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Lange Strecken überbrücken?

  • Manuel Dangel
  • 1. Juni 2010 um 21:45
  • Manuel Dangel
    Beiträge
    77
    • 1. Juni 2010 um 21:45
    • #1

    Hi,
    hab folgendes Problem:

    Soll ne Sprachbeschallung machen auf nem großen Sportgelände. Eine Zentrale Stelle für den Sprecher und 8 Boxen im Gelände verteilt. Mein Problem wie mach ich das mit den langen Kabelstrecken? 100m Boxenkabel und dann von der ersten auf die zweite Box (2 Boxen pro Kanal)?? Kommt da noch was raus?
    Oder wie macht ihr das?
    und wie könnte ich ein Audiosignal 250m weit weg bringen?
    Was macht ihr in solchen Fällen?

    Vielen Dank schon mal für euere guten Ratschläge

    http://dm-kabel.de/

  • bassfaceb
    Beiträge
    1.127
    • 1. Juni 2010 um 21:55
    • #2

    Lautsprecherleitungen sollten nicht länger als 25m sein.

    Entweder man nimmt 100V Systeme ( dadurch fließt weniger Strom durch die Leitung und die Verluste sind geringer- längere Leitungen möglich)

    oder man stellt die Amps zu den Lautsprechern und verbindet mit symmetrischen Leitungen(und Signal)

    ich persönlich nehme dafür aktive LS mit, aber das ist geschmackssache

    edit: Audio Signal über 250m?
    mit Symmetrischer Verkablung ist das möglich, aber ich empfehle mindestens auf der Hälfte der Strecke ein Verstärker(Mischpult oder ähnliches) einzubauen
    ist aber nur ne grobe schätzung mit(nach Gefühl)...gerechnet is da nix

    ........................
    Ich habe vor, ewig zu leben. Bis jetzt klappt's.

    Einmal editiert, zuletzt von bassfaceb (1. Juni 2010 um 21:59)

  • Manuel Dangel
    Beiträge
    77
    • 1. Juni 2010 um 21:59
    • #3

    Die Sache ist halt so an jeden Lautsprecher noch Strom zu bringen ist auch nicht so einfach, da das Gelände nur von einer Seite her gespeist wird.

    http://dm-kabel.de/

  • bassfaceb
    Beiträge
    1.127
    • 1. Juni 2010 um 22:34
    • #4

    ICH persönlich empfehle dir erstmal dein Konzept vorzustellen(was du vorhast). villeicht kann man dir da noch ein bisschen mehr helfen. hört sich dannach an, als hättest du sowas noch nicht so oft gemacht.

    ist das Material vorhanden oder wird komplett/großteils zugemietet?
    wenn eigenes Material, was ist vorhanden?
    nur Sprache oder auch Musik?
    willst du in eine Richtung beschallen(z.B. Quer über Sportplatz) oder das Signal delayen oder quasi mit Monitorschrägen nach oben beschallen?
    Personenzahl?
    ggf groben Lageplan, was du dir vorstellst(bild malen)

    ........................
    Ich habe vor, ewig zu leben. Bis jetzt klappt's.

  • Bernd Masu
    Beiträge
    1.022
    • 1. Juni 2010 um 22:44
    • #5
    Zitat von "Manuel Dangel"

    und wie könnte ich ein Audiosignal 250m weit weg bringen?

    Wie wäre es mit Funkstrecken = drahtlose Mikrofon-Systeme o.ä. ?
    "Die praktisch erzielbare Maximalreichweite von Drahtlossystemen variiert von nur 30 m in überfüllten Räumen bis ca. 300 m im Freien."
    Quelle:http://www.audio-technica.com/cms/site/9cde0…e0c4/index.html
    Also z.B. Handsender und passenden Empfänger (ggf. dazu mieten). Das Audio-Signal in den LINE-Eingang des Handsenders einspeisen.
    Falls Eingang hoch-ohmig, (z.B. für Gitarre) dann ne DI-Box dazwischen.

    Dessen Empfänger an den Amp-Eingang, und die Box/en an dessen Amp-Ausgang. Pro Amp (ungebrückt) könnte man zwei Boxen betreiben. Oder alternativ Aktiv-Boxen (ggf. angemietet).
    Wäre die Frage: Wieviel Funkstrecken braucht man dafür ? (Auch an ggf. nötige Delays denken)

    Den Strom für die Amps oder Aktiv-LS geht nicht drahtlos. Da wird man Kabel verlegen müssen.
    Naheliegend: Parallel symmetrische Audio Kabel verlegen. Aber ob bei 250 m. noch praktikabel ? Und wieviel Dämpfung bei solchen Kabellängen etc. ?
    Alternativ: Digitale Signal-Übertragung möglich ? - Wäre dann unempfindlicher.

