Rein Interessehalber:
Welche Vorschriften gelten jetzt für Hartingkabel?
Rein Interessehalber:
Welche Vorschriften gelten jetzt für Hartingkabel?
kann dir das natürlich nur für deutschland sagen - hier gilt bezüglich DIN
DIN 15565-8, Elektrisches Energieverteilungssystem
für Film- und Fernsehproduktionsstätten
- Teil 8: Multicore-Systeme
WELCHER KABELTYP MUß JETZT VERWENDET WERDEN?
Hallo was schreist du hier so rum. Carm hat dir die entsprechende DIN für Deutschland genannt. Mit hilfe eben jener DIN-Nummer kannst du dir die entsprechende DIN besorgen und dir dann dein Kabel bestellen.
PAX (steht unter anderem auch für Friede wie der Lateiner weiß).
Vielleicht wäre eine Fragestellung in Richtung "darf ich immer noch Ölflex 18x1.5mm² verwenden" oder "soll der Hartingstecker nun alternierend oder gegenüberliegend mit Phase/Neutralleiter belegt werden" erfolgversprechender in Bezug auf die gesuchte Antwort... keine Ahnung.
Ich kann auch den Aufschrei verstehen, denn wenn ich unter http://www.din.de versuche die DIN einzusehen, dann wollen die mir erstmal an meine Kohle (um die 40€).
Bei http://www.soundlight.de/techtips/multcore.htm findest du vielleicht das was du suchst.
Dort steht z.B. unter anderem, daß die Verkabelung, so wie sie bisher im R'R Geschäft üblich ist, zulässig ist und so in der DIN auch verankert wurde.
Sicher wäre es nett hier einfach mit dem Kopf zu nicken und zu sagen: ja das ist noch alles soweit gültig oder nein zu sagen und dabei die Änderungen niederzuschreiben. Wäre doch ein netter Zug.
Grüßle,
michael
die einzelnen din-normen sind schon unverschämt teuer. allerdings gibt es vom beuth-verlag zusammenfassende, branchenspezifische din-taschenbücher mit allen relevanten normen. so auch für die veranstaltungstechik. kosten je band ca eur 120,00
din-taschenbuch 342
Veranstaltungstechnik 1 - Theater-, Studio- und Hallentechnik
Schwerpunkt dieses Teilbandes ist im Wesentlichen der Bereich Bühnentechnik. Die 41 abgedruckten DIN-(EN)-(ISO)-Normen und Norm-Entwürfe treffen technische Festlegungen für Tragwerke, klären Begriffe für beleuchtungstechnische Einrichtungen, formulieren Anforderungen für Podestarten, beschreiben die Grundlagen der Instandhaltung, legen Kriterien für Zuschaueranlagen fest etc. Das Werk richtet sich an das technische Personal von Theatern, Mehrzweckhallen, Medien-Produktionstätten und an andere mit Veranstaltungstechnik befasste Gruppen und Institutionen.
din-taschenbuch 368
Veranstaltungstechnik 2 - Theater-, Studio- und Hallentechnik
Der Band deckt mit seinen 52 aktuell-gültigen DIN-(EN)-Normen und Norm-Entwürfen drei Komplexe der Veranstaltungstechnik ab: sicherheitstechnische Einrichtungen, Tontechnik und Beleuchtungstechnik. Im Einzelnen spezifizieren die Dokumente Feuerwehrpläne für bauliche Anlagen, Sprühwasser-Löschanlagen, tontechnische Anforderungen in Theatern und Mehrzweckhallen, Geräuschmessung, Scheinwerfer für Film, Fernsehen, Bühne und Photographie u. a.[/url][/code]
Ölflex ist Industriestandard. H07RN-F wäre zwar besser, wird aber bei 2,5mm² seeehhr groß - viel Spaß beim montieren.
Einfach eine "Gefährdungsanalyse" durchführen und daraus den Kabeltyp ableiten, schließlich muß H07RNF auch zusätzlich vor mechanischer Beanspruchung geschützt werden, daher kann man auch Ölflex nehmen.
