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Festivalpulte analog oder digital 2008

  • tufkaklto
  • 12. Juni 2008 um 15:59
  • christopher hafer
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    • 23. Juni 2008 um 21:48
    • #141
    Zitat von "guma"

    Ich finde die "A-D Grundsatzdiskussion" inzwischen einfach nur noch langweilig und realitätsfremd.

    Was ich sehr viel interessanter finde, dass die Fraktion, die das Klein- oder Mittelklasse-Digitalpult aus wirtschaftlichen Gründen gekauft hat, penetrant verhindert, dass digital Spass macht und zwar nicht durch die Pulte selbst, sondern durch Ignoranz, Unkenntnis und mangelndes Interesse für Audio als solches.

    Eigentlich wäre es ganz einfach: Macht es so wie die Studioleute und

    "take the best of both Worlds"

    Schließt Rechner an, verwendet ordentliche Bildschirme, sorgt für breakouts zum Anschluß von analogem oder digitalem externen Equipment, lernt endlich die Speicherroutinen um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen und bereitet eure Pulte ordentlich vor !!!! Dann sind wirklich nur noch die ewig gestrigen gegen diese Pulte.

    Was mich wirklich stört, ist die Lieblosigkeit im Umgang mit der Materie.

    Alles anzeigen

    Ich will hier guma gar nicht auf die Füsse treten, aber Dein Vorwurf, lieber Tobias

    Zitat

    Aber schön zu sehen, dass - nach alter Usenet-Tradition - der, der keine Argumente mehr hat, immer den "Nazi-Joker" zieht. Mein Lieber, Du hast den Begriff der "Ewiggestrigen" eingeführt und dann selber die Brücke zu Adolfs Zeiten geschlagen - das ist unterstes Niveau und definitiv nicht die Sachlichkeit, die Du einforderst.

    ist so dermaßen unverschämt wie falsch, das ich mich dazu gezwungen sehe. Ich lasse mich doch nicht für dumm verkaufen.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • wora
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    • 23. Juni 2008 um 21:53
    • #142
    Zitat von "oTon"

    ...natürlich ist ein Digitalpult so gut wie immer billiger als der entsprechende Analogplatz, vor allem wenn man noch Transport etc. hinein rechnet ...


    ich sehe das eher so, das es erst dann im laufe der zeit billiger wird, wenn man den transport berücksichtigt. denn sooo teuer ist analog ja nun wirklich nicht, ein digitales kostet ja auch ne stange geld.
    aber über kurz oder lang wird digital immer günstiger werden, da bin ich mir sicher. denn da werden ja wesentlich weniger hardware-teile benötigt als bei nem analogpult...
    trotzdem - der zweck heiligt die mittel. und so sehe ich nach wie vor einen vorteil von analog für festivals mit vielen gastmischern, so lange das mit den files nicht klappt.
    so, jetzt könnt ihr mich verhau´n...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • oton
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    • 23. Juni 2008 um 22:01
    • #143
    Zitat von "wora"


    trotzdem - der zweck heiligt die mittel. und so sehe ich nach wie vor einen vorteil von analog für festivals mit vielen gastmischern, so lange das mit den files nicht klappt.
    so, jetzt könnt ihr mich verhau´n...

    Im Augenblick würde ich dir noch knapp recht geben, für diesen speziellen Einsatzzweck. Allerdings wird sich das mit der Weiterbildung der Techniker nicht mehr lange so sein.
    Ich habe es schon mal geschrieben, inzwischen kenne ich viele jüngere Kollegen, die an einem grösseren Analogplatz sehr viel mehr Übersichtsprobleme haben als an einem PM5D, an dem sie auch noch nie standen, gesetzt den Fall sie haben Yamaha Erfahrung.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

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  • christopher hafer
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    • 23. Juni 2008 um 22:14
    • #144

    Hallo oTon!

    Zitat

    Da muss ich doch stark widersprechen .... ich komme aus dem Studiobereich, und da haben inzwischen 80% aller Techniker noch nie in ihrem Leben ein Analogpult oder eine Bandmaschine bedient. Und sie sind deswegen keinen Meter besser oder schlechter als ältere Techniker die noch analog gelernt haben.

