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Welches Mikro für live Vocoder ?

  • spicki
  • 22. Februar 2008 um 14:06
  • spicki
    Beiträge
    37
    • 22. Februar 2008 um 14:06
    • #1

    Hallo,

    Live spiele ich mit dem Virus Indigo 2 einen Vocoder-Sound über ein altes Sennheiser Mikro.
    Das Problem ist, dass ich zuviel vom Bühnensound in diese Mikro reinbekomme, so dass ich selbst kaum noch modulieren kann.

    Welche (günstigen) Mikros sind hier zu empfehlen, die möglichst wenig vom Bühnensound einfangen? Dynamische? Elektret-Kapseln? Welche Charakteristik??

    Wer hat Erfahrungswerte?

    gruß
    spicki

  • simonstpauli
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    6.590
    • 22. Februar 2008 um 14:45
    • #2

    ich empfehle:

    - dynamisch
    - enge Richtcharakteristik (Niere, Superniere, Hyperniere)

    Probieren kannst Du auch mal ein SM57, das fliegt ja in den meisten Mikrofonkoffern rum...

    EDIT: SM57 deshalb weil Du ganz nah an die Kapsel herankommst und dadurch nicht so hoch gainen musst. -> Bühnengeräusche werden im Verhältnis leiser.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

    Einmal editiert, zuletzt von simonstpauli (22. Februar 2008 um 15:56)

  • wora
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    • 22. Februar 2008 um 15:23
    • #3

    diesen tipp kann ich genau so unterschreiben!

    und dann muss man halt mit seinen einstellungen experimentieren, auf wirklich lauten bühnen ist das mit dem vocoder wirklich nicht ganz einfach.
    zur not evtl. über InEar monitor oder andere position auf der bühne nachdenken, wenn´s wirklich wichtig ist.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • spicki
    Beiträge
    37
    • 22. Februar 2008 um 17:47
    • #4

    Danke für die Tipps....werde mal ein dynamisches mit Hyperniere testen...


    Anfänglich hatte ich einen MICROKORG mit dem Schwanenhalsmikro (glaub das ist eine Elektret Mikro. Damit hatte ich die wenigsten Probleme. Lohnt es sich, in sowas zu investieren...hat da einer Erfahrungswerte ?

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 23. Februar 2008 um 07:09
    • #5

    hallo spicki,

    ich kenn deinen Vocoder nicht, hab selbst nur 2 alte Sammelobjekte aus dieser Familie (einen Sennheiser und einen Moog), diese kenn ich aber in- und auswendig.
    Analogvocoder sind eines der wunderbarsten Spielzeuge der Tontechnik überhaupt, wie sie sich benehmen hängt total vom Konzept ab, es gibt völlig verschiedene Arten wie die Filterbänke aufgeteilt sind und wie sie zusammen arbeiten.
    Etwas wichtiges haben sie alle gemeinsam, damit solltest du klarkommen :wink:

    1.) Der "Nutzfrequenzgang" eingangsseitig endet spätestens bei 6-7 kHz, d.h. es sind keinerlei Höhen erforderlich, diese stören ihn sogar.
    2.) Jenachdem was du vorhast benötigst du evtl. für Modulationszwecke einen gewissen Anteil an Bässen im Vocal.
    3.) Vocoder lieben einen gleichmäßigen Pegel, also kein flüsterleise und erst Recht kein übersteuerungslaut.

    Mach dir daraus die Anforderung die er dir stellt:

    zu 1.) da ist ein dynamisches Mic. erste Wahl, Kondensatormics übertragen hohe Frequenzen die der Vocoder nicht mag, diese können ihn sogar bei seiner Arbeit stören (ggf. den eingeschleiften EQ dazu nutzen, alles nutzlose zu canceln)
    zu 2.) Das sollte ein Mikrofon sein das recht tief runterkann, also kein Modell mit eingebautem Hochpass oder ähnlichen Spielereien.
    zu 1.) + 3.) Absolute Idealkombination:

    Dynamisches Mikrofon wie empfohlen, es darf gern "dumpf" sein, sprich eher noch das SM58 anstelle vom SM57, oder auch MD431, alte AKG, probier auch mal billige Mics aus und Oldies.
    Ein vorgesetzter Preamp / EQ pre Kompressor / Kompressor / DI Box schafft dir dann die optimalen Bedingungen. (Anm. DI Box oder Lineübertrager braucht man theoretisch nicht, pratisch fast immer da Vocoder sehr pingelig sind am Eingang, zudem ist der häufig asymmetrisch. Vorzugsweise Linepegel verwenden und auf eingebaute Micpre verzichten)
    Pegel zuerst den Vocoder anhand deiner eigenen Lautstärke ein, so daß er ideal moduliert. Daran kannst du später nur wenig ändern, das muß so sein. Anpassen ans Pult dann nurnoch am Ausgangsregler.
    So sollte es dann ideal funzen. Wenn du mit Bassanteil modulierst achte auch auf Trittschalldämmung und genügend Abstand vom Stativ zum nächsten Monitor. 8)

    lG Manuela

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • spicki
    Beiträge
    37
    • 23. Februar 2008 um 14:41
    • #6

    Danke für die ausführliche Anleitung!

    Mein Vocoder ist der Virus Indigo II. Das Mikrofonsignal geht zuerst in eine Behringer Shark rein (Mikrofonverstärker+Limiter+Gate+Kompressor) und davon in den analogen Eingang des Indigo. Werde es jetzt noch mal mit verschiedenen dynamischen Mikros versuchen und mit dem EQ alles außer dem Nutzfrequenzgang ausblenden

    http://www.us-and-them.de

    lg

    spicki

  • Georg_Koeln
    Profi
    Beiträge
    529
    • 27. Februar 2008 um 21:40
    • #7

    Ach nee, alte Bekannte...

    Grüß den Ingo mal von mir!

    Liebe Grüße,

    der Georg :)

    (ich habe vor ein paar Jahren mal eine Zeitlang mit Ingo zusammen am Pult gestanden)

    We're on a mission from God. - Elwood Blues

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