Hallo Forum,
ich bin eigentlich Sänger & Bassist, brauche aber Rat in Sachen Mikrofonierung. Im März will ich in "meiner" Kirche (hier einer Außenaufnahme) eine Aufführung mit Chor und Theater veranstalten. Der Chor besteht aus ca. 20 Sängern und ist im Stück integriert, singt also nicht "in Formation". Das Theaterensemble besteht ebenfalls aus ca. 20 weiteren Personen. Hinzu kommt Klavierbegleitung. Ein Großteil der Handlung wird im Chorraum der Kirche spielen. Er ist durch einen Rundbogen vom Langhaus getrennt, hat daher seine eigene Akustik, und außerdem relativ schmal und lang. Teile des Stückes werden jedoch auch vor dem Rundbogen oder im Kirchenschiff selber spielen. Für die Beschallung stehen entweder die eingebaute 100V-Anlage mit verteilten Säulenlautsprechern oder eine zusammengeliehene Tanzmuckeranlage (Solton/Craaft) zur Verfügung, daneben mein 16-Kanalpult (Target), 1 Behringer Feedback-Destroyer und 1 2x31-Band-EQ. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, die Hauptpersonen mit Headsets auszustatten (4 Stück vorhanden) und den Rest mit Kleinmembran-Mikros "aus der Ferne" abzunehmen, idealerweise 2 Stück hängend vor dem Chorraum und zwei auf voll ausgefahrenen Stativen rechts und links im Chorraum, gleich hinter dem Rundbogen. Zusätzlich würde ich für Gesangssoli noch ein Handheld-Funkmikro parat legen und das E-Klavier per DI abnehmen. Meine Fragen:
- 1. Ist die Mikrofonierung wie skizziert sinnvoll oder gäbe es bessere Wege? Wir hätten noch einige dynamische Mikros (Sennheiser e..., Akg etc.) sowie zwei Sennheiser MD 441 und ein Audio Technica Grenzflächenmikrofon auf Lager, sind an Funksets jedoch erschöpft.
- 2. Wir besitzen z.Z. keine Kleinmembranmikros, müssten sie entweder leihen oder kaufen. Früher hatten wir 4 Beyerdynamic MCE 86-Mikros, die jedoch gestohlen wurden. Die MCE 86 waren schön rückkopplungsfest, haben jedoch immer nur eine ziemlich kleine Fläche abgedeckt, also extrem gerichtet, und kämen daher m.E. für die Abnahme hier nicht in Frage. Würde ich wohl mit T-Bone EM800'ern, die im Forum in der Vergangenheit gelobt wurden, akzeptable Ergebnisse erzielen oder sollte ich lieber in höhere Preisklassen (Beyer MCE 530 oder Rode NT5) investieren? Das Schoeps werde ich wohl nicht finanziert bekommen, vielleicht ließe es sich leihen (Nähe Hannover)...
Ich habe das Forum schon gründlich nach Chor, Kirche, Theater und Kleinmembran-Mikros durchsucht, bin jedoch nicht zu der gesuchten Info gekommen, vielleicht fehlen mir auch die Vorkenntnisse. Außerdem weiß ich, dass ohne eine gute PA in der Kirche sowieso nicht viel zu holen ist - aber "mein" Kirchenvorstand weiß das und will investieren. Wir werden nur mit Sicherheit bis zum März keine neue Anlage bei uns stehen haben. Daher würde ich den 2x31-Band EQ in die Summe hängen und die favorisierte Beschallungsanlage erstmal gründlich einpfeifen und für den Notfall den Feedback Destroyer auf die Subgruppe der Raum-Mikros legen.
Edit: BBCode aktiviert.