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Qualität von MP3s im DJ-Einsatz

  • Mix4Munich
  • 16. September 2008 um 01:07
  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 16. September 2008 um 01:07
    • #1

    Hallo Kollegas!

    Am Samstag habe ich mit meiner Cover-Rockband auf einem 40. Geburtstag gespielt. Lief auch alles wunderbar, ich konnte die EV-Anlage mal wieder ein wenig ausfahren, die Leute haben getanzt, alles bestens. Nach dem ersten Set war für uns erstmal eine Stunde Pause, es kamen ein paar andere Programmpunkte, und ein DJ legte auf - also eigentlich spielte er MP3-Songs ab.

    Irgendwann in unserer Pause kam mein Sänger zu mir, schleppte mich zu den Boxen und meinte "Du, Deine Box ist kaputt!" Schockschwerenot, es klang wirklich, als ob das Top hinüber ist. Rüber und beim anderen Stack gehört - klang genauso kaputt. Hmm, die Anlage lief nicht wirklich unter Last, dass da also gleich ZWEI Tops über den Jordan gehen, ist mehr als unwahrscheinlich. Habe also einfach mal den nächsten Song abgewartet, und siehe da, auf wundersame Weise waren die Boxen wieder heile. Ab da habe ich mal genauer auf die Qualität der MP3s gehört. Da taten sich teilweise echte Abgründe auf! Gegen 128kBit/s will ich bei Party mit einem gewissen Hintergrundlärm ja nichts sagen (zuhause höre ich lieber mit 160 oder 192 kBit/s codierte MP3s. Aber das klang teilweise so, als ob da welche mit 96 oder sogar 64 kBit/s dazwischen gerutscht waren. Unterirdisch!

    Jetzt bin ich ja nicht der DJ-Auskenner, aber den meisten hier würde ich schon zutrauen, dass sie auf brauchbare Qualität setzen und nichts unterhalb von 128 kBit/s codiertes aufs Partyvolk loslassen. Aber am Samstag, das war echt krass.

    Zu einer Diskussion mit dem DJ ist es nicht gekommen - ich hatte genug mit meiner Band zu tun, und das Buffett wollte auch bearbeitet sein. Lustig finde ich aber immer die Leute, welche einen Songs mit niedriger Codierung aus dem Internet ziehen und den "auf 128kBit/s hochziehen" - als ob man wegcodiertes Signal wieder herzauber könnte!

    Wie haltet Ihr es mit der Qualität des abzuspielenden Materials? Kommen da auch niedrig codierte Sachen zum Zuge? Oder nichts unter 320kCD)? Erfahrungen, Meinungen, ich will's jetzt wissen!

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • Jonnytrance
    Gast
    • 16. September 2008 um 01:22
    • #2

    Also ich arbeite mindestens mit 192, aber lieber 320. Aber niemals unter 192. Bin ganz zufrieden mit Qualität, wobei die besoffene Gäste merken rein gar nix, auch wenn unter 128 geht.

  • rene classen
    Beiträge
    897
    • 16. September 2008 um 07:47
    • #3

    Seit dem Festplattenplatz nicht mehr wirklich viel Geld kostet wird bei mir nur noch mit Höchster Qualität gerippt.
    Aus der Anfangszeit existieren bei mir noch Tracks mit 96. Leider sind die CDs teilweise defekt und können somit nicht neu gerippt werden.

    Bei 96 hört man dann schon Qualitätseinbußen. 192 geht aber macht Platztechnisch keinen großen Unterschied aus zu 320.

    Viele Gäste bemerken ausserdem die Klangunterschiede nicht bewusst bzw. garnicht. Schlimmer sind dann CDs die springen oder mp3s mit rippfehlern. War mir letztens dazwischen gekommen.

  • Rinaldo Schmidt
    Beiträge
    124
    • 16. September 2008 um 14:04
    • #4
    Zitat von "Hoppeditz"

    Seit dem Festplattenplatz nicht mehr wirklich viel Geld kostet wird bei mir nur noch mit Höchster Qualität gerippt.
    Aus der Anfangszeit existieren bei mir noch Tracks mit 96. Leider sind die CDs teilweise defekt und können somit nicht neu gerippt werden.

    Bei 96 hört man dann schon Qualitätseinbußen. 192 geht aber macht Platztechnisch keinen großen Unterschied aus zu 320.

    Dito.
    Tracks mit 96 spiele ich aber bei ner VA grundsätzlich net, is dann einfach zu matschig, minimum is 128, und das auch nur wenns sein muß (wenn z.B. ein Titel gewünscht wird, ich den aber nur in 128 habe). Ansonsten ab 192, ich denke da is die Qualität OK, ohne direkten A/B vergleich hören die Gäste da eh meist keinen Unterschied zu ner CD, schon gar nicht, wenn schon ein wenig Alkohol konsumiert wurde :wink:

  • sabbelbacke
    Reaktionen
    11
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    5.171
    • 19. September 2008 um 17:51
    • #5

    Gaanz wichtig in dem Zusammenhang ist auch der Encoder. Es macht einen Riesen Unterschied, ob man eine aktuelle LAME-Release nimmt oder ob der Track vor 5 Jahren mit dem XING-Encoder codiert wurde. Unbedingt darauf achten, dass man "Joint Stereo" aussen vor lässt, es gibt einige Tracks mit Phasenschweinereien die sich dann selbst bei 192kBit/s schröcklich anhören. 320kBit/s ist overkill, dadurch werden die grundlegenden Probleme von MP3 auch nicht besser.
    Schön, dass sich AAC mittlerweile immer weiter durchsetzt. Nur zu empfehlen ist der aktuelle NERO Codec im 2-pass Verfahren. Durchschnittsbitraten von 160kbit/s und auch das kniffeliogste Material bleibt ok für den Party-DJ.