    Ersteres habe ich nicht in Frage gestellt, letzteres ist fraglich. Die Qualität der Audio-Produktionen hat nachgelassen, ganz extrem im Matering-Bereich (> Loudness War). Dies sind direkte Auswirkungen der Digitalisierung. Aber da muss man nicht einer Meinung sein. Es gibt natürlich extrem gute aktuelle Produktionen, von Leuten, die wissen was sie tun.


    Zitat

    Das mit den Budgets haben wir in allen Bereichen, allerdings verstehe ich nicht ganz das dieses Argument prinzipiell immer negativ hingestellt wird .... natürlich ist ein Digitalpult so gut wie immer billiger als der entsprechende Analogplatz, vor allem wenn man noch Transport etc. hinein rechnet .... hilft also bei gleicher Qualität auch dem Verleiher Geld zu sparen. Oder sehe ich das falsch?

    Insofern wenn Du annimmst, Digital sei billiger. Ich habe die Rechnung schon mal für ein LS9 bei Standard-Band-Anwendung gemacht. Digital ist dann deutlich teurer. Wir können gerne jede andere Rechnung aufmachen. Im Resultat ist jetzt schon klar, dass digital nur sehr bedingt billiger ist. Und der Transport-Faktor relativiert sich ab einer bestimmten VA-Größe komplett. Und "gleiche Qualität"? Wer entscheidet das denn? Irgendwelche Marketing-Heinis? WAS vergleicht man mit WAS? Hat ein M7CL die gleiche Qualität wie ein MH3? Nicht für den, der eine analoge Bedienung wünscht bzw. tatsächlich braucht!! Warum geht das nicht in die Köpfe...? :?

    Zitat

    Und Christoph, in die Schublade der "analogen Dinosaurier" steckst du dich vor allem selber mit deinen Posts ....

    Ich stehe diesem "Vorwurf" völlig entspannt gegenüber, denn
    1. Habe ich mehrfach klargemacht, dass ich seit sehr langer Zeit Digitaluser bin
    2. Dass Digitalpulte entscheidende Vorteile haben können
    3. Dass Digitaltechnik der Analogen klanglich überlegen ist (ob das eine Rolle spielt sei dahingestellt...)
    und
    4. Sehe ich den Begriff "Analog-Dinosaurier" daher eher schmeichelhaft.
    Wenn ich hier recht emotional gegen eine breite Mehrheit argumentiere, dann ist mir sowas lieber als die dreisten Vorwürfe, die mir eben im Speziellen sowie vielen anderen Leidensgenossen angedichtet werden.
    Aber damit kann ich leben. Auch damit, dass einige hier nicht verstehen wollen.
    :P

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  • christopher hafer
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    • 23. Juni 2008 um 22:37
    • #145
    Zitat von "simonstpauli"


    Ich versuch das mal:


    Wo siehst Du die Unterschiede bei den Gründen?

    Ich dachte das erklärt sich von selbst. Wenn jemand "no Marke XY" auf seinen Rider schreibt, obwohl es sich um ein namhaftes und erwiesenermaßen gutes Produkt handelt, dann ist das tendenziell irrational.
    Erst recht, wenn es um die PA geht. Ob da nun Meyer, dB oder vDosc hängt, am Pult macht das keinen Unterschied.
    Das lässt sich beliebig fortsetzten: In den meisten Ridern steht (völlig zurecht): "No digital EQ". Nicht, weil sie nicht funktionieren oder klingen - nein, weil der schnelle Zugriff i.d.R. nicht gewährleistet ist. Und haben sich diese Geräte durchgesetzt? Nein.
    Aber paradoxerweise Digitalpulte. Nicht nur der direkte Zugriff auf den Main-EQ fehlt
    (besonders ärgerlich: dies wäre noch zu kompensieren, wird aber einfach ignoriert: "wieso, ist doch alles drin..."), 
    es ist ein komplett anderes Arbeiten erforderlich. Da gibt es eine Menge Kollegen, die können das wohl bedienen, die wollen es aber einfach nicht. Und einige davon haben wirklich gute, verständliche Argumente.
    Was gibt es dagegen pauschal wohl für rationelle Argumente gegen ein System wie VDosc?
    Dieses in einen Topf zu werfen wie zuvor Kollege klauston ist einfach nicht in Ordnung. Finde ich.

