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was macht der "KeyFilter" eines Gates?

  • wora
  • 4. Juni 2008 um 12:52
  • wora
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    • 4. Juni 2008 um 12:52
    • #1

    diese frage tauchte in einem anderen thread auf.

    die funktion eines gates ist klar.
    liegt der eingangspegel unterhalb eines bestimmten pegelwertes (einstellbar über threshold) wird der kanal stummgeschaltet.

    mit dem keyfilter hat man nun zusätzlich die möglichkeit, das steuersignal im frequenzbereich zu beeinflussen.
    man könnte damit also beispielsweise das gate nur durch hohe frequenzanteile öffnen lassen, bässe können das gate nicht öffnen.
    das wäre jetzt z.b. für ne hihat so, das die signale der bassdrum oder der bassgitarre den kanal nicht öffnen können. das macht zwar in der praxis niemand, aber es ist ja nur ein beispiel...
    der keyfilter bezieht sich dabei ausschliesslich auf das steuersignal und lässt das eigentliche signal unbeeinflusst. nur das ansprechen des gates wird damit frequenzabhängig beeinflusst.

    ich hab auch noch ein praktikableres beispiel.

    anwendung floortom:
    wenn man dieser trommel z.b. eine kräftige bassanhebung verpasst hat, könnte es sein das das kanal-gate durch tiefe frequenzen anderer instrumente oder gar der PA geöffnet wird.
    dann setzt man den keyfilter so ein, das die störenden frequenzbereiche ausgeblendet werden, also z.b. ein locut unterhalb von 100Hz...
    ausserdem könnte es sein, das die snare so laut gespielt wird, das sie ebenfalls das gate öffnet. setzt man jetzt einen hi-cut in den keyfilter, z.b. ab 500Hz, wird dieses problem zusätzlich entschärft.
    in diesem fall spricht die steuerung des gates also nur auf frequenzen an, die im bereich 100-500Hz liegen. und hier hat die trommel im nahbereich des mikrofons dann genügend energieüberschuss zu anderen schallquellen, das sich das gate wieder zuverlässig einsetzen lässt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 4. Juni 2008 um 13:27
    • #2

    Darf natürlich als Erklärung zu Dyamics gerne weiter in diesem Board stehen. Daher nach 'Mischpult und Effekte' verschoben.

    Wichtig in diesem Zusammenhang ist zu verstehen, das der Key-Filter im sogenannten side-chain liegt, also im Steuerpfad und nicht im Audiopfad des gates, sodaß der Filter im eigentlichen Signalweg nicht hörbar ist. Bitte auch mal in der einschlägigen Literatur nachlesen, was man mit diesem side chain sonst noch so alles machen kann.

  • billbo
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    • 4. Juni 2008 um 23:40
    • #3

    Da das Thema ja augenscheinlich bereits erschöpfend abgehandelt ist, bleibt mir leider :D nur mehr die Abteilung ‚Despektierliches’:

    Noise Gates mit Key Filtern sind in der Praxis vor Allem ein ziemlich untrüglicher Hinweis auf die tontechnischen Fähigkeiten ihrer Bediener.

    Von 20 bedeutenden Bandmischern mehr oder weniger bedeutender Rock und Pop Acts, die mir nacheinander unterkommen, bin ich mir bei dreien oder vieren nach wenigen Sekunden sicher: wow, der hat’s wirklich drauf. Der weiß, was er da erreichen will, und wie er das in wenigen Sekunden hinkriegt.
    Bei fünf oder sechs weiteren bin ich mir schon nicht mehr so sicher. Die drehen da hie’ und da mal so ein bisschen dran rum, weil sie halt da sind. Manchmal erfolgreich.
    Bei den übrigen zehn bin ich mir dafür dann wieder ganz schnell sehr sicher. Aber als halbwegs höflicher Mensch sag’ ich erst mal nix, sondern bereite mich darauf vor, später notfalls heimlich ein wenig Schadensbegrenzung zu betreiben, während der Kollege vorne mit Gesang und Gitarren kämpft. „Darf ich Dir am Anfang bei den Gates ein wenig unter die Arme greifen :roll: ?“

    Also sind Digitalpulte doch Mist. Denn da geht das nicht mehr so einfach.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • christopher hafer
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    • 5. Juni 2008 um 00:14
    • #4

    Generell ist das auch meine Erfahrung.

