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Eigenbau Switchpack

  • Michael Wannemacher
  • 21. Dezember 2008 um 22:59
  • Michael Wannemacher
    Beiträge
    8
    • 21. Dezember 2008 um 22:59
    • #1

    Hallo!
    Ich habe einen 72 Kanal MultiExchanger, und benötige bis jetzt nur 14 Kanäle davon!
    Jetzt hab ich mir gedacht, ich könnte einfach 5V Relais anhängen und diese über DMX schalten!
    Meine Frage:
    Wie wiel Strom darf aus der 0-10V Schnittstell pro Kanal maximal fließen??
    Ich kann in der Anleitung leider nichts finden?!

    MfG Michi

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
    507
    Beiträge
    4.857
    • 22. Dezember 2008 um 06:59
    • #2

    Hallo Michael, willkommen im Forum.

    Zu Deinem Ansinnen:
    Strom liefert die 0-10 Volt Technik nicht genug für Relais zu steuern. Damit nen definierter Schaltpunkt rauskommt würde ich mit einem Schmitt-Trigger CMOS-IC die Kanalspannungen aufbereiten und das Relais dann über Transistor Schaltstufe und Freilaufdiode schalten.
    Dann lässt sich auch damit Leistung schalten, alternativ natürlich Optokoppler statt Transistor und Triac-Schaltstufe für Netzspannung.

    Wie stehts mit Deiner Erfahrung im Umgang mit Elektronik/Netzspannung?

    Gruß, Jürgen :)

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Michael Wannemacher
    Beiträge
    8
    • 22. Dezember 2008 um 12:47
    • #3

    Danke für deine Antwort!

    Erfahrungen mit Netzspannung hab ich, mit Elektronik ein wenig.
    Kann man sogennannte Solidstaterelais - Halbleiterrelais
    (ich glaube, das was du mir beschrieben hast, ist so eine Schaltung!)
    direkt auf an die Schnittstelle hängen??
    Ich habe mir ein paar solcher Relais angeschaut, die haben auch unterschiedliche Maximalströme am Eingang!

    Diese Schaltung würde funktionieren?

    Gruß Michi

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
    507
    Beiträge
    4.857
    • 22. Dezember 2008 um 21:39
    • #4

    Hallo,
    die Schaltung von Henne ist für die galvanische Trennung des Leistungsteils schon mal gut.
    Jetzt brauchst du noch eine Elektronik, mit dem du die bis zu 60 mA für die Optokoppler-LED treiben kannst.
    Da würde eine einfache Transistorschaltstufe (BC547 zum Beispiel) gehen. Wahrscheinlich ist noch ein definierter Punkt erwüncht, an dem ein dekodiertes DMX-Signal als "0" und wann als "1" ausgewertet werden soll. Das würde mit einem CMOS-Schmitt Trigger (zum Beispiel ein 4093) zu machen sein, dessen Ausgang über nen Basiswiderstand den Transistor steuert.

    Es gibt doch aber auch die Möglichkeit, ohne Gebastel, mit einer fertigen Schaltung DMX zum Schalten zu benutzen? Ich meine sogar, auf Henne´s Seite sowas gesehen zu haben...

    Gruß, Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Michael Wannemacher
    Beiträge
    8
    • 23. Dezember 2008 um 00:21
    • #5

    Hallo!
    Wegen Schaltpunkt ist mir eigentlich ziemlich egal, weil ich es mit einer Pc-Software ansteuren werde!!
    Ich hab jetzt günstige Siemens Halbleiterrelais gefunden, die ab 3V schalten und einem schaltkreiswiderstand von 1000ohm haben!
    Wenn ich jetzt einen Vorwiderstand von 660Ohm davorhänge, schaltet es genau bei 5V!
    Nach meiner Berechnung ergebt sich dann bei 10V, der maximalstrom von 6mA, Ich denke das sollte der Multiplexer schaffen?!

    Ich würde gleich 24 solcher halbleiterrelais auf eine Leiterplatte geben, gleich mit einer 25poligen SUB-D-Buchse(um ein einfaches Verbinden zu ermöglichen)!
    Dann noch Sicherungen und Lüftung und das ganze in ein 19er Gehäuse!!

    Was sagt ihr dazu??

    Gruß Michi

  • matthias bronko
    Beiträge
    489
    • 23. Dezember 2008 um 11:06
    • #6

    Hi!
    Hast du eine Ahnung ob der DeMultiplexer galvanisch vom DMX-Bus getrennt ist?
    Meine Vermutung: eher nicht.
    Wenn du Halbleiterrelais einsetzen willst würde ich die auf jeden Fall nur galvanisch getrennt vom DeMulitplexer ansteuern. Warum?
    Simpel gesagt, das Ding auch nur ein Halbleiter und im Falle eines Defektes kann an der Relaisansteuerung dann Netzspannung anliegen. Bei einem nicht galvanisch abgetrennten DeMultiplexer liegt dann im schlimmsten Fall überall auf den DeMultiplexerkanälen Netzspg. an, evnetuell auch auf dem DMX-Bus. Die angeschlossenen DMX-Geräte und der Anwender wird das dann weniger lustig finden.
    Auch wenn der DeMux. zum DMX hin isoliert ist, würde ich trotzdem jeden einzelnen Kanal zur Netzspg. galvanisch trennen, denn durch den Tot eines HL-Relais ist immer noch die Gefahr der Störung von den restlichen 71 Anschlüssen.

    Wie Jürgen vorschlug, würde ich vom DeMux einen Schmitt-Trigger nachschalten, der ab 40% Pegel durchschaltet und bei z.B. 75% wieder abschaltet. Von da aus in den Optokoppler und erst mit dem an das HL-Relais.
    Schau mal nach, was jeder DeMultiplexerausgang an Strom liefern kann, denn ich würde zum S.-Trigger hin ruhig ein paar mA fließen lassen, sowie RC-Tiefpass aus dem Grunde der Störsicherheit. Gerade nahe Handys oder noch schlimmer DECT-Telefone mit gepulster HF können in schlecht gesicherten Digitalschaltung gar böses/ungewolltes anrichten.

    Zur Dimensionierung des HL-Relais:
    beachte das Glühlampen im kalten Zustand einen Kaltleiter darstellen und dort das 5-10 fache seines Nennstromes aufnehmen können. Diesen "Strom-Peak" sollten die HL-Relais sauber abhalten können. Beim schalten von induktiven oder kapazitiven Lasten (z.B. Strobo) sinkt die Dauerstrombelastbarkeit der Relais deutlich gegenüber ohmschen Lasten.

    Zur Verlängerung der Lebensdauer der Relais würde das An- u. Abschalten im Nulldurchgang sinnvoll sein.

    Um die Entwicklung eines ausgereiften Lastteils zu vereinfachen, würde ich die erprobte Lastteil-Schaltung von Henne vorschlagen, die sämtliche Vorgaben und Sicherheiten (wie oben genannt) erfüllen kann. Diese ist sehr kostengünstig, robust und wird wohl mit deren Gesamtpreis unter dem eines besseren HL-Relais liegen.

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