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  • oton
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    • 23. Juni 2008 um 22:41
    • #146
    Zitat von "Christopher Hafer"

    Hallo oTon!


    Ersteres habe ich nicht in Frage gestellt, letzteres ist fraglich. Die Qualität der Audio-Produktionen hat nachgelassen, ganz extrem im Matering-Bereich (> Loudness War). Dies sind direkte Auswirkungen der Digitalisierung. Aber da muss man nicht einer Meinung sein. Es gibt natürlich extrem gute aktuelle Produktionen, von Leuten, die wissen was sie tun.

    Ich kann nicht beobachten, das sich die Qualität der Musikproduktionen verschlechtert hat. Die Soundvorstellungen/Höhrgewohnheiten haben sich einfach nur geändert, so das man als alter Sack wie ich und du irgendwann "hängenbleibt" ... wie bei Klamottengeschmack etc. pp. ... und dann klingt es halt nicht mehr so wie man es mal "schön" fand ...

    Ich beobachte dagegen, das die Digitalisierung gerade die Recordingszene nach vorne gebracht hat und unglaubliche Sachen entstehen, die es nie gegeben hat, als sich kaum ein Musiker ein "richtiges" Studio leisten konnte.

    Und jetzt mal ganz offtopic und doch eigentlich genau zum Thema ... ab und zu schaue ich als Tonler mal unauffällig hinter mich und werfe einen Blick in die wunderbare Welt des Lichts ... also gegen eine ordentliche GrandMA ist doch so eine PM5D echt nur ein Taschenrechner !!

    Ich denke, mal ganz abgesehen von besseren Oberflächen etc. kommt da auch noch eine Menge Komplexität auf uns zu, wenn erst mal alles reingepackt wird was irgendwie für Audiobearbeitung nützlich sein kann. Da hilft nur dranbleiben ....

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  • christopher hafer
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    • 23. Juni 2008 um 22:56
    • #147

    Vollkommen richtig.
    Das ist ja im Live-Bereich nicht anders als im Studio, wo ich eben auch herkomme.
    Es wäre einfach nur schön, wenn sich alle Seiten öffnen würden, auch die Analogiker.
    Solange es aber kein überzeugendes (=kompromissloses!) Bedienkonzept an einem bezahlbaren Digitalpult gibt, werden die Digital-Skeptiker nicht weniger.
    Ich denke in fünf Jahren sind wir soweit. Wobei mit iLive und Vi ja wohl zwei interessante Produkte verfügbar werden...?

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  • Micromann
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    • 23. Juni 2008 um 23:05
    • #148

    Für mich gehören zu einem Digitalpult beim livegig auf jedenfall eine online-USV, wenn das Pult dann abstürzt ist es Pech, wenn der Strom ausfällt was immer mal vorkommen kann, sei es nur, das irgendwer aus welchen Gründen auch immer den Stecker vom Pult rauszieht,

    Desweiteren möchte ich nicht auf meine Externen defekte verzichten müssen, also muss ich die auch wiedermitnehmen und so summiert sich der FOH auch wieder.


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • christopher hafer
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    • 23. Juni 2008 um 23:22
    • #149

    Das mit der USV lese ich immer wieder, nur der Sinn entgeht mir.
    Welche Pulte reseten sich denn bei Stromausfall??
    Lange Hochfahrzeiten wären vielleicht ein Grund.
    Ansonsten: Strom an, weiter gehts, früher oder später.

