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Subwoofer oder größere Basscombo ?

  • ernst-ulrich hamann
  • 26. Juni 2008 um 14:00
  • ernst-ulrich hamann
    Beiträge
    3
    • 26. Juni 2008 um 14:00
    • #1

    Hallo Leute,

    wir spielen Folk bis Jazz, sind 12 Leute von Gesang über Bläser und Streicher und das ohne Drums.
    Unsere PA besteht aus 2 JBL PRX512 Aktivboxen, mit denen wir sehr zufrieden sind (sehr klar, differenziert und druckvoll ) und bis ca. 200 Leute gut beschallen.

    Unser Problem ist der Kontrabass (einziges bass-lastiges Instrument). der hat als Combo einen Roland100-Würfel. Bei Gigs, wenn wir den Roland aufdrehen (nah am Bassisten), gibts schnell Aufschwingungen (Rückkoppl.) über die Bassseiten und im Puplikum wirds bassig nicht laut genug.

    Was ist jetzt besser: einen Sub (evtl. 18" Bassreflex) dazu oder für solche Gigs eine leistungsfähigere Basscombo, die die Band und das Puplikum versorgt.
    (Mit einem dazugestellten db SUB15 (Bandpass) hatten wir keine so gute Erfahrungen)

    Gruß

    Ernst-Ulrich

    ..., weil Sie mit Geräusch verbunden.

  • erik
    Beiträge
    1.408
    • 26. Juni 2008 um 21:27
    • #2

    da ihr Probleme mit Rückkopplungen habt bringt ein lauterer Bassverstärker nix. benutzt den jetzigen weiter und schickt das Signal zusätzlich auf die PA, die dann durch einen Subwoofer erweitert werden kann. durch den größeren Abstand zu dem Kontrabass gibts nicht so schnell Feedbacks. Der PRX 518 sollte gut dazu passen, ist in Bassreflex gebaut und klingt damit etwas direkter als der Bandpass von db. vielleicht einfach bei einem Händler mal antesten oder noch besser ausleihen und bei einem Live-gig testen.

  • mike severloh
    Beiträge
    893
    • 28. Juni 2008 um 13:43
    • #3
    Zitat von "Ernst-Ulrich Hamann"

    ...
    Unser Problem ist der Kontrabass (einziges bass-lastiges Instrument). der hat als Combo einen Roland100-Würfel. Bei Gigs, wenn wir den Roland aufdrehen (nah am Bassisten), gibts schnell Aufschwingungen (Rückkoppl.) über die Bassseiten und im Puplikum wirds bassig nicht laut genug.
    ...

    Hi Ernst-Ulrich,

    vor vielen Jahren war der Barcus-Berry Piezo-pickup für Kontrabass das Mass aller Dinge. Dieser für seine Rückkopplungsarmut bekannte pickup wurde am Steg des Kontrabasses befestigt, und brachte mühelos das ganze Spektrum der Instrumentes auf die P.A. und auf die damaligen Tonbänder.

    Wenn Du also eine P.A.-Erweiterung in Betracht ziehst und der Roland100 für den Basser selbst als Bass-Monitor ausreicht wäre die Kombination

    super-pickup für Kontrabass plus

    P.A. mit Bassboxen für das Publikum

    meine erste Empfehlung.

    Mike.

    Mike Severloh.

  • tufkajck
    Profi
    Beiträge
    3.334
    • 28. Juni 2008 um 15:01
    • #4

    Auch meine Meinung.
    Auf keinen Fall auf der Bühne lauter machen. Hat Konsequenzen für den gesamten Bandton.

    Ein Bandpassub ist hier eher schlecht, durch das suboptimale Zeitverhalten verschmiert er den Kontrabass nur und macht ihn nicht besser hörbar

    Für sowas htte ich am liebsten Schallzeilenässig was oder gleich in cadioid, Bässe
    pro Seite 3 12"er übereinander, damit man Richtwirkung im Bass hätte.
    Gibts natürlich nicht an jeder Ecke zu kaufen.
    Gute P.A. mit neutralen sauber abgestimmten Sus geht aber schon.
    EQ ist muss.

  • slaytalix
    Verifiziert
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    55
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    4.906
    Marktplatz Einträge
    1
    • 28. Juni 2008 um 15:58
    • #5

    Von AKG gab es auch spezielle Piezo Tonabnehmer für den Steg.

