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Wert Soundcraft 800B?
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Um noch eins klarzustellen:
Ich habe nicht behauptet beide Pulte würden gleich klingen - oder gar das ALLE Pulte gleich klingen.
Das werden sie nicht, weil allein ihre messtechnischen Daten leicht variieren.
Das 800B mag auf das Signal einen leichten Schleier legen, der für das Ohr sympatisch ist. Und vielleicht würde ich bei einem Blindtest sogar dieses Pult vorziehen. Ich habe schließlich auch nur zwei Ohren die genauso wenig absolut verlässlich sind wie alle anderen.Aber was heißt denn nun besser?
Das "bessere" Pult (nur vom technisch-klanglichen Aspekt, wir reden hier ja nicht über Verarbeitung oder Mechanik) müsste doch eigentlich jenes sein, welches das Signal am wenigsten degradiert. Wenn ich eine CD in den Line-Eingang schicke dann soll es am Ausgang vollkommen linear rauskommen, dann ist es ein "gutes" Pult.
Und das lässt sich im Grunde nur messen.
Leider gibt es immer Leute, die lieber/nur ihren Ohren vertrauen.Nur ist das menschliche Gehör nun mal überhaupt nicht in der Lage, sich komplexe Klangstrukturen auch nur für kurze Zeit merken.
Wer also einen Tag später ein anderes Pult ein selbiger Anlage testet, der testet nicht das Pult sondern sein Gehör.
Dies ist wissenschaftlich alles belegt, und daher ist die Forderung nach einem 1:1 Blindtest die allereinzigste, die hier wirklich Aussagekraft haben kann! Unter solchen Tests ist längst belegt, dass bestimmte Komponenten nicht reproduzierbar unterscheidbar sind, weder Verstärker, noch Kabel, noch Wandler uvam. Und Pulte ohne EQ prinzipiell gehören dazu: Der Frequenzgang moderner Geräte geht von 20-20khz bei eine Abweichung von max +- 0,5dB! Kein Ohr der Welt könnte dies reproduzieren.
Wer aber nun bestimmte Artefakte eines 25 Jahre alten Pults mag, der hat ja nicht Unrecht. Aber (ohne Direktvergleich!) zu behaupten, dieses Pult würde "besser klingen" ist für mich aus nun hoffentlich verständlichen Gründen völlig indiskutabel.Wer hier nicht meiner Meinung ist bezeichne ich weder als Amateur oder Unwissend. Ich möchte aber nicht als Arrogant hingestellt werden weil ich mich auf wissenschaftliche Fakten berufe und Eure Schilderungen kritisch hinterfrage.
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das mit der arroganz hat auch eher was mit deiner "leicht" aufbrauschenden schreibe zu tun.
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Zitat von "Christopher Hafer"
Leider gibt es immer Leute, die lieber/nur ihren Ohren vertrauen...!
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lass das Spirit mal 25 Jahre alt werden..... au weia....
Und zum Klang einer Klangregelung möchte ich noch sagen, das diese für mich nicht zu klingen hat, sondern die Signale so umzusetzen hat, wie ich sie im Kopf erdenke und mit den Fingern ausführe. Und das geht oder ging mit einem 800er 10 x schneller und 100 x besser.
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mal wieder eine schöne diskussion, deswegen qauch von mir mal ein paar punkte dazu:
zuerst mal: abgesehen von den klanglichen qualitäten der pulte, würde ich mal einen gedanken daran verschwenden bei welchen pult der lötkolben besser zu handeln sein wird. alte analogpulte sind dauerbaustellen!
außerdem: Christopher Hafer argumentiert oben mal wieder sehr wissenschaftlich, und damit auch teilweise korrekt.
aber wenn ich die grundaussage das ich das gerät bevorzugen sollte, welches das signal "am wenigsten degradiert", dann kann ich das so nicht unterschreiben. die sogenannte "degration" des signals, hier schon durch die wortwahl negativ belegt, muß eben nicht zwingend das schlechtere sein.ich habe es im audiobereich mit einer sehr komplexen kette aus signalverändernden komponenten zu tun, wo es durchaus sein kann das eben das "verändern" (als ersatz für das wort degradieren) des signals genau den gewünschten effekt erzielen kann.
deswegen halte ich es für korrekt zu allererst mit dem ohren zu entscheiden, auch wenn diese nur trügerische sicherheit geben. natürlich sollte man sich messdaten auch ansehen, um vor bösen überraschungen geschützt zu sein, aber das ohr ist für mich der entscheidende punkt.
und da liegen glaube ich zwei verschiedene wege zum ziel hinter versteckt. der doch sehr "analytische" von C.H, und den von einigen und auch mir bevorzugte "gefühlsmäßigere". das beides zu einem guten ergebniss führen kann sollte ja klar sein.
weg eins fängt ein signal genau so auf wie es ist, und versucht es erstmal möglichst unverändert zu verstärken. erst durch gezieltes eingreifen mit klangverändernden mitteln (EQ, effekte etc.) erzeuge ich evtl. gewünschte oder notwendige abweichungen vom original.
weg zwei, sieht eher so aus das an merh verschiedenen punkten das signal schon verändert und auf den gewünschten klang gebracht wird.
wahl des mikros etc oder eben auch ein "klingendes" pult.
will ich jetzt das signal so exakt wiedergeben wie weg eins es in grundstellung schafft, so muß ich große sorgfallt beid er wahl der arbeitsgeräte wallten lassen.warum nehme ich dann weg zwei?
weil erstens das 100% genaue verstärken eigentlich nie nötig bzw. gewünscht ist, da ich das signal immer so verändern muß um es einem gesamtbild (erwünschter sound oder z.b bei klassik der zusammenklang natur und verstärkt) anzupassen.
weil ich zweitens denke das trotz der immer wieder beschworenen messergenisse, kein gerät die wirklich geradlinige verstärkung schafft, selbst die oben erwähnten +-0,5db können summiert über mehrere kanäle einen riesen unterschied ausmachen. das ganze "esoterische geschwafel" hat meiner meinung nach durchaus exisitierende hintergründe, und selbst wenn es nur ein placebo effekt ist, der sollte dann auch positiv verwendet werden.
wei ich drittens immer noch denke das verstärken von signalen eine eher gefühlslastige sache ist, als reine kopfarbeit. selbst das verstärken eine politischen rede kann klangbildung zum erzeugen von stimmungen voraussetzen.
also: 800B nehmen, spirit sein lassen, und vielleicht mal drüber nachdenken das evtl. erhöhtes rauschen in eingen kritischen kanälen ja durchaus durch modifikationen oder eben reine instandsetzung behoben werden kann.
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Zitat von "Christopher Hafer"
Um noch eins klarzustellen:
Ich habe nicht behauptet beide Pulte würden gleich klingen - oder gar das ALLE Pulte gleich klingen...
ich antworte mal in der gleichen form:Christopher, um eines klarzustellen:
so weit ich mich erinnern kann, hatte ich DEINEN namen gar nicht erwähnt!
(so ein satz kommt ganz schön aggressiv rüber, findest du nicht auch?)
zurück zum thema:
also es gibt ja auch andere kollegen, die klangliche unterschiede zwischen mischpulten (oder verstärkern) in die welt der sagen und mythen abschieben wollen und nur die messwerte als verlässliche grössen akzeptieren. zum teil kann ich das auch verstehen, wir sind ja schliesslich alle techniker.
ich kann aber immer wieder nur dieses behaupten: es gibt diese unterschiede tatsächlich. ich habe sie oft genug gehört.
natürlich kann sich mein ohr täuschen, seltsamerweise hat es sich aber immer dann getäuscht, wenn bestimmte gerätschaften im signalweg waren...
und natürlich kann man jetzt auch gleich sagen: "klar, ich wusste ja auch das sie da sind und hatte eine entsprechende erwartungshaltung"... leider kann ich noch auf keinem mischpult mit verbundenen augen mischen, also kann man einfach immer ein gegenargument finden.aber der frequenzgang alleine ist noch lange kein beweis für ein neutrales klangverhalten.
es gibt auch noch sehr subjektive hörerfahrungen, ich sage nur mal: "räumliche tiefe des mixes".
und hier gewinnt das 800er haushoch gegen das spirit, das verspreche ich.mir wird das jedenfalls langsam lästig mit der rumstreiterei über messwerte, ich will endlich einen blindtest!!!
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Mal noch so ein paar gedanken von mir.
1.) Blindtest... jederzeit gerne

2.) Es gab ja mal von Tool4Music den Endstufenvergleichstest. Fazit: Keine Unterschiede hörbar. Allerdings: Alle Endstufen strikt im linearen Bereich betrieben.
Und ich vermute mal: Wenn alle Kandidaten "brav" ausgesteuert werden, hört man auch kein altes Soundcraft heraus. Von daher wird die Definition der Vergleichsbedingungen zu einem solchen Test spannend.
3.) Nach allem, was man von alten Soundcraft-Pulten so hört (vom Pult hört oder über das Pult von Kollegen hört oder im Forum liest (also: Muss ein wenig in den roten Bereich gefahren werden, Röhrensound... )), ist relativ klar, was das "Geheimnis" ist: Das Pult beginnt bei höheren Pegeln weich zu verzerren. Mit einem anderen Pult und einem Exciter müsste der Klang eigentlich auch zu erreichen sein.
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Andere Pulte, aber:
Viele wollen unbedingt einen Alten Midas XL3 oder XL4 weil dieser , wenn man Ihn bei den Mic Preamps ins Rote fährt, eben einen ganz speziellen Sound machte, der gewünscht war.
Ich wage mal zu behaupten , das dies so nur wenige Pulte können.
Und deswegen werden auch verschiedene Personen möglicherweise ein Pult subjektiv anders aussuchen, weíl sie damit auch anders arbeiten.
ZB, Manche fahren generell mit viel höheren Gains.
Das kann dann durchaus etwas anders klingen
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Blindtest: Wozu? Jeder von uns hat doch schon Pulte, die er mag und die er nicht ausstehen kann.
Wie einen Blindtest durchführen? Eine Band Messtechnisch auf identischen Pegel und Klang einpegeln auf zwei verschiedenen Pulten und dann hin und herschalten?
Ich mag mischen, mag mich vom Pult mitbeeinflussen lassen, ich höre ja während dem rumdrehen. Ich stelle ein, bis mir der Klang gefällt.Ein altes "besserklingendes" Pult nachbilden mittels Exiter? Dann aber pro Kanal nen Compressor/Exiter/Rauschgenerator verwenden.
Oder ein altes Pult. Oder ein Pult, dass man mag.
Wenn wir hier beweisen können, dass ein Spirit und ein MIDAS exakt identisch klingen, dann wird das überhaupt nichts ändern.
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Hmm, eigentlich wollte ich mich aus der Diskussion heraushalten, aber mir drängt sich gerade folgendes Gleichnis auf:
Das wäre in etwa so, als wollten wir einen Blindvergleich zwischen verschiedenen Autos machen.
Jeder hat ein Auto, das er gegenüber einem anderen aus bestimmten Gründen bevorzugt - sei es der günstige Verbrauch, die große Leistung, das günstige Preis-/Leistungsverhältnis oder der SSVF (Subjektive ... ähm... Genitalverlängerungsfaktor). Es ist schwer, da einen Blindvergleichstest zu machen, weil auch da einfach zu viel über Erwartungshaltung und persönliche Präferenzen läuft.
Ich fahre einen Mondeo. Warum? Weil ich ein kostengünstiges, aber relativ großes (=im Unfallfalle sicheres) Auto wollte. Dafür fahre ich auch wie ein Opa. Andere fahren gerne sportlicher - die brauchen halt ein kleineres Auto mit mehr PS. Und andere brauchen einen bestimmten Markennamen hinten drauf, weil sie befürchten, dass sie sonst ausgelacht werden.
Ich will ein Auto, das ohne Mucken fährt und sicher ist. Mit meinem kann ich allerdings gewiß keine Rennen gewinnen, und es ist auch sicher nicht jedermanns Geschmack - schon meine Frau fährt lieber ihr Astrachen, weil der ein bißchen wendiger und spritziger ist.
Und so isses doch auch weitestgehend mit Pulten. Sie sollen spielen und nicht so schnell kaputt gehen. Der eine braucht "Rock'n'Roll" mit kraftvollem, warmen (=degradiertem) Sound, der andere hätte's bitte gern analytisch und möglichst verzerrungsarm. Manchen ist's ziemlich egal, was da steht, so lange die Fader nicht kratzen, und andere können nur auf höchstens zwei Produkten eines Herstellers mischen, weil sie ansonsten unglücklich sind und Schweißausbrüche, Magenschmerzen und Rückenschmerzen bekommen.
Wenn ich Rock'n'Roll mische, freue ich mich über Pulte der ersten Kategorie - wenn ich bei einer Livesendung nur Sprachsignale aus drölfunddreißig Quellen auf dreiunddrölfzig Senken verteilen muss, ohne irgendwo eine Sendestrecke zu überfahren, brauche ich halt ein anderes Pult.
Es kommt ja auch keiner auf die Idee, größere Mengen Stahl mit, hmm... sagen wir mal, einem Lupo transportieren zu wollen. Denn das wäre unvernünftig.
Klar soweit?*
Mit freundlichen Grüßen
Tobias Zw.
- Utilitarist = Das richtige Werkzeug am richtigen Platz -* Gestern abend "Pirates of the Caribbean" gesehen...
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Erstaunlich, auf einmal so viele teils sehr durchdachter Meinungen zu lesen. Finde ich gut, genau so hätte ich mir das gewünscht.
Ich denke diese Diskussion nutzt selbst dem Original-Poster mehr als zu wissen ob ein 800b für 900E günstig ist. Denn im Kern geht es doch darum, welche Kriterien ein Mischpult überhaupt zu einem guten Mischpult machen.
Zitatich sage nur mal: "räumliche tiefe des mixes".
und hier gewinnt das 800er haushoch gegen das spirit, das verspreche ich.
Wenn Du das auch beweisen könntest wäre das nahe einer wissenschaftlichen Sensation.
Mehr sag ich dazu nicht mehr...
@Karel
Zitatkein gerät die wirklich geradlinige verstärkung schafft, selbst die oben erwähnten +-0,5db können summiert über mehrere kanäle einen riesen unterschied ausmachen.
Im Mischpult summieren sich die Abweichungen einzelner Signale (immer abgesehen vom EQ!) nicht mehr. Aber umso mehr in der weiteren Kette! Umso fragwürdiger ist es doch Pulten ohne genaue Analyse Klangeigenschaften zuzusprechen, obwohl Mikrofone und LS ein vielfaches (!) dieser Abweichungen produzieren, abgesehen von den Einflüssen des Raumes UND der Tatsache, das ein Pop/Rock-Mix doch ohnehin nur mit massiven EQ-Eingriff zu erstellen ist.
So sollten wir doch lieber über die Möglichkeiten der EQs (bzw. anderer stark klangbildender Effekte) sprechen und nicht über einen - messtechnisch nicht/kaum zu ermittelnden "Grundsound".Zitat1.) Blindtest... jederzeit gerne Winken
2.) Es gab ja mal von Tool4Music den Endstufenvergleichstest. Fazit: Keine Unterschiede hörbar. Allerdings: Alle Endstufen strikt im linearen Bereich betrieben.
Und ich vermute mal: Wenn alle Kandidaten "brav" ausgesteuert werden, hört man auch kein altes Soundcraft heraus. Von daher wird die Definition der Vergleichsbedingungen zu einem solchen Test spannend.
3.) Nach allem, was man von alten Soundcraft-Pulten so hört (vom Pult hört oder über das Pult von Kollegen hört oder im Forum liest (also: Muss ein wenig in den roten Bereich gefahren werden, Röhrensound... )), ist relativ klar, was das "Geheimnis" ist: Das Pult beginnt bei höheren Pegeln weich zu verzerren. Mit einem anderen Pult und einem Exciter müsste der Klang eigentlich auch zu erreichen sein.
Perfekt formuliert :wink:
@klauston
ZitatViele wollen unbedingt einen Alten Midas XL3 oder XL4 weil dieser , wenn man Ihn bei den Mic Preamps ins Rote fährt, eben einen ganz speziellen Sound machte, der gewünscht war.
Genau - ein springender Punkt.
Ich gehe zwar nicht davon aus, das dies ein wichtiger Punkt für XL-Bedarf in Ridern ist, aber die Frage ist ja, wie ein Pult in solchen Situationen klingt. Nur weil eine Peak-LED angeht ändert sich erstmal gar nichts (vielleicht bei Yamaha, aber das ist ein anderes Thema). Aber ab einem bestimmten Punkt entstehen eben hörbare Verzerrungen, die mal mehr, mal weniger gut klingen.
Die Frage ist nur: Zerrt ein XL4 "schöner" als ein "Eurorack"?
Nach meinen Erfahrungen ganz sicher nicht.
Die Forderung nach hohem Headroom und einer "gutmütigen" Gainstruktur die mir hier in den Sinn kommt ist eine andere Baustelle.ZitatBlindtest: Wozu? Jeder von uns hat doch schon Pulte, die er mag und die er nicht ausstehen kann.
Weil dann nur jeder seine Lieblinge aufzählt ohne objektiven Hintergrund (z.B. nennen die meisten auch immer nur das, was sie kennen).
Pulte haben eben von allen PA-Elementen mit am wenigsten Eigenklang (nochmals: natürlich ohne EQ...).
In einem Blindtest lässt sich Beweisen, dass viele Klangfaktoren erst im Kopf entstehen und das Messwerte alle Klangeigenschaften eines Gerätes voll widerspiegeln.
Andererseits gibt es sicher das Problem, dass sich die vielen Parameter, die nötig sind um eine Band zu mischen kaum 1:1 adaptieren lassen.
Dazu ist ein erheblicher Aufwand nötig. Einfacher wäre es, z.B. ein LS9 mit einem PM5 zu vergleichen, weil dort die Parameter recht einheitlich sind.
Womit wir beim nächsten Punkt sind:@Utilitarist äh, Tobias
ZitatDer eine braucht "Rock'n'Roll" mit kraftvollem, warmen (=degradiertem) Sound, der andere hätte's bitte gern analytisch und möglichst verzerrungsarm. Manchen ist's ziemlich egal, was da steht, so lange die Fader nicht kratzen, und andere können nur auf höchstens zwei Produkten eines Herstellers mischen, weil sie ansonsten unglücklich sind und Schweißausbrüche, Magenschmerzen und Rückenschmerzen bekommen.
Wenn ich Rock'n'Roll mische, freue ich mich über Pulte der ersten Kategorie - wenn ich bei einer Livesendung nur Sprachsignale aus drölfunddreißig Quellen auf dreiunddrölfzig Senken verteilen muss, ohne irgendwo eine Sendestrecke zu überfahren, brauche ich halt ein anderes Pult.
Erstmal: Zustimmung. Man sollte Hinterfragen, wozu das Pult eingesetzt werden soll...
Aber da tut sich eine große Frage auf: Wenn das wirklich so ist, dass Pulte sich so stark zwischen analytisch und "dreckig" unterscheiden (im Falle Spirit-800B ist das sicher nicht der Fall):
Warum werden dann Digital-Pulte - sauberer als jedes Analogpult - für R+R-Shows eingesetzt
-beziehungsweise-
Warum werden Forderungen nach "guter alter" Analogtechnik und deren Klangeigenschaften so häufig ignoriert/abgekanzelt?
Da gibt es doch irgendwo eine Diskrepanz.Grüße an alle Diskutanten,
Christopher
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Zitat von "Christopher Hafer"
Erstaunlich, auf einmal so viele teils sehr durchdachter Meinungen zu lesen. Finde ich gut, genau so hätte ich mir das gewünscht.
Ach, Seufz... Stell Dir mal vor, das würde einer zu Dir sagen... "Erstaunlich, daß Du auf einmal etwas so Durchdachtes schreibst. Finde ich gut, so wünsche ich mir das von Dir." Schraub' mal bitte diese unnütze Arroganz zurück. Hier durchdenkt jeder seine Meinung und hat auch Argumente dafür - ob Du sie gelten lässt oder nicht. Merci.
Zitat von "Christopher Hafer"Erstmal: Zustimmung. Man sollte Hinterfragen, wozu das Pult eingesetzt werden soll...
Aber da tut sich eine große Frage auf: Wenn das wirklich so ist, dass Pulte sich so stark zwischen analytisch und "dreckig" unterscheiden (im Falle Spirit-800B ist das sicher nicht der Fall):
Warum werden dann Digital-Pulte - sauberer als jedes Analogpult - für R+R-Shows eingesetzt
-beziehungsweise-
Warum werden Forderungen nach "guter alter" Analogtechnik und deren Klangeigenschaften so häufig ignoriert/abgekanzelt?
Da gibt es doch irgendwo eine Diskrepanz.Weil es immer ein Abwägen ist, was mir wichtiger ist: Und da überwiegen in den Augen Vieler die Vorteile digitaler Pulte gegenüber den klanglichen Eigenschaften ihrer analogen Brüder.
Ich hätte auch gerne 350 PS unter der Haube, will aber lieber mit 6 Litern auf 100km fahren - letzteres ist mir wichtiger als der verständliche Wunsch nach mehr Leistung. Und gleiches gilt dann auch für die Pulte.
Und damit sollte an dieser Stelle der Versuch, auch hier eine D/A-Diskussion [sic] loszutreten, auch schon gestoppt werden. Um das auszudiskutieren, haben wir schon mehrere umfangreiche Threads am Laufen.
Es geht um den 800B. In meinen Augen ein gutes Pult.
Mit freundlichen Grüßen
Tobias Zw.
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Zitat
Ach, Seufz... Stell Dir mal vor, das würde einer zu Dir sagen... "Erstaunlich, daß Du auf einmal etwas so Durchdachtes schreibst. Finde ich gut, so wünsche ich mir das von Dir." Schraub' mal bitte diese unnütze Arroganz zurück. Hier durchdenkt jeder seine Meinung und hat auch Argumente dafür - ob Du sie gelten lässt oder nicht. Merci.
Dieser Vergleich ist überhaupt nicht angebracht. Ich habe niemanden direkt angesprochen, so wie Du in Deinem Beispiel.
Mit damit schon wieder "Arroganz" unterzuschieben finde ich... Billig!Ich wollte nur meiner Freude darüber Ausdruck geben, dass mittlerweile Argumente ausgetauscht werden.
Im ersten Drittel gab es kaum Argumente, nur Meinungen. -
Habt Euch lieb.
Ich finde auch, das nun sogar gute Argumente getauscht werden.Wollen wir doch weiter so machen ? oder

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Zitat von "Christopher Hafer"
Umso fragwürdiger ist es doch Pulten ohne genaue Analyse Klangeigenschaften zuzusprechen, obwohl Mikrofone und LS ein vielfaches (!) dieser Abweichungen produzieren, abgesehen von den Einflüssen des Raumes
Jede dieser Komponenten produziert einen ganz anderen Mix solcher Abweichungen:
Mikrofon:
- Rauschen praktisch null
- Verzerrungen unterhalb der Clippinggrenze gering
- Frequenzgang je nach Modell teilweise heftig verbogen
- Zeitverhalten gut bis idealLautsprecher
- Rauschen praktisch null
- Verzerrungen teilweise erheblich, je nach Modell mehr geradzahlige oder ungeradzahlige Verzerrungen, ungeradzahlige Verzerrungen stark pegelabhängig
- Frequenzgang je nach Modell teilweise heftig verbogen
- Zeitverhalten im Hochtonbereich oft gut, im Bassbereich teilweise erschreckendMischpult und ähnliche Elektronik
- Rauschen gering bis mäßig
- Verzerrungen unterhalb der Clippinggrenze gering
- Frequenzgang ideal, es sei denn, gezielt verändert
- Zeitverhalten idealRaum
- Rauschen gering, aber im Regelfall heftige Fremdgeräusche
- Verzerrungen vernachlässigbar
- Frequenzgang mäßig bis kurios
- Zeitverhalten mäßig bis katastrophalJetzt könnte man beispielsweise argumentieren, dass das Zeitverhalten der Lautsprecher vernachlässigbar ist, weil das vom Raum stets größer sei. Allerdings hört man das Zeitverhalten der Speaker auch im Direktschall, das des Raumes nur im Reflektionsschall...