    Ich verstehe nur nicht ganz den Zusammenhang "Fähigkeit <-> Keyfilter"

    Wenn es ganz schnell gehen muss, drehe ich die Thresholds auf Anschlag (Gate auf). Wenn es dann irgendwann not tut, werden die Regler beizeiten wieder etwas zugedreht. Bei einsetzender Langeweile, so ab zweiter Hälfte der Show, fingere ich auch schon mal an den Key-Filtern rum - oder am Reverb-Density - oder was sich sonst so anfassen lässt.
    Also - wie Du uns bestimmt auch sagen wolltest: "Alles zu seiner Zeit..." :D

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • olmei
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    517
    • 5. Juni 2008 um 01:13
    • #5

    @ billbo

    Zitat

    Bei den übrigen zehn bin ich mir dafür dann wieder ganz schnell sehr sicher. Aber als halbwegs höflicher Mensch sag’ ich erst mal nix, sondern bereite mich darauf vor, später notfalls heimlich ein wenig Schadensbegrenzung zu betreiben, während der Kollege vorne mit Gesang und Gitarren kämpft. „Darf ich Dir am Anfang bei den Gates ein wenig unter die Arme greifen ?“

    Also sind Digitalpulte doch Mist. Denn da geht das nicht mehr so einfach.

    Evtl. am Notebook daneben dann an den Gates eingreifen, zumindest falls dadurch dann nicht die Kanäle am Pult plötzlich selektiert werden ...

    <><
    amtlicher Leser des paforums.de seit 2004.

  • ben gunn
    Beiträge
    112
    • 13. Juni 2008 um 16:15
    • #6

    Hallo,

    bin gerade stolzer Besitzer eines ARX Sixgates geworden und überlege nun auch, wie ich den Sidechain am besten bei kritischen Freq. versoregen soll, geht um Drums, da is ja doch n Haufen Krach, den es zu filtern gibt. Habe bei ARX gelesen, dass man im einfachsten Fall mit pass. Filtern ala Stereo-Klinke mit entspr. RC-Glied was werden kann.
    Fand ich ganz interessant, wenn man verschiedene Stecker in der Tasche hat kann man wahlweise HP un TP Filter stecken.
    Hat das einer von euch schon gemacht oder arbeitet ihr da mit EQ am Sidechain oder eben Piezzo Trigger ?

    Gruss Ben Gunn

  • pattif
    Beiträge
    40
    • 18. Juni 2008 um 13:20
    • #7

    Hallo Ben Gun, oder auch hallo an alle anderen,

    wir haben auch seit kurzem ein ARX Six Gate, aber so ein automatisches wo man nur die Release Zeit regeln kann.
    Mein Problem ist nun dass keins meiner Mikrosignale vom Insert des Mischers (Soundcraft Spirit live) das Gate öffnet wenn ich es aktiviere (also den Bypass Knopf auslöse.
    Hab das Gate mit Insertkabel vom Pult am Input (send, Mischer) und Ouput (return, Mischer) angeschlossen.

    Kann mir jemand helfen? Das Gate sei laut Beschreibung voll funktionstüchtig und sieht auch noch richtig neu aus.

    Bin nur "Laie" wie kann ich die Funktionstüchtigkeit des Gates überprüfen?

    Vielen Dank für Eure "Profi" Hilfe

    Grüssle
    P

  • tonmischer
    Beiträge
    205
    • 18. Juni 2008 um 14:05
    • #8

    Beim Spirit live gilt die Insert-Belegung Tip = Send, Ring = Return.
    Hast du das Gate so angeschlossen?
    Ausfuehrliche Infos zu Insert-Belegungen unterschiedlicher Pulte:
    http://www.soundengineer.co.uk/insertsinfo.htm

    lg andreas

  • Campfire
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    1.356
    • 18. Juni 2008 um 14:09
    • #9

    vertausch mal input und output, ev. tuts dann... (gehe von Y-Insertkabel aus), ob Tip am Stereoklinkenstecker send ist oder return ist je nach Pult unterschiedlich.....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • pattif
    Beiträge
    40
    • 19. Juni 2008 um 09:32
    • #10

    Ja das hab ich vorher überprüft und beschriftet, indem ich einfach mit dem Insertkabel (ja Y-Kabel) in weitere Kanaäle des Mischers gefahren bin. Dann den Ausgangskanal mit einem Signal beaufschlagt, so dass man dann über den PFL sehen kann auf welchem Ende des Y-Kabels wieder was ankommt.

  • wora
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    • 19. Juni 2008 um 11:35
    • #11
    Zitat von &quot;PattiF&quot;

    ...wir haben auch seit kurzem ein ARX Six Gate, aber so ein automatisches wo man nur die Release Zeit regeln kann.
    Mein Problem ist nun dass keins meiner Mikrosignale vom Insert des Mischers (Soundcraft Spirit live) das Gate öffnet...

    hab mir mal ein foto des gerätes angeschaut.
    da gibt es auch jeweils einen regler mit der beschriftung "Threshold". dreh diesen mal nach ganz links richtung "-50" und schaue, ob dann die kanäle von deinen signalen geöffnet werden.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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