Atrium-Flex ist auch ne Variante, gauckelt aber etwas vor, was es nicht ist.
Es muß nicht immer eine DIN sein, das Kabel muss sicher sein und unter den Einsatzbedingungen funktionieren, wenn das mit Ölflex machbar ist - warum nicht.
Das ist wie mit den billigen 1 Euro 3fach-Verteilern. Wenn das Ding geschützt in der Traverse liegt, wozu sollte man an der stelle die 50,- teuren Indu-Verteiler verbauen?
Aha...
Ölflex ist Industriestandard. H07RN-F wäre zwar besser, wird aber bei 2,5mm² seeehhr groß - viel Spaß beim montieren.
funktioniert, vertreibt beispielsweise Connex serienmäßig - muss man eben die HB16-Gehäuse mit den größeren PG (bzw. inzwischen M-)Verschraubungen nehmen
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Einfach eine "Gefährdungsanalyse" durchführen und daraus den Kabeltyp ableiten, schließlich muß H07RNF auch zusätzlich vor mechanischer Beanspruchung geschützt werden, daher kann man auch Ölflex nehmen.
"Ölflex" ist nur eine Herstellerbezeichnung, kein Kabeltyp. Trotzdem weiß jeder was damit gemeint ist, nämlich eine PVC-ummantelte Steuerleitung. H07RN-F dagegen wird als schwere Gummischlauchleitung geführt. Daher ist obige Aussage ziemlich wertfrei. Darüberhinaus darf Ölflex rein nach Regelwerk nicht im Freien verwendet werden, H07-RN-F schon.
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Atrium-Flex ist auch ne Variante, gauckelt aber etwas vor, was es nicht ist.
Es muß nicht immer eine DIN sein, das Kabel muss sicher sein und unter den Einsatzbedingungen funktionieren, wenn das mit Ölflex machbar ist - warum nicht.
Atrium-Flex NEO dagegen ist tatsächlich eine Strippe in H07RN-F
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Das ist wie mit den billigen 1 Euro 3fach-Verteilern. Wenn das Ding geschützt in der Traverse liegt, wozu sollte man an der stelle die 50,- teuren Indu-Verteiler verbauen?
unter der Voraussetzung entsprechender Querschnitte kann man über diese Fragestellung tatsächlich gerne länger philosophieren, ohne auf einen endgültigen Konsens zu kommen.
(ganz weit im Hinterkopf habe ich allerdings irgendwo die Aussage hängen, dass Bühnenunterverteilungen mindestens einen Querschnitt von 2,5mm² haben müssen - da ich diese Aussage aber nicht mehr einer eindeutigen Quelle zuordnen kann, lasse ich sie als Totschlagargument mal außen vor... )
Zitat von "Skyper""Ölflex" ist nur eine Herstellerbezeichnung, kein Kabeltyp. Trotzdem weiß jeder was damit gemeint ist, nämlich eine PVC-ummantelte Steuerleitung.
nicht nur das, die haben das sogar erfunden. laut norm müssen split- und endboxen auch aus kunststoff ausgeführt sein - soviel zur umsetung der norm. Zudem sind die löcher für die schrauben in alubars elektrotechnisch gesehen auch eher fraglich aber das ist ein anderes thema.
das ölflex kein kabeltyp ist ist mir durchaus bewust, aber man mus auch nicht immer nur mit fachbegriffen und korrekten bezeichnungen aufwarten - ölflex ist ölflex oder nicht? es gibt ja auch andere hersteller derartiger kabel schon richtig.
das problem ist aber das man nicht pauschal nach drin oder draußen urteilen sollte. selbst ein "gummikabel" muss mechanisch geschützt werden - genau wie ein pvc-kabel.
und die definition "im freien" ist doch eh schwammig oder nicht?
wo fängt denn im freien an? außerhalb eines gebäudes?
ist unter einem bühnendach noch "drinnen" ? hängt das multicore an der fronttruss und nach 10cm ist kein dach mehr ist das dann schon "im freien" ?
geht es um feuchtigkeit / regen oder/ und uv-schutz oder warum darf man PVC-Kabel nicht draußen benutzen?
