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In Ear als Pultabhören

  • Chriss
  • 16. April 2007 um 16:15
  • Chriss
    Gast
    • 16. April 2007 um 16:15
    • #1

    Leider kommt es teilweise immer öfter vor dass der FOH Sound (gerade bei kleineren Locations) von der Seite abgemischt werden muss. Das das immer ein leichter Blindflug ist, ist mir klar. Über nen Kopfhörer, hör ich zu wenig da der Sound seitlich der Bühne die Mischung "übertönt". Gerade bei Digitalpulten ist das besonders schlimm (z.B. 96V2) da hier am Monitorausgang noch weniger "power" rauskommt.

    Ich habe momentan einen Roland Kopfhörer.. irgend so ein geschlossenes Teil fürs Studio .. mit sicherheit nicht das Beste für diesen Anwendungsfall aber jetzt meine Überlegung:

    In Ear's (z.B. Shure E3) ans Pult ran. Wie siehts da mit der Dämpfung aus .. würde das Funktionieren.. wie laut krieg ich die Teile an nem Headphone Ausgang .. hab da leider nicht so viel erfahrung. Ist der Sound der In Ears flat oder eher weniger. Wie siehts bei BD aus .. kommt da was raus...

    Fragen über Fragen

    -Chriss

  • wasserkocher
    Beiträge
    477
    • 16. April 2007 um 17:58
    • #2

    hallo Chriss,
    ein In-Ear Kopfhörer, der gut klingt, kostet doch eine Ecke mehr als ein E3

    deswegen empfehle ich dir einen seperaten Phone Amp z.B. Lake People hat da ein paar schicke Teile, und einen grossen schweren normalen Kopfhörer, z.B. Sony 770 oder so ähnlich
    der HD25, der aufgrund seines Wirkungsgrades so beliebt ist, hat doch im Bassbereich Schwächen und schirmt bei weitem nicht so gut ab

    Eine andere Lösung wären ein paar potente Mittelklasse Abhören, irgendwas aktives mit 8",


    Blubb

    solange Fragen nix kostet, sind Antworten nix wert

  • Chriss
    Gast
    • 16. April 2007 um 18:09
    • #3

    habs als Abhöre schon mal mit einer 12"2" versucht aber das wird dann alles so sacken laut da kannste nix mehr raushören.

    Sind die 100 - 200 € in Ears vom Sound her so schlecht? bzw dichten so schlecht ab?

    Ein HD25 wäre auch eine überlegung

  • wasserkocher
    Beiträge
    477
    • 16. April 2007 um 18:23
    • #4

    letztendlich lassen sich tiefe Töne nur durch Masse abschirmen, ein In Ear hat da nicht viel zu bieten und ja, die günstigen In Ears klingen -nun ja- "speziell"

    Die Abhören müsstest du natürlich auch so dicht wie möglich ans Ohr bringen

    und der HD25 ist nur deswegen gut, weil er auch an schwächlichen Pult-Ausgängen passable Lautstärken erzielt, der Sony klingt schon besser

    der seperate Phone Amp ist sehr wichtig, auch Kopfhörer brauchen Strom und den liefern die üblichen Ein-Chip Lösungen nicht

    Blubb

    solange Fragen nix kostet, sind Antworten nix wert

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 16. April 2007 um 20:19
    • #5

    ... Kopfhörer, die in den Gehörgang gechoben werden, sind ungeeignet, um Pegelverhältnisse bei tiefen Frequenzen (E-Bass, Bassdrum) richtig zu beurteilen (Stichwort: Fehlende Außenohrübertragungsfunktion).
    Es geht nur halbwegs mit großflächigen Membranen (ideal wären großflächige Elektrostaten wie z.B. der Jecklin Float ... notfalls der preisgünstigere dynamische von Jecklin ...).

    Mein persönlicher Favorit (nach jahrelangem Ausprobieren diverser Kopfhörer): beyerdynamic DT-150.

  • wasserkocher
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    477
    • 16. April 2007 um 21:17
    • #6

    Meiner bescheidenen Meinung nach geht es beim Kopfhörermischen nicht um tiefe Frequenzen, denn
    erstens höre ich die auch hinter den Boxen
    und zweitens braucht es da während einem Konzert bei mir nicht viel Nachbesserung, wenn ich meine PA kenne
    ( bei mir wechseln sowohl Bass-Player wie auch Drummer den Sound recht selten )

    sondern es geht darum, dass der Kopfhörersound vom äusseren Grundtonmulm überlagert wird, was bei den vielen nicht-Ohr-umschliessenden Kopfhörern zu abartigen Abhörlautstärken führt, bei denen das Ohr, der Kopfhörer und der Kopfhöreramp sich das lustige Spiel - wer zerrt früher - liefern

    Blubb

    solange Fragen nix kostet, sind Antworten nix wert

  • paranoize
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    569
    • 17. April 2007 um 11:38
    • #7
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... Kopfhörer, die in den Gehörgang gechoben werden, sind ungeeignet, um Pegelverhältnisse bei tiefen Frequenzen (E-Bass, Bassdrum) richtig zu beurteilen (Stichwort: Fehlende Außenohrübertragungsfunktion).

    gerade im Bassbereich ist die Aussenohrübertragungsfunktion recht unwichtig, weil die Wellenlängen im Vergleich zu den Maßen des Ohres ungleich größer ist.

