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Mal wieder: Siderack für Band

  • hspecht74
  • 8. November 2006 um 12:06
  • hspecht74
    Beiträge
    7
    • 8. November 2006 um 12:06
    • #1

    Hallo,

    für unsere Band (Besetzung Voc, 2xGit., Drums, Keyboards, Bass) haben wir momentan folgendes Equipment im Einsatz:
    - Pult: Behringer DDX3216
    - Amps: Yamaha irgendwas und Behringer EP2500

    Im Proberaum haben wir ein Billigstsystem Peavey Messenger Pro (2xSub, 2XTop) und ein paar zusätzliche Monitore stehen.
    Bei Auftritten leihen wir uns i.d.R. die Front-PA (Amps und Boxen) und nutzen unsere Monitore sowie die Peavey-Tops als Monitore. Wir wollen jetzt unser Equipment etwas aufstocken, um a) Feedback-Probleme in den Griff zu bekommen und damit hoffentlich schneller bei Aufbau und Soundcheck zu werden und b) etwas flexibler in der Zusammenstellung der PA und ggf. Recordingmöglichkeiten zu werden. Meine Vorstellung (mit besonderer Berücksichtigung eines sehr knappen Budgets) für die Neuanschaffungen sieht momentan so aus:

    - Amprack für die Bühne mit beiden vorhandenen Amps
    - Siderack mit:
    --> 2xBehringer FBQ6200 für die Monitorwege
    --> 1x dbx Driverack PA für die Front
    --> 1x Behringer ADA8000 + Adat-Interface fürs DDX3216 (=Mehr Ausgänge fürs Pult zu Recordingzwecken etc)

    Effekte nutzen wir zur Zeit ausschließlich die aus dem Pult, reicht aus.
    Jetzt meine Fragen:
    - Spricht irgendwas gegen so eine Kombination?
    - Wenn wir das Driverack als Frequenzweiche nutzen (je nach geliehener PA) müssen ja entweder zusätzliche Returns am Multicore vorhanden sein oder das Ding muß auf die Bühne...was ist da sinnvoller? An Multicore 24/8 ist hier sehr schlecht ranzukommen. Oder packt man das Ding am besten ins Amprack?

    Vielelciht hat ja noch jemand Anregungen, Verbesserungsvorschläge etc. Würde mich freuen (ich bin bei uns der einzige der zumindest weiß was en EQ ist und habe deshalb wenig Möglichkeiten mich mit den Bandkollegen zu beraten ("ham wir doch keine Ahnung von...mach mal"). Und wenn ich irgendwo zum Fachhändler gehe steht auf dem Angebot schon fast eine Null zuviel vor dem Komma...

    Danke im Voraus,

    Hinrich

  • LC2412
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    Beiträge
    1.186
    • 8. November 2006 um 12:23
    • #2

    beim Durchlesen fällt mir das mit dem Feedback ins Auge. Da müsst ihr erst mal so das in den Griff bekommen. Sind die Boxen so grottig, steht ihr falsch, seid ihr zu laut auf der Bühne?
    Kommt das Feedback durch die PA oder die Monitore? Wie viele Wege Monitor mischt ihr?

    Was unklar ist: Bist Du der Mann am FOH oder spielst Du mit?
    Frequenzweichen gehören IMHO ins Amprack. Aber bei geliehener Anlage sollte das Amping samt Frequenzweiche dabei sein, es macht zeitlich keinen Sinn, eine Frequenzweiche bei jedem Gig auf eine Anlage einzustellen (kleine Korrekturen, wenn man weiß, was man tut, sind ok).

    HTH
    Carsten

  • Telly
    Beiträge
    511
    • 8. November 2006 um 12:29
    • #3

    Hallo Hinrich,

    Feedbackprobleme mit irgendwelchen "Wunderkisten" anzugehen, ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Packt sie da an, wo sie entstehen. Besorgt euch höherwertige Monitore und Mikrofone. Das ist deutlich stressfreier und liefert ein deutlich besseres Ergebnis, als jeder Feedbackkiller. Entsprechende Geräte lassen sich mit der Suchfunktion hier leicht finden.