    Die eigenen CDs werden aber grundsätzlich hier nur verlustfrei archiviert und mittels Prüfsumme vom CD-Laufwerk ausgelesen (accurat Rip garantiert in den meisten Fällen, dass die "Aufnahme" wirklich 1:1 ist). Apple Lossless (AAC-lossless) wird dabei genommen, wenn andere Soft zum Einsatz ist FLAC nett. Einige der DJ-Programme strecken dabei aber die Flügel (unverständlich, WMA wird dann abgespielt, was wirklich unter aller Sau ist)...

    hornresp

  • tobias falter
    Beiträge
    976
    • 19. September 2008 um 18:30
    • #6

    Also ich habe das bei meinem Dj auch schonmal gemerkt, dann hört es sich an als wären die HTs kaputt. Der Dj hörts selber nicht aber finde es schreklich.

    mfg
    Dieter

  • ibiza
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    176
    • 5. Oktober 2008 um 18:42
    • #7

    Also ich rippe alles mit PowerLame auf VBR über 200 und mehr immer von Orginal CDs,damit bin ich echt zu frieden.Denke mal auch hier spielt das Ripp Programm eine große Rolle dazu auch eine gute Qualität der CDs.

  • sabbelbacke
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    • 5. Oktober 2008 um 19:19
    • #8

    Yepp, solange der CD-Ripper Mechanismen zur Verifizierung der Daten benutzt, ist man auf der sicheren Seite. Mangels der dritten Fehlerkorrekturstufe der CD-A geht das absolut zuverlässig nur über statistische Verfahren (s.o.), somit haben solche hier die Krone auf.

    hornresp

  • ibiza
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    176
    • 5. Oktober 2008 um 19:47
    • #9

    Man muß sich wirklich mit dem Thema MP3 beschäftigen !!!! Hab mal ein Bericht gehört mit dem Erfinder , einen Stunde lang im Auto gesessen,viel Fehler sind Hausgemacht weil die Leute keine Ahnung haben kann ich da nur sagen.

  • sabbelbacke
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    5.171
    • 5. Oktober 2008 um 20:20
    • #10

    "der Erfinder" ? :)
    Auch wenns "den Erfinder nicht gibt", so hast Du natürlich Recht :)

    hornresp

  • ibiza
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    176
    • 5. Oktober 2008 um 20:37
    • #11

    Gibts doch ! Frauenhofer Institut ,denn die kassieren auch lizenzen dafür ca 40 mio im jahr

  • sabbelbacke
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    • 5. Oktober 2008 um 22:04
    • #12

    :)

    "Der Erfinder" impliziert eine Einzelperson. Das FHI ist keine solche.

    Das FHI hat vom MPEG Konsortium in einer Ausschreibung den Zuschlag für die Erstellung des ursprünglichen Drafts bekommen, ein Team hat sich dann an die Ausarbeitung gemacht.

    Ein gut recherchierter Artikel differenziert da und sagt: "das Team des FHI...." hat die Vorlage zu MPEG 1 Layer 3 (kurz: MPEG 3 (eigentlich falsch, hat sich aber so eingebürgert) erstellt..

    Ein schlecht recherchierter (die meisten) nennt dann den Teamleiter der damaligen Truppe und nennt das "den Erfinder"....

    Es gibt auch nicht DEN Erfinder des Internet, aber wie oft wird Herr Shaw als solcher in der Presse bezeichnet? .....

    hornresp

  • Steeven B
    Beiträge
    373
    • 6. Oktober 2008 um 16:13
    • #13

    immer vorsichtig sein es gibt genug mp3´s mit 192 kb/s die in schrecklicher qualiät sind, weil man übersteuert aufgenommen hat. Gründe dafür sind schlechte Software zum codieren wie schon genannt wurde oder ganz simpel einfach eine zu hohe Eingangslautstärke (übersteuert) usw.
    Also ich verlass mcih niemals blind auf die kb/s anzahl.
    Außerdem ist z.b. house mit 128 kb/s immer noch "besser" als ein aufwändiges Rocklied mit 160 kb/s bei gleicher codierung / aufnahme etc., weil einfach viel mehr frequenzen abgespeichert werden müssen. wenn dann noch eine stimme auf den bass, die e gitarre, die drums usw. kommt wirds echt haarig und man sollte sehr gut aufpassen.

    was mich jetzt mal interessieren würde... Und zwar wenn die Datei wirklich sehr schlecht ist und die Boxen nur am kotzen sind, schadet denen das dann?? Ist es im prinzip ein clipping was schon im Ursprung, also der mp3 vorhanden ist ???

    --> http://www.ms-dj-team.de <--

  • sabbelbacke
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    11
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    5.171
    • 6. Oktober 2008 um 16:20
    • #14

    Ne, schadet nicht mehr oder weniger als im uncodierten zustand, eher weniger. Da ein Clipping theoretisch im Idealfall aus einem Rechteckimpuls besteht, ist das für alle MPEG und Konsorten das komplizierteste, was sie umzurechnen haben. Näherungsweise wird das ja durch Sinuse (FFT-Theorie..), psychoakustische Maskierung, Bibliotheken usw... dargestellt . Ein Rechteckimpuls ist da nicht ohne und wird in der Form "verwaschen", dass er zu einem Brei von Sinusschwwingungen verschwimmt....

    An sich schadet das übersteurte Material natürlich einem Speaker schon (Crestfaktor fies), aber durch die Mp3 Komprimierung wirds nicht schlimmer..

    hornresp

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