    Sonst evtl. auch größere Baßcombo über DI-Box & über PA schicken

    Kann Dir in BI auch Backline anbieten bei Bedarf :wink:

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 30. Juni 2008 um 11:13
    • #6

    Hallo Ernst-Ulrich,

    die Reproduktion eines Kontrabasses (gestrichen / gezupft ?) ist eine schwierige Uebung, bei der du schnell viel Geld laesst und denoch keine zufriedenstellenden Ergebnisse erhaeltst. Schreib doch bitte noch ein paar Informationen in den Beitrag, die deine Erwartungen ein wenig klarer umreissen:

    - gewuenschter Schallpegel waehrend der Veranstaltung mit 200 Personen (Unterhaltung moeglich / schwer moeglich / Hae?)
    - Groesse und Art der typischen Raeume / Hallen / Zelte / Plaetze
    - wie laut sind die Blaeser im Vergleich zu den Streichern auf der Buehne (Schall der Blaeser nur von der Buehne oder zu gleichen Anteilen wie Streicher ueber PA)
    - wie laut soll der Bass im Publikum wahrgenommen werden (dezent / kraeftig / Hosenbein flattern)
    - welches maximale Volumen an Tieftonsystemen kann transportiert werden (100 / 500 / 1000 Liter)
    - muessen aktive Baesse zum Einsatz kommen
    - wie gross ist das Budget
    - kommt Selbstbau der Tieftonsysteme (nach Vorlage) in Frage

    Jack hat das eigentliche Problem bereits angesprochen - fuer eine stimmige Wiedergabe des Kontrabasses bedarf es einer Tieftonerweiterung, welche moeglichst wenig zeitliche Verzoegerung der tieffrequenten Signalanteile hervorruft. Das Masz dieses zeitlichen Versatzes ist die Gruppenlaufzeit. Tieftonsysteme hoeherer Ordnung wie Bandpaesse (4. Ordnung) oder Bassreflex (3. Ordnung) erzeugen starke Gruppenlaufzeitunterschiede, die die Durchhoerbarkeit des Kontrabasses negativ beeintraechtigen koennen (wobei ich nicht sage, dass diese Systeme unter keinen Umstaenden eingesetzt werden koennen).

    Um auf deine Schilderung des Einsatzes eines Bandpasses zurueckzukommen - die vordergruendigen Probleme sind meiner Meinung nach auf die schlechte zeitliche Abstimmung zwischen den Tiefton- und Mittel-/Hochtonsystemen zurueckzufuehren. Digitale Controller wie der DCX2496 erlauben es, diese Probleme deutlich zu mindern. Aber - hierfuer bedarf es einer gewissen Erfahrung und geeigneter Messtechnik. Du wirst aber keine Schwierigkeiten haben, in deinem Umfeld eine Firma zu finden, welche dir ein geeignetes Setup fuer dein System erstellt nachdem du geeignete Baesse angeschafft hast.

    Ich wuerde dir empfehlen, fuer deine spezielle Anwendung Tieftonsysteme geschlossener Bauweise (2. Ordnung) in Erwaegung zu ziehen. Diese verursachen geringere Gruppenlaufzeitunterschiede und weisen guenstigere Impulseigenschaften auf. Ein Beispiel unter vielen waere BMS 18N850v2 in rund 150l Volumen (hoert auch auf den Namen CB18). Aber - 18" Treiber weisen eine deutlich eingeschraenkte obere Grenzfrequenz auf.

    Gruesse, Sven

    An all jene, die mich falsch verstanden haben - die reine Erwaehnung eines geschlossenen Systems ist kein Schlachtruf zur Grundsatzdebatte. Danke.

  • ernst-ulrich hamann
    Beiträge
    3
    • 7. Juli 2008 um 13:13
    • #7

    Hallo Leute,

    ich danke euch für eure Meinungen. Ich denke auch, wir werden mal einen anderen SUB probieren und lieber nicht die Bühnenlautstärke aufbrezeln.
    Da schreinen alle sowieso nach "ich will mich mehr höhren".

    Die Sache war nur, da gibts teure große Bassverstärker..., aber im Endeffekt muss es ja beim Publikum gut klingen und unser Roland100 ist ja nur der Bass-Monitor.
    Der probierte SUB15 macht eben eher nur "bumm" (gut für Fußtrommel und so), aber es klingt nicht wie ein tief schwingender Kontrabasston. Wir werden probieren.

    Gruß E.U.

    ..., weil Sie mit Geräusch verbunden.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 7. Juli 2008 um 13:25
    • #8

    ... ggf. mit einem Notchfilter (hat der Mixer eigentlich Parametric-Mitten ?) die nervigste Frequenz selektiv etwas absenken. :wink:

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 7. Juli 2008 um 15:15
    • #9

    ...oder: Leihweise ein Basskabinett und einen Verstaerker ausprobieren. Den Roland als Monitor nah neben dem Kontrabass einsetzen; dass Basskabinett in Richtung Buehnenkante versetzen, um Rueckkopplungen zu vermeiden; den Gesang und die Blaeser belassen, wie sie sind. Das kontakariert teilweise oben erteilte Ratschlaege, hat sich aber in der Auffuehrungspraxis bestens bewaehrt. Ich kann waermstens folgende Kombination empfehlen: Ampeg SVT-CL Verstaerker mit Ampeg SVT-410HLF Kabinett.

    Alle weiter oben aufgefuehrten Empfehlungen (Tonabnehmer + Controller + Verstaerker + Sub + parametrischen Bass-EQ) kosten zusammen richtig viel Geld und beduerfen eines nicht zu unterschaetzenden Aufwandes, um die Investition zum Erfolg werden zu lassen. Vielleicht (und nur vielleicht) existieren Alternativen, welche fuer Geld allein zu beschaffen sind...

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