    Wenn ihr das Frontholz sowieso leiht, macht es in meinen Augen keinen Sinn, euch einen eigenen Driverack anzuschaffen. Nehmt das entsprechende Teil vom Verleiher mit. Die Programme für das entsprechende PA-System sollten dann schon vorprogrammiert sein.
    Ob man die Frequenzweiche auf die Bühne oder ans FOH packt, ist Geschmackssache. Ich habe die Dinger lieber am FOH. Das spart Rennerei.

    Den Behringer ADA8000 würd ich auf jeden Fall kaufen.

    Grüsse,
    Telly

    Edit: Casten war schneller.

  • hspecht74
    Beiträge
    7
    • 8. November 2006 um 12:58
    • #4

    Erstmal Danke für die prompten Antworten.
    Zur Ergänzung: Ich spiele mit. Wir haben einen Mann am Pult, der ist aber auch noch sehr neu in dem Thema. Er lernt, aber momentan hab ich noch mehr Plan als er.

    Monitorwege fahren wir 4. (2xFront für Voc / Gitarristen, 1xKeyboards, 1xDrums)

    Zum Thema Feedback-Vermeidung: Mikros sind okay (hauptsächlich Shure SM58), die Monitore naja. Im Proberaum gibts da auch wenig Probleme mit. Wir hatten z.B am letzten Samstag einen Gig in einem Kneipensaal in dem Boden und Wände gefliest waren...da hats an allen Ecken und Enden gepfiffen. Für solche Fälle erhoffe ich mir ein wenig mehr Sicherheit / Entspannung.

    Zum Sinn / Unsinn der Anschaffung eines eigenen Driveracks:
    Wir kommen für mittlere Gigs sehr günstig an die PA eines Bekannten, d.h. dann läuft das nicht über einen amtlichen Verleiher. Die Anlage besteht halt nur aus Amps und Boxen. Mit der Anschaffung eines eigenen Driveracks wären wir dann recht einfach in der Lage zum einen Fullrange (Proberaum) zum anderen BiAmped (mit der geliehenen PA) zu fahren.


    Gruss, Hinrich

  • ton-thorsten
    Verifiziert
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    205
    • 8. November 2006 um 13:01
    • #5

    Hallo!

    Ich selber benutze auch für verschiedenste kleinere Jobs, wo der große FOH keinen Sinn macht (oder nicht bezahlt wird), ein DDX mit ADA8000 und nem Controller für die PA.

    Die Kombination DDX mit ADA funktioniert sehr gut und macht Sinn. Sowohl auf Ausgangs- , wie auch auf Eingangsseite (12 XLR am Pult sind halt doch arg wenig). Die internen Effekte ergänze ich ja nach Job durch nen TC-D2 und nen anständigen Hall. Geht aber auch mit den internen Effekten.

    Ich persönlich allerdings habe den Controller immer lieber am FOH stehen. So kann ich auch während des Auftritts auf bestimmte Parameter zugreifen. Und es gibt einfach Situationen, wo ich z.B. die Bässe am Anfang eines Gigs zurücknehme und mit steigender Publikumszahl oder auch Lautstärke , das Verhältnis noch ändere. Oder die Infills müssen noch nachgeregelt werden. Manchmal ändere ich auch während des Soundchecks, je nach Raum noch die Übergangspunkte von Bässen zu Tops in der Frequenzweiche. Auch die Delayzeiten der Front-Pa oder der Delayline werden doch bei unterschiedlichen Gigs angepaßt. Nicht zuletzt fehlt in Deiner Zusammenstellung auch ein Summen-EQ. Zur Not kann man dafür halt auch noch den Eingangs-EQ des Controllers nehmen. Alles Gründe, die dafür sprechen, das der Controller in der Griffweite des Technikers steht. Derjenige sollte allerdings kompetent sein, und wissen was er damit tut! Nachteil bei dieser Variante: Du brauchst mehr Multicore-Kanäle. Aber auch das ist kein wirkliches Problem. Ich benutze dafür ein 8-0 Multicore als Returncore. Das ist dünn und gut zusätzlich zu verlegen. Oder aber Du nimmst ein normales 24-4 Multicore (je nachdem wieviel Kanäle Du brauchst) und die fehlenden Returns baust Du Dir mit einfachen Male-Changern aus den normalen Mikrowegen....