    ..über das Mischen mit Kopfhörern gabs doch hier vor kurzem einen Thread :wink:

  • Sound-Klinik
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    • 17. April 2007 um 12:08
    • #8
    Zitat von "paranoize"

    ... gerade im Bassbereich ist die [b]Aussenohrübertragungsfunktion recht unwichtig[b], weil die Wellenlängen im Vergleich zu den Maßen des Ohres ungleich größer ist.


    ... die Außenohrübertragungsfunktion (wozu nicht nur die Ohrmuscheln gehören! ) ist nicht nur für die Richtungswahrnehmung wichtig.

    Warum nehmen wir die Pegelverhältnisse ohne Kopfhörer anders wahr als mit verschiedenen Kopfhörern (wobei einige Kopfhörer - besonders die mit großen Membranen - der natürlichen Wahrnehmung näher kommen als andere) ? :wink:

  • paranoize
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    • 17. April 2007 um 13:13
    • #9
    Zitat

    Genuit [1984] untersuchte den Einfluss der einzelnen Teilsysteme auf die HRTF des
    Menschen. Er konnte eine Richtungsabhängigkeit für Oberkörper, Schulter, Kopf und Teile
    der Ohrmuschel nachweisen. Der Einfluss des Oberkörpers und der Schulter erstreckt sich auf
    den Frequenzbereich von ca. 150 Hz bis 3 kHz in einer Größenordnung von +3 dB bis –6 dB.
    Der Kopf bestimmt die Übertragungsfunktion maßgeblich ab etwa 500 Hz über einen breiten
    Frequenzbereich. Die Ohrmuschel erzeugt um 8 kHz bei frontalem Schalleinfall ein erstes
    Minimum im Spektralbereich auf Grund von Reflexionen am inneren Rand des Cavum
    conchae. Das Cavum conchae und der Ohrkanal wiesen eine Richtungsunabhängigkeit auf.
    Eine vom Cavum conchae erzeugte Grundresonanz bestimmt demnach einen breiten
    Anhebungsbereich im Spektralbereich von 2 kHz bis 5 kHz. Der äußere Gehörgang
    verursacht auf Grund seiner Resonanzeigenschaften Maxima im Spektralbereich um 2,5 kHz,
    7 kHz und 14,5 kHz sowie Minima um 3,2 kHz, 10 kHz und 18 kHz.
    Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass durch die Passage des Schalls durch das
    Außenohr ein Ohrsignal entsteht, das monaurale Merkmale enthält, die für den
    Schallquellenort kennzeichnend sind und für die Festlegung des Hörereignisortes durch das
    Gehör genutzt werden [Blauert, 1974].

    aus: http://www.diss.fu-berlin.de/2003/59/kap2.pdf

    Alles anzeigen

    sprich: das Aussenohr wirkt sich der HRTF nicht auf die Basswahrnehmung aus. Den Unterschied in der Wahrnehmung würde ich tendentiell eher bei der Lautsprechermembran vermuten, die entsprechend tiefe Frequenzen im geforderten Pegel nicht ohne erheblichen Klirr wiedergeben kann. Aber - wie angesprochen - das ist mal nur eine Vermutung

  • Chriss
    Gast
    • 17. April 2007 um 13:13
    • #10

    mit gehts hauptsache da draum ... die Stimmenverhältnisse, Gitarren und Keys (besonders die Sounds unseres Keyboarders sind immer unterschiedlich laut) anzupassen .. und da is mein aktueller einfach irgendwie "zu leise".

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 17. April 2007 um 14:03
    • #11
    Zitat von "paranoize"


    ... wie ich sagte: Die Außenohrübertragungsfunktion hängt nicht nur von den Ohrmuscheln ab. :wink:

    Zitat von "paranoize"

    ... das Aussenohr wirkt sich der HRTF nicht auf die Basswahrnehmung aus. Den Unterschied in der Wahrnehmung würde ich tendentiell eher bei der Lautsprechermembran vermuten, die entsprechend tiefe Frequenzen im geforderten Pegel nicht ohne erheblichen Klirr wiedergeben kann. Aber - wie angesprochen - das ist mal nur eine Vermutung


    Bei einer Kopfhörerwiedergabe mit großflächigen Membranen wird der anteilige Basspegel tendenziel eher wie beim Hören ohne Kopfhörer empfunden ... mit kleinen Kopfhörern (oder Ohrstöpseln) funktioniert es dagegen (außer bei Kunstkopfaufnahmen, wo das Außenohr ja bereits in der Aufnahme "enthalten" ist ...) schlecht bis gar nicht.

