, und gerade bei der Stimme gehen die Meinungen da auseinander...kannst du übrigens in JEDEM Fachbuch nachlesen, MK, da bin ich mir sicher...

    Zur Streuung: Ja, ich denke auch, das hat einzig und allein damit zu tun, wie die Mikros gepflegt oder behandelt werden und wie alt sie sind.
    Ab Werk gibt es diese Streuung nicht.

  • billbo
    Profi
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    Beiträge
    3.671
    • 2. November 2006 um 21:32
    • #31

    Oh, ein 58er - Thread. Ich will auch....:)

    Vorab: ich bin 58er – Fan, ein ziemlich belehrungsresistenter.

    Folgende Situation habe ich bei zahlreichen Gelegenheiten so oder ähnlich immer wieder erlebt:
    Beliebiges Konzert, im weitesten Sinne R&R. Durchschnittsmaterial, Durchschnittsmusiker, Durchschnittshallenakustik. Könnte alles besser sein, aber mein Job ist es, das Beste daraus zu machen.
    Die Bandcrew erscheint zum Aufbau, mit Backline und dem üblichen Endorsementpaket des gerade großzügigsten Mikrofonherstellers. Prima, dann können meine ja im Case bleiben. Was ich nicht aufbaue, muß ich auch nicht wieder abbauen.
    Für den Frontmann/ die Frontfrau dabei: das angesagte Top-Of-The-Line – Drahtlosprodukt des Herstellers; vom Sänger oder dem Tonmenschen seines Vertrauens persönlich im Werk ausgesucht, getestet, und für unschlagbar befunden. Lass mal ausprobieren – oh ja, da geht ja wirklich was. Sauber, druckvoll, tolle Brillanz, koppelt nicht; klasse.
    Der Tag ist beinahe gelaufen. Als Monitorer habe ich gewissenhaft Wedges und Sidefills eingesprochen, als FOH – Mensch sorgfältig die Front auf Sprachverständlichkeit getrimmt; selbstverständlich mit dem bereitgestellten neuen Spitzenprodukt. Auch die Show ist bald vorbei. Hier und da ein wenig am Kanal - EQ korrigiert, ein bisschen mit dem Lieblingskompressor rumprobiert, einen nervenden Formanten erwischt und rausgezogen – angesichts der nicht idealen Verhältnisse bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Nicht zu 100 Prozent vielleicht, aber 90 Prozent sind doch auch schon was.
    Da passiert, was gerne mal passiert. Das Chefmikro fällt aus. Runtergefallen, Akku schadhaft, vom Publikum geklaut, vom Sänger verlegt und nicht wiedergefunden, der verspätet eingetroffene Gastgitarrist hat seinen Taschensender eingeschaltet – irgendeinen Grund gibt’s immer. Selbstverständlich liegt das Spare – 58er unter den Center Wedges, und der Star hat’s auch sofort entdeckt. Schnell den (vorher allenfalls mal line gecheckten, ansonsten gänzlich unbehandelten) Sparekanal aufgezogen –
    - und plötzlich geht die Sonne auf. Am FOH, am Monitorplatz, auf der Bühne.
    Kein fetter Druck, keine feine Silbigkeit, schon gar keine naturgetreue 1:1 – Wiedergabe der stimmlichen Qualitäten des Sängers. Dafür höre ich mit einem Male nicht nur, dass dort, mitten im Getümmel, jemand richtig gut singt – ich verstehe jetzt sogar mühelos den Text. Völlig unangestrengt, nicht lauter als vorher – aber das Ding setzt sich durch. Unspektakulär, mittig, sauber, klar und deutlich.

    Mehr kann und will ich von einem banalen, alltagstauglichen Bühnenwerkzeug nicht erwarten.

    Ich habe runde, rechteckige, dreieckige, eiförmige; schwarze, silberne, bronzene; lange dünne, kurze dicke; leichte, schwere; metallische, lackierte, gummiüberzogene; und noch ganz viele andere Bühnen - Gesangsmikrofone in den Fingern gehabt. Und alle sind irgendwann wieder verschwunden. Das eine oder andere 58er jedoch gehört für mich in JEDEN Mikrofonsatz; für den Betrieb unter rauen, lauten, unidealen Einsatzbedingungen ist es – verglichen mit manch modernem, teurem Hightechgerät eher ein Kommando- denn ein Gesangsmikrofon – auch heute noch durch nichts zu ersetzen.

    Für den klassischen Liederabend mit Konzertflügel gibt es andere geeignete Werkzeuge.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 2. November 2006 um 22:09
    • #32

    Genau die zwei Gesangsmikrophone braucht der Beschaller:
    Das SM58 und das "für den klassischen Liederabend" ( das sich auch noch bei anderen Gelegenheiten einsetzen lässt ( Päpste, Tenöre, Kanzlerinnen ) und sonst keins !!!

  • artcore
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    • 3. November 2006 um 10:59
    • #33

    Oh ja, lasst uns das SM58 heiligsprechen! Du sollst kein Mikrofon neben mir haben. Toll! :roll:

    Venceremos!