    Externe FX: Schön & gut. Mit dem Yamaha-Hall habe ich kein Problem, wohl aber mit dem manchmal komischen Tap-Verhalten.
    Ich würde aber eher meine Kompressoren mitnehmen, hätten die gängigen Geräte nicht einfach die Insertbuchsen eingespart. Vielleicht kommt bald mal jemand auf die simple Idee, zwischen Preamp und A/D eine Buchse zu bauen, die ja auch als analoger Direct out viel Freude machen würde.
    Vielleicht macht mal jemand einen neuen Thread auf:
    Verbesserungsvorschläge für neue Digi-Pulte.... :wink:

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  • simonstpauli
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    • 23. Juni 2008 um 23:23
    • #150
    Zitat von "Christopher Hafer"


    Ich dachte das erklärt sich von selbst. Wenn jemand "no Marke XY" auf seinen Rider schreibt, obwohl es sich um ein namhaftes und erwiesenermaßen gutes Produkt handelt, dann ist das tendenziell irrational.


    so unterschrieben. Was meine Theorie zu den Gründen nur untermauert.

    Zitat von "Christopher Hafer"

    ...In den meisten Ridern steht (völlig zurecht): "No digital EQ". Nicht, weil sie nicht funktionieren oder klingen - nein, weil der schnelle Zugriff i.d.R. nicht gewährleistet ist. Und haben sich diese Geräte durchgesetzt? Nein.
    Aber paradoxerweise Digitalpulte. Nicht nur der direkte Zugriff auf den Main-EQ fehlt
    (besonders ärgerlich: dies wäre noch zu kompensieren, wird aber einfach ignoriert: "wieso, ist doch alles drin..."), 
    es ist ein komplett anderes Arbeiten erforderlich. Da gibt es eine Menge Kollegen, die können das wohl bedienen, die wollen es aber einfach nicht. Und einige davon haben wirklich gute, verständliche Argumente.


    Ich habe noch keinen Rider mit solchen Argumenten gesehen. Mir ist Zugriff auf den Main EQ eher unwichtig, ich erarbeite den Mix mit den Mikrofonen und am Pult. Daher stört mich das eher nicht, ich freue mich viel mehr über den verbesserten Überblick über alle Pegel und Dynamics-Arbeitspunkte (z.B. in der Layer-Ansicht des Studio Managers). Es ist also für mich in der Tat meiner Arbeitsweise eher zuträglich, ein digitales Pult vor mir zu haben.
    Als Bonus kann ich alle Effekt-Sends komprimieren, wie ich es schon auf Analogplätzen gerne getan habe, wenn es möglich war. (selten...).

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  • oton
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    • 23. Juni 2008 um 23:25
    • #151
    Zitat von "Micromann"

    Für mich gehören zu einem Digitalpult beim livegig auf jedenfall eine online-USV, wenn das Pult dann abstürzt ist es Pech, wenn der Strom ausfällt was immer mal vorkommen kann, sei es nur, das irgendwer aus welchen Gründen auch immer den Stecker vom Pult rauszieht,

    Vollkommen korrekt .... aber eine USV macht noch keine 2 dicke Sideracks ...

    Zitat von "Micromann"

    Desweiteren möchte ich nicht auf meine Externen defekte verzichten müssen, also muss ich die auch wiedermitnehmen und so summiert sich der FOH auch wieder.

    War das jetzt ein freudscher ... anyway ... das ist eine Frage der eingebauten FX, und die werden von Generation zu Generation besser. und auch hier ... ein PCM70/D2/990 geht in ein kleines 4 HE Köfferchen, wenn es denn sein muss.

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  • christopher hafer
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    • 23. Juni 2008 um 23:53
    • #152
    Zitat von "simonstpauli"


    Ich habe noch keinen Rider mit solchen Argumenten gesehen.

    Seit wann wird auf Ridern argumentiert? Warum muss jemand überhaupt argumentieren? Wenn da steht "no digital desk" (uns das hast Du schon gelesen!) wird ein seriöser Disponent versuchen dies einzurichten, solange es keine zwingenden Gründe (das wären für mich: Platzbedarf, Festinstallation - mehr nicht!) gegen Analog gibt!
    "Billiger" ist kein Argument (weil es einfach nicht stimmt), ebenso wenig "alles wird digital". Leider sind genau das hier die häufigsten Argumente, und das ist lächerlich. Es gibt wirklich viel bessere, nur eben nicht für jemanden der "no digital" in seinen Rider schreibt....
    Jegliche Diskussion darüber wäre für mich eine Zumutung.