    Mit Klirr hat es m.E. wohl eher weniger zu tun, weil die Probleme mit der Pegelbalance schon bei geringeren Abhörpegeln auftreten.

    Und je näher die Schallquelle am Gehörgang "sitzt", desto "bassiger" wird das Signal tonal empfunden (quasi eine Art "Nahbesprechungseffekt").

  • paranoize
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    569
    • 17. April 2007 um 14:47
    • #12
    Zitat von "Sound-Klinik"


    ... wie ich sagte: Die Außenohrübertragungsfunktion hängt nicht nur von den Ohrmuscheln ab. :wink:

    Das ist dann aber nicht mehr das Aussenohr :wink: Das Aussenohr ist ja einfach nur Gehörmuschel und Gehörgang bis zum Trommelfell, der Rest ist nicht mehr Aussenohrübertragungsfunktion sondern ein anderer Teil der HRTF (je nachdem die oben genannten)..

    Da haben wir wohl aneinander vorbeigeredet :wink:

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 17. April 2007 um 17:17
    • #13
    Zitat von "paranoize"

    Das ist dann aber nicht mehr das Aussenohr :wink: Das Aussenohr ist ja einfach nur Gehörmuschel und Gehörgang bis zum Trommelfell, der Rest ist nicht mehr Aussenohrübertragungsfunktion sondern ein anderer Teil der HRTF (je nachdem die oben genannten).

    Da haben wir wohl aneinander vorbeigeredet :wink:


    ... alles eine Frage der Konventionen.
    Die Betrachtung der Lauschlappen ohne den Einfluß des Kopf- und Brustbereichs halte ich für ziemlich sinnlos. Ich hab auch schon Abhandlungen gesehen (war wohl anlässlich eines Kunstkopfprojekts für Lärmerfassung in PKWs), wo der Kopf und die Kinnpartie als integraler Bestandteil der Außenohrübertragungsfunktion gesehen wurde.

    Und letztendlich reden wir anscheinend ja von den gleichen Einflüssen ... :wink:

  • sascha-kohl
    Profi
    Beiträge
    136
    • 19. April 2007 um 15:03
    • #14

    Hi,

    benutze immer die E3 von Shure. Sind preislich OK und Sound is auch OK.
    Die Dinger gehen lauter als du es ertragen kannst.

    Funktioniert prima um seitlich von der Bühne zu mischen, erübrigt aber keinesfalls das hin und herlaufen, da ja die Lautstärkeverhältnisse zwischen dem was du aus dem Pult rausgibts und dem was vorne von der PA UND dem Bühnensound zuhören ist nicht die selben sind.

    Zudem sind die Dinger immer super wenn man Inearmischungen machn muss (wer hätte es gedacht)...

    Wer zur Hölle ist Rigg ? Und wohin fährt er ?

    Schwerentflammbar ist keine Herausforderung...

    http://www.sascha-kohl.de

  • Chriss
    Gast
    • 19. April 2007 um 17:39
    • #15

    hmm so in etwa hätt ich mir des vorgestellt .. bin aber immer noch sehr am zweifeln ob da 'n HD25 nicht evtl. nen besseren Job abliefern würde

  • Georg_Koeln
    Profi
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    529
    • 22. April 2007 um 01:35
    • #16
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Mein persönlicher Favorit (nach jahrelangem Ausprobieren diverser Kopfhörer): beyerdynamic DT-150.


    Schließe mich dem an, DT150 habe ich ausschließlich im Einsatz, nachdem alles andere für mich auf die eine oder andere Art nicht OK war.

    We're on a mission from God. - Elwood Blues

  • MRspeaker
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    183
    Beiträge
    5.030
    • 22. April 2007 um 13:36
    • #17

    Es wurde einer Seite vorher angesprochen, das der HD25 von Sennheiser nicht ausreichend die Aussenwelt abschottet.

    Diese Aussage kann ich aus meiner Sicht nicht nachvollziehen.
    Hin und wieder kommt es vor, daß ich etwas lautere Kapellen in Kneipen mische, und da kommt mir dieser Kopfhörer gerade recht.

    Jedoch ist dazu zu sagen, das ich keinen "Dickkopf" habe und entsprechend nicht ganz so große Ohren.
    Ein Kollege von mir, kommt mit dem Kopfhörer nicht klar und hat sich etwas von AKG gekauft, mit größeren Muscheln.
    Also es hängt auch ein bischen von der Ohr und Kopfform ab....
    also ist vorher antesten gesagt.

    Von In Ear halte ich nicht so viel...
    aus den genannten Gründen.

    Was Lautstärke angeht bin ich empfindlich geworden und könnte es auch nicht haben so eine Schallquelle direkt im Ohr zu haben- konnte schon diese Ohrhörer nie leiden....

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

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