    Andreas

    http://www.artcore.org

  • cookie
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    • 3. November 2006 um 11:57
    • #34

    billbo: genau DAS hat es auf den Punkt gebracht! Und unter diesem Aspekt sollte man die Verwendung des 58ers auch sehen. "Und zum Thema Heiligsprechung": andere Hersteller loben ihr Produkt auch über den grünen Klee...

  • karel noon
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    • 3. November 2006 um 12:21
    • #35

    artcore: heilig gesprochen wird es nicht, das wäre zu viel, aber vielleicht selig? :D

    im ernst, ich habe heute abend eine beschallung, wo ich noch nie war, das einzige was ich weiß ist das es ein axys system ist, das hinter/über der bühne hängt. und nun ratet doch mal an welches mikro ich da denke um mitzunehmen und als erstes mal zu probieren?

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • artcore
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    145
    • 3. November 2006 um 14:47
    • #36

    KSM9, KMS 105 oder CM 310? :D

    Venceremos!

    Andreas

    http://www.artcore.org

  • manuel-ni
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    44
    • 3. November 2006 um 17:26
    • #37

    Hallo,

    da hat sich ja ein durchaus nicht uninteressanter Thread aus meiner eigentlich recht einfachen Frage ergeben, aber ich hätte wissen müssen, was BillBo so schön auf den Punkt gebracht hat:

    Zitat von "BillBo"

    Oh, ein 58er - Thread. Ich will auch....:-D


    Ich hätte vielleicht erwähnen sollen, das wir keine Band mit Instrumenten sind, sondern ein A-Cappella-Quintett. Aus diesem Grunde bin ich der Meinung, das ein "Mikrofon-Trocken-Test" durchaus repräsentativ sein kann - in einer Band-Situation müssen Mikros natürlich (wie alle anderen Instrumente auch) zusätzlich im Band-Kontext gehört werden.

    Der Tip von Seven, um die Nase beim Singen ein bißchen kleiner werden zu lassen, war übrigens sehr gut, ich habe da ein bißchen rumgespielt und bin dann doch noch zu Ergebnissen gekommen, die ich durchaus schön fand - wenn auch mein e935 alleine imho immer noch besser klingt ;)

    Liebe Grüße,
    Manuel

  • artcore
    Beiträge
    145
    • 3. November 2006 um 18:05
    • #38
    Zitat

    A-Cappella-Quintett


    Da würde ich doch zum guten Kondensator greifen!

    Venceremos!

    Andreas

    http://www.artcore.org

  • pascal
    Beiträge
    26
    • 3. November 2006 um 18:05
    • #39

    Hallo Manuel,

    ja, der thread ist interessant geworden.

    Prima, dass du jetzt erwähnst, dass ihr ein A Capella Quintett seid, denn DAS rückt die Sache dann zurecht und auch in ein anderes Licht.

    Bei einer solchen Geschichte sind natürlich ganz andere Mikros interessant, hier hast du es ja nicht mit Einstreuungen durch Bass und Schlagzeug zu tun und auch die Pegel sind ganz andere als die, die bei einer Rockband gefahren werden.

    Von daher halte ich deinen "Trockentest" dann nicht für repräsentativ, da auf einer Bühne mit Band einfach andere Gesetze gelten.
    Viele "schön" und besonders natürlich klingende Mikros verursachen dann nämlich immense Probleme. Aber wem erzähle ich das....

    Übrigens muß ich noch etwas zu dem anmerken, was MK da von sich gegeben hat: Als eifriger Leser von Fachbüchern sollte er eigentlich wissen, dass man "durch eifriges Kurbeln am EQ" eben NICHT das gleiche Ergebnis erzielt! Diese Aussage hat mich einigermaßen entsetzt, denn jeder, der sich etwas näher mit der Materie beschäftigt, wird IMMER bestrebt sein, so wenig wie möglich am EQ zu drehen...Stichwort Eigenverzerrungen...oder Genauigkeit...oder Rauschen.
    Damit hat er sich ziemlich disqualifiziert, zumal er ja den Oberlehrer raushängen lassen wollte....

  • christian_thomas
    Verifiziert
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    Beiträge
    1.001
    • 3. November 2006 um 19:38
    • #40
    Zitat von "Manuel-NI"

    ...
    Ich hätte vielleicht erwähnen sollen, das wir keine Band mit Instrumenten sind, sondern ein A-Cappella-Quintett. ...

    Nö Manuel,

    so wie Du es nun gemacht hast war es schon ok - denn alle haben was dazu geschrieben, keiner hat gefragt, was für Musik Du machst.

    Wie gesagt, die phantomgespeisten Kohlemikros klingen auch sehr gut - für die Telefon-Anwendung war es lange Jahre DAS Nonplusultra...

    Es kommt halt immer darauf an, was ich mit dem Mikro machen möchte. OK, Schallereignisse in elektrischen Strom umsetzen - das ist klar...

    Zur Abnahme einer Basedrum wird das SM58 jedenfalls nicht so optimal geeignet sein...

    Signatur verloren! Der ehrliche Finder kann sie behalten.

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