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Chor auf mehreren Spielebenen

  • harke
  • 6. Februar 2007 um 16:50
  • harke
    Beiträge
    30
    • 6. Februar 2007 um 16:50
    • #1

    Tag Gemeinde! Ich als eher-Lichtler muss doch jetzt mal ne dringende Frage loswerden... simpel nen Chor bekomme ich ja auch noch abgenommen, aber das hier stellt mich doch vor ein paar Fragen:

    - Wie würdet ihr diesen Chor am sinnvollsten und Materialärmsten ausstatten?

    Auf 30 Einzelne Funkstrecken bin ich auch schon gekommen, aber... nunja.

  • tufkacaho
    Beiträge
    418
    • 6. Februar 2007 um 17:23
    • #2

    also der chor soll mal unten und mal oben auftreten, verstehe ich das richtig?
    ich gehe mal einfach davon aus dass sich 5 leute an ein mikro stellen können.

    möglichkeit eins: funkmikrofone in galgen, bei 30 mitgliedern des chors würde ich 6 nehmen. diese dann szenisch auf und abbauen.

    möglichkeit zwo: das gleiche spiel, nur halt ohne funken und mit festen mikros, halt nur ein komplettes set für auf der bühne, eins für davor.

    würde fast noch vermuten, dass der chor auch nen monitor weg braucht.

    mfg carlo

  • harke
    Beiträge
    30
    • 6. Februar 2007 um 17:34
    • #3

    okay, ich sehe grade, dass das so in die irre führt...

    es handelt sich um ein musical... sprich: auf der bühne wird auch getanzt und gespielt, was wiederum heißt, dass mikrofonierung auf 5 stativen oben und unten nicht geht, da ich auf gar keinen fall mit stativen auf die bühne kann.

    des weiteren bin ich wahrscheinlich allene vor ort, also wird umräumen auch eher schwierig.

    wie sieht es aus mit großmembranen? geht sowas, wie ist die störanfälligkeit? (links stehen schlagzeug und klavier)...

  • Arno
    Verifiziert
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    • 6. Februar 2007 um 17:41
    • #4

    Sind Mikrofone denn wirklich nötig? So groß sieht der Raum auf dem Foto nicht aus. Und die Darsteller/Sänger sollten auch mit Mikros laut sprechen/singen können. Ohne Mikros ist auch psychologisch bei ungeübten Darstellern besser.

    Oft ist weniger mehr.

    Bis dann... Arno!

  • harke
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    • 6. Februar 2007 um 17:43
    • #5

    ja. das sind alles jugendliche unausgebildete stimmen, die leide rnicht gegen 250 leute publikum (teils laufpublikum) und ein schlagzeug und klavier ankommen.. schon gar nicht aus dem hinteren bühnenteil, da der total absäuft...

  • tufkaklto
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    7.116
    • 6. Februar 2007 um 17:45
    • #6

    Also wenn Du auf der unteren Spielfläche auch was machen willst:
    Frage:
    Was habt ihr an PA verfügbar bzw braucht Ihr das auch.??
    Denn in der Konfiguration wirds schon schwieriger, da was rüberzubringen.

    Oder ist gar nix da und Ihr müßt alles anmieten.??

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • harke
    Beiträge
    30
    • 6. Februar 2007 um 17:46
    • #7

    da ist nichts, hinfahren werde ich mit ner Mackie SRM 450/SWA 1501 pro seite.. und in der mitte vllt nen nahfeld.. enke aber eher nicht...

  • treibsand
    Verifiziert
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    1
    • 6. Februar 2007 um 20:42
    • #8

    Angesichts der "PA" und der Fläche:
    3x Condenser auf halbhohem Stativ vor der Bühnenvorderkante (Turnhallenboden verursacht weniger Trittschall als Holzpodest...), je ein Condenser rechts & links an der Hauptbühne und evtl. noch 1-2 darüber geflogen. Das Ganze etwas Stützen und hoffen, das diese Minimalverstärkung reicht. Schlagzeugen kann man auch leise (!!!) und das Piano heisst nicht umsonst piano - auch, wenn es ein Klavier ist.

    Wenn keine weiteren Einspielungen nötig sind, eher die PA auf Sprache optimieren, will sagen 8"-10" ohne Sub. Eventuell Delay, wenn mach- & finanzierbar.

    Beste Lösung wäre entweder ganz ohne Chormikrofonierung, bei Musical vll. ein oder zwei Handsender für Haupgesänge.

    Vergiss die Idee, den Chor auf Monitore zu legen. Höchstens Einspielungen, die aber auch nur sehr leise!

