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Limiter Einstellen - aber die Zeitparameter

  • stepu
  • 25. Oktober 2007 um 20:04
  • stepu
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    • 25. Oktober 2007 um 20:04
    • #1

    Hallo,

    auf der Suche nach den Limiterwerten komme ich mit der Berechnerei/Messerei der Thresholdwerte klar.
    Aber: Welche Zeitparameter wähle ich (Attack/Release?
    Ich spiele gerade intensiv am DCX rum (LS: HK VT212II und HL118). Am Limiter kann ich nur die Release ändern,
    die lasse ich mal brav auf dem voreingestellten Wert. Aber über den Compressor kann ich ja einen Limiter Basteln, der mir als RMS-Wächter die Box schützen soll. Stell ich die Attackzeit jetzt aber so ein, daß ein paar Peaks durchkommen, hole ich mehr aus meiner Anlage und habe einen quasi-Peaklimiter. Bloß wo liegt dieser Wert? Ich bin auf der Suche nach Erfahrungswerten - ich weiß, daß hängt von den verwendeten Speakern ab. Hab hier mal (ich glaub von rockline) was von 150ms gehört. Der hat ja wohl auch schon viel mit seinen Directoren ausprobiert.

    Stutzig haben mich nämlich die Thresholdwerte des HK DSM2060 gemacht.
    HK betreibt alle seine LS mit der VX2400/AP4040. Die hat 1200W an 4Ohm. Macht eine Spannungsverstärkung von 39dB (sogar 39dBu...).
    Die Limiter stehen für nen HL118 Bass (600W/8Ohm, 2Stück sind dann genau 1200W/4Ohm, was der Amp ja genau abgibt) bei +4dB, der Controller hat +22dBu=0dBfs. Ich gehe mal davon aus, daß der Abasslimiter dann also bei +4dBu steht. Das heisst die füttern ihre Bassamps mit +4dBu=1,23V, die der Amp um 39dB erhöht auf 1,23V*10^(39/20)=109V. Das macht P=U^2/R=109*109/4=3kW. Reichlich viel für zwei 600W-Bässe! Aber da muss doch was dahinter setcken, entweder ein Fehler in meiner Rechnung bzw. Denke oder die wissen, was sie ihren Böxchen zumuten, weil sie den limiter clever eingestellt haben. Leider kann ich nicht so viel testen wie ein Hersteller, ich teste meine Bässe nicht bis sie platzen (für die Tops stellt HK den Limiter übrigens auf 2,6dB, da bekommen die Tops knapp 2kW auf die Mütze, können aber nur 600W RMS ab). Ich verstehe schon, daß die Lautsprecher mit den so eingestellten Werten zeitweise nicht nur die RMS-Leistung erhalten, sondern sogar die Peak-Leistung. Und da will ich hin, daß ich meinen Lautsprechern auch zeitweise (nur wie lange...) Peaks anbiete, und danach der Limiter dem Wärmetod entgegenwirkt.

    Hat da jemand Erfahrungswerte (die Speaker sind irgendwelche PD und im HT der ja doch weitbekannte B&C DE75 oder so, na dieser laute 2"er)
    oder Anregungen zum weiterdenken?
    Nächste Woche werde ich auf jeden Fall im Lager einiges messen, einstellen und hören.

    mfg stefan

    Ey Digger, ich bin Plugger, nich Rigger!

  • stepu
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    678
    • 25. Oktober 2007 um 20:09
    • #2

    HK (bzw. der Hersteller) sagt übrigens im Controller-Manual:

    "Jeder Ausgang ist mit einem leistungsstarken
    Limiter mit geringer Verzerrung versehen. Der
    Threshold kann vom Benutzer eingestellt werden;
    alle anderen Parameter werden abhängig von der
    Konfiguration sorgfältig berechnet, um eine
    fehlerfreie und wirksame Steuerung der Signaldynamik
    zu ermöglichen."
    Ohne Senseleitung?! Wie funzt denn diese Intelligente Schaltung?
    wäre ja mal interessant...


    stefan

    Ey Digger, ich bin Plugger, nich Rigger!

  • wasserkocher
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    477
    • 25. Oktober 2007 um 21:05
    • #3

    Hallo stepu,
    die Berechnung deiner Spa-Verstärkung stimmt m.E. nicht, da der Amp bei 1,4V RMS ausgesteuert ist und nicht bei 0,775V
    HK gibt auf der HP 36 dB Spa-Verstärkung an

    ansonsten:
    bei HTs kann man die sinnvollen Limiterwerte hören,dann nämlich, wenns nicht mehr weh tut im Ohr

    bei TTs ist vieles Geschmackssache,bzw die Frage, wie oft möchte man reconen, mechanische Limitüberschreitung des Speakers ( Peak) äussert sich in Ermüdungsbrüchen und braucht ein paar Jahre Beobachtung

    thermisches Limit hängt auch an der Eventlänge, eine dreitägige Goa-Party braucht eine andere Limitierung als ein zweistündiges Rockkonzert


    mit freundlichem Blubb

    solange Fragen nix kostet, sind Antworten nix wert

  • test
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    • 25. Oktober 2007 um 21:40
    • #4

    es ist nicht möglich einen limiter exakt so einzustellen, das gerade nichts kaputt geht. kommt mehr leistung, dann halten auch die pappen nicht so lang. so einfach ist das. es gibt nicht den punkt, ab dem eine box kaputt geht. das hängt z. b. von der vorgeschichte der pappe ab.
    tritt das system nicht bis zum ende und stell den limiter konserativ ein, das wird dich 2-3 db kosten, verlängert aber das leben der pappen um nicht unerhebliche einstztage :D

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • stepu
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    678
    • 27. Oktober 2007 um 01:08
    • #5

    Oh, wie ich sehe hat HK andere Voltage Gain Werte zur VX2400
    in der Produktbeschreibung stehen wie im Manual. Da sind s noch 39dB.
    Jedenfalls sind wir mit 39dB bei 0,775V am Eingang bei der angegebenen Leistung von 1200W an 4 Ohm...

    Wie ich merke muss ich mich zwischen Boxen am Limit betreiben und sehr safer Limitierung von Fall zu fall stets selber entscheiden!


    mfg stefan

    Ey Digger, ich bin Plugger, nich Rigger!

  • wora
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    11
    • 27. Oktober 2007 um 01:26
    • #6

    die frage nach den attack- und releasewerten bei limitern finde ich interessant.
    schaden kann ein solches wissen sicher nicht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Sound-Klinik
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    7.900
    • 28. Oktober 2007 um 08:59
    • #7

    ... bei den Zeiten ist es eine Balance zwischen mechanischer oder elektrischer (thermischer) Belastung.
    Die optimalen Werte - wenn keine getrennte Limitierung der Spitzen- und Mittelwerte (RMS) möglich ist - hängen zudem vom Programm-Material ab. Bei einer (normalen) Liveband ist es sinnvoller, die Spitzen abzufangen, da aufgrund des hohen Crest bei richtiger Auslegung des Ampings wohl eher keine thermische Überlastung zu befürchten ist.

  • andariel
    Beiträge
    329
    • 28. Oktober 2007 um 22:42
    • #8
    Zitat

    wenn keine getrennte Limitierung der Spitzen- und Mittelwerte (RMS) möglich ist

    wohl die einzige möglichkeit das system auf maximale lautheit zu bringen, wenn beide vorhanden sind.

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