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Feedbackanfälligkeit eines Headsets

  • WolfgangK
  • 12. März 2007 um 21:16
  • Kracky
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    • 20. März 2007 um 12:00
    • #21
    Zitat von "cheesy"

    Sorry Kracky, aber das kann ich leider so nicht unterschreiben.

    Der Empfindlichkeitsregler ist nichts anderes als ein "Gain Poti" für den Funksender. Er dient dazu, die Funkstrecke mit genügend Pegel auszusteuern (bei Funkstrecken habe ich nur eine begrenzte Dynamik, daher sollte dieser Bereich in der Signalkette möglichst optimal eingepegelt sein) Dein nachgeschalteter Gainregler am Pult macht im Prinzip das selbe, nur nach der Funkstrecke.
    Beide Gainregler kann man mathematisch als Multiplikation ansehen :
    Mikrofonsignal * Empfindlichkeit(Sender) * Gain(Pult) = Ausgangssignal

    Wenn ich den einen Regler hochschraube und den anderen runter, ergibt sich kein Unterschied im Bezug auf Feedback zu Nutzsignal.
    Eine Ausnahme ist natürlich, wenn ich bei einem der beiden Regler auf Endanschlag bin (das heißt, ich müsste eigentlich noch weiter drehen, kann es aber nicht, weil der Regelweg zu ende ist).

    Bitte nicht falsch verstehen : Für den Klang (Dynamik, Rauschen, Verzerrungen) kann es schon ein erheblicher Unterschied sein, wo ich welchen Pegel einstelle, aber nicht für die Rückkopplungsempfindlichkeit.

    Gruß
    cheesy

    Zum einen solltest du schreiben Addition wenn du schon mit Mathematik kommst, die Signale zusammengefaßt ergeben ein Gesamtes, daraus ergibt sich aber auch das sich die das ganze Subtrahieren läßt, also man kann mit einem Signal das andere schwächen, leider in dem Fall je nach Bedingungen nur im bestimmten Maß und das ist es was ich hier zu erklären versuche. Du hast drei Faktoren und wenn einer durch übermäßiges aussteuern weitaus zu groß ist, ist es sehr schwer diesen arbeitsgerecht mit den anderen Faktoren wieder an zu gleichen. Und das ist jetzt keine Theorie sonder ganz einfach die Erfahrung aus einigen Jahren Arbeit mit Funkstrecken.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • MarkusZ
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    • 20. März 2007 um 13:10
    • #22
    Zitat von "Kracky"

    Zum einen solltest du schreiben Addition wenn du schon mit Mathematik kommst


    Multiplikation stimmt schon, da hat cheesy völlig recht (mit dem anderen übrigens auch).

    Zitat von "Kracky"

    Beim Kabelgebundenen Mikrofon steure ich über dne Gain die empfindlichkeit der Mikrofonkapsel, um es plastisch werden zu lassen, ich blase den Ballon um den Kopf des Trägers auf oder mache ihn kleiner.


    Du gehst bei deiner "Theorie" davon aus, dass sich mit der Gaineinstellung der Aufnahmebereich des Mikrofons ändert; das ist aber mitnichten der Fall, da dieser einzig und allein von den Richteigenschaften der Kapsel abhängt. Ein Mikrofon "hört" unabhängig vom Gain immer genau gleich "weit". Auch die Empfindlichkeit der Kapsel ändert sich durch die Gaineinstellung in keinster Art und Weise.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • WolfgangK
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    • 20. März 2007 um 18:06
    • #23

    4.4.5 Rückkopplungen
    4.4.5.1 Mitkopplung und Gegenkopplung
    Rückkopplung bedeutet, dass der Ausgang auf den Eingang zurück gekoppelt wird. Es gibt zwei Ar-ten von Rückkopplung, die Mitkopplung und die Gegenkopplung. Bei der Gegenkopplung schwächt das auf den Eingang rückgekoppelte Ausgangssignal das Eingangssignal ab. Bei der Mitkopplung verstärkt das auf den Eingang rückgekoppelte Signal das anliegende Eingangssignal.

    In der PA-Technik ist mit Rückkopplung immer eine Mitkopplung gemeint. Diese entsteht über fol-genden Weg:


    4.4.5.2 Entstehung von Rückkopplungen
    Damit die Rückkopplung aufschwingen kann, müssen folgende zwei Bedingungen erfüllt sein:

    o Die Gesamtverstärkung auf dem Rückkopplungsweg muss größer 1 sein
    o Die Gesamtphasenverschiebung auf dem Rückkopplungsweg muss ein ganzzahliges Vielfa-ches von 360° sein

    Die Gesamtverstärkung wird von der Empfindlichkeit des Mikrofons, der Einstellungen am Misch-pult, der Verstärkung der Endstufe, dem Wirkungsgrad des Lautsprechers und der Entfernung zwi-schen Lautsprecher und Mikrofon bestimmt. Wenn weitere Geräte, wie z.B. Kompressoren, Limiter, Equalizer oder andere Geräte im Signalweg eingebunden sind, beeinflussen natürlich auch deren Verstärkungen die Gesamtverstärkung auf dem Rückkopplungsweg.