    Edith legt Wert auf keine Nearfills!!!

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • glässing
    Profi
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    147
    • 7. Februar 2007 um 07:57
    • #9

    Die Frage die sich bei mir zuerst stellt, wieviele Solostimmen sind am Start.
    Wo, und vor allem. wie sind die PA-Boxen aufgestellt und ausgerichtet.(gehängt, oder gestackt)Und da denke ich, kommst du mit deinem angedachten Set nicht sehr weit. Wird eine Fronttruss gestellt?
    Wo ist die erste Sitzreihe.
    Die Hauptakteure würde ich auf jeden Fall mit Funken und Nackenbügelmikro ausstatten, du hast wenig Changen, über einen Abstand von mehr als 1m die Darsteller deutlich und gut klingend rüber zu bringen.
    Dann würde ich eher versuchen mit abgehängten Mikrofonen mit Nierenkarakteristik zu arbeiten, wie zum Beispiel Shure EZ0, EV.
    Wieviele Kanäle sind am Mischpult verfügbar, EQ vorhanden, Erfahrungen mit der Abnahme von Chören???
    Fragen über Fragen.
    Man bekommt sicherlich alles irgendwie hin, die Frage stellt sich immer nur, wie gut und wohlklingend ist es am Ende.
    Viele stellen es sich viel einfacher vor, als es tatsächlich ist, Chorabnahmen bedarfen einer großen Erfahrung, musikalischem Einfühlungsvermögen, und leider auch, eines technisch hohen Aufwandes. Wenn man es gut machen möchte.

    So, nun viel Spass bei deinem Vorhaben.

    Für weitere Fragen stehe ich dir gerne zu Verfügung.

    Gruß Thomas

    Klangfarbe / Veranstaltungstechnik/ Tonstudio

  • harke
    Beiträge
    30
    • 7. Februar 2007 um 12:29
    • #10

    das is nen raum, der 12 mal 20 meter breit ist..da reicht das mackie system doch wohl aus oder? ändern kann ich es allerdings nicht mehr^^

    ich weiß leider selber nicht soviel... hätte ich ne genau vorstellung davon, würde ich sicherlich auch nicht ganz so hilflos dastehen...

    vorhanden an peripherie/einspielung ist alles was man braucht 6EQ wege, 32Kanäle am mischer... die Solokünstler werden Sennheiser ew135 G2 mit ME3s bekommen... sprich Headsets.. es geht nur noch um den Chor...

    Fronttraverse wird gestellt, aber zu weit weg um mikrofone davon abzuhängen, abgesehen von den 5 metern höhe, die die mikrofone für die untere bühne dann vor dem blickfeld der oberen bühne hängen.

    Ich habe durchaus erfahrung mit abnahme von chören, generell mischen und auch musikalisches verständnis ist da...

    nur da ich erst zum aufbau7 stunden vor show kommen kann / darf da die halle vorher belegt ist habe ich kaum noch test / veränderungsmöglichkeiten... deswegen auch die materialoptimierung vorher... wenn ichs mir aussuchen könnte wäre alles anders :)

  • cheesy
    Beiträge
    579
    • 7. Februar 2007 um 12:48
    • #11

    Hallo,

    also die Idee, dass man einen Chor mit Mikrofonen von der Decke aus abnehmen kann kommt immer wieder mal auf. (auch ich bin damit mal furchtbar baden gegangen...) deswegen kann ich immer nur raten : Versprecht euch nicht zuviel davon !!

    An deiner Stelle würde ich dafür sorgen, dass die Band (oder sonstige Einspielungen) so leise wie möglich sind. Die Sänger auf der Vorbühne (oder "untere Bühne") sollten dann unverstärkt im Raum zu hören sein. Mit ein paar abgehängten Mikros könntest du dann den Sängern auf der Hauptbühne etwas nachhelfen, damit diese auf das gleiche Niveau kommen, wie vorne.

    Im Endeffekt bewirkst du nicht mehr als einen Pegelgewinn von ca. 3 db. Du darfst nicht vergessen, dass du auch den ganzen akustischen "Müll" mitverstärkst (also das Getuschel hinter der Bühne und die Einstreuungen von den Becken des Schlagzeugs). Somit können Chormikros die Sprachverständlichkeit sogar noch verschlechtern, anstatt verbessern.

    Viel Erfolg bei dem Vorhaben.
    <cheesy>

    P.S.: Ich denke die Frage nach der Truss war nicht für die Mikros gedacht, sondern um evtl. die Boxen daran zu fliegen.

