diese frage tauchte in einem anderen thread auf.
die funktion eines gates ist klar.
liegt der eingangspegel unterhalb eines bestimmten pegelwertes (einstellbar über threshold) wird der kanal stummgeschaltet.
mit dem keyfilter hat man nun zusätzlich die möglichkeit, das steuersignal im frequenzbereich zu beeinflussen.
man könnte damit also beispielsweise das gate nur durch hohe frequenzanteile öffnen lassen, bässe können das gate nicht öffnen.
das wäre jetzt z.b. für ne hihat so, das die signale der bassdrum oder der bassgitarre den kanal nicht öffnen können. das macht zwar in der praxis niemand, aber es ist ja nur ein beispiel...
der keyfilter bezieht sich dabei ausschliesslich auf das steuersignal und lässt das eigentliche signal unbeeinflusst. nur das ansprechen des gates wird damit frequenzabhängig beeinflusst.
ich hab auch noch ein praktikableres beispiel.
anwendung floortom:
wenn man dieser trommel z.b. eine kräftige bassanhebung verpasst hat, könnte es sein das das kanal-gate durch tiefe frequenzen anderer instrumente oder gar der PA geöffnet wird.
dann setzt man den keyfilter so ein, das die störenden frequenzbereiche ausgeblendet werden, also z.b. ein locut unterhalb von 100Hz...
ausserdem könnte es sein, das die snare so laut gespielt wird, das sie ebenfalls das gate öffnet. setzt man jetzt einen hi-cut in den keyfilter, z.b. ab 500Hz, wird dieses problem zusätzlich entschärft.
in diesem fall spricht die steuerung des gates also nur auf frequenzen an, die im bereich 100-500Hz liegen. und hier hat die trommel im nahbereich des mikrofons dann genügend energieüberschuss zu anderen schallquellen, das sich das gate wieder zuverlässig einsetzen lässt.