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Schlagzeuger rastet aus, wie würde ihr´s machen?

  • markus olk
  • 23. Dezember 2007 um 14:27
  • markus olk
    Beiträge
    210
    • 23. Dezember 2007 um 14:27
    • #1

    Guten Morgen erst mal.

    Ich hatte am Freitag eine VA in einem Club in der Nähe, für die ich kurzfristig eingesprungen bin, das Material kam komplett von einem Kollegen, der verhindert war. Er hatte mir schon alles vor Ort abgestellt, ich war dann für alles weitere verantwortlich.
    Der Kollege selbst war in der gleichen Location, aber anderem Saal zu gange.

    VA war mit internationalen Ska-Punk Bands, zumindest die Headliner waren auch richtig geil und technisch top, wenn´s auch nicht so 100% mein persönlicher Geschmack ist.

    Die vorletzte Band kam beim Publikum auch recht gut an, gute Stimmung im Saal und auf der Bühne.
    Letzter Song, das übliche Krachmachen für´s Ending, der Schlagzeuger spielte im Stehen weiter. Nach dem Abschlag holt er aus, kickt das Set (seins) vom Podest, mitsamt Mikrofonie.
    Erst mal übelstes Feedback auf den Monis, nach dem ersten Schock sofort alles gemutet. Doch nicht genug, er hebt die Toms auf, hebt sie über den Kopf und schmettert sie wieder auf den Boden. Nimmt Flasche Bier dazu, spritzt erst mal im Formel1 Stil in die ersten Reihen, den Rest hat er dann über Drums und Mics gekippt!
    Bis dahin hab ich´s dann auch auf die Bühne geschafft und ihn von dieser verwiesen, nicht sehr freundlich, aber noch einigermaßen beherrscht.
    Mics begutachtet, zwei Sennheiser Clips, ein 602 und ein SM57 patsch nass, direkt abgetrocknet. Monitore gecheckt, HT zum Glück noch ganz.

    Der Veranstalter kam dazu, war an der Kasse und hatte alles berichtet bekommen. Der Kollege, dessen Material dort stand, war nicht zu erreichen und konnte auf seiner VA auch nicht weg, kam später dazu und war natürlich begeistert.

    Wenn es mein Mat gewesen wäre, weiß ich nicht, ob ich mich hätte beherrschen können, aber so war´s schon übel genug.

    Selbst das hartgesottene Publikum stand plötzlich ganz still da und hat unverständlich auf die Bühne gestarrt.

    Es sieht mal so aus, als ob ausser den Drums nicht´s zu schaden gekommen ist, aber ich glaub´s alles immer noch nicht!

    Hattet ihr schon mal vergleichbare Situationen? Wie reagiert ihr bei so etwas? Wie sieht es in so einem Fall mit Haftpflicht aus, war das mit den M ics noch grobfahrlässig, weil er ihren Schaden billigend in Kauf nahm oder schon Vorsatz?

    Nachts ist es kälter als draussen, und 22,6274157 hoch zwei ist auch fast 512.

  • mringhoff
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    5.262
    • 23. Dezember 2007 um 14:52
    • #2

    Verstehe ich das jetzt richtig, das komplette Schlagzeugset war sein eigenes?
    Von Dir (bzw. Deinem Kollegen) waren dann nur die Mikrofonierung betroffen und das mit Bier bespritzte Material (Mics, Monitoring etc.)?

    Was sprach der Rider? Kanntest Du den? ("Achtung: der Künstler zerstört nach dem letzten Song sein Instrument")

    Solange der Veranstalter gut versichert bzw. grundsätzlich liquide ist, würde ich mir mal keine größeren Gedanken machen, schliesslich ist der Mieter für das Material verantwortlich und somit für den Schaden haftbar.

    Sicher sollte der Techniker sich bemühen, den Schaden zu begrenzen, sich aber nicht unbedingt in körperlicher Gefahr begeben. Wer weiß, zu was ein so grad austickender Musiker alles fähig ist...

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  • markus olk
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    210
    • 23. Dezember 2007 um 15:55
    • #3

    Jo, sein eigenes!

    Total Banane der Typ. Zumal es zwar eine international gebuchte Band war, ich sie aber nicht in die Gagenkategorie einordnen würde, die das finanziell regelmäßig möglich macht ;)

    In körperlicher Gefahr sah ich mich nicht, der Idi... hat das ja anscheinend noch nicht einmal böse gemeint oder wollte gar seinem Unmut über irgendetwas Ausdruck verleihen.
    Das war so wie Gitarristen ihre Gitarren an ihrem Amp zertrümmern. Ich kann´s zwar nicht verstehen, aber solange da mein Mic nicht dazwischen hängt soll mir so etwas egal sein.