  • MRspeaker
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    183
    Beiträge
    5.030
    • 12. Februar 2007 um 21:57
    • #12

    Das von Treibsand geschriebene machen wir auch immer so....
    keine Monitore, Mikros an der Vorderkante und darüber geflogen....

    Instrumentalisten möglichst leise...

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • lotronic
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    268
    • 13. Februar 2007 um 00:55
    • #13

    Für solche Chorgeschichten nehme ich immer Shure SM86 als Stützmikros (3-4 Sänger/innen pro Mikro in ca. 1m Abstand) und SM58 für die Solisten (auf Stativ oder Handheld).
    Geht meist recht gut, solange der Störpegel (zB Schlagzeug) nicht zu groß ist, die Sänger auch "sich trauen zu singen" und nicht mitklatschen anfangen. :(

    Sobald Headsets (für Solisten) im Spiel sind ist meist auch ein monitoring nötig, das wiederum den Nutzpegel für die Stützmikros verschlechtert.

    Und "alle mit Headset" macht oft wieder "Mischen Impossible" weil man am Mischpult wieder Stimmen "ausfiltern" anfängt :D und dann bei wechselnden Musikstücken oft wen "zurückgemischt" hat der doch wieder mal was wichtiges zu singen hat.

    Die ist meine persönliche Meinung basierend auf Erfahrung mit verschiedenen Ensembles und Chören (leider meist Amateure und selten Profis).

    Im PA-Vermietpark: KS P-Line, C-Line, FirMod2, KS Triaks, KS Solo4, KS Standart, CPA12, CPA10, CPASub, CPA2, CPA1, CL208, CM215, CM112, CM410, TSub, TA4U, CA4U, TA2D,...

  • tufkawila
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    2
    • 10. März 2007 um 12:17
    • #14

    Egal wie mans macht, es sind und bleiben Amateure und da fängt das Problem schon an. Ich habe auch viele Chöre beschallt , aber egal wie mans macht, ob Grenzfläche , Mic auf Stativ, Mic geflogen,.... man erreicht sehr schnell die Feedbackgrenze ohne zu vergessen das man auch die ganzen Nebengeräuche verstärkt. Wenns jetzt nur Chor wäre und das Publikum auch wirklich ruhig ist dann würde die Idee mit geflogenen Mics ganz gut funktionieren.
    Hier sind aber ein Schlagzeug und andere Instrumente mit im Spiel und dagegen bist du Chancenlos, selbst wenn die Musiker piano spielen.
    Ich kenne die Problematik, man versucht sein Bestes um im nachhinein bekommt man noch einen Drauf weil man halt nicht alles verstanden hat.
    Lösung A: Jedem ein Mic geben,... oder Gruppen bilden das sich immer 4 oder 6 Leute einen Handsender teilen wovon einer den Sender festhält, am besten jemand mit einem langen Arm :D
    Lösung B: Hängt jetzt vom Aufwand ab : Den Chor vorher aufnehmen und am Abend selber Playback !!!!
    Ich hatte das Problem mal auf eine Karnevalsfeier wo ein Megachor mit Orchester irgendwelche Karnevalslieder singen sollten. Da war ich Chancenlos gegen solch einen Lärm anzutreten, da ist die Physik am Ende. Wir haben uns dann am Tag vorher in der Halle verabredet, den ganzen Chor im Nebenraum gestellt, das Orchester spielen lassen und im Nebenraum einen Monitor mit minimaler Lautstärker das der Chor das Orchester minimal hört und den Gesang aufgenommen mit einem Grossmembran Mikrofon. Das ganze auf MD, auf einen Kanal einen Schnellmix des Orchesters mit dem Frontmann der vorher anzählt und auf den anderen Kanal den Chor. Dann abends auf der Veranstaltung schickst du dem Frontmann den Mix auf den Monitor bzw. In Ear damit er sich daran orientieren kann und somit die Band auf sein Kommondo spielt. Achtung, nur der Frontmann hatte den Mix aufs In Ear, nicht die Band, sonst gibt das Chaos !!! Den Chor lässt du über die Front PA laufen und gibts den Solisten ihre üblichen Mics. Hängst ein paar Mics an der Decke nur so als Deko und das wars. Der Chor singt mit und du hast am Pult Druck ohne Ende :D

  • glässing
    Profi
    Beiträge
    147
    • 15. März 2007 um 08:13
    • #15

    Ach ja,
    erzähl doch nun einmal wie du es umgesetzt hast, und welche erfahrungen dabei herausgekommen sind.

    Gruß Thomas

    Klangfarbe / Veranstaltungstechnik/ Tonstudio

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