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Was ist ein "lasergesteuertes Lautsprechersystem"?

  • sebastian reiner
  • 8. April 2007 um 10:44
  • sebastian reiner
    Beiträge
    2
    • 8. April 2007 um 10:44
    • #1

    Hallo.

    Ich habe vor langer Zeit in einer christlichen Zeitschrift einen Artikel über Open-Air-Gottesdienste in Indien mit mehreren Millionen Besuchern gelesen. In dem Artikel stand, dass zur Beschallung dieser unvorstellbaren Menschenmassen "lasergesteuerte Lautsprechersysteme" zum Einsatz kommen.

    Weiß jemand, was damit gemeint ist? Laser ist doch Lichttechnik, was hat ein Laserstrahl mit Tonsignalen zu tun? Meinen die vielleicht, dass die Ausrichtung der Lautsprecher per Laserstrahl ferngesteuert wird? Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, was ein "lasergesteuertes Lautsprechersystem" sein soll.


    Viele Grüße,
    Sebastian

  • karel noon
    Verifiziert
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    • 8. April 2007 um 12:03
    • #2

    also Laser kommen durchaus mitlerweile zum einsatz, für winkelmessungen, und als hilfe bei abstandsmessungen, beides zu finden beim einsatz von Line-Arrays.

    aber ist doch ein cooles wort, ich glaube das schreibe ich demnächst auch mal in ein angebot :D

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • da_user
    Beiträge
    844
    • 8. April 2007 um 13:02
    • #3

    Könnte evtl. die Signalübertragung damit gemeint sein?

    rechtschriebfehler sind bugs im board

  • skyper
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    • 8. April 2007 um 13:04
    • #4

    z.B. beim Weltjugendtag in Köln war das komplette Gelände über ein umfangreiches Glasfasersystem zur Signalverteilung vernetzt - anders wird das in Indien wohl auch nicht gemacht werden.
    Das übertragene Licht wird im Regelfall über Laserdioden erzeugt - womit der Autor vielleicht in seiner Formulierung hinauswollte.

    Mit etwas Phantasie könnte man so vielleicht den Bogen vom Laser bis in die Beschallungstechnik spannen... wenn gesundes technisches Unverständnis gepaart mit ein paar beeindruckenden Zahlen und Schlagworten zum Einsatz kommt - dann klingt das auch nach was...

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • soundworx
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    748
    • 8. April 2007 um 14:11
    • #5

    Es gibt durchaus Audioübertragung über Laserstrahlen, habe das schon einige Male gelesen.
    Die Ausrichtung von Sender zu Empfänger ist ein absoluter Albtraum...
    Ich schau mal ob ich noch ein paar Links dazu finde, war aber im ProSoundWeb Forum.

    Gruß
    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • 00Schneider
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    612
    • 8. April 2007 um 16:26
    • #6
    Zitat von "soundworx"

    Es gibt durchaus Audioübertragung über Laserstrahlen, habe das schon einige Male gelesen.


    Optischer Richtfunk allgemein, nicht ganz unverbreitet. Übertragung z.B. von Dach zu Dach über mehrere Kilometer.


    http://www.freespaceoptics.org
    http://www.optischer-richtfunk.de
    http://de.wikipedia.org/wiki/Optischer_Richtfunk

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

  • wora
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    • 9. April 2007 um 03:38
    • #7

    hmmm... endlich keine MuCos mehr auf dem boden???

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkacaho
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    418
    • 9. April 2007 um 12:56
    • #8

    naja, da muss nur ein vogel durchfliegen und du bekommst probleme...zur sicheren übertragung brauchst du dann wieder mehrere parallele strecken und was dann billiger ist, ist dann auch wieder fraglich. ich denke da ist der ansatz per cat 5 kabel schon besser.

    mfg carlo

  • wora
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    • 9. April 2007 um 21:26
    • #9

    das man sowas redundant aufbauen sollte, versteht sich von selbst.
    die sache mit dem vogel könnte man somit wirkungsvoll umgehen.
    und ehrlichgesagt habe ich noch nie einen vogel beobachtet, der freiwillig relativ tief über eine grössere menschenansammlung fliegt. ich denke da haben die tierchen dann wohl doch zu viel respekt vor unserer tierart...

    aber man kann ja nicht alles vorraussehen.
    ich denke mal z.b. wenn vom publikum plötzlich ein paar transparente hochgehoben werden und die dann zufällig alle genau in den strahlen stehen ...uups...
    ...oder wenn der veranstalter mal wieder auf die tolle idee kommt, ein paar große, aufgeblasene bälle über das publikum rollen zu lassen. ich habe sowas schonmal in form von halbtransparenten erdkugeln mit 3m durchmesser gesehen, die wurden dann von den händen der leute hochgeschubst...

    also die idee mit der drahtlosen übertragung ist nicht die schlechteste, denn das MuCo legen dauert immer mit am längsten von allen arbeiten. und ich hab tatsächlich schon erlebt, das eine stadt (Ettlingen) auf ihrem stadtfest das verlegen von MuCo untersagt hat. der verleiher (den erwähne ich jetzt nicht!) kam dabei nicht auf die idee, das kabel hochzuhängen, sondern baute den FOH neben die bühne - ohne direkte sichtmöglichkeit auf ebendiese. aber das ist jetzt ein anderes thema 8)
    mit ner drahtlosen übertragung hätte es hier jedenfalls keine probleme gegeben.

    zurück zur ausgangsfrage darf man sicher anzweifeln, das es "Lasergesteuerte Lautsprechersysteme" überhaupt gibt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Seven
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    4.380
    • 9. April 2007 um 21:35
    • #10

    Es gibt komplette Wohnheim Internet Anbindungen via "Laser Funk". Das funktioniert auch kilometerweit, allerdings abhängig von der Wetterlage mit eingeschränkter Bandbreite. Sollte sowas in der Veranstaltungstechnik Einzug halten muss man eben ordentlich in die Höhe. Aber wäre interessant zu wissen, ob das schon mal jemand gemacht hat.

  • tufkaklto
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    Beiträge
    7.116
    • 9. April 2007 um 21:41
    • #11

    Laserübertragungen gibts ja schon:

    Im Kabel: Optocore :D

    Oder:
    http://www.whirlwindusa.com/ebeam.html
    :P

    Was der Treadstarter aber auch gemeint haben könnte:

    Sehr oft wird bei Line Arrays ein Laser oben im Bumper mitmontiert, um die genaue Ausrichtung bei den Boxen mittels Laser vorzunehmen.

    Das kann ein findiger Schreibtischtäter auch als "Lasergesteuert" vermarkten :shock:

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • wora
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    • 9. April 2007 um 22:57
    • #12

    ja, die besten wortschöpfungen kommen sicher von solchen leuten, die eigentlich nicht wissen von was sie reden.

    OT an...
    mir hat vor vielen jahren auch mal ein discothekenbesitzer mit stolzgeschwellter brust erklärt, das sie jetzt zur vermeidung von stress mit den nachbarn ein gerät eingebaut haben, das den bass nach unten drückt und in der disco hält und nicht nach oben dringen lässt...
    ich hab mir das wundergerät dann angeschaut: eingebaut wurde dabei ein einfacher, aber sehr sehr teurer EQ...
    ist man eigentlich ein guter verkäufer, wenn man seine kunden derartig verarscht?
    ende OT...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ljbigfish
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    • 10. April 2007 um 00:06
    • #13

    Abend,

    was mit Laser-Richtfunk machbar ist, ist ja erheblich. (ich sag nur LaserTV, wo es schon Funkamateure geschafft haben, über x Kilometer Fernzusehen). Die Redudanz kann mann aber auch über einen dicken Laserstrahl erreichen, so 30 - 50cm Durchmesser.

    Ein Anderes Problem bei Großflächenveranstaltungen ist der Wind. Das war wunderbar in Köln zum WJT zu erkennen. Der Schall breitet sich eben gleichmäßig im Trägermedium aus. Aber wenn sich das Trägermedium bewegt :roll:
    Ansich stört das weniger. aber wenn dann mehrere LineArrays über eine große Fläche als Delayline laufen gibts dann Probleme, da die Arrays in den tieferen Frequenzbereichen auch nach hinten abstrahlen. also war je nach Wind die Höhen+Tiefen von vorne zu hören oder die Tiefen von hinten. Und das LA vor dem uns zugedachten war ja auch noch etwas zeitversetzt hörbar.

    Ich weiss nicht, ob es da überhaupt schon eine verwendbare Lösung für dieses Problem gibt. An sich müsste der Wind ständig live gemessen werden (Geschwindigleit und Richtung) und dann das benötigte Delay errechnnet werden. (muss an jedem LA automatisch geschehen und dann müssen die Daten per Netz weitergegeben werden. Das ganze ist bestimmt nicht wirklich bezahlbar.

    MFG Simon

  • wora
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    • 10. April 2007 um 00:11
    • #14
    Zitat von "LJbigFISH"

    ...
    Ich weiss nicht, ob es da überhaupt schon eine verwendbare Lösung für dieses Problem gibt. An sich müsste der Wind ständig live gemessen werden (Geschwindigleit und Richtung) und dann das benötigte Delay errechnnet werden. (muss an jedem LA automatisch geschehen und dann müssen die Daten per Netz weitergegeben werden. Das ganze ist bestimmt nicht wirklich bezahlbar...

    da der wind auch in den zwischenbereichen der arrays anders wehen kann, lässt sich so eine berechnung der delayzeiten nicht verwirklichen.

    die beste lösung wären halt kopfhörer ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • treibsand
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    • 10. April 2007 um 10:18
    • #15
    Zitat von "wora"

    aber man kann ja nicht alles vorraussehen.
    ich denke mal z.b. wenn vom publikum plötzlich ein paar transparente hochgehoben werden und die dann zufällig alle genau in den strahlen stehen ...uups...
    ...oder wenn der veranstalter mal wieder auf die tolle idee kommt, ein paar große, aufgeblasene bälle über das publikum rollen zu lassen. ich habe sowas schonmal in form von halbtransparenten erdkugeln mit 3m durchmesser gesehen, die wurden dann von den händen der leute hochgeschubst...


    Das ist für einen ordentlichen Laser doch kein Problem...
    ...die Frage ist nur, was die Empfangseinheit dazu sagt, wenn sie mit mehreren Dekawatt Laserleistung gefüttert wird... :oops:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • sebastian reiner
    Beiträge
    2
    • 10. April 2007 um 13:49
    • #16

    Vielen Dank für die Antworten. Ich habe auch eher vermutet, dass "lasergesteuert" als Schlagwort benutzt wurde, obwohl der Laser dann nur zur Winkelmessung oder sonstigen Einstellungen dient.

    Gruß,
    Sebastian

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