    Er fand das lustig, mein Verständnis hielt sich stark in Grenzen, das des Publikums auch. Die ganze Situation wahr total deplaziert.

    Aber ich musste danach darüber grinsen, wie oft man das böse Wort mit F... benutzen kann, wenn man plötzlich gezwungen ist, jemanden auf Englisch zusammenzuschei... :D Da hätte Mittermeier bestimmt seinen Spaß dran gehabt!

    Den Rider habe ich übrigens vor der Show nicht mehr in die Finger bekommen, Material war ridergerecht gestellt und ich hab quasi kurz eine mündliche Übergabe zu den Bands bekommen.
    Die Headliner waren auch mit Trompete und Posaune unterwegs, war mischtechnisch zusammen mit Gitarre und Bass auch spaßig. Die waren allerdings technisch so verdammt gut und von den Sounds so gut aufeinander abgestimmt, dass nicht mal mehr viel EQ nötig war, um Soundmatsch zu verhindern. Da macht das arbeiten ach wieder Spaß und man beruhigt sich wieder.

    Nachts ist es kälter als draussen, und 22,6274157 hoch zwei ist auch fast 512.

  • tufkaklto
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    • 23. Dezember 2007 um 16:27
    • #4

    Wenn der Schlagzeuger sein eigenes Set zerstört, ist mir das egal, wenn er will, helfe ich ihm auch gerne dabei :D

    Böse werde ich, wenn es nicht seine Mics sind, dann wird richtig groß die Hand aufgehalten.
    Mics, die nur den Anschein haben, kaputt zu sein, hat er gekauft . Natürlich zum Listenpreis.

    Das lass ich aber ( wenn vorhanden ) einen Stage Manager abklären
    Und glaubt mir, da haben schon genug bezahlt.
    Und wenn eine Support Band auf der Bühne randliert hat ( hab ich auch schon mehrmals erlebt ) dann werf ich die eigenhändig von der Bühne.
    Hab ich schon gemacht und das nötige durchsetzungsvermögen hab ich auch :D:D:D

    Wo ich ganz böse werde, wenn dies eine Vorband macht, um cool zu sein.
    Und wenn ich eben dann diese Mics für den Hauptact brauche.

    Was nämlich NIEMALS sein kann, das ein Support ev den Auftrittes eines Hauptacts erschwert oder behindert.

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  • Steffen
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    • 23. Dezember 2007 um 17:56
    • #5

    Ich hatte mal vor Jahren sowas auch mit ner international bekannten Punkband. Nach dem 4. mutwillig auf der Bühne zertrampelten SM58 kam die Stagemanagerin zu mir und wollte Nachschub. Ich natürlich gesagt: Gibts nicht. Da wedelte die doch tatsächlich mit nem Vertrag (nicht RIDER), in dem Stand: The band can not be made responsible for anything.... Na ja, Veranstalter sprach ein Machtwort und die Miks wurden bezahlt, ebenso wie die Monitore, bei denen wir beim Abbau nicht wußten, ob da ein Schwein oder ein Kind drüber ausgeblutet wurde...

  • markus olk
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    • 23. Dezember 2007 um 18:11
    • #6

    Komplett OT:

    Ja, sowas kenne ich auch. Hatten gestern Abend noch ne Veranstaltung mit Metal- und Metalcore-Bands.

    Da gab´s ne kleine Kunstblutorgie bei der letzten Band, ist bei denen aber immer so und war mir bekannt. Lässt sich wenigstens gut abwischen und abwaschen.

    Gestern war eigentlich geil, sieben Bands, ab der dritten alles sehr professionelle Musiker. Vorweg eine Band, bei der beide Sänger trotz vorheriger, freundlicher Belehrung die Mics immer komplett mit der Faust umschlossen hielten, und dann in den Gesangspausen direkt auf die Monis gerichtet. Nach mehrmaliger Erinnerung, die nicht mal 5 sec. hielt, weil uncool(!) und permanenter Feedbacks gab´s dann keinen Gesang mehr auf den Monis. Haben sich dann beschwert und "laut oder cool" zur Auswahl bekommen. Sie haben sich für cool entschieden!!! :lol:
    Die waren mit mir mit Sicherheit nicht zufrieden, aber damit konnte ich leben.