    Zitat

    Mir ist Zugriff auf den Main EQ eher unwichtig, ich erarbeite den Mix mit den Mikrofonen und am Pult. Daher stört mich das eher nicht, ich freue mich viel mehr über den verbesserten Überblick über alle Pegel und Dynamics-Arbeitspunkte (z.B. in der Layer-Ansicht des Studio Managers). Es ist also für mich in der Tat meiner Arbeitsweise eher zuträglich, ein digitales Pult vor mir zu haben.
    Als Bonus kann ich alle Effekt-Sends komprimieren, wie ich es schon auf Analogplätzen gerne getan habe, wenn es möglich war. (selten...).

    Ja, schön dass Du Dich so wunderbar in der digitalen Welt Zuhause fühlst.
    Aber das interessiert nicht den, der vielleicht 30 Jahre Analog mischt. Den interessieren vielleicht eher die "Essentials". Dazu gehören dann eher dezidierte Bedienelemente, klare Übersicht auch bei Sonneneinstrahlung (viel Spass mit dem Läppi...) und vielleicht weniger Schnick-Schnack wie vorkomprimierte FX-Sends, die sich ebenso analog realisieren ließen.

    Kurz: Der bewährte Standard von über 30 Jahren lässt sich nicht mit solchen Dingen wegdiskutieren. Und es gibt wenig Gründe dies zu tun.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • bemi
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    • 24. Juni 2008 um 00:15
    • #153

    Christopher:

    [x] ich habe dich verstanden
    [x] ich akzeptiere deine Meinung
    [x] ich teile sie teilweise
    [ ] du solltest deine Meinung nochmal aeussern
    [x] dieser Thread ist fuer mich erledigt


    ciao
    bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • simonstpauli
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    • 24. Juni 2008 um 00:15
    • #154
    Zitat von "Christopher Hafer"

    Seit wann wird auf Ridern argumentiert? Warum muss jemand überhaupt argumentieren? Wenn da steht "no digital desk" (uns das hast Du schon gelesen!) wird ein seriöser Disponent versuchen dies einzurichten, solange es keine zwingenden Gründe (das wären für mich: Platzbedarf, Festinstallation - mehr nicht!) gegen Analog gibt!
    "Billiger" ist kein Argument (weil es einfach nicht stimmt), ebenso wenig "alles wird digital". Leider sind genau das hier die häufigsten Argumente, und das ist lächerlich. Es gibt wirklich viel bessere, nur eben nicht für jemanden der "no digital" in seinen Rider schreibt....
    Jegliche Diskussion darüber wäre für mich eine Zumutung.


    Niemand muß argumentieren, Du hattest nur von Argumenten geschrieben, was mich verwundert hatte.
    Ich denke nicht, daß ein Disponent gesteigerten Bedarf an Diskussionen mit Band-Technikern hat, ich kenne jedenfalls keinen. Streng genommen gibt es 2 Möglichkeiten: mindestens einen Analogplatz auf dem Festival oder die Riderschreiber spielen nicht mit. Es gibt auch genug Rider auf denen Digitalpulte spezifiziert sind. Im Endeffekt würden wir dann bei einem 3-Tage-Festival mit geschätzten 5 FOH-Plätzen dastehen, und das ist dann schon ein Kostenargument. Und Kosten werden fast nie von Bands getragen sondern verursacht, bis jemand "stop" schreit. Der Punkt an dem dieser Schrei ertönt wird ganz entschieden vom Marktwert der Band bestimmt.