    Die Gesamtphasenverschiebung wird durch die Geräte im Rückkopplungsweg beeinflusst, die eine Phasenverschiebung hervorrufen. Hierzu gehören normalerweise nicht das Mischpult oder die End-stufe. Dafür verursachen Mikrofone und Lautsprecher sowie Equalizer und Frequenzweichen erheb-liche Phasenverschiebungen. Die größte Phasenverschiebung wird üblicherweise aber durch die Laufzeit zwischen Lautsprecher und Mikrofon hervorgerufen.

    Rückkopplungen treten nur bei den Frequenzen auf, bei denen die Phasenverschiebung genau ein ganzzahliges Vielfaches von 360° ist. Angenommen, alle technischen Geräte wie Mikrofone, ... wür-den keine Phasenverschiebungen hervorrufen, würden Rückkopplungen nur bei den Frequenzen auf-treten, deren Laufzeit vom Lautsprecher zum Mikrofon eine Phasenverschiebung von genau n*360° hervorrufen. Die rückkopplungsgefährdeten Frequenzen treten in den oberen Oktaven verstärkt auf.

    Es muss aber auch die andere Bedingung erfüllt sein, die Gesamtverstärkung des Systems muss bei den genannten Frequenzen größer 1 sein. Ist die Gesamtverstärkung bei mehreren Frequenzen größer 1, schwingt die Rückkopplung nach kurzer Zeit bei der Frequenz, bei der die höchste Gesamtverstär-kung vorhanden ist.

    Tatsächlich gibt es aber viel mehr Frequenzen, die Rückkopplungsgefährdet sind, weil der Schall nicht nur den Direktweg, sondern auch Umwege über Reflektionen nimmt und die Geräte in den ein-zelnen Signalwegen ebenfalls unterschiedliche Phasenverschiebungen hervorrufen.

    Viele Grüße
    Wolfgang

    Ton: Neuman KM18x, Yamaha DM7, LAB-Gruppen IPX/PLM+, Kling&Freitag CA1215, Line212, SWx15E, ...

    Licht: GrandMA 3 compact, GLP X4, ...

  • elektrikus
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    • 20. März 2007 um 20:03
    • #24

    Hallo Zusammen,

    ihr habt alle Recht :D , zumindest ein bißchen.

    Verstärkung:
    Die Gesamtverstärkung ist das Produkt aus den Einzelverstärkungsfaktoren.
    In der dB-Welt wird daraus eine Addition der Einzelverstärkungen.

    Zum eigentlichen Problem:
    Es ist durchaus möglich, daß ein Mikrofon an einer Funkstrecke (z.B. Aufstecksender) ein anderes Feedbackverhalten zeigt als kabelgebunden.
    In den Funkstrecken ist ein Kompander-System eingebaut, d.h. im Sender wird komprimiert, im Empfänger wieder expandiert. Ist die Verstärkung am Sender ungünstig (d.h. zu hoch) eingestellt, dann erhält man unterschiedliche Verstärkungsfaktoren für laute und leise Besprechung und somit eine von der Besprechnungslautstärke abhängige Feedbackempfindlichkeit.
    Bei zu hohem Sendergain klingt das Signal bei lauter Besprechung aber auch gepreßt und nicht mehr natürlich.
    Etwas OT: ich wünsche mir eine Funkstrecke, deren Senderempfindlichkeit ich per Fernsteuerung umschalten kann, natürlich knackfrei 8)
    Gruß
    Elektrikus

    Wer amtliche Signaturen nachmacht oder verfälscht,
    oder nachgemachte oder verfälschte amtliche Signaturen in den Umlauf bringt
    wird mit Ohringer nicht unter 2 Jobs pro Woche bestraft.

  • tufkaklto
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    • 20. März 2007 um 20:18
    • #25

    OT, aber muß sein:

    Zitat

    Wer amtliche Signaturen nachmacht oder verfälscht,
    oder nachgemachte oder verfälschte amtliche Signaturen in den Umlauf bringt
    wird mit Ohringer nicht unter 2 Jobs pro Woche bestraft.

    WIE GEIL :D:D :oops: :shock: :? 8):(:D:D :lol: :lol:

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  • cheesy
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    579
    • 21. März 2007 um 11:51
    • #26

    Hi Kracky,

    bitte fühl dich nicht angegriffen. Ich bin selbst nur HKS und versuche heraus zu finden ob ich einen Denkfehler mache oder dich vielleicht falsch verstanden habe.

    Im Bezug auf den Möglichkeit eine falsche Gain-Einstellung zu Kompensieren habe ich ja auch folgendes geschrieben:

    Zitat von "cheesy"


    Eine Ausnahme ist natürlich, wenn ich bei einem der beiden Regler auf Endanschlag bin (das heißt, ich müsste eigentlich noch weiter drehen, kann es aber nicht, weil der Regelweg zu ende ist).

    Also in diesem Sinn: Nicht für ungut, die Wahrheit liegt wie immer dazwischen ;)

    Gruß
    <cheesy>

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