werden multicore an 12m hohen towern alle 2m befestigt oder abgefangen oder baumeln sie die ganze länge runter?
werden sie im handbereich zusätzlich geschützt z.B. durch kabelkanal / rohr?
und was den querschnitt bei multicore angeht abgesichert mit B-Automaten:
bis 13A = 1,5mm² bis 50m
bis 16A = 2,5mm² bis 75m
bis 25A = 4,0mm² bis 30m
Sorry für den Aufriss, ich fand nur die Argumentation über die Gefährdungsanalyse etwas gewagt - insbesondere unter dem Hintergrund, das erst mal nur explizit nach Normen gefragt wurde.
(Dass es trotzdem seit jeher auch anders funktioniert ist ja schwerlich wegzudiskutieren...
)
Dass das Ganze Thema "Multicores" in sich schwammig und nicht schlüssig ist will ich auch keinesfalls bezweifeln. (Fängt ja schon mit der eklatanten Querschnittsverjüngung beim Schutzeiter an... und geht mit der undefinierten L/N-Zuordnung bei Verwendung von Schukopeitschen weiter... um irgendwo bei der nicht eindeutigen Zuordenbarkeit des Steckverbinders zu enden...)
Wenn ich nicht völlig danebenliege ist die Sache mit dem "im Freien" neben der Resistenz gegen Feuchtigkeitseintritt tatsächlich insbesondere auf die dauerhafte(re) Beständigkeit gegenüber UV und Ozon bezogen - und da könnte zumindest im konstruierten Fall auch eine Verlegung unterhalb einer Bedachung auf Dauer bei PVC-Kabeln kritisch sein.
(Was UV aus PVC-Kabeln macht sieht man ja beispielsweise mustergültig in den Lampenköpfen von Citycolors, wenn die Schutztüllen für die Kabel nicht richtig aufgebracht wurden... da krümelt einfach alles außer dem Kupfer weg...)
Damit übrigens kein falscher Eindruck aufkommt: meine Lakas sind weder als "Ölflex" noch "H07RN-F" spezifiziert, trotzdem schwarz und ich verwende sie ohne jegliche Form schlechten Gewissens... auch auf der grünen Wiese.
Zitat von "Skyper"Damit übrigens kein falscher Eindruck aufkommt: meine Lakas sind weder als "Ölflex" noch "H07RN-F" spezifiziert, trotzdem schwarz und ich verwende sie ohne jegliche Form schlechten Gewissens... auch auf der grünen Wiese.
das habe ich mit "gefährdungsanalyse" gemeint
selbst wenn die multicore vom kabeltyp her geeignet sind, die verschaltung der norm entspricht und der querschnitt stimmt, besteht noch ein großer spielraum fehler zu machen und gefährdungen zu schaffen.
Oder andererseits - wie in deinem fall - kann man die möglichen gefahren aber auch abschätzen, und trotzdem sicher arbeiten, auch wenn das nicht zwingend der norm entspricht.
vielleicht ist gefährdungsanalyse der falsche begriff und hört sichviel zu spektakulär an, ich bin dennoch der meinung das wie bei vielen anlagen, aufbauten und kontruktionen in der veranstaltungstechnik mehr gefragt ist als die einhaltung einer norm.
- z.b. thema IP44 - ist der schutz IP44 noch gegeben, wenn in der schukosteckdose ein stecker steckt - z.B. euro-stecker ?
- eine bühne / einen foh kann man als "schutz im freien" werten, demnach müssen die betriebsmittel mindestens IP X1 haben
-> auf wie viele geräte in der veranstaltungstechnik trifft das zu?
- ist es nicht sinnvoller ein kabel im publikumsbereich mechanisch ungeschützt entlang einer wand zu verlegen / zu befestigen anstatt es sicher geschützt in eine kabelkrücke zu packen über die dann die leute fallen?
das meine ich mit gefährdungsanalye, einfach nur blind nach norm zu arbeiten halte ich für ungeeignet und gleiches gilt für die verwendung und ausführung von lakas :wink: