1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Professionelle Veranstaltungstechnik
  4. Andere Gewerke (nicht PA)
  5. Rigging

Bühne ins Meer bauen

  • TheN
  • 16. Juli 2008 um 00:18
  • TheN
    Beiträge
    178
    • 16. Juli 2008 um 00:18
    • #1

    Hallo zusammen,

    wir haben vor einiger Zeit eine Bühne an den schönen Ostseestrand bauen dürfen. Zwischenzeitlich gab es die Überlegung, die Bühne zur Hälfte oder sogar ganz ins Flache Meerwasser zu stellen. Die Idee wurde verworfen, da zu teuer, interessant ist sie aber trotzdem allemal! Daher mal die Frage in die Runde: Hat jemand Ideen oder Erfahrungen dazu, ob und wie das geht?
    Das ganze sollte circa 3 Tage da rumstehen.

    Folgende Überlegungen sind damals (in Zusammenarbeit mit unserem Garten- und Landschaftsbauer) enstanden:

    Hauptproblem ist die sichere und feste Gründung. Im See oder ruhigen Fluss kein Problem, aber das Meer bewegt sich . mit unter sehr heftig (auch wenn's nur die Ostsee ist). Wenn man einfach große Kekse unterlegt, befürchte ich, dass diese ungleichmäßig unterspült werden und dann wegrutschen.
    Lösungsansätze: Schwere Unterlagen (Betonplatten), unter die Sandoberfläche eingraben (damit die Wellen darüber hinwegspülen ohne Verwirbelungen.
    Die eingesetze Bühne hat einen kompletten Trussrahmen, auf dem die Bühnenelemente liegen. Im wesentlichen lagert das auf 4 Basements der Tower mit je 4 Spindelfüßen. Zusätzlich sind bis zu 16 Spindelfüße unter der Bühenfläche angebracht.
    Wir hatten überlegt, unter die 16 Füße jeweils eine Gehwegplatte zu legen, soweit vergraben, dass die Oberfläche etwa mit der Sandoberfläche abschließt.
    Für die Basements gab es 2 Ideen: Betonplatten gießen lassen, 1m x 1m x 0,3m, mit Kranösen, und diese ebenfalls mit der Oberfläche abschließend unter die Tower packen (Nachteil: Sehr schwer zu handhaben, nur mit großem Gerät)
    oder eine Holzkiste aus Multiplex bauen, eingraben und mit Pflastersteinen vollstapeln. (Für 3 Tage dürfte die Kiste locker halten, dauerhaft natürlich nicht)

    Nächstes Problem: Angriff des Materials. Wie sehr leidet das Alu, die Basements, die Spindelfüße?
    Wir hatten mal damit gerechnet, dass das Alu komplett anläuft und poliert werden muss, die Basements gesandstrahlt und lackiert oder vorher verzinkt werden müssen und von den Spindelfüßen einige hinterher in die Tonne müssen.

    Hat jemand sowas schon mal gemacht?

    Freue mich auf eure Ideen :D

  • tufkail
    Beiträge
    288
    • 16. Juli 2008 um 00:53
    • #2

    Wieso eigentlich Betonplatten ? Kann man vielleicht stabile Alupfosten in den Boden rammen ? So wie die für den Zaunbau gebraucht werden, nur etwas größer. Die Gefahr ist, dass sie wegrutschen, aber wenn man sie querverbindet...

  • TheN
    Beiträge
    178
    • 16. Juli 2008 um 01:02
    • #3

    der Ansatz ist gar nicht so doof. tief statt breit und schwer.
    Der Boden ist ja weich und durch und durch sand, da müsste man sowas gut eingetrieben bekommen. Querverbinden wäre aber sicher sinnvoll, bei dem weichen Grund. Habe graden nicht genau vor Augen, was für Pfosten du meinst, kannst du die näher beschreiben?

    Müsste schon was größeres sein, damit es die Last der Bühne sicher aufnehmen kann, ohne abzusacken oder zur Seite zu driften.

  • tufkail
    Beiträge
    288
    • 16. Juli 2008 um 02:04
    • #4

    Na ja. Die dinger sehen aus wie Keile und haben zwei orthogonale Flächen im Schnittbild. Oben ist ein Aufnahmebecher für den Zaunpfosten.

    So, jetzt hab ichs gefunden: Einschlaghülsen heißem sie:

    http://cgi.ebay.de/Einschlaghuels…Q2em118Q2el1247

    sry für den ebay link. Sowas, hur halt im größeren Format.

  • Teddytaste
    Profi
    Reaktionen
    7
    Beiträge
    755
    • 16. Juli 2008 um 16:12
    • #5

    Ich habe im letzten Jahr mit meiner Tauchausrüstung eine Bütecfläche in einen See gebaut, war ein lustiges Unterfangen:-)

    Untergrund müssen Steinplatten od. Metallplatten, damit nix sich nix im Grund eingräbt.
    Es müssen bei Offshore-Bauten mit immensen Kräften gerechnet werden, dementsprechend sollte man den Wetterbricht gut lesen und beurteilen können.
    Seitliche Ausleger und Verstrebungen sind nicht nur Pflicht sondern in großer Anzahl zwingend notwendig.

    Ach ja: Sicht beträgt UW NULL, d.h. man kann getrost die Maske mit Gaffa zukleben, man sieht eh nix.
    Als ich meinen 13 Ratschenschlüssel verloren hatte, brauchte ich 30 minuten bis ich ihn wieder ertastet hatte, is also nix für weicheier ;)

    Wenn jemand einen/mehrere tauchenden Veranstaltungstechniker sucht :

    Wir sind für jeden Spaß zu haben, denn diese Job´s werden wirklich gut bezahlt :)

    Ansonsten lass die die Bühne vom THW auf deren Pontons bauen , das wird billiger....

    mit feuchten Füßen
    peter

    peter birkholz

    pb-showtechnik.de

  • morgen_meister
    Beiträge
    1.235
    • 16. Juli 2008 um 18:29
    • #6

    also ich bin zwar nur ein Bauzeichner, aber aus meinen erfahrungen raus würde ich sagen, das es mit einer einfach Stahlbetonplatte von 1x1x0,3m bei weitem nicht getan ist.
    Die spült es dir im Meer unter Umständen weg wie wenns ein Stück Papier wäre oder sinkt unberechenbar und unterschiedlich tief ein.
    So ein Minifundament haste teilweise schon auf Festland für die geringsten Belastungen.
    Für sowas muss eine ordentliche Tiefgründung her. Und sowas kostet richtig asche.
    Ansonsten: Frag in 5 Jahren bei mir nochmal nach, da sollte ich dann Bauingenieur sein und sollte es dir beantworten können :D

    http://www.partysound-light.de

  • tufkacaho
    Beiträge
    418
    • 16. Juli 2008 um 20:26
    • #7

    wie sieht es denn aus, wenn man mit einer pfahlramme stahlröhren tief in den boden treibt und dann darein layher spindeln einsetzt? durch die reibung der röhren im sand werden die ja sehr standfest. müsste man mal eine bauunternehmung fragen, was die dazu sagen.

    mfg

  • martin.riesch
    Verifiziert
    Beiträge
    286
    • 16. Juli 2008 um 21:58
    • #8

    Eine Pfahlgründung ist wohl die beste Wahl, wenn es um hohe Lasten und eine längere Standzeit geht.
    Als Beispiel hierfür möchte ich die Seebühne Bregenz nennen - das Festspielhaus Bregenz hat den Bühnenbau im Wasser perfekt umgesetzt.

    Derzeit stehen in Bregenz über 700 Tonnen Bühnentechnik auf unzähligen Holzfpfählen. Ein Bühnenbild bleibt immer 2 Jahre stehen, dann wird für das nächste Set neu gegründet.

    hier noch einige Bilder - man beachte die hauseigene Pfahlramme:

    EDIT: Dies soll keine Empfehlung zum Nachbauen sein. Nur als Beispiel hier aufgeführt.

    Gruß,
    Martin

    2 Mal editiert, zuletzt von martin.riesch (17. Juli 2008 um 10:29)

  • unknown
    Profi
    Beiträge
    43
    • 17. Juli 2008 um 01:28
    • #9

    Interessante Idee, aber...

    Betonplatten / Kiste mit Pflastersteinen wird nicht funktionieren. Das zeigt schon der Selbstversuch wenn man am Strand steht und das Wasser einem den Sand unter den Füssen wegspült.
    Sehr viele Betonplatten ( und ich meine jetzt wirklich sehr viele ) werden funktionieren, allerdings dürften die Kosten für Schwertransporte, Kran, bzw. Schwimmkran jeden vernünftigen finanziellen Rahmen sprengen.
    Ähnlich sieht es mit der Pfahlgründung aus. Eine mit Sicherheit funktionierende Möglichkeit. Hier würde ich ( ohne weitere Berechnung ) die Pfähle mal eben mit 400 - 800 mm x 20 mm Rundprofil Stahl mit einer Einrammtiefe von 3 m ansetzen. Da bedarf es doch schon einer größeren (Schwimm)Ramme. Und wer holt die Pfähle danach wieder raus ... ?

    Ich würde bei einem solchen Projekt einfach ein Schwimmponton oder Arbeitsponton vom Schubschiff mit Volldampf auf den halben Strand schieben lassen ( ACHTUNG: das ist natürlich NICHT wörtlich zu nehmen ! ), danach Ankerpfähle des Ponton absenken und das Ponton mit den Verholwinden am Strand fixieren / verankern.
    Die Höhe des Pontons ersetzt die Bütec-Podeste. Beim Bühnendach die Basements durch Stahlplatten ersetzen und diese auf dem Ponton festschweissen, damit ist dann auch die Ballastfrage geklärt, und fertig.

    Solche Pontons gibt es z.B. bei: Taucher Heros oder TAGU

    Zum Material:

    Ich habe schon ähnliche Bauten an der Nordsee/Atlantik und Mittelmeer gebaut. Das Aluminium korrodiert ganz gut und wird auch richtig stumpf, alle Stahlteile können binnen kürzester Zeit Rost ansetzen ( egal ob verzinkt oder lackiert ), Verbindungselemente, Schraubgewinde etc. werden richtig schwergängig.
    Bei Wind kann es ja nach Sandanteil auch zu einem schönen Schmiergelpapiereffekt kommen der einem durchaus den Siedruck von einem Podest, bzw. Verzinkungen abschleifen kann.

    Schutzmaßnahmen dagegen gibt es nicht wirklich viele. Wir haben immer an allen Verbindungselementen und beweglichen Teilen viel Fett eingesetzt und WD40 wird ein treuer Freund.
    Man sollte die Position Wiederherstellung und Reinigung des Materials nach dem Job nicht unterbewerten und diesen Posten in der Kalkulation nicht zu gering ansetzen.

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 17. Juli 2008 um 02:45
    • #10
    Zitat von "martin.riesch"

    Eine Pfahlgründung ist wohl die beste Wahl, wenn es um hohe Lasten und eine längere Standzeit geht.
    Als Beispiel hierfür möchte ich die Seebühne Bregenz nennen - das Festspielhaus Bregenz hat den Bühnenbau im Wasser perfekt umgesetzt.

    Derzeit stehen in Bregenz über 700 Tonnen Bühnentechnik auf unzähligen Holzfpfählen. Ein Bühnenbild bleibt immer 2 Jahre stehen, dann wird für das nächste Set neu gegründet.

    hier noch einige Bilder - man beachte die hauseigene Pfahlramme:

    was mann hier aber auch dazusagen muss, dass der Bodensee bei weitem nicht die STRÖMUNGSVERHÄLTNÌSSE hat wie das offenen Meer......


    aus meiner Sicht, ist dieses Vorhaben mit sehr viel Arbeit und sehr viel Geld verbunden........
    wenn es allerdings umgesetzt wird, ist ein Fanfaktor und Alleinstellungsmerkmal gegeben, dass seines Gleichen sucht :wink:

    ich würde auf unbehandelte Holzpfosten (Pfahlbauten) mit größer 50cm Durchmesser setzen

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 17. Juli 2008 um 05:10
    • #11

    Moin, moin,

    die Gruendungsanalyse von On-Shore Bauwerken bedarf jeder Menge ingenieurtechnischen Hirnschmalzes. Zu den bereits angesprochenen Problemen wie Tragfaehigkeit des Baugrundes, Kolkung um Gruendungselemente durch Wellenangriff oder Dimensionierung der Tiefgrunedung kommt noch die Analyse der zulaessigen differentiellen Setzungen, Bemessung der Tiefgruendung auf Zug durch seitlichen Windangriff auf das Bauwerk, zulaessige laterale Bettung der Gruendung, dynamische Belastung der Gruendung, Anderung der Bodenkennwerte durch thixotrope Effekte der dynamischen Beanspruchung, unterschiedliche Schichtstaerken des Baugrundes, etc. pp.

    Ich wuerde empfehlen, eine Bauwerksdimensionierung entsprechend dem Anforderungsprofil einschliesslich der maszgebenden Lastfaelle (Wind, Eigenlasten, Verkehrslasten, etc.) vorzunehmen, und dann ein Ingenieurbuero mit einschlaegiger Erfahrung mit einer Machbarkeitsstudie zu beauftragen.

  • ADMIN
    Administrator
    Reaktionen
    381
    Beiträge
    10.040
    Termine
    4
    Einträge
    16
    Marktplatz Einträge
    1
    • 17. Juli 2008 um 09:03
    • #12
    Zitat von "TheN"

    Das ganze sollte circa 3 Tage da rumstehen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 17. Juli 2008 um 10:02
    • #13

    @ Admin,

    was ich mit meinem Beitrag aussagen wollte, ist, dass die Bemessung eines solchen Tragwerkes und der erforderlichen Gruendung einen bedeutenden ingenieurtechnischen und finanziellen Aufwand darstellt. Die "Lebensdauer" des Tragwerks geht in die Sicherheitsbemessung nicht ein, da ein Versagen nach 2 Monaten oder 2 Stunden eintreten kann.

    @ all - ich rate dringend von derartigen Konstruktionen basierend auf "Erfahrungswerten" oder "vergleichbaren Projekten" ab.

  • harald abel
    Verifiziert
    Beiträge
    25
    • 24. Oktober 2008 um 08:40
    • #14

    Wir haben als Schüler mal bei einem Ausflug einen neu angefertigten
    Steg betreten-als ca. 10 Jungs(Alter 13 Jahre ) auf dem Steg waren,
    ist der ganze Steg eingesunken und alle Mann haben bis zu den Füssen
    im Wasser gestanden.Andererseits scheinen die Anlegestegs für Schiffe
    auch zu funtionieren,da würd ich mich mal informieren.Die Stege halten
    leicht 100 Personen aus.

    Gruß
    Wes

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

Letzte Themen

  1. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

    skippa
    27. September 2026 um 10:16
  2. EU Cyber Resilience Act (CRA)

    alexanderjoseph
    26. September 2026 um 20:14
  3. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  4. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
  5. können das hier (Foto) die original Weichen der KMT CS215 / CM215 sein ?

    phattomatic
    23. September 2026 um 09:12
  6. RCF: "Bass Motion Control" vs. "XBoost" => Ähnliche Funktionalität unter zwei verschiedenen Etiketten oder relevante Unterschiede?

    Hanseat
    21. September 2026 um 22:21
  7. Suche Lichteffekt

    Schreddl
    21. September 2026 um 12:22
  8. QLC+4 in MagicQ Visualsieren - wie richtig einstellen?

    metal-shot
    19. September 2026 um 17:44
  9. Verschiedene Verteiler mit Powercon Anschluss bzw. Ausgang kompatibel?

    tenderboy
    19. September 2026 um 12:22
  10. Suche Optocore Spezialisten - trouble shooting eines SANE Verbunds

    georg.h
    19. September 2026 um 10:21
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™