    Die anderen Bands haben sich für guten Sound, freundliche Techniker und klare Ansagen bedankt und so konnte ich dann doch noch gut schlafen :D

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  • tufkaklto
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    • 23. Dezember 2007 um 20:08
    • #7
    Zitat

    Nach mehrmaliger Erinnerung, die nicht mal 5 sec. hielt, weil uncool(!) und permanenter Feedbacks gab´s dann keinen Gesang mehr auf den Monis. Haben sich dann beschwert und "laut oder cool" zur Auswahl bekommen. Sie haben sich für cool entschieden!!!
    Die waren mit mir mit Sicherheit nicht zufrieden, aber damit konnte ich leben.

    Das ist so eine Andere Sache.
    Auch damit muß man umgehen können.

    Und generess geht es auch mit "handumschlossenen" Micros.
    Muß man halt vorher ordentlich einpfeiffen :D

    Ich kenn das Arbeiten mit hardcore/Punk/Metalbands aller Genres und auch Levels ( von Nachwuchs bis International )
    Ich mach bei sowas sowohl Monitor als auch FOH.

    Und wenn die Bands meinen, damit nicht zufrieden zu sein, wird man manchmal einfach nicht mehr gebucht.
    Denn immerhin: DER KUNDE IST KÖNIG.

    OKOK, es gibt Ausnamen, da hat man einfach verloren. Egal was man tut
    Aber das ist Gottseidank selten.
    Passiert mir aber auch an und zu :D
    Bringt einen wieder auf den Boden zurück, das Nächste Mal so zu arbeiten, das das nicht mehr passiert.

    Aber ehrlich: Mic zuhalten, damit muß man rechnen :lol:

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  • tufkajck
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    3.334
    • 23. Dezember 2007 um 20:21
    • #8

    Seltene Einstellung, den Fehler bei sich zu suchen..
    Sollte man unter Umständen mal drüber nachdenken.
    Bringt unter Umständen weiter.

  • markus olk
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    210
    • 23. Dezember 2007 um 21:11
    • #9

    Das Problem waren nicht die zugehaltenen Mics alleine.
    Die Band ist insgesamt extrem laut auf der Bühne, jeder will fast alles laut auf den Monis. Sie spielen sehr unsauber und hören sich schlecht. War auch noch kein Problem. Wenn dann die Mics aber genau auf die Monis gerichtet werden, kann ich nicht mehe viel machen! Eingepfiffen war die Anlage, und bei keiner der anderen Bands gab es Probleme.

    Wenn ich nicht so reagiert hätte, hätte es andauernd gekoppelt - und das wäre absolut berechtigter Weise zu meinen Lasten ausgelegt worden.

    Die Band ist für ihr arrogantes Auftreten bekannt hier. Kein Veranstalter und kaum eine andere Band will sie noch mit ins Boot nehmen. Überregional spielen sie nicht, dafür sind sie noch zu neu. Sie nehmen sich selbst ihre Chancen. Sie sind über Kontakte, wie hie in der Metalszene üblich, an Gigs gekommen, spielen noch was ansteht, aber es wird wohl nicht weiter gehen.
    Die Veranstalter gestern Abend kennen mich und kennen auch die Problematik mit der Band. Für mich hat die Sache keine negativen Konsequenzen.

    Aber es ist auch nicht so, dass ich den Fehler nicht bei mir suche. Im Gegenteil. Ich mache das alles noch nicht seit Ewigkeiten und kenne aber die andere Seite von der Bühne aus deutlich länger.
    Wenn irgendwas nicht läuft, sind meine Arbeit und meine Technik die ersten möglichen Fehlerquellen, an die ich denke! Erst wenn ich die ausschließen kann, suche ich bei anderen.

    Wenn der Sound einer Band für mich schlecht klingt, sehe ich den Fehler auch zuerst in meinem Mix. Wenn ich dann auf die Bühne sehe bzw. höre und feststellen muss, dass extrem unsauber gespielt wird, Instrumente nicht gestimmt sind oder gerade im Metalbereich Gitarren und Bass nicht zueinander passend arrangiert sind, dann kann ich nicht mehr viel daran ändern.
    Und trotzdem sind das die Abende, an denen ich nach der Arbeit darüber nachdenke, ob ich nicht doch etwas besser hätte machen sollen.

    Es ist eher das genau gegensätzliche Problem, dass ich oft noch zu selbstkritisch bin und mich bemühe, nach aussen nicht unsicher zu wirken. Mit der Zeit wird das weniger, aber das war schon immer meine Art. Aber es gibt auch Kunden, die genau das schätzen, denn dadurch bleibe ich Musikern und Veranstaltern gegenüber (ausser dem Schlagzeuger, um den es hier eigentlich ging :wink: ) freundlich und versuche für alle Bitten Mittel und Wege zu finden, wenn es machbar ist.

    Das war zwar wieder völlig Offtopic, aber dazu wollte ich doch nochmal Stellung nehmen.

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  • freeze
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    • 24. Dezember 2007 um 15:39
    • #10

    Nein, solche Probleme hatte ich noch nie. Gerade bei Schlagzeugern nicht - schließlich hat selbst ein gebrauchtes Set noch einen guten Wiederverkaufswert.
    Viel schlimmer ist da das ewige Gekloppe selbst in den kleinsten Räumen. Leider ist es wirklich so, dass die meisten Drummer meinen, selbst in kleinen Räumen wie in einem Stadion spielen zu müssen. Das sollte man ihnen mal klarmachen, das dass nur zu ihrem Nachteil ist und den Sound zerstört, wenn man deswegen den Rest der Instrumente viel höher ziehen muss.

    Sollte aber wirklich mal so etwas wie das passieren: Rechnung schreiben. :wink:
    Schließlich steht im Vertrag, dass durch Dritte zu Schaden gekommenes Material vom Veranstalter ersetzt werden muss. Ob der dieser Geld von den Musikern zurückfordert oder nicht, soll mir schnuppe sein.

    Gruß

  • der diak
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    140
    • 27. Dezember 2007 um 11:30
    • #11

    oja, von solch Erfahrungen kann auch ich berichten, von einer renomierten Berliner RockáBilly Band mit durchgeknalltem Frontmann, welcher sich wärend der letzten Show in unserem Laden ( 2 Jahre her oder so) sein
    (unseres natürlich) SM 58 auf dem Kopp zerkloppt hat. dem Spare und SpareSpare gings nicht sehr viel anders.
    Nachschub? "wohl ne Meise oder was???" Daraufhin hat sich dieser Typ ein Overheadmic NT5 geschnappt und wunderte sich, dass dieses aberso absolut uberhaupt schite klingt. Ach ja , 2 Stative mussten auch dran glauben. Der Bandmanager hat alles emotionslos bezahlt.
    Und nochwas, wer wissen will, wer diese Band ist: die spielen MORGEN wieder in Berliner Kesselhaus... :shock:

    ...suck my Kick & kiss my Bass !!!

  • markus olk
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    210
    • 27. Dezember 2007 um 17:16
    • #12
    Zitat von "der Diak"

    ...welcher sich wärend der letzten Show in unserem Laden ( 2 Jahre her oder so) sein
    (unseres natürlich) SM 58 auf dem Kopp zerkloppt hat. :shock:

    Na ja, der Klügere gibt halt nach! :D

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  • tufkaklto
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    • 27. Dezember 2007 um 19:50
    • #13
    Zitat

    Na ja, der Klügere gibt halt nach!

    NEIN, denn dann gewinnen die Dummen :D

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  • markus olk
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    210
    • 27. Dezember 2007 um 20:00
    • #14

    Ich bedanke mich aufrichtig für die Lebenserfahrung unseres guten Klauston, der mir gerade wieder eine neue Denkweise aufgezeigt hat, die beim nächsten mal meinen Dickkopf zu entschuldigen vermag!!! :D

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  • djobi
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    • 27. Dezember 2007 um 21:02
    • #15
    Zitat von "Markus Olk"

    Ska-Punk Bands, ...

    Nimmt Flasche Bier dazu, spritzt erst mal im Formel1 Stil in die ersten Reihen, den Rest hat er dann über Drums und Mics gekippt!
    Bis dahin hab ich´s dann auch auf die Bühne geschafft und ihn von dieser verwiesen, nicht sehr freundlich, aber noch einigermaßen beherrscht.
    Mics begutachtet, zwei Sennheiser Clips, ein 602 und ein SM57 patsch nass, direkt abgetrocknet. Monitore gecheckt, HT zum Glück noch ganz.

    Hattet ihr schon mal vergleichbare Situationen? Wie reagiert ihr bei so etwas? Wie sieht es in so einem Fall mit Haftpflicht aus, war das mit den M ics noch grobfahrlässig, weil er ihren Schaden billigend in Kauf nahm oder schon Vorsatz?

    Gott nee, .. ist halt Punk! :D

    Ist da Bier im Monitor nicht normal?
    Kaputtes Material wird in Rechnung gestellt und gut ist ...

    Wo ist denn gezz-abba, Punk in kleinen Clubs, das ist doch sein musikalisches Metier? ;)

    Haftpflicht scheidet übrigens aus, die zahlt nur bei versehentlichen Schäden
    (wenn er jetzt beim Abgang von der Bühne versehentlich am Schlagzeug hängen geblieben wäre und dabei das Becken dein Micro zertrümmert hätte .. dann wäre es ein Haftpflichtfall. Immer schön drauf achten wie man den Schadenshergang schildert! 8) )

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
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  • treibsand
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    • 27. Dezember 2007 um 23:43
    • #16
    Zitat von "Markus Olk"

    Na ja, der Klügere gibt halt nach!


    ...solange, bis er der Dumme ist... :wink:

    Mein Gott, wo sind eure Probleme?? :roll: Wenn's eine gute Show ist, dann habt Spass. Wenn nicht, ist sowas nicht mein Problem.
    Das ist doch vorsätzliche Sachbeschädigung und bei einem vollen Konzert werden sich bestimmt auch ein paar Zeugen finden. 8)
    Also zahlt der Verursacher. Vermutlich gibt's auch Verträge, womit derjenige sogar mit Namen und Wohnhaft feststellbar ist.

    Während der Show hätte ich höchstens vorsichtig gezeigt, dass ich (und ggf. das Publikum) die Show nicht so toll finden.
    Als Tonmann bin ich halt auch Dienstleister - wenn ich nicht vorher weiss, was auf der Bühne abgeht, dann werde ich jedenfalls NIE, NIE, Niemals nicht als Akteur auf der Bühne erscheinen und in die Show eingreifen.
    Möglichst für das Publikum unmerkbar Mikros safen hilft schon - der "Künstler" kriegt mit, dass da irgendwas nicht zu seiner Show passt.
    Aber jemanden auf der Bühne zusammenzufalten, anzuschreien oder sogar körperlich dazu zu drängen, sein Tun einzustellen geht garnicht!!!

    Selbst, wenn ähnliches bereits bei der Supportband passiert und die Gefahr besteht, dass der Hauptact etwas "improvisiert" mikrofoniert werden muss - die Schuld daran hat der Verursacher zu tragen. Da wäre ich dann an seiner Stelle im Backstage vorsichtiger...
    Selbst das Publikum weiss, woran später evtl. klangtechnische Mängel beim Drumset liegen.

    Am Ende is halt der Drummer der Dumme. 8)8)

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Wulfson
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    • 28. Dezember 2007 um 01:52
    • #17

    uh...das läßt blicken....welcome in comerciel

  • tufkaklto
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    • 28. Dezember 2007 um 09:11
    • #18
    Zitat

    Aber jemanden auf der Bühne zusammenzufalten, anzuschreien oder sogar körperlich dazu zu drängen, sein Tun einzustellen geht garnicht!!!


    Stimmt. ! Geht nicht

    Aber das geht viel einfacher , beim Schlagzeugzerstören ist im Normalfall Ende der Show und damit Changeover. :D

    Und nachher irgendwas klagen hilft gar nix.
    Gleich kassieren oder sonst Tellerwaschen ist die Lösung :D:D

    Trotzdem bin ich der meinung, es kann n icht sein, das ein Support die Performance eines Headliners beeinträchtigt.
    Das merken sich im Regesfall ja auch die Agenturen :oops:

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  • Jeremy
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    • 28. Dezember 2007 um 10:04
    • #19
    Zitat von "Markus Olk"

    Na ja, der Klügere gibt halt nach! :D


    [quote="Karl Valentin, der große Münchner Volkssänger,"]Ich geb aber nicht nach![/quote]

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • markus olk
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    • 28. Dezember 2007 um 12:51
    • #20

    Vom Falten des Drumers hat das Publikum nicht´s mitbekommen, war während des Changeovers, auf der Front lief Pausenmucke und ich stand so, das mich das Publikum nicht sehen konnte.
    Trotzdem habt ihr recht damit, dass ich mir das besser für Backstage aufgehoben hätte! Da hätte ich auch viiiel mehr Zeit gehabt :wink:
    Das Verhalten des Drumers war selbst für Punk mehr als unpassend. Bier im Moni schockt mich schon lange nicht mehr, auch Stative, die aufgrund sehr "aktiver" Bühnenshow was abbekommen, das sind alles Dinge, die dazu gehören, deshalb wird für das Material ja auch Miete bezahlt, der Verschleis ist abgedeckt und der ist bei Punk halt höher ;)

    Aber diese Aktion war doch zu viel für meinen Geschmack, das war eine Situation, in der mir einfach noch die Routine fehlte.
    Beim nächsten mal werde ich wahrscheinlich etwas ruhiger dabei bleiben und an eure Statements denken, denn dafür hab ich die Frage ja reingestellt! :D

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