Kurzum: Die Sache ist viel zu komplex für pauschalisierte Aussagen.
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Zitat von "Christopher Hafer"
Im ersten Drittel gab es kaum Argumente, nur Meinungen.
Nicht, dass die Meinungen hier zu kurz kommen:
Mir persönlich wäre das SC800 die 900 €uretten wert.
(wenn ich Bedarf hätte) -
Wie soll uns hier noch jemand ernst nehmen?
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Zitat von "Carl Carlton"
Hallo,
ich möchte mir für unser Studio eine 24/8/2 Konsole kaufen und kann von einem PA Verleiher ein Soundcraft 800B bekommen, welches in einem sehr guten Zustand ist und einwandfrei funktioniert. Es war bis vor kurzem noch in einem Theater im Einsatz. Das Teil ist inkl. Case und 2 Netzteilen. Das Pult soll 900 Euro kosten, ist der Preis o.k.?Der Preis ist ok, nur würde ich mir, gerade für Studiozwecke, so ein altes Pult nicht mehr ans Bein binden. Das Risiko, das dir der Tisch die nächsten paar Jahre komplett zerbröselt ist doch relativ groß.
Was für ein Studio betreibst du, das du ein solches Pult überhaupt sinnvoll einsetzen kannst.
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zur letzen kommentar von oton: die frage ist wirklich wie das pult eingesetzt werden soll, ob dieses argument gültig ist.
ich selber habe im studio auch ein altes analogpult, mit 32 kanälen. maximal brauche ich 16 davon, um drums aufzunehmen, quasi als großer mic preamp mit eq. bleiben also noch 14 über, die immer mal wieder gewartet werden, und so als reserve dienen. selbst bei modernen rechnern gibt es immer noch genügend wartezeiten in denen mal schnell ein einzelner kanalzug mit neuen komponenten versehen werden kann
also ein ständiger austausch.weiter in der ot-runde:
ich behaupte weiterhin das nicht alle effekte die in einem pult passieren messtechnisch 100% erfasst werden, vor allem im grenzbereich. dazu gehören vor allem psychoakustische effekte wie verdeckungen und auslöschungen. gerade die würd eich für die von wora erwähnte räumliche tiefe des mixes. dieses ist eines der hauptargumente für gute pulte und preamps. egal ob man jetzt mehr oder weniger tiefe bevorzugt. welcher messbare effekt dafür verantwortlich ist kann ich leider nicht beweisen, dazu fehlt mir equimpent.
warum werden dann trotzdem digipulte genommen? weil auch da preamps arbeiten, welche unterschiedlich "klingen" oder besser: arbeiten. und auch bei der berechnung der signale, hatte ich glaube ich schon mal geschrieben, gibt es mit sicherheit unterschiede, also gibt es auch da entsprechende unterschiede, mal von den wandlern ganz abgesehen. dann eben die weiteren vorteile, und schon kann man es als den besseren kompromiss akzeptieren.
die tatsache das ich pulten ohne analyse klangliche eigenschaften zugestehe liegt eben an den erfahrungen die man macht, die auch nicht zwingend einer analyse bedrfen. wenn pult xyc bei meiner jeweiligen arbeitsweise das tut was ich möchte, dann reicht mir das, auch ohne zu wissen warum. es soll nur passieren, tut es das mehrmals, schreibe ich diese eigenschaft dem pult zu.
ich denke trotzdem das wir einen blindtest machen sollten.
und als letztes: warum sollte also der kollege das 800B nehmen: weil er im "regelbereich" gleiche klangliche qualitäten haben wird wie beim spirit, mal gute wartung vorausgesetzt. aber eben im grenzbereich noch ein paar undefinierte, aber von vielen scheinbar geschätzte "esoterikeffekte" dazu kommen.
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