    Viel Spaß beim ausprobieren.....

    Thorsten

    Laut kann jeder................!

  • treibsand
    Verifiziert
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    Marktplatz Einträge
    1
    • 8. November 2006 um 13:07
    • #6

    Ich bin noch etwas unsicher, ob Ihr das Driverack für Eure anlage oder(und) für Fremdanlagen nutzen wollt. Bei Fremdanlagen stimme ich den anderen zu, da gehört das zu dem Geliehenen Equipment dazu.
    Natürlich wäre dabei interessant, wo/wie Ihr was leiht. Klingt für mich eher wie: ich hol' mir schnell noch was aus dem nächsten Club/JuZ und stocke meinen Krempel auf... Das verursacht natürlich meisst mehr Probleme, als sich wirklich schnell lösen lassen, da oftmals keine "Systemtechs" da sind, die einem Grundeinstellungen basteln oder wichtiges KnowHow haben; wenns gut läuft, gibt's einen Hausmeister, der wenigstens alles wichtige zusammenpackt...

    Zu guter letzt: Ich hab' den Controller immer gern beim Amping. Erstens, weils Returns spart (bei mittleren VA's selten ausreichend vorhanden) und zweitens, weil ich ihn eh nicht während der VA bediene. Wenn man die Gerätschaften "online" bedient, sollte man wissen, was man tut und vorallem: den Rest schon voll und entspannt im Griff haben. Sonst geht da mehr in die Hose, als selbige aushält.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Peerless
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    Beiträge
    4.334
    • 8. November 2006 um 13:34
    • #7

    wer schlau ist benutzt die hier im forum genannte lösung um rs232 über einen multicore kanal zu schicken und kann dan schön den controller per laptop bedienen, der weiterhin bei den amps steht... das erspart viel gelege und gestecke bei weiterhin vollem und vorallem besseren zugriff als wenn der controller direkt vor der nase steht :)

    http://www.ae-rental.de

  • ullix
    Beiträge
    213
    • 8. November 2006 um 15:36
    • #8

    Also mal zum allgemeinen Gepfeiffe *g*

    Um Reflexionen von gefliesten Wänden zu vermeiden kann man sie einfach mit Molton abhängen, damit bekommt man schon einige Probleme abgenommen. Zusätzlich solltet ihr (meiner Meinung nach) mit analogen 31 Bändern in jedem Monitorweg arbeiten dann könnt ihr schneller auf Feedbacks reagieren. Ausserdem finde ich, dass das einpfeifen auf analogem Equipment zum Einstieg wesentlich leichter fällt.

    Wenn euch allerdings ein Laptop mit nem Interface und Messmikro zur verfügung steht könntet ihrs auch mal mit manuellem (analogem) einmessen der PA und des Monitorings versuchen. Das sollte meines erachtens für euch am besten klappen. Dann braucht ihr zur erweiterung auch wirklich nur 3 2x31Band EQ´s, ein Messmikro und ein Interface (z.B. USB) Analyzer Software gibts teilweise als Freeware. Dann braucht ihr keinen teuren Controller, da ihr normalerweise ja eine einfache Frequenzweiche zum Amping dazubekommt.

    Gruß Stefan

    ...wir sind nicht hier, um zu sein, wie andere uns gerne hätten...

  • yamaha4711
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    Beiträge
    3.665
    • 8. November 2006 um 17:59
    • #9

    Tacho tacho,

    zum Thema Feedback
    Wie schon vorher erwähnt wurde: prüft doch mal ob ihr entsprechend gut steht (Rhythmusgruppe, Solo, Vocals) und ob die Instrumente die entsprechende Lautstärke haben. Es geht darum miteinander zu spielen und nicht gegeneinander. Die meisten Feedback's handelt man sich über diesen groben Fehler ein. Also die Amps so weit als möglich zurücknehmen, damit die Bühnenlautstärke auf niedrigem Level bleibt und dann nur das nötigste auf die Monitore geben. Wenn der Gesamtsound hier stimmt kann nicht mehr viel schief gehen und das ist auch mit kleinem Budget zu erreichen.
    Die nötige Lautstärke für den Gig soll dann die Front-PA machen und nicht von der Bühne her kommen.
    Feedbackfilter sind nett und schön, doch zunächst einmal braucht es ein gutes, präzises und damit verwertbares Eingangssignal und einen guten 31-Band EQ pro Monitorweg, um das Material an den Raum anzupassen. Meist wird dann ein FBX auch unnötig. Manchmal ist weniger Monitor auch mehr, vor allem wenn der Gesamtsound schon stimmt, denn dann fehlt ja nur noch die Stimme auf dem Monitor und evtl. leise oder nicht verstärkte Komponenten wie AkkuGit. oder Keyboard.
    Auf- und Abbau ist eine Frage der Disziplin und nicht eine Frage des Equipments. Wenn man weiß wie und wo man zu stehen hat und jeder ein paar wenige Handgriffe macht und diese auch konsequent macht geht das ruck-zuck. Sicher gehört auch eine organisierte Zusammenstellung des benötigten Equipments dazu, aber das Hilft auch nur dann, wenn der erste Punkt (Disziplin) erfüllt ist.

    Der Kneipengig z.B.... warum macht ihr so etwas nicht Unplugged? Ledigllich die Stimme und das Keyboard auf zwei Fullrangeboxen geben und evtl. 1 Mon. für den Sänger. Für den Keyboarder einen Kopfhörer mit offenem System und gut.

    Nun zum Equipment
    Wenn FBX dann bitte kein Ohrringer... ganz schlechte Wahl. Lieber ein wenig sparen und ne kleine Sabine holen. Doch da davor eben den 31-Band nicht vergessen.
    Wie in manch anderem Post erwähnt - wozu das Driverack? Wenn ihr keine eigene PA habt macht das wenig Sinn und hindert nur.
    Zur Aufnahme würde ich es einfach mal mit einem MD oder DAT Recorder direkt auf dem Pult raus (evtl. getrennte Stereosumme) versuchen oder man stellt zwei Raummikros... damit hat man auch gleich den Flaire des Gigs eingefangen. Bei Mehrspuraufnahmen braucht es erheblichen Mehraufwand (Mehrspurrecorder oder PC, Verkabelung, Pegeln, Splitter, Nachbearbeiten, etc.). Das Ergebnis steht meist in keinem Verhältnis zum Aufwand.

    Zum Verpacken:
    das ganze Equipment in Cases, vor allem die 19" Teile. Dabei entsprechend Gruppieren, also alles was für Monitor wichtig ist (EQ, AMP) zusammen, falls ihr den Monitor selbst machen wollt. Ansonsten das Amping und die Controller in eine Kiste und alles andere in eine FOH Kiste (EQ, FBX, Dynamics, FX).

    Andererseits gibt es sicher auch nette Verleiher, die euch den ganzen Streß abnehmen und das entsprechende Wissen mitbringen. Ein Komplettservice am Anfang ist sicher keine dumme und auch finanzierbare Idee. Laßt euch einfach am Anfang ein wenig an die Hand nehmen und lernt dabei die Tricks und Kniffe kennen. Dann könnt ihr das Equipment nach und nach selbst bedienen und findet eure eigene, fundierte Entscheidung zum Kauf von eigenem Equipment.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

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