    Zitat

    Ja, schön dass Du Dich so wunderbar in der digitalen Welt Zuhause fühlst.
    Aber das interessiert nicht den, der vielleicht 30 Jahre Analog mischt. Den interessieren vielleicht eher die "Essentials". Dazu gehören dann eher dezidierte Bedienelemente, klare Übersicht auch bei Sonneneinstrahlung (viel Spass mit dem Läppi...) und vielleicht weniger Schnick-Schnack wie vorkomprimierte FX-Sends, die sich ebenso analog realisieren ließen.

    Kurz: Der bewährte Standard von über 30 Jahren lässt sich nicht mit solchen Dingen wegdiskutieren. Und es gibt wenig Gründe dies zu tun.


    Ich finde mich zurecht, weil ich es musste. Und es gibt sowohl digitale als auch analoge Frontplätze, die ich absolut nicht mag. Nur muß ich an diesen Arbeitsmitteln eben arbeiten.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 24. Juni 2008 um 01:49
    • #155
    Zitat von "oTon"

    ...Und jetzt mal ganz offtopic und doch eigentlich genau zum Thema ... ab und zu schaue ich als Tonler mal unauffällig hinter mich und werfe einen Blick in die wunderbare Welt des Lichts ... also gegen eine ordentliche GrandMA ist doch so eine PM5D echt nur ein Taschenrechner !!...

    uuups...
    ich hoffe NICHT, das dies mal zu einem argument wird... 8)


    eines fällt mir bei dieser diskussion auf:
    egal wer was und wie argumentiert, die fronten bleiben verhärtet.

    - es gibt also die verleiher-fraktion, die am liebsten nur noch digitale pulte stellen würden - weil "klein" und "ist ja alles drin"... man braucht also nicht mehr nachdenken. das ist, wenn man viele jobs ohne pause macht, durchaus ein argument.

    - und es gibt die "kein digital für festivals"-fraktion, die ihrerseits aber auch gute argumente hat.

    ist stelle fest: die "kein digital überhaupt"-fraktion gibt es praktisch gar nicht mehr.
    jeder professionell arbeitende mischer hat mittlerweile erkannt, das digital auch vorteile bieten kann und sich zum grossteil auch an die digitaltechnik gewöhnt. die möglichen vorteile werden eben nur noch nicht konsequent genug umgesetzt!

    so wie ich das sehe, ist mittlerweile eher die digital-fraktion diejenige, die (zum teil auch engstirnig) unbedingt ihre position durchsetzen will.
    ich denke, die wahrheit liegt mal wieder irgendwo in der mitte.
    wenn es irgendwann mal so weit sein sollte, das jeder, wirklich jeder mischer mit seinem file kommt und sich mit der digitalen welt arranggiert hat, dann wird es selbstverständlich so weit sein, das auch für schnell wechselnde abläufe digitale pulte bedenkenlos eingesetzt werden können.
    aber ich schätze so weit sind wir einfach noch nicht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (24. Juni 2008 um 13:49)

  • simonstpauli
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    • 24. Juni 2008 um 10:42
    • #156

    Noch mal ganz anders angesetzt:

    "No digital desk" stößt bei mir hauptsächlich deshalb auf Widerstand, weil mir die Trennung zu unscharf ist. Da wird also schlichtweg jedes Pult zwischen Behringer und Lawo in jeglicher Konfiguration abgelehnt.

    Bei einem Einzelgig wäre es kaum ein Problem, der Tek will analog, der Tek kriegt analog.

    Für Festivals wünschte ich mir Forderungen wie "wenn digital, dann alles auf einem Layer", "analoger Main-EQ", "480L", "Eventide" oder "10x Insert für meine Kompressoren".

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • Campfire
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    • 24. Juni 2008 um 10:53
    • #157

    wie schon erwähnt, bei mir steht auch "No Digital" auf dem Rider, aber für Nachfragen gibts ja den Kontakt auf dem Rider, was jetzt auch schon vorkam, wo man dann genauer nachfragen kann unter welchen umständen Digital ev. doch geht......

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • audiobo
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    • 24. Juni 2008 um 12:25
    • #158
    Zitat von "Thomas Schäfer"

    Ich habe schon wieder einen Rider eines kanadischen Act´s wo steht:
    No digital console, Behringer, old Soundcraft

    Heissen die zufällig Outmatch?