    (So mal meine theoretischen Denkanstöße - ohne Gewähr.)

    "Lärm"-aber meinen Fans gefällts :grin:

  • Manuel Dangel
    Beiträge
    77
    • 1. Juni 2010 um 23:02
    • #6

    Also Material:
    4x 4acoustic BCS-115T
    4x Bell C3.400
    Endstufen: RAM R1500 oder Yorkville ap4040 beides doppelt vorhanden...

    2 Sportplätze die jeweils an der Torlinie und Mittellinie ne Box aufgeständert bekommen.
    Jeweils ein Sportplatz links und einer rechts weg. Zwischen den Beiden Plätzen der Sprecher

    Hab mit dem Material schon ein paar mal Kirchen und kleine Sprachbeschallungen gemacht
    aber da haben die 25m Kabel eben gereicht.
    Musik wird nicht gespielt -> nur Sprache!

    http://dm-kabel.de/

  • tufkamar
    Gast
    • 2. Juni 2010 um 08:30
    • #7

    Die Boxen normal verkabeln geht - das Signal leidet zwar etwas, aber nicht so dramatisch, daß es für den konkrekten Anwendungsfall ein NoGo wäre.

    Besser wäre, Aktive LS oder Amps zu den Lautsprechern und dann mit XLR-Symm. anfahren - da sind mehrere 100m kein Problem. Strom findet sich meist problemloser...

    Alternativ - Akkubetriebene Aktiv-LS.

    Funk würde ich lassen - 300m / 100m je nach Anleitung und Hersteller gehen zwar, betriebssicher ist aber was anderes.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 2. Juni 2010 um 09:06
    • #8

    Hallo,

    das ist eine Beschallungsaufgabe für 100V-Anlagen wie aus dem Bilderbuch (noch dazu nicht besonders aufwendig). Um auf dem Sportplatz durchsetzungsfähig zu sein, sind Druckkammerlautsprecher angeraten.

    Alle anderen Varianten werden wenig zufriedenstellend sein.
    Daher: besser jemand mit entsprechender Ausrüstung machen lassen.

    MfG
    DirkB

  • Rolf Gille
    Verifiziert
    Beiträge
    927
    • 2. Juni 2010 um 09:55
    • #9

    Natürlich wäre das ne klassische Aufgabe für n ELA System, aber der TE hat das halt nicht.

    Um auf deine Fragen einzugehen, deine Boxen haben ja jeweils 8 Ohm, dadurch kannst du Problemlos 2 Kisten je Kanal ansteuern. Bitte bei der Yorkville nicht mehr als 2 je Kanal, da diese nicht 2 Ohm fähig ist, im Gegensatz zur RAM.
    Natürlich wird die Sprachverständlichkeit bei diesen Leitungslängen etwas leiden, da du einen Zeitversatz hereinbekommst, aber ich halte es für unkritisch da keine Musik.

    Ein Beispiel eines örtlichen Fußballvereins. Die haben sich zur Platzbeschallung und gelegentliche Feste ne Yamaha Stagepass 300 angeschafft. Diese wird nun, bei irgendwelchen Aktionen auf dem Platz (Fußbal, Kinderfeste u.Ä.) auf Stative in größtmögliche Höhe gebracht (auf ner Terrasse) und das genügt für Sprache und gelegentlicher Hintergrundmusik. Ist zwar n Kleinfeld, aber die Nachbarn stört der "Lärm" Sonntags trotzdem gewaltig.

    Wie man sieht, kann man auch mit weniger Material viel Spass haben.

    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

  • tufkamar
    Gast
    • 2. Juni 2010 um 10:10
    • #10
    Zitat von "Rolf Gille"

    Natürlich wird die Sprachverständlichkeit bei diesen Leitungslängen etwas leiden, da du einen Zeitversatz hereinbekommst, aber ich halte es für unkritisch da keine Musik.


    Du meinst hoffentlich wegen der Entfernung und nicht wegen der Kabellänge.

    Aber das sehe ich hier auch als völlig unkritisch - da wir ja von ca. 100m zwischen den einzelnen "Stacks" reden (jedenfalls, wenn ich die Beschreibung des TE richtig verstehe) kommt von dem einen beim anderen eh nicht mehr so viel an, als das das etwas ausmachen würde...

  • deep-house
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    • 2. Juni 2010 um 10:39
    • #11

    also Manuel, Du mußt dir schon mal die Mühe machen und eine Skizze zeichnen, vo man sehen kann wo der Sprecher steht wo Mixer und Amps stehen und wo sich das Publikum im wesentlichen aufhält.

    Vom Publikum hängts ab wie die Lautsprecher stehen müssen.

    Gruß UweS.

  • Manuel Dangel
    Beiträge
    77
    • 2. Juni 2010 um 11:21
    • #12

    ganz grob sieht das so aus:

    die Zahlen sind Meterangaben.
    so hab ich mir das mal gedacht.
    Delay?
    na ja meiner Meinung nach nicht, da es nur um Ansagen und ein bischen blödes Gelaber geht...
    würde mich freuen wenn ihr mir günstige Lösungen hättet.

    http://dm-kabel.de/

  • Rolf Gille
    Verifiziert
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    927
    • 2. Juni 2010 um 11:36
    • #13

    Das geht, ist recht unkritisch.

    marce, Natürlich von der Entfernung, da ich nach den ersten Angaben von 250 Metern Abstand ausgegangen bin.

    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

  • bassfaceb
    Beiträge
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    • 2. Juni 2010 um 12:47
    • #14

    also theoretisch ist das natürlich ne Sache für ELA, aber auch mit Topteilen zu bewerkstelligen(mache ich auch öfters).
    Ich gehe mal davon aus, dass du nur maximal 30 Leute auf dem Platz stehen und nicht unmengen an Leuten zusätzlich den Schall schlucken


    dein Konzept der 4-Punkt Beschallung würde ich nicht umsetzen.
    Der Schall wird von der einen zur anderen Seite durch die Luft um ca 0,2sekunden verzögert
    höt sich wenig an, ist aber ganz schön viel!
    um die 0,2sek zu verdeutlichen: ein normales Tanzlied(120BPM) hat 2 Bässe pro Sekunde (also alle 0,5sek) also würdest du an einer Längsseite IMMER 4 Bässe pro sek hören. das klingt bei Musik schon shice..bei Sprache versteht man dann aber nurnoch die Hälfte!

    ich würde dir raten nur von einer Seite zu beschallen und möglichst nur von einem Zentralen Punkt
    wenn du dich damit besser fühlst kannst du natürlich auch die Lautsprecher entzerren und grade über den Platz beschallen.

    So würde ich dir das raten:

    http://img532.imageshack.us/img532/7986/fuballplatz.jpg

    ........................
    Ich habe vor, ewig zu leben. Bis jetzt klappt's.

  • skyworker
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    • 2. Juni 2010 um 13:20
    • #15

    Macht euch doch nicht mehr Sorgen, als nötig. Der Threadstarter hat vier Endstufen und acht Boxen - was er braucht ist ein Schwung NF- und LS-Kabel, etwas Schuko und gut. 50 Meter plus ist kein Problem für ein NF-Kabel, jedes "amtliche" Multicore ist länger und in aller Regel sind dann noch 10 oder mehr Meter Mikrofonkabel davor. Also - Pult in die Mitte, ersten Amp direkt ans Pult und zwei LS mit entsprechend Kabel an die Torlinien. Von da in jede Richtung ein NF Kabel weiter bis zur Mittellinie, dort jeweils einen LS aufs Stativ und mit dem freien Kanal per LS-Kabel bis zu den äußenen Torlinien. Fertig - macht unterm Strich sechs Lautspreche rund drei Amps. Das verbleibende Material kann man parallel vermieten oder zur Sicherheit / Gewissensberuhigung mit zur VA nehmen. Fertig.

    Funk kann bei so einem Setting ebenfalls prächtig funktionieren, einen ausreichend hohen Sendepunkt und vernünftige Strecken vorausgesetzt geht das im Freien gerne mal 100 Meter und Mehr. Delays sollten bei dem Setting kein Thema sein, dafür dürfte von den jeweiligen Lautsprechern zu wenig im Schallfeld der benachbarten ankommen.

    Mal was ganz anderes: das Zeug sollte aus Verteilungsgründen möglichst hoch nach oben - also nicht vergessen, geeignete Stative zu verwenden und diese zu ballastieren. Merke: eine kippende 12er auf Stativ kann eine Mordwaffe sein...

    Ich dachte, ich sags mal - SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • MRspeaker
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    5.030
    • 3. Juni 2010 um 11:45
    • #16

    Wir haben für solche Klamotten einen Schwung RCF Art-300 Lautsprecher.

    Verstärker kommt entweder in die mitte der Boxenreihe oder ans Ende.
    Dann gehts mit 4x4² Lautsprecherkabeln von der ersten zur zweiten Box, dann wird der kanal per Adapterkabel gewendet (von 2+/2- auf 1+/1-) und dann gehts zu den nächsten beiden Boxen in der Reihe.

    Das nächste 4er Paket wird dann von einem zweiten Verstärker angetrieben.
    Die Leitungslängen machen da überhaupt kein Problem....

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

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