    Kenn jetzt den Mischer nicht, der war letzte Woche nicht dabei. Aber wenn er genauso locker drauf ist wie die Jungs, dürfte es nach vorzeitiger Kommunikation und mit entsprechender Betreuung kein Problem sein - die Inputs sind übersichtlich, die Band gibt gute Signale und wenn der Sound steht ist da nicht mehr viel zu tun. Vielleicht noch den Main-Voc-Kanal splitten für FX (Rev, Delay), damit´s der Kollege per Fader reinziehen kann. FX-Returns auf Fader patchen, halte ich eh für Pflichtprogramm
    (ich gehe gerade mal davon aus, dass du einen LS9-Taschenrechner hast, kann mich natürlich auch irren)


    Zitat von "wora"

    ich denke, die wahrheit liegt mal wieder irgendwo in der mitte.
    wenn es irgendwann mal so weit sein sollte, das jeder, wirklich jeder mischer mit seinem file kommt und sich mit der digitalen welt arranggiert hat, dann wird es selbstverständlich so weit sein, das auch für schnell wechselnde abläufe digitale pulte bedenkenlos eingesetzt werden können.
    aber ich schätze so weit sind wir einfach noch nicht.

    Das Problem mit den Files sehe ich darin, dass man zur Zeit noch für jedes Pult ein seperates File braucht, selbst Yamaha-Intern kommt auf die Art und Weise einiges zusammen - hinzu kommt, dass man oft nicht alles im Editor vorbereiten kann, was einem letztendlich als Arbeitserleichterung dient (z.B. so Sachen wie UserDefinedKeys, etc.)
    Also braucht man zum erstellen doch wieder das Pult und viele kommen da leider nicht mal eben ran.

    Richtig cool wäre für viele wahrscheinlich auch eine Art "Lernprogramm", die einem die Pultoberfläche mit den entsprechenden Buttons zur Verfügung stellt.

  • wora
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    • 24. Juni 2008 um 13:58
    • #159
    Zitat von "AudioBo"

    ...Das Problem mit den Files sehe ich darin, dass man zur Zeit noch für jedes Pult ein seperates File braucht, selbst Yamaha-Intern kommt auf die Art und Weise einiges zusammen - hinzu kommt, dass man oft nicht alles im Editor vorbereiten kann, was einem letztendlich als Arbeitserleichterung dient (z.B. so Sachen wie UserDefinedKeys, etc.)
    Also braucht man zum erstellen doch wieder das Pult und viele kommen da leider nicht mal eben ran...

    genau.
    das sich in zukunft ein generelles file für verschiedene pulte ergeben wird, nun, daran glaube ich nicht.
    denn erstens besteht seitens der hersteller kein interesse daran und zweitens sind die pulte verschiedener hersteller doch zu unterschiedlich aufgebaut. klar, nen locut haben sie im idealfall alle, aber trotzdem gibt es doch einige unterschiede.
    vielleicht gibt es ja mal jemanden, der ein konverter-programm schreibt...?

    Zitat von "AudioBo"

    ...Richtig cool wäre für viele wahrscheinlich auch eine Art "Lernprogramm", die einem die Pultoberfläche mit den entsprechenden Buttons zur Verfügung stellt.


    das ist ne verdammt gute idee!!!
    das werde ich gleich mal weiter geben!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Campfire
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    • 24. Juni 2008 um 14:27
    • #160

    naja, zumindest innerhalb eines Herstellers sollte ein einheitliches File doch möglich sein, was das "Kleinere" Pult halt nicht kann wird ignoriert, was das größere Pult mehr kann ist automatisch bypass.....

    oder zumindest die Möglichkeit "Channelfiles" (Band a, snare, Sm57 oder so, dafür dann das entsprechende Gain, EQ und Dynamics-Setting) erstellen zu können, die dann vom Stick am Laptop am VA-Ort (oder schon im Vorfeld :) ) in das jeweilige Pult eingefügt werden können. (oder